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Ich habe eine schlichte CPC-Vakuumröhrenanlage 4m² und 300l Speicher von paal-solar. Kollektor vermutlich direkt durchströmt mit U-Rohr. Schon kurz nach Einweihung vor 3 Jahren tröpfelt es etwas und der Druck war an den beiden Entlüftern an oberster Stelle schon bald gleich Null. Es gurgelt nach viel Luft, aber seit drei Jahren lief das Ding m.E. mit ordentlichem Ertrag (gefühlsmäßig). Wie ich erwartete, war dann vor ein paar Tagen Schluß mit Umlauf. Probehalber ließ ich etwas Leitungswasser hinein und entlüftete oben mehrmal - doch ein Umlauf stellte sich nie mehr ein, die Pumpe pumpt grad gegen die Wand. Irgendwas ist jetzt blockiert, aber scheinbar nicht die Schwerkraftbremsen - drehen an den beiden Ventilen bringt gar nix.
Ich habe schon 20 L Fertigmischung Tycofor LS bestellt und möchte, sobald geliefert, versuchen mit Leitungswasser die Blockade wegzuspülen und mit der neuen Solarflüssigkeit die Geschichte aufzufüllen. An was könnte die Blockade liegen? Oder liegts an was ganz anderem?
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Hallo...
Die erwähnten Dachentlüfter werden kurz nach der Inbetriebnahme wieder geschlossen.
Man kann davon ausgehen, dass dort ne Menge Luft hineingeraten ist.
Beim Füllen einer CPC-Anlage sollte eine "starke" Pumpe genutzt werden. Damit wird gefüllt und im Anschluss ca. 10 Minuten gespült.
Durch den Spülvorgang werden die Luftbläßchen durch die Entlüfter ausgeschieden.
Das Wasser welches in der Leitung ist, muss komplett abgelassen werden. Am besten mit Luft über einen Kompressor durchpusten.
Erst dann das LS einfüllen.
Vielleicht ist Eile angesagt. Wer weiß wann der Frost wieder kommt. Schalte doch die Anlage auf Handbetrieb falls Frost angesagt ist und noch kein LS da ist.
_________________ Grüße vom
AS Solar Kundendienst
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Hallo Stephan
Vielen Dank für die superschnelle Antwort - hier meine Kommentare dazu
Die erwähnten Dachentlüfter werden kurz nach der Inbetriebnahme wieder geschlossen.
Man kann davon ausgehen, dass dort ne Menge Luft hineingeraten ist.
----------> sind eh Handentlüfter und deshalb natürlich immer geschlossen...
Beim Füllen einer CPC-Anlage sollte eine "starke" Pumpe genutzt werden. Damit wird gefüllt und im Anschluss ca. 10 Minuten gespült.
-----------> Ich hatte damals mit einer 750W Gartenpumpe kräftig im Umlauf gespült und komprimiert - wie in der Wagner Anleitung beschrieben
Durch den Spülvorgang werden die Luftbläßchen durch die Entlüfter ausgeschieden.
Das Wasser welches in der Leitung ist, muss komplett abgelassen werden. Am besten mit Luft über einen Kompressor durchpusten.
---------> das werde ich beim nächsten Mal besser machen, vermutlich hing immer noch etwas von den gut 3 l Wasser im Kollektor drin. Das verdünnt aber doch nur etwas die Flüssigkeit und dürfte deshalb nicht so gravierend sein - oder?
Vielleicht ist Eile angesagt. Wer weiß wann der Frost wieder kommt. Schalte doch die Anlage auf Handbetrieb falls Frost angesagt ist und noch kein LS da ist.[/quote]
----------------> Mit Wasser habe ich jetzt genau aus dem Grund noch nicht gespült! Ich wollte nur VORHER wissen, was die Ursache sein könnte, damit ich die evtl. schon VOR der Wasserspülung beseitige, denn WENN mal Wasser drin ist, dann wirds im Winter gefährlich...
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Hallo...
überprüfe doch mal die Entlüfter auf Dichtheit. Es soll vorkommen das Heizungsbauer die günstigen Heizungsentlüfter nutzen. Die sind unter 5 € zu haben und die temperaturbeständigen Solarentlüfter kosten knapp 40-50 €.
_________________ Grüße vom
AS Solar Kundendienst
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Wenn heute noch jemand Entlüfter auf's Dach schraubt dann gehört im Lizenz entzogen.
Am besten einen Spirovent Solar Mikroblasenabscheider vor dem Eingang des Speichers einbauen und gut is.
Denn auch nach der Befüllung gast das Wasser-Glykolgemisch noch ca. 4 Wochen aus,und dann kann es durchaus sein das man dann wieder Luft in der Anlage hat.
Bei mir jedenfalls Spirovent,wenn der Kunde das nicht zahlen will,soll er woanders hingehen.
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Ganz so hart darf man das nicht sehen ... sicherlich sind Entlüfter in Solarstationen oder an ähnlich gelagerten Stellen die bessere Lösung.
Viele Hersteller weisen eindeutig darauf hin, dass mind. ein Entlüfter am Kollektoranschluss zu setzen.
_________________ Grüße vom
AS Solar Kundendienst
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Danke nochmal für die vielen Antworten, aber sie gehen an meinem Problem vorbei, das ich jetzt habe: Woran liegt es, daß in der befüllten entlüfteten Anlage die Pumpe nichts durchpumpt? Sie pumpt und dabei erhöht sich sogar die Temperaturanzeige des Kollektorfühlers, aber nix von der warmen Flüssigkeit kommt unten an. Vorher hat sie ja mit viel Luft und oben vollkommen drucklos 3 Jahre lang funktioniert. Was hat sich da blockiert?
Apropos Entlüfter am Dach: Ich habe ja durchaus in den Wochen nach Erstbefüllung gelegentlich oben entlüftet. Ich glaube "Kunden", die nicht selbst aufs Dach steigen wollen, die brauchen auch keinen Entlüfter da oben. Ich habe aber die Anlage selbst gebaut, deshalb bin ich mein eigener Kunde.
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Hallo,
hast Du die Anlage selbst errichtet ? Wenn ja, wäre wäre ein Hydraulikschaltplan für die Fehlersuche von Vorteil.
Wurde die Anlage vor der Inbetriebnahme gespült und von Produktionsrückständen gereinigt (z.B. durch Filtern des Spülmediums) ?
Mit welchen Druck wir die Anlage betrieben und auf wieviel Meter ist der Kollektor montiert.
Ist in der Anlage ein Durchflussmesser oder -begrenzer eingebaut ?
Welche Kollektortemperaturen wurden im Sommer erreicht und wie wurden diese gemessen ?
War die Anlage von Anfang an mit Tyfocor L, LS oder HTL gefüllt ?
Welche Pumpe wurde eingesetzt ? Viele vergessen dass nass- (direkt-) angebundene Vakuumkollektoren einen Druckverlust von 0,2 bis 1 bar pro Kollektormodul bei einem Durchfluss von 3 l / min aufweisen.
Ist die Kollektorbeschreibung noch vorhanden, steht hier der Druckverlust?
Ich denke mal das reicht fürs erste.
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Ich habe mittlerweile meine Anlage unter die Mangel genommen und scheinbar erfolgreich neues Tycofor LS eingepumpt. Beim Spülen stellte ich fest, daß auch nach dem dritten Spülen und Entleeren immer noch trübe Reste herauskamen - wenn ich mit der Bootspumpe Luft einpresste (habe leider keine Druckluft). Also habe ich noch ein 4. und 5. Mal gespült ...
Befüllt habe ich sie dann mit einer 800W Gartenpumpe ca. 10 Minuten im Kreis und nach Schließen der Entleerung schaffte sie es auf 3 bar, nach Entlüftung oben (kam aber fast keine Luft mehr raus) steht unten jetzt 2,6 bar auf dem Manometer. Nur sehr kurzfristig (Sonne fehlte fast immer) konnte ich immerhin feststellen, daß Wärme unten ankommt, wenn die Pumpe läuft (und nicht umgekehrt: Pumpe erwärmt die Flüssigkeit..). Jetzt schneits die Röhren erstmal zu und abtauen tun die bekanntlich erst mal garnicht...
| Kerni hat Folgendes geschrieben: | Hallo,
hast Du die Anlage selbst errichtet ? Wenn ja, wäre wäre ein Hydraulikschaltplan für die Fehlersuche von Vorteil.
----------> Wie gesagt, "plumpe" Standardanlage von Paal Solar 2003, damals für 2350 EUR inkl. Fracht über ebay-Shop gekauft ("solarsparshop"), Im Feb. 2004 aufgebaut.
Wurde die Anlage vor der Inbetriebnahme gespült und von Produktionsrückständen gereinigt (z.B. durch Filtern des Spülmediums) ?
-----------> Habe damals durchaus mit Leitungswasser gespült, aber offenbar viel zu kurz, wie ich jetzt feststellen mußte. Die alte Flüssigkeit war auch sehr trübe!
Mit welchen Druck wir die Anlage betrieben und auf wieviel Meter ist der Kollektor montiert.
-------------> Bislang 2 bar, oben am Entlüfter war auch kein Druck mehr drauf. Höhe: UG= Anlage, EG, OG, DG=Kollektor macht ca. 9 Meter zw. Pumpe und Kollektorabgang. Rohrlänge bis dahin ca. 30m 15mm WICU100%-Rohre, dazwischen ca. 10 Bögen (also gesamt 60m, 20 Bögen). Die 20 Liter passen fast komplett rein!
Ist in der Anlage ein Durchflussmesser oder -begrenzer eingebaut ?
--------------> Ja, offen, Messer zeigte anfangs sehr wenig an, jetzt aber gar nix mehr (klemmt vielleicht). Die geringe Temperaturspreizung zeigte mir aber bisher schon immer genug Durchfluß, wodurch die Pumpe häufig runtergeregelt wurde schon bei geringer Bewölkung, deshalb interessierte mich die Durchflußmessung nicht.
Welche Kollektortemperaturen wurden im Sommer erreicht und wie wurden diese gemessen ?
----------------> Max. 70 Grad, wenn ich anwesend war, d.h. auch verbraucht habe. Verrohrung und Speicheranschlüsse weisen aber noch diverse Isolationslücken auf, dadurch erklärbar. Bei den Kollektoranschlüssen ist das aber gar nicht schlecht, da ich sie weichgelötet habe. Ich befürchte Schlimmes, wenn der Regler wegen Übertemperatur abschaltet und dann auch noch die ersten Lötstellen 5cm neben dem Ausgang gedämmt sind! Ich mußte löten, da ich den Kollektor aufgeständert habe (Er steht auf einem 30Grad Westdach in Richtung Süden aufgeständert, da ich mir sonst einen Röhrenkollektor hätte sparen können, wenn er im Winter keine Sonne mehr abkriegt - hat sich auch bewährt) und die kurzen Edelstahlwellrohre dazu verwendete, um am Fuß des Kollektors die Dachdurchführung zu vollziehen. Hätte ich sicher auch anders machen können, aber so gings am schnellsten und an mehr habe ich noch nicht gedacht damals...
Messung über den Temperatursensor in der Kollektorfühlerhülse.
Nochmal zur Verdeutlichung: http://www.wernerkropf.de/haus/bilder/SolarDach.JPG...
http://www.wernerkropf.de/haus/bilder/Solarkeller.JPG...
War die Anlage von Anfang an mit Tyfocor L, LS oder HTL gefüllt ?
-----------> Zuerst mit dem dem Komplettkit beigefügten "PS-Fluid G", rot für Röhren. Deshalb habe ich auch so gründlich gespült jetzt!
Welche Pumpe wurde eingesetzt ? Viele vergessen dass nass- (direkt-) angebundene Vakuumkollektoren einen Druckverlust von 0,2 bis 1 bar pro Kollektormodul bei einem Durchfluss von 3 l / min aufweisen.
---------->Normale Umwälzpumpe Grundfos, gestellt auf max.90W, vom Regler (TA) runtergeregelt.
Ist die Kollektorbeschreibung noch vorhanden, steht hier der Druckverlust?
-------------> bei 120l/h 1,5 mbar
Ich denke mal das reicht fürs erste. |
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