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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Hoher Verbr. und lauter Kompressor normal? + Strompreiserhng

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19246Kogel

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Hallo zusammen!

Ich habe 3 Problemfelder:

1) Wir haben uns beim Hausbau für eine WP - Anlage entschieden. Diese wurde am Freitag in Betrieb genommen. Da es einen eigenen Zähler gibt kann man die Verbrauchswerte gut ablesen. Nun bin ich echt erschrocken, da die Anlage am Tag etwa 100 kwh zieht.

Wir beheizen damit einen Winkelbungalow mit fester Decke, beide Etagen zusammen ca. 205 qm. Es ist überall Fußbodenheizung verlegt worden, in sehr engen Abständen.

Leider konnte ich bei der Montage und Inbetriebnahme nicht dabei dein, insofern konnte mir der Techniker auch nichts sagen was evtl. hohe Stromverbräuche zu Beginn angeht. Trotzdem will ich mich hier gern schon mal schlau machen, weil mir meine Erfahrung beim Hausbau gezeigt hat, dass einem die Handwerker gern mal "einen vom Pferd erzählen".

Installiert wurde eine Junkers TM 90, die Bohrungen von 2 x 80m wurden auf 3 x 60 "erweitert" und gesplittet. Nach je 60m war einfach nichts mehr zu machen, sagte das Bohrunternehmen.

Momentan läuft glaube ich ein Programm zum Auf- und Trockenheizen des Estrichs, der Bau ist also auch noch recht feucht, aber rechtfertigt dies solch hohe Stromverbräuche?

Welcher Stromverbrauch wäre denn normal?

2) Ich habe noch nie gelesen, dass sich jemand über einen lauten Kompressor in seiner Anlage beschwert hat. Unsere Anlage hat etwa die Lautstärke wie 3 alte Kühlschränke zusammen. Spielt sich das noch ein oder gibts da Richtwerte? Da unser HWR direkt neben der Küche ist befürchte ich einfach, dass wir ständig die Tür zum HWR schließen müssen oder schlimmsten Falls selbst dann noch ein Brummen wahrnehmen.

3) Mein Stromanbieter hat gerade den Tarif für die Wärmepumpen kwh von 10,51 Cent / kWh auf 12,33 Cent / kwh erhöht. Das entspricht einer Erhöhung von mehr als 17 %. Die 3% MwSt-Erhöhung einmal abgezogen erscheint mir das immer noch recht hoch.

Von den Verbraucherzentralen gibt es Vordrucke dagegen Einspruch zu erheben, wg. des Verdachts der "Unbilligkeit der Erhöhung". Solange der Versorger nicht seine Kalkulation offenlegt soll man danach nur eine Erhöhung um 2% akzeptieren (im aktuellen Fall zusätzlich natürlich noch die MwSt-Erhöhung). Wie sind Eure Erfahrungen, macht das Sinn?

Was zahlt Ihr aktuell pro kWh (mit Sperrzeiten)???

Danke schon mal im Voraus!

Einen schönen Sonntag Abend noch.

Gruß
Ron

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roro

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Beim Ausheizen können 100 kWh am Tag in Ordnung sein, vor allem, da Du im Winter ausheizt (obwohl es zur Zeit gar nicht so viel kälter ist, als bei mir im August Smile ). Ich selbst habe fürs komplette Ausheizen meines Estrichs (180qm) insgesamt 600kWh benötigt und das aber im August. Das war dann der selbe Energieverbrauch, denn ich im ganzen Dezember für die Heizung und das WW benötigt habe.

12,3 ct pro kWh ist an sich auch normal. Entspricht ungefähr meinem Preis.

Das einzige was mich wundert ist die Lautstärke. Denn eigentlich sollte der Kompressor nicht sonderlich laut zu höhren sein. Wie/Wo wurde das Gerät aufgestellt, denn möglicherweise kommt es hier zu einer unangenehmen Schwingungsübertragung.

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19246Kogel

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Hallo, danke für die schnelle Antwort!

Die Anlage wurde in eine Ecke des HWR gestellt. Dieser Bereich ca. 1 x 1m wurde schon gefliest. Das es nur eine Schwingungsübertragung ist glaub ich kaum.

Wenn nur die Umwälzpumpe läuft ist es auch nur ein leises Surren. Wenn dann zusätzlich der Kompressor anläuft brummt es schon richtig.

Zur Not werde ich mal bei Junkers anfragen. Vielleicht hat ja auch der Kompressor einen weg?

Danke + Gruß
Ron

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Thomas Heufers

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Hallo!

Bei der Aufstellung der Wärmepumpe auf der Betondecke oder Bodenplatte ist eine Entkopplung vorzusehen. >>
http://www.energie-effizientes-haus.de/THZ_303_SOL_-_Aufstellungsort.p...


Gruß

Thomas Heufers

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bernhard geyer

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> Momentan läuft glaube ich ein Programm zum Auf- und Trockenheizen des Estrichs, der Bau ist also auch noch recht feucht, aber rechtfertigt dies solch hohe Stromverbräuche?

Dann sind 100 kW nicht sehr viel. Ist eh fraglich ob die WP überhaupt die nötigen Temperaturen erreicht bei feuchten Estrich. Ich selbst habe die erste Phase noch mit einem Zusatzheizgerät eingeschaltet.

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19246Kogel

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Beiträge: 5
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Hallo,

momentan wird die Vorlauftemperatur schrittweise angehoben und es wird spürbar wärmer im Haus. Zusammen mit der Restfeuchte ist das fast tropisch...

Zur Aufstellung kann ich sagen, dass die Wärmepumpe direkt mit auf den schwimmenden Estrich gestellt wurde. Eine Entkopplung gibt es nicht. Allerdings ist doch die Estrichplatte als ganzes Entkoppelt. Bei einer festen Verbindung zw. Estrich und Bodenplatte am Aufstellort würde ich schon eher mit einer Schwingungsübertragung rechnen. Vielleicht hat Junkers auch eine genaue Vorschrift was die Aufstellung angeht. Dann sollte ich mich mal schlau machen. Das ganze System nochmals zu deinstalieren, den Estrich am Aufstellort rauszustemmen und fest mit der Bodenplatte zu verbinden ist aber schon eine extreme Maßnahme.

Würde der Kpompressor leiser arbeiten wäre das ja auch kein Problem, Schwingungsübertragungen passieren ja nur dort, wo es Schwingungen gibt. Ist er also normal laut oder "defekt"? Das ist die Frage und ob es Richtwerte hierfür gibt.

Wie laut sind denn Eure WP - Soleanlagen?

Gruß
Ron

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Thomas Heufers

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Hallo!

Um die Schwingungsübertragung (Körperschall) zu verhindern, muss die Beton- oder Estrichplatte für den Aufstellort umlaufend im Randbereich und unterhalb mit Perimeterdämmung oder Styropor entkoppelt sein.
Siehe Abbildung 8 rechte Darstellung >>
http://www.energie-effizientes-haus.de/THZ_303_SOL_-_Aufstellungsort.p...

Grundsätzlich würde ich bei der Aufstellung auf der Bodenplatte immer von unten entkoppeln.


Gruß

Thomas

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Chris77

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Die Stadtwerke Duisburg nehmen fast 16 Cent für den Tarif Wärmepumpe !!!!!!!!!!!!

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Thomas Heufers

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Hallo!

Wir beziehen keinen Wärmepumpentarif, sondern haben uns auf Grund des niedrigen Verbrauchs (Wärmepumpe 2005/2006 < 2.500 kWh/Jahr) für einen Standardtarif (Stadtwerke Düsseldorf 15,09 Ct/kWh inklusive 16% Mehrwertsteuer) entschieden, der Verbrauch für die Wärmepumpe wird über einen eigenen Drehstromzähler (keine Zählermiete) erfasst.

Wesentlich höher schlägt für uns der normale Brauchstrom zu Buche, hier liegen wir über 3.000 kWh/Jahr (2005/2006), vielleicht gelingt uns da noch eine Verbesserung.


Gruß

Thomas Heufers

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Piwi

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Hallo zusammen,

mich würde auch mal interessiern, was so eine Wärmepumpe (Buderus 12 kw) im Jahr verbraucht. Bei unserem EVU ÜWAG bekommt man einen Wärmepumpentarif für 12 ct und die ersten 10 Jahre pro Jahr 1000 W gratis.

Wenn so eine Wärmepumpe günstiger sein soll als Öl und Gas, dann muss doch ein Haus mit ca. 200 m2 (Neubau mit Fusssbodenheinzung inkl. Brauchwasser) mit rund 500 € im Jahr zu heizen sein oder?

Die Lautstärke müsste sichdoch eigentlich auch in Grenzen halten oder. Es muss doch eine normale Aufstellung im Heizraum, oder Technikraum möglich sein.

Gruß

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Thomas Heufers

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Hallo!

Vorausgesetzt der Baukörper ist auf ein solches System ausgerichtet und die Ausführung und Planung ist handwerklich einwandfrei, ist es durchaus realistisch mit weniger als 500 € pro Jahr das Haus zu beheizen und die Warmwasserversorgung abzudecken.

Die Verbräuche einer solchen Gesamtkonzeptes sind unter
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/energieverbrauch.html...
aufgelistet.

Ich empfehle auch den Film "Das Haus der Zukunft - Bauen mit Hausverstand" >>
http://www.energie-effizientes-haus.de/html/dvd_-_haus_der_zukunft.htm...
Die gezeigten Beispiele zeigen die Möglichkeiten auf, die wir heute beim Bau energieeffizienter Wohn- und Bürogebäude haben.


Gruß

Thomas Heufers

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Dreas

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Wir haben am 02.03.07 unsere Heizungsanlage in Betrieb genommen. Die zu beheizende Grundfläche beträgt 150 qm und haben uns daher für eine Luft/Wasser-WP von Dimplex entschieden (LA11) und zusätzlich einen wasserführenden Kamin, der momentan noch nicht läuft.
Über den derzeitigen Stromverbrauch wundern auch wir uns stark, denn mit 100 kw sind wir auch dabei und das bereitet mir sehr viel Sorgen, denn ich sehe sofort die Euros, die dahinter stehen (WP-Tarif bei e.on Tagtarif 15,09 Cent und Nachttarif 10,16 Cent). Man sagte uns, dass das Trockenheizen wohl drei Wochen dauert und das ist ja dann richtig Geld, was da weggeht. Die Temperaturen sind jenseits von Gut und Böse und ähneln mehr denen in den Tropen. Wir wollten eigentlich mit Tapezieren anfangen, aber da fallen uns ja gleich die Tapeten wieder von der Wand, da alles zu schnell trocknet.

Der Geräuschpegel unserer WP ist sehr angenehm. Sie steht draußen und ist nicht lauter als ein neuer Kühlschrank.

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Thomas Heufers

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Hallo!

Das Trockenheizprogramm dient, wie das Wort so sagt, zum Trockenheizen des Estrich. Hierbei wird die Estrichtemperatur (Kurvenverlauf über 10 bis 21 Tage, abhängig vom Estrich) langsam hoch gefahren und ebenso langsam wieder runtergefahren. Die im Estrich gebundene Feuchte wird auf diesem Weg abgeführt. Das Raumklima ist in dieser Phase auf der Grund der hohen Raumluftfeuchte tatsächlich tropisch. Um die Feuchtigkeit abzuführen ist auf jeden Fall der Einsatz von Entfeuchtungsgeräten (Bautrockner) zu empfehlen. Die Energieverbräuche während des Trockenheizprogramms entsprechen überhaupt nicht dem Alltagsbetrieb.
In deinem Fall gehe ich davon aus, dass das Trockenheizen im Wesentlichen energieintensiv über das Nachheizregister und nicht über die Wärmepumpe ausgeführt wird.

Wie der alltagstaugliche Verbrauch einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe aussehen kann, zeigt dir diese Tabelle >>
http://www.energie-effizientes.../unter_3_euro_pro_m2_jahr.html


Gruß

Thomas Heufers

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