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Thema: Von Nachtspeicherheizung auf Wärmepumpe?

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Andrea

Erfahrung: Gast
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Keine Lust mehr auf die Ölpreis-Achterbahn?

KWB - KRAFT UND WÄRME AUS BIOMASSE GMBH
Hallo!
Auf einer Gewerbeschau bei uns wurden Wärmepumpen vorgestellt. Da wir in unserer Doppelhaushälfte (Bj 1956, 75 qm Wohnfläche auf 2 Etagen, voll unterkellert) eine Nachtspeicherheizung (11 Jahre alt) haben, dies natürlich ökologisch nicht so sinnvoll ist, stellt sich schon die Frage nach einer anderen Heizart. Umrüsten auf Wärmepumpe? Hört sich alles wunderbar an, wo ist der Haken? Bei uns käme nur eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Betracht. Erdspieße sind wohl zu teuer, Grundstück für Erdkollektoren zu klein. Was ist davon zu halten?
Macht es Sinn, ggf. Sonnenkollektoren mit einzuplanen, um den eigenen Betriebsstrom für die Anlage herzustellen?
Wenn solche Wärmepumpen gefördert werden und der Betriebsstrom auf Niedrigtarif läuft, kann es dann sein, dass nach Auslauf des Förderzeitraums der Strompreis sich drastisch erhöht? Was braucht eine solche Anlage im Jahr an Strom?
Ich weiss, dass sind Fragen über Fragen. Ich möchte aber halt schon so viel Infos wie möglich haben, bevor der Installateur mir tolle Angebote macht und ich von nix Ahnung habe, evtl. unvollständig informiert werde und mich möglicherweise hinterher ärgere.
Vielleicht weiss einer noch ein paar Links, die mir weiterhelfen.

Vielen Dank im Voraus.
Andrea

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Thomas

Erfahrung: Gast
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Antworten mit Zitat
Hallo Andrea,

» wunderbar an, wo ist der Haken? Bei uns käme nur eine
» Luft-Wasser-Wärmepumpe in Betracht. Erdspieße sind wohl zu teuer,
» Grundstück für Erdkollektoren zu klein. Was ist davon zu halten?

"Erdspieße" (er hat bloß diesen Ausdruck aufgebracht???) sind im Vergleich zur luftgekoppelten Wärmepumpe hinsichtlich der Gesamtkosten (Installation udn Betrieb) zumindest gleichwertig. Der Flächenbedarf bei Kollektoren ist tatsächlich nicht unerheblich und oftmals ein Ausscheidekriterium.

» Macht es Sinn, ggf. Sonnenkollektoren mit einzuplanen, um den eigenen
» Betriebsstrom für die Anlage herzustellen?

Hmmm, das ist eher wenig zielführend. Es ist besser, diesen Strom ins Netz zu einzuspeisen und die Rückvergütung zu kassieren.

» Wenn solche Wärmepumpen gefördert werden und der Betriebsstrom auf
» Niedrigtarif läuft, kann es dann sein, dass nach Auslauf des
» Förderzeitraums der Strompreis sich drastisch erhöht?

Wärmepumpen werden praktisch gar nicht gefördert. Es gibt zwar bestimmte Kreditformen (für die Installationen), aber ansonsten ist die Förderung eher eine lokale Geschichte, d.h. die Gemeinde zahlt was zu den Installationskosten zu. Der Strompreis für Wärmepumpen wird meines Wissens nirgends in D subventioniert.
Allerdings haben fast alle EVU´s einen extra Tarif im Angebot. In dem Fall wird die Wärmepumpe während der Spitzenzeiten nicht im Netz behalten ("Sperrzeiten").


» Was braucht eine solche Anlage im Jahr an Strom?

Das ist recht einfach:

1. Bei Heizung und Warmwasser etwa ein Drittel der gesamten Heizleistung
2. bei Heizung über Niedrigtemperatursysteme (Fussbodenheizung) etwa ein Viertel der Gesamtheizenergie

Rechenbeispiel: Einfamilienhaus mit ca. 120 m²
Heizleistung ist ca. 120 m² x 40 W/m² = 4800 W = 4.8 kW
Davon jetzt je nach Betriebsart (d.h. mit oder Warmwasser über die Wärmepumpe) wird ein Drittel oder ein Viertel aus der Stromaufnahme der Wärmepumpe hergestellt. Die Pumpe läuft pro Jahr ca. 1800 Stunden. Daraus folgt:
ohne Warmwasser: 4.8 x 0,75 * 1800 * Strompreis (pro kWh) = Stromkosten pro Jahr
mit Warmwasser: 4.8 x 0,66 * 1800 * Strompreis (pro kWh) = Stromkosten pro Jahr

Thomas

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