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Eric Heiligenstein
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Beitragvon Eric Heiligenstein » 16.10.2007 15:11 Uhr

Hallo Heizer,

das kann man alles vertreten was Du da schreibst, allerdings kann man es auch anders sehen. 1. Priorität sollte aus unserer Sicht die solare Energie haben. Da gibt es die Möglichkeit WP´s mit thermischen Solarkollektoren zu koppeln was eine wesentlich bessere Ausnutzung der Solarkollektoren ermöglicht, siehe zum Beispiel bei www.******.de.

Natürlich will niemand mehr Kraftwerke - aber will man wirklich eine wesentlich ineffektivere Verbrennung mitten in den Wohngebieten ?

Auch dagegen werden inzwischen Gesetze erdacht, in den Kraftwerken kann man wenigstens zentral Filter einbauen und die Asche entsorgen.

Immer mehr Gemeinden bauen Hackschnitzelwerke die das Holz direkt verbrennen ohne es nochmal zu Pellets zu pressen und mit Lastern zu den Haushalten zu bringen - die wieder Lagerhaltung betreiben müssen.

Stattdessen wird mit einem hohen Wirkungsgrad verbrannt und Strom und Abwärme genutzt. Der Strom kann über die bestehende Infrastruktur verteilt werden.

Zwar geht man davon aus das nur ca. 30% des Primärenergieeinsatzes beim Haus ankommen wenn man Strom verwendet, aber wenn der Strom von einer WP genutzt wird mit JAZ 3 - d.h. die aus einer KWh Strom wieder 3 KWh nutzbare Wärme macht - ist doch wieder alles in Ordnung und man hat eine Menge sinnvolle Vorteile generiert.

Meine Meinung: Der Mix machts und aus allen Systemen die Vorteile nutzen, keines vorneweg verteufeln !

Kein System kann es allen recht machen.

Gruß

Eric

Jens der Heizer
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Beitragvon Jens der Heizer » 17.10.2007 11:16 Uhr

Klingt gut, das Super-Solar!
Ist jetzt nur noch eine Kostenfrage, wie lange die Aromatisierung dauert.

Aber ansonsten wirklich gut.
Ich habe mir so ein Kombination schon mit einem Saisonspeicher überlegt. Oder auch in Verbindung mit einem Wärmetauscher, der das Wasser aus der Erde noch einmal nacherwärmt, bevor es in die Wärmepumpe läuft. Aber so ist auch nicht schlecht.

Gruß Jens
Eric Heiligenstein
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Beitragvon Eric Heiligenstein » 17.10.2007 15:05 Uhr

Hallo Jens der Heizer,

vielen Dank für Dein freundliches Feedback. Die meisten die sich das ****** System anschauen gewinnen schnell den Verdacht die Sache könnte teuer sein.

Die Anfangsinvestition ist tatsächlich etwa in der Größenordnung wie eine "normale" WP mit Tiefenbohrung - schlägt die im direkten Vergleich aber um Längen weil die KWh von der großen Solarkollektorfläche (da geht ja das Geld rein statt für die Bohrung) dauerhaft kostenlos sind - nach der Anfangsinvestiton.

Außerdem werden die Solarkollektoren immerhin noch mit € 105/qm gefördert, zeitweise gibt es in Städten/Ländern noch Sonderförderungen oben drauf - z.b. derzeit in Hamburg sehr hohe Förderung. Da auch der Primärenergieverbrauch für die Kollektoren 0 ist sieht man auch an dieser Stelle gut aus wenn man Grenzwerte erreichen möchte um z.B. einen besonders geförderten Kredit von der KfW zu bekommen.

Die Frage nach der Amortisationszeit ist nicht allgemeingültig zu beantworten. Für sehr kleine Häuser mit einem geringen Verbrauch lohnt es sich nicht, die Anfangsinvestiton kann nicht durch Einsparungen in vernünftigen Zeiträumen gerechtfertigt werden.

Je größer der (Öl-/Gas-) Verbrauch ist desto schneller amortisiert sich das System, deshalb verkaufen wir es zu 90% im Bestandsbau.

Schließlich hängt die Amortisationsrechnung von den Rahmenbedingungen ab, z.B. von den in der Zukunft geschätzten Preissteigerungen bei Öl/Gas/Strom). Bleibt man bei den heutigen Preisen liegt die Amortisationszeit über 10 Jahren, nimmte man z.B. beim Öl eine Steigerungsrate von 9% p.a. an, beim Strom von 5% ergibt sich eine enorme Amortisation (dann meist unter 10 Jahren).

Jedem der uns die Daten seines Hauses schickt rechen wir das transparent aus mit Angabe der gewählten Rahmendaten

Gruß

Eric
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Beitragvon Jens der Heizer » 18.10.2007 10:59 Uhr

Schade an Solarsystemen ist das man die baulichen Vorraussetzungen braucht. Ein Großteil der Altbauten in Deutschland haben eine schlechte Dachausrichtung, Neigung oder Verschattung. Neubaugrundstücke mit Südlage und der Chance auch im Winter viel Licht zu bekommen sind bei uns in der Region bei 500,-€/m² angekommen.

Deshalb sehe ich in der Wärmepumpe auch die Chance für Gebäude die nicht nach der Sonne ausgerichtet sind. Viel zu oft sieht man Solarkollektoren die sich im Leben nicht rentieren werden, weil sie nicht überlegt angebracht werden.

Ansonsten sehe keine Nachteile, außer die höheren Investitionen, die man nun mal braucht für eine vernünftige Heizung.
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Beitragvon Hardt » 11.11.2007 11:18 Uhr

Biomassenanlagen sind das beste was es zu haben gibt . Probleme gibt es nur wenn Sie ein " Fachidiot " einbaut der meint er weiß alles. Rücklaufanhebungspumpe ist auch sehr wichtig . Wenn jemand Fragen hat oder Probleme kann er dies gerne sagen ich helfe gerne weiter . Ich arbeit seit 27 Jahren in diesem Bereich und weiß wovon ich rede. Verschlackungen sind eindeutig ein Pelletproblem die besten sin Firestix und die Pellet sollten Ö- Norm haben. Bitte auch nicht in den Einstellungen eurer Heizung spielen ohne eine genaue Aussage eures Kundendienstes oder eines echten Fachmannes, dies kann zu erheblichen Störungen führen . Ich bin Servicetechniker bei dem Martführer von Kombinationskesseln Pellet- Stückgut.
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Beitragvon Daca » 24.11.2007 12:03 Uhr

Also, ich komme mir mittlerweile ganz schön verloren vor in diesem Labyrinth von Möglichkeiten für eine gut funktionierende, ökologisch vertretbare, langfristig bezahlbare und komfortable Lösung für Heizung und WW-Aufbereitung unseres geplanten Häuschens.

Ganz am Anfang unserer Überlegungen stand Gas. Dieses Thema war aber ziemlich schnell erledigt: Gas und Öl - ein Kampf...

Dann kam WP pur mit Tiefenbohrung und Brauchwasser aus Elektro-Speicher (so empfohlen vom Fachmann)...

Anschliessend haben wir uns vom Pelletspezi vor Ort bezirzen lassen und fanden das ganz große Klasse. Das war erst neulich...

Und gestern stoße ich im Forum auf dieses Thema und bin erneut verunsichert: Irgendwie haben die Pellet-Skeptiker schon recht, wenn sie die Frage nach der Herkunft des Holzes (bzw. dessen Reste, aus denen die Pellets z.Zt. ja noch ausschließlich produziert werden), seiner langfristigen Verfügbarkeit, den Herstellungspraktiken und des Energieaufwandes, der bis zum Einblasen der Pellets in den Haustank aufgebracht werden muß, stellen.
Innerlich bin ich heute Nacht deswegen wieder zurückgekehrt zur WP - allerdings in der von Eric vorgestellten (und wohl auch vertriebenen) "******"-Variante. Wenn man diesem System noch eine Fotovoltaik-Einheit hinzugesellen würde, die in etwa den Strombedarf der WP abdeckt (per Einspeisung in's Netz und per Rückkauf natürlich), dann hätte man doch ein fast perfektes System, oder? (Vorausgesetzt natürlich, daß das angepriesene System auch so funktioniert, wie's konzipiert ist ;-))
Die Frage der Amortisierung stellen wir uns übrigens nicht. Daß eine solche Anlage viel teurer sein wird als, sagen wir mal, eine Gastherme, versteht sich von selbst. Wichtig sind uns mittlerweile nur noch die laufenden Kosten (wäre dann 0,00€ bei "******" mit Fotovoltaik), die Umweltverträglichkeit und der Komfort (will und kann kein Holz mehr stapeln und hacken). Die Investition steht nur ein einziges Mal an und ist damit klar kalkulierbar.
Interssieren würde mich nur noch, wie (und ob überhaupt) diese "******"-Anlage eine Niedrigtemperatur-Heizanlage (FB-Heizung) bedienen kann und wie die WW-Aufbereitung funktioniert? Das ist aus den Erklärungen nicht ganz klar geworden.

Hoffentlich macht jetzt keiner diese tolle Idee mit ein paar schlagkräftigen Argumenten zunichte! Irgendwie brauchen wir jetzt baldmöglichst DIE Lösung, denn die Hauspläne sich gezeichnet, Land in Sicht, nur Heizung nicht...


Schönes Wochenende!
Daca


P.S. @Eric (fast privat und nett gemeint!): eure Internetseite von "******" würde übrigens an Vertrauenswürdigkeit gewinnen, wenn ihr die vielen Schreibfehler eliminieren könntet...

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Beitragvon machtnix » 25.11.2007 09:32 Uhr

Eine Wärmepumpe macht durchaus Sinn,ob es im Neubau das Supersolarsystem sein muß?
Ich würde mich mal mit einer Direktverdampfung beschäftigen.Wie groß ist die zu beheizenden Wohnfläche?
In welchem PLZ-Gebiet soll denn das Häuschen wohnen?
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Beitragvon Daca » 26.11.2007 09:52 Uhr

Danke, machtnix, für das feetback.
Also, eine Direktverdampfung kommt nicht in Betracht, weil die Grundstückskonfiguration (relativ klein und starker Baumbestand) die dafür benötigte Fläche nicht hergibt. Da das Haus selber aber ziemlich frei, (fast) beschattungslos und voll nach Süden orientiert platziert werden könnte, habe ich an die SuperSolar-Lösung gedacht, d.h. Wärmepumpe stark solarunterstützt. Außerdem haben wir hier atlantisches, also eher mildes Klima (befinden uns in Mittel-Frankreich, 120 km landeinwärts vom Meer), was der Solarlösung auch zugute käme. Vielleicht aber ist der Aufwand einer solchen Anlage ja zu groß, weil das Haus "nur" 170 qm Wohnfläche (2 Personen-Haushalt / Atelier) hat?
Ich weiß wirklich nicht mehr, was die Ideallösung wäre. Das Problem ist, daß jede Lösung ihre Vor- und Nachteile hat und daß jeder Hersteller die seine als die ideale auslobt. Und weil wir nicht besonders beschlagen sind auf diesem Gebiet, geht's uns ein bißchen wie dem Esel, der sich zwischen den verschiedenen Fressnäpfen nicht entscheiden kann und dann elend verhungert...

Grüße,
Daca
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Beitragvon machtnix » 26.11.2007 10:26 Uhr

Wenn du sowieso schon Frankreich wohnst,dann wäre ja wohl die Firma Sofath der richtige Ansprechpartner, www.sofath.com .
Die haben natürlich auch Solewärmepumpen im Programm.
Der Platz reicht,glaube es mir.
Dir würdest ca. 204m² Fläche für die Erdkollektoren benötigen,hast du sie nicht,kann man die auch übereinander verlegen.
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Beitragvon Daca » 26.11.2007 17:17 Uhr

machtnix hat geschrieben:Der Platz reicht,glaube es mir.
...glaube ich dir!
Allerdings geht dann das Abholzen der wunderschönen Eichen auf deine Verantwortung!

Aber im Ernst: es gibt ja auch die Alternative "Erdsonden-Indirektsystem CO2", die fast so effizient sein soll, wie die von dir vorgeschlagene horizontale Variante der Direktverdampfung, weil sie auch ohne Pumpe auskommt.

Das scheint's bei der Sofath aber nicht zu geben...

Es ist zum Mäusemelken: Hier bei uns in Frankreich ist man "energethisch" eben im Atomzeitalter stehen geblieben, und die paar Ökofreaks hecheln euch Deutschen zehn Jahre hinterher...

Gruß,
Daca

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