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Ich habe seit 27.09.06 die o.g. Wärmepumpe in Betrieb und einen Energieverbrauch bis 27.12.06 von ca. 2660 KW/h
Die Machine ist in dieser Zeit 785 Std gelaufen, laut Betriebsstundenzähler.
Mein Haus hat ca. 140qm, wovon ca. 110qm in 2006 mit neuer Fußbodenheizung ausgestattet wurden. Die restliche Fläche sind Abstellkammer, Boden usw, wo nur hansdelsübliche Radiatoren angebracht sind, also werden kaum beheizt.
Die Außenmauern des Hauses sind Lehm von ca. 65cm stärke.
Alle Fenster sind Verbundfenster bzw. Thermofenster.
Der Erdkollektor ist ca. 400qm groß und es befinden sich 17 Absorberleitungen zu je 70m bzw. 35m (doppelt) im Boden.
Die Sole- Hauptleitung (40mm PE) beträgt 47m! (Wärmepumpe bis Soleverteiler) Wärmepumpe zum Absorberkreis ist einen Höhenunterschied von ca. 4...5m ! D.h. Der Erdkollektor ist ca. 5m höher als die Wärmepumpe. Der Boden ist sandig.
Die WP wird zur Brauchwasserbereitung verwendet (Trinkwassererrwärmer 38KW mit Pufferspeicher 300l von Waterkotte)
Die Vor- Rücklauftemperatur Hzg. beträgt um die 35-36Grad bzw. 31-32Grad!
Soleeintritt ist z.Zt. (-0,4Grad) und Austritt ist (-4,5Grad)
Raumtemperatur im Schnitt 22Grad, Wintergarten 18Grad, Hzg. etwas gedrosselt.
Der Stromverbrauch heute beträgt 55KW, was ich als viel zu hoch empfinde. (Im Moment würde ich bei 13,5 Cent/KWh Terrathermtarif, den ich auch bezahlen muß, mit der Ölrechnung des letzten Jahres gleichziehen!!!
Den Waterkotte- Vertreter, den ich heute hiervon in Kenntnis gesetzt habe, meinte daß die Pume (14KW als Solepumpe) zu klein ausgelegt sei,was ich aber nicht so recht glaube.
Kann mir jemand helfen, ob dieser Verbrauch im Normbereich liegt.
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Typisch Waterkotte,von nichts eine Ahnung.
140m² und eine 14kW Wärmepumpe ist noch zu klein?Hast du denn keine Fenster drin?Echter Wahnsinn.
Bei mir wäre die Wärmepumpe wohl um die 10kW ausgefallen und die Bude wäre trotzdem warm.
Jetzt ist die Pumpe drin und typisch Waterkotte,es schert sich keiner mehr um den Dreck den die einbauen.
Kunde unzufrieden,Geld verbrannt und die Wärmepumpe wird wohl wieder durch solche Geschäftspraktiken in ein schlechtes Licht gerückt.
Am besten du fragst den,der sie dir eingebaut hat.
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Hallo,
wast hast du für Soleleitungen? DN 20x2,0 oder 25x2,3? Die Sammelleitung von 47m, ist das einfache Entfernung oder 2x 23,5? Auf den ersten Blick vermute ich schon mal daß der Erdkollektor im laminaren Bereich durchströmt wird. Kann dir das genau berechnen wenn ich Details habe.
MFG
Frank
PS Wieviel Öl hast du vorher verbraucht?
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PPS:
bräuchte noch die Solekonzentration in%. Tiefe des Kollektors wäre auch interessant. Und die Solepumpe, welchen Typ hast du da?
Schick dir eine komplette Berechnung der Hydraulik wenn ich die Info habe.
MFG
Frank
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| fdl1409 hat Folgendes geschrieben: | PPS:
bräuchte noch die Solekonzentration in%. Tiefe des Kollektors wäre auch interessant. Und die Solepumpe, welchen Typ hast du da?
Schick dir eine komplette Berechnung der Hydraulik wenn ich die Info habe.
MFG
Frank |
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Hallo Frank,
zunächst meinen herzlichsten Dank für Deine qualifizierte Hilfe. Das hat man auch nicht jeden Tag.
Hab noch vergessen, daß des Öfteren die Anzeige an der WP (I04 AUS Schalthäufigkeit ) erscheint. Evtl ist diese Angabe auch wichtig.
Hier nun zu den benötigten Angaben:
1. Soleleitung: HDPE 20x1,9 je 75m einfache Länge bzw. 35m eine Absorberschleife (Wurde von Waterkotte geliefert)
Mein Heizungsbauer hatte ursprünglich 14 Absorberschleifen geplant. Da wir die Erdarbeiten selbst erledigt haben, konnte ich noch Platz für 3 weitere Schleifen schaffen. Es sind also jetzt 17 Stück.
2. die 47m ist die einfache Länge von der WP zum Soleverteiler. Dabei sind ca. 4-5m Höhenunterschied zu überwinden (Berg) Es wurde
PE 40x2,3mm Rohr verbaut! (47m Vorlauf und 47m Rücklauf)
Ich habe darauf geachtet daß nicht unnötige Formstücke den Solefluss behindern. Mein Heizungsbauer hatte 10 Stck eingeplant, und ich habe nur 2 Stck (Winkel) verbaut. Aus diesem Grund mußte ich unter Fundamenten verlegen usw... Viel viel Arbeit !!!
Auch einen größeren Querschnitt der Soleleitung wollte ich ursprünglich bestellen, was der Heizungsbauer aber als unnötig ansah.
3. Solekonzentration in Prozent kann ich nicht genau sagen. Hab eben mit dem Tester fürs Auto (Kühlerflüssigkeit) die Frostbeständigkeit von
-20Grad ermittelt. (Weiß nicht ob das aussagekräftig ist?)
4. Solepumpe: Typ WILO TOP RL30/6,5 KTL
(läuft auf Stufe 3 bei 245 Watt) ist aktuell eingebaut.
Auf der Re. steht allerdings Wärmequellenmodul mit Solepumpe UPS 32-80 ?
5. Die Erdkollektoren liegen in einer Tiefe von 1,30m bis 1,60m (Berg)
(An jeder Absorberleitung ist ein Durchströmungsmesser angebracht, der im Betrieb bei einer Skala von 1...5 nur 1...1,5 aufschwimmt. Durchfluss ca. 1,5-2,5 Ltr/Min bei max. 7,8 Ltr/Min bei Skala 5 !
Übrigens der letzte Durchströmungsmesser läßt nur eine maximale Durchströmung von 3 Ltr/Min zu. Er schwimmt aber auch nicht wesentlich höher auf. Mein Heizungsbauer hatte nichts passenderes mehr zur Hand!
6. Mein Ölverbrauch lag im Mittel zwischen 3200 und 3500 Ltr pro Heizperiode. Dabei wurde das Wohnzimmer (47qm) schon mit Fußbodenheizung beheizt, alle anderen Räume mit handelsüblichen Wandkollektoren.
Die Temperaturen lagen auch um die 22 Grad
Übrigens das bestehende Rohrleitungsnetz mit den Radiatoren, ist erst ca. 6 Jahre alt, habe ich nicht demontiert, sondern am großen Heizkreisverteiler mit angeschlossen, so daß es parallel zu FB- Hzg mit läuft.
Es ist kann jedoch durch Kugelhähne jederzeit abgeschiebert werden.
In 06 wurde in fast allen Räumen, Flur usw. Fußbodenheizung eingebaut.
Für ca. jeweils 7-8qm wurde eine Heizschleife von 60-75m Al-Verbundrohr 16x2 verbaut.
Die Fb-Hzg im Wohnzimmer besteht seit 04, und dort wurde 17x2 XPE- Rohr verbaut
Ich hoffe daß ich die gewünschten Daten übermitteln konnte, und möchte mich nochmals recht, recht herzlich für Deine Hilfe bedanken.
M.f.G.
Werner
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Hallo Werner,
hab mir die Daten mal angeschaut.
Was den Erdkollektor angeht war mein Gefühl richtig; du bist im laminaren Bereich. Bei turbulenter Strömung wär die Sole etwa 1,3° wärmer. Hast aber bei den dünnen 20mm Leitungen keine Chance, in den turbulenten Bereich zu kommen. Dachte erst man könnte je 2 Leitungen in Serie schalten, aber das reicht immer noch nicht. Du müßtest den Durchfluß pro Strang glatt verdreifachen, aber das rechnet sich auch nicht, der Pumpaufwand wäre zu groß. Waterkotte legt übrigens alle Erdkollektoren so aus, daß sie laminar strömen, wie ich festgestellt habe.
Der Druckverlust in deinen 75m-Strängen liegt bei ca 100mbar.
Die Sammelleitung hätte ich eine Nummer größer gewählt; mit 50X4,6 hättest du Druckverlust 100 mbar, so sind es gut 200, mit 40x3,7 wären es sogar über 300mbar. Deine Solekonzentration liegt bei etwa 35%.
Die Spreizung von 4° liegt im Bereich der Waterkotte-Auslegung.
Die Solepumpe TOP RL30/6,5 finde ich nicht, nicht mal auf der Wilo homepage, muß so ähnlich sein wie TOP S. Waterkotte gibt leider keinen Druckverlust für den Verdampfer ( wie auch Kondensator ) an, aber mit guter Auslegung hättest du Wilo Stratos 25/1-6 nehmen können Leistungsaufnahme 85 Watt. Einsparung 400 kWh pro Jahr. Austausch lohnt sich nur bei langfristiger Betrachtung. An der Wärmequellenanlage kannst du insgesamt nicht mehr viel machen. Die Soletemperatur ist so früh in der Heizperiode schon recht kalt. Denke dein Kollektor wird völlig einfrieren. Ist der Sandboden trocken? Die 5m Steigung im Gelände spielen übrigens keinerlei Rolle.
Waterkotte mag ich allgemein nicht besonders, schon weil mir die COP-Werte zu niedrig sind. Deine Pumpe hat übrigens 12,5 kW bei 0/35°, wenn der Prospekt noch aktuell ist, den ich habe. Was mir noch auffällt ist daß die eine monströse Heizungspumpe eingebaut haben: 170 Watt! Das Ding schluckt an die 1000 kWh pro Jahr. Da würde ein Austausch sicher lohnen. Die kalkuliern auch mit einer Spreizung von 5°. Sicher wünschenswert, aber wenn dazu solch ein Pumpaufwand notwendig ist macht es keinen Sinn mehr.
Deine Wärmeverteilung ist eigentlich optimal, FBH und noch die alten Radiatoren, da hast du beste Voraussetzungen für niedrige Heizwassertemperaturen.
Das größte Problem ist sicher das Haus selbst. Die Wärmedämmung scheint sehr bescheiden zu sein. Lehm gilt doch eigentlich als passabler Dämmstoff, deshalb wundert mich dein Heizenergiebedarf.
Bei einer alten Ölheizung rechnet man i.A. mit einem Jahresnutzungsgrad von 68%. Du hattest im Sommer abgeschaltet, da waren es sicher 75%. Das sind dann schon mal 25.000 kWh um das Öl zu ersetzen. Dazu die elektrische WW-Bereitung im Sommer und die Zusatzheizung mit Holz im Winter. Und die Verluste des Pufferspeichers. Insgesamt dürften das deutlich über 30000 kWh pro Jahr sein. Das bedeutet übrigens daß deine Anlage 2500 Vollaststunden im Jahr laufen wird. Also keineswegs überdimensioniert. Wenn du WP-Tarif mit Abschaltzeiten hast wird es nicht reichen, zumal deine WP bei fallender Sole- und steigender Vorlauftemperatur nicht mehr an die 12,5 kW herankommt. Bei deinen Randbedingenen schätze ich daß du maximal eine Jahresarbeitszahl von 3,5 erreichst. Über 8000 kWh mußt du dann schon rechnen. Je nachdem wieviel Holz du verbrannt hast würden mich auch 10.000 nicht wundern.
Was kannst du tun? Bei der Heizungspumpe würde ich ernsthaft über einen Austausch nachdenken, alles andere wirst du so lassen müssen wie es ist.
Ich würde mich auf die Verbesserung der Wärmedämmung deines Hauses konzentrieren. Bei einem Verbrauch von ca 200 kWh je m2 ist noch jede Menge Luft. Hast du den Dachboden gedämmt und die Kellerdecke? Was meinst du mit Thermofenstern? Wie alt sind die, Kunststoff oder Holz?
Wärmedämmung lohnt sich hier doppelt, denn du sparst nicht nur die Kilowattstunden ein, sondern jede Maßnahme vermindert auch den Wärmeentzug des Erdkollektors. Damit steigt die Solekonzentration und der Wirkungsgrad der Wärmepumpe. Um den Kollektor mach ich mir echt Gedanken, in einer langen Frostperiode wird das Ding böse in den Keller gehen.
MFG
Frank
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Hallo Frank,
recht vielen Dank für Deine sehr aufschlußreiche und detaillierte Analyse.
Jetzt noch zu Deinen weiteren Fragen:
Der Sandboden vom Erdkollektor ist in der Tat sehr trocken.
Und ich überlege ob nicht der Erdkollektor durch evtl noch einige Stränge vergrößert werden muß? Was meinst Du dazu?
Wieder mit dem 20-iger Rohr, oder dann besser mit einem 25-iger Durchmesser? Und wie verhält sich der schon bestehende Erdkollektor, fließt dann noch weniger durch die 20-iger Rohre? Die 250W Solepumpe sollte das doch schaffen!?
Platz für eine zusätzliche Kollektorfläche hätte ich genug.
Leider ist ein Austausch der Sole- Sammelleitung nicht mehr möglich, ohne das halbe Haus einzureißen. (D.h. ca. 30m könnte ich mit vertretbarem Aufwand durch eine größere Dimension ersetzen, wenn unbedingt nötig?)
Sie verläuft durch Nebengebäude, Hof, Wintergarten und Bad, in einer Tiefe von 1,60-2,00m ! (War der kürzeste Weg.) Das Bad und Wintergarten- Fußbodenaufbau wurden ohnehin neu konzepiert und gefliesst.
Was die Wärmedämmung des Hauses angeht kann ich nur soviel sagen, daß in den letzten Jahren die alten Holz- Verbundfenster durch Kunststoffenster ersetzt wurden. Der Wintergarten ist eine Holzkonstruktion ca. 20qm mit ausschließlich Verbundglas nach Euro- Norm mit einem Emissionskoeffizient U=1,1 (2004 gebaut)
Der gesamte Fußbodenaufbau ist ordnungsgemäß, mit entsprechender Dämmung hergestellt worden, und die Wände sind aus Lehm (65cm) mit einer Steinverblendung an der Fassade.
Das Dach ist 2004 mit Rockwoll-Steinwolle ausreichender Stärke gedämmt worden.
Die obere Etage besteht aus 3 kleineren Räumen mit schrägen Wänden und einem kleinen Flur, wo jeweils 1 Radiator eingebaut ist. Waren die Kinderzimmer und Abstellkammer. Diese Zimmer werden nicht mehr zu Wohnzwecken genutzt. Deshalb habe ich heizungsmäßig auch keinen Aufwand betrieben. Die Radiatoren laufen parallel zur Fußbodenheizung mit.
Ehrlich gesagt, ich wüßte nicht wo ich hier noch ansetzen könnte?
Evtl. der Keller, da ist keine Dämmung. Er liegt aber genau unter dem Schlafzimmer wo auch nur 2 Radiatoren für passable Wärme sorgen.
Im Schlafzimmer (19qm) habe ich z.Zt. (bei 0 Grad Außentemp.) mit einem Radiator in Betrieb ca. 17-18 Grad, was für Schlafräume doch ausreichend ist.
Ich muß natürlich sagen, daß ich früher die Ölheizung habe immer power´n lassen. Also immer Tagbetrieb, die gesamte Heizperiode hindurch, da ich nachts viel arbeite.
Bei der WP- Heizung dachte ich, kommt mir dies entgegen, da es keine Nachtabsenkung geben sollte.
Frank, noch eine Frage: Wenn der Erdkollektor temperaturmäßig so sehr in den Keller geht, ist er dann evtl. vom Heizungsbauer zu klein dimensioniert worden?
Ich habe ihn über die Bodenbeschaffenheit informiert, und er hat auch alle Bauabschnitte speziell bei dem Erdkollektor, überwacht und abgenickt!!!
Habe gehört, daß bei der Erzeugung von Brauchwasser mit der WP der Erdkollektor noch um ca 1/3 vergrößert werden sollte?
In der 1. Januarwoche kommt er zusammen mit dem Techniker von Waterkotte um meine Beanstandungen zu prüfen.
Mal sehen was dabei herauskommt?
Nochmals recht, recht vielen Dank für Deine Hilfe.
M.f.G.
Werner
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Hallo Werner,
wenn die Fenster in den letzten 10 Jahren ausgetauscht worden sind kann man davon ausgehen daß sie schon Wärmeschutzverglasung haben. Alles was älter ist nicht. Austausch der Verglasung ist sehr preiswert und effizient, ca 50 Euro je m2 incl Einbau.
Die Sole-Sammelleitung lass wie sie ist, es lohnt nicht da jetzt nachzubessern. Beim Kollektor sehe ich das momentan auch so. Angenommen du erreichst eine gewichtete Soletemperatur von -2°, dann würde eine Verdopplung der Kollektorfläche dir etwa 4-5 Grad mehr bringen, was zu seiner Stromeinsparung vin Pi mal Daumen 1000 kWh führt. Der Auswand dafür ist zu hoch. Wenn man erweitern sollte kann man entweder wieder 20X1,9 mit 75m Länge nehmen oder 25X2,3, dann mit einer Länge von 136m pro Solekreis - der Druckverlust ist geringer, deshalb mußt du bei den größeren Durchmessern mehr Länge zugeben, damit es hydraulisch passt. Letzten Endes ist das ein Rechenexempel, mehr Kosten für Leitung und Sole, weniger für den Sammler. Die Pumpe reicht, der Durchfluß steigt sogar geringfügig.
Größerer Kollektor wäre wirklich nicht schlecht gewesen. Dem Planer würde ich hier aber keinen Vorwurf machen, bei normaler Betriebsstundenzahl von 1800 Stunden hätte es gepasst.
Über die Heizungspumpe würde ich ernsthaft nachdenken. Du willst ja Kilowattstunden - und Geld - sparen und nicht Rohre verbuddeln. In Punkto Kosteneffizienz wäre der Austausch der Heizungspumpe in jedem Fall sinnvoll, kann aber nicht sagen ob das bei diesen fest eingebauten Pumpen von der Baulänge und Regelung her geht.
Die Kellerdecke würde ich in jedem Fall noch dämmen, kostet nicht viel.
Sind die Wände wirklich aus Lehm, oder ist es Bruchstein mit Lehmverputz? Ist das Haus einigermaßen dicht? Undichtigkeiten können jede Energiebilanz zunichte machen, achte mal drauf bei windigem Wetter.
MFG
Frank
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Hallo Frank,
hab nochmals recht vielen Dank für Deine rasche Antwort auf meine Fragen.
Zur Wärmedämmung des Hauses kann ich sagen, daß der Keller in 07 renoviert werden soll, und in diesem Zusammenhang werde ich auch die Kellerdecke dämmen. Auch werde ich mal an einem windigen Tag überprüfen ob irgendwo Wärme entweicht.
Die Wände sind tatsächlich aus Lehm, mit einem Strohanteil darin. Bruchsteine wurden nur für das Fundament verwendet.
Habe ich bemerkt bei Wanddurchbrüchen usw.
Der Austausch der Heizungspumpe kann allerdings erst erfolgen wenn die Werksgarantie erloschen ist bzw. wenn Waterkotte dem auch zustimmt. Will ja nicht die Gewährleistung aufs Spiel setzen.
Der Erdkollektor bereitet mir auch schlaflose Nächte, das muß ich wirklich sagen.
Seit Inbetriebnahme der WP führe ich u.A. eine Liste und schreibe täglich alle Parameter die ich am Display ablesen kann auf.
So kann ich einige Vergleiche ziehen.
Habe z.B. bei gleicher Außentemperatur und vergleichbaren Parametern, lediglich die Sole- Eingangstemperatur differierte um genau 10 Grad, einen Stromverbrauch von 18 KW im Oktober bzw. 35KW im Dezember festgestellt. Das ist fast die doppelte Menge an Elektroenergie.
Ein Heizungsbauer, der in meiner Firma Kunde ist, er vertreibt jedoch Ochsner, meinte daß im Moment der Solevorlauf in unserer Region im Schnitt 4-8 Grad betragen sollte. Meine Anlage arbeitet jedoch schon im negativem Bereich!
Es ist für mich ja auch einleuchtend, wenn ich z.B. 22 Grad Raumtemperatur möchte, und dies der Maschine mitteile wird sie dies auch so machen. Da jedoch der Erdkollektor ausgepowert ist, wird sie um diesen Wert zu erreichen dafür dann eben Strom verwenden!
Nach einem Jahr Betrieb bin ich echt gespannt auf die Jahresarbeitszahl!
Noch ein Wort zur Ölheizung. Ich hatte ja schon geschrieben daß diese immer im Vollastbetrieb gearbeitet hat, also immer Tagbetrieb. Wenn ich Nachtabsenkung programmiert hätte usw. einiges Öl hätte ich dann sicher auch sparen können. Ich denke mal vielleicht 1/4 bis 1/3 der verbrauchten Ölmenge.
Die WP- Heizung soll aber ständig im Vollastbetrieb arbeiten, so mein Heizungsbauer, und das kam mir sehr entgegen.
Ich habe mal überschlagsweise den Stromverbrauch der WP übers Jahr ermittelt, und bin bei 14 Cent/KWh auf ca. 1500 EUR gekommen. Meine Ölrechnung belief sich auf 1650 EUR!
Bei meiner Investition von 35000 EUR für die WP incl. Fußbodenheizung würde ich mehr als den Rest meines Lebens für die Amortisierung dieser Investition benötigen.
Damit hatte ich allerdings nicht gerechnet, und den bunten Werbeprospekten von Waterkotte vertraut!
Und ich denke daß die Ölheizung bei der neuen Fußbodenheizung auch noch effizienter hätte arbeiten können. Zumindest wäre eine so hohe Vorlauftemperatur nicht mehr nötig gewesen, wie für die Wandheizkörper.
Das 45qm große Wohnzimmer wurde 2004 mit Fußbodenheizung fertiggestellt (War früher eine Scheune) Dieses habe ich über einen Mischer mit der Ölheizung betrieben. Der Mehrverbrauch an Öl gegenüber den vorhergehenden Jahren betrug ca. 25%. Zu dieser Zeit hatte ich im gesamten Haus noch ungedämmten Steinfußboden (Terrazzoplatten) und Dielung ohne jegliche Dämmung, was jetzt nicht mehr der Fall ist.
Deshalb erschrecken mich im Moment die hohen Betriebskosten der WP enorm. Und da ich wie bereits oben erwähnt den direkten Vergleich habe, mit unterschiedlichen Soletemperaturen, sehe ich, daß es auch anders gehen kann.
Mein Heizungsbauer hat weder eine Wärmebedarfsberechnung, noch eine Bodenanalyse vorgenommen. Er stand aber auch mit in der großen Grube, besser gesagt in dem großen Sandloch. Denn nach ca. 40cm Erde kommt der feinste Sand, der zudem noch trocken ist. Spätestens da hätte er sagen müssen daß die Kollektoren nicht reichen werden, und wir hätten mit vertretbarem Aufwand die Grube vergrößert. Aber nichts ist passiert.
Ein Heizungsbauer, der auch Waterkotte vertreibt, hat mir ein Angebot gemacht, und wollte bei einer 10KW WP schon gnerell 18 Rohre verlegen. Auf Grund des Sandbodens Kollektor um 1/3 vergrößert, so schrieb er im Angebot. der war allerdings teurer und erhielt deshalb nicht den Zuschlag! Was im Nachhinein sicher ein Fehler von mir war. Leider zu spät!
Wenn ich meinen Heizungsbauer nach Bodenanalyse oder Wärmebedarfsberechnung gefragt habe, meinte er "Erfahrungswerte" !!!
Jetzt habe ich aber erfahren daß er man gerade 3 WP eingebaut hat.
Da spreche ich ihm jegliche Erfahrung ab.
Na, mal sehen wie sich das noch alles entwickelt.
Dir lieber Frank danke ich nochmals für die recht aufschlußreichen Hinweise.
M.f.G.
Werner
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Hallo Werner,
tut mir leid für dich, daß das Wärmepumpen-Abenteuer irgendwie zu einer Enttäuschung geworden ist. Hast dir ja echt Gedanken gemacht und viel Mühe gegeben, um eine effiziente Heizung zu bauen.
Zwischen den Zeilen meine ich zu spüren, daß du daran denkst, den Kollektor zu erweitern. Wie ich schon sagte macht das rein finanziell nicht viel Sinn. Kann aber sein daß du technisch an Grenzen stößt, die dich dazu zwingen. Deine Soletemperatur wird weiter abschmieren, vielleicht unter -10°. Dann wird es eng ob du das Haus noch warm bekommst.
Außerdem sinkt bei Soletemperaturen unter 0 der Wirkungsgrad überproportional. Die Viskosität der Sole steigt, der Wärmeübergang verschlechtert sich usw.
Habe mir also nochmal Gedanken über deinen Erdkollektorgemacht. 2-3 zusätzliche Heizkreise bringen nicht viel. Unter Umständen ist es günstiger, die Kollektorfläche gleich zu verdoppeln. Deine Solekreise sind ja recht kurz, wie ich schon erwähnte. Wenn du jeweils 2 Kreise in Reihe schaltest sparst du die Hälfte der Sammler ein, die das teuerste Bauteil sind. Nimmst den Rücklauf des ersten Kreises und verknüpfst diesen mit dem Vorlauf des zweiten Kreises. Es gibt sicher Verbindungsstücke, um Leitungen zu verlängern oder Defekte zu flicken. Wenn nicht kauf einfach dünnwandiges Edelstahlrohr, säge 5cm-Stücke ab, steck die beiden Enden drauf und dichte mit Edelstahlschelle ab. Kannst also mit vorhandenen Sammlern Kollektorfläche verdoppeln. Bei der Sole brauchst du auch nicht viel mehr. Wenn deine Messung korrekt ist ( 20° Frostschutz ) hast du 35%ige Sole. Versuch mal genau rauszufinden, wieviel Liter Konzentrat eingefüllt worden sind oder welche Fertigmischung. Nach der Erweiterung steigt die Soletemperatur, also brauchst du weniger Frostschutz. 28% für -15° reichen auf jeden Fall. Notier mal die Tiefststände in diesem Winter, das ergibt weiteren Aufschluß. Das Volumen der Sammelleitung etc bleibt gleich. Du brauchst bei -15° nur 50 Liter Solekonzentrat nachzufüllen. Die Förderleistung der Umwälzpumpe bleibt gleich oder verbessert sich sogar etwas. Der Druckverlust durch die doppelt so langen Solekreise wird durch die verringerte Viskosität wegen höherer Soletemperatur und geringere Solekonzentration mehr als aufgewogen. Noch einmal: Solepumpe reicht, und lass die Finger von der Sammelleitung, kann so bleiben.
Material für Verdopplung kostet also nicht die Welt. Nochmal 1275m dünne Leitung 20x1,9 und 50l Sole, das ist alles. Kannst sogar vom gleichen Sammelschacht ausgehen, einfach einen weniger tiefen Graben quer über den alten Kollektor ins Neuland gezogen.
Schau mal in den Unterlagen ob dir Waterkotte oder der Heizungsbauer irgendwelche Versprechungen gemacht haben, für die du sie belangen kannst. Waterkotte schreibt in einem Prospekt großkotzig von Jahresarbeitszahlen zwischen 4,6 und 5,1 bei "Waterkotte-System-Dimensionierung" mit "standardisierter Ausführung für Wärmequelle und Wärmenutzung". Vielleicht kannst du sie da packen.
Der größte Aufwand liegt in den Erdarbeiten. Wenn der Bagger erst mal da ist macht es aber nicht viel Unterschied ob der ein par Stunden mehr oder weniger buddelt. Wenn du dich entschließt was zu machen meld dich bei frank.leyener@freenet.de. Helf dir gerne bei Auslegungsdetails.
MFG
Frank
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