Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Tools, Onlinerechner und Newsletter Diskussionsforum forum
Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
jessy0707
Aktivität: neu
Beiträge: 5
Registriert: 26.12.2006 19:31
Wohnort: potsdam
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon jessy0707 » 26.12.2006 19:36 Uhr

Hallo,

ich habe Franks hervorragenden Erläuterungen zum Problem der Erdwärmepumpe von Matthias verfolgt.

Hier schreibst er ua. dass der hydraulische Abgleich nicht in Ordnung ist. Aus diesem Grunde wende ich mich an Frank und das Forum.

Wir haben ebenfalls eine Erdwärmepumpe in einem neu gebauten Doppelhaus mit zwei Etagen. Komplett mit Fußbodenheizung.

In unserem OG wird es ausser im Bad nicht warm. Ich vermute nun, dass auch bei uns der hydraulische Abgleich nicht stimmt. Kann dieser denn bei Fussbodenheizungen auch eingestellt werden? Im EG gibt es mit den Temperaturen nämlich keine Probleme.

Ich würde mich freuen, wenn ich hierzu kurz Eure Meinung hören könnte.

Unser Heizungsbauer eine örtliche Fachfirma mit Einweisung durch den Hersteller Junkers (Modell TM 75-1) meint es müsse sich erst alles einspielen und will die Heizkurve in der Feineinstellung verändern. Diese ist jedoch schon um 2,5 Grad nach oben korrigiert. Ansonsten haben wir eine Heizkurve von 2,8 eingestellt. 2,0 schafft lt. Regelungsskizze der Bedienungsanleitung bei 0 Grad 28 Grad Rücklauftemperatur. Aktuell soll Aus 32,7 Grad sein bei einer Außentemperatur von 3,3 Grad.

Ich glaube allerdings nicht, dass es an der zu geringen Rücklauftemperatur liegt und kalt genug ist es draußen jetzt auch. Der Stromverbrauch unserer Anlage liegt übrigens bei 30 Tagen (1 Monat Betrieb) bei 400 kw. Das ganze bei 100m² Wohnfläche und gerade mal 2 Personen Nutzung. Eine Energiebilanz für unser Haus wurde erstellt. Alle Räume, ausser die Bäder sollen 20 Grad erreichen. Oben schaffen wir aber nichtmal 19 Grad. Standard ist zwischen 17 und 18,5 Grad, bei voll aufgeregeltem Temperaturmessfühler im Raum.

Einen schönen zweiten Weihnachtsfeiertag noch.

Liebe Grüße

Falk

machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 52 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 26.12.2006 21:45 Uhr

Na klar geht das,mit einer Heizlastberechnung nach EN 12831 legt man die Heizast fest und berechnet natürlich den Verlegeabstand der FBH für die einzelnen Räume.
Dann kann man nämlich ganz genau berechnen wieviel Liter Wasser pro Minute durch diesen oder jenen Heizkreis fließen müssen.

Am Heizkreisverteiler wirst du hoffentlich Durchflußmesser haben.
bei den kleinen Räumen wie Gäste WC oder Arbeitszimmer kannste du es mal mit ca.1-1,5 Liter/min versuchen.bei den größeren Räumen kannst du dann mal 2l/min versuchen.
Um die Räume oben warm zu bekommen kannst du auch einfach mal den unteren Heizkreis an den Kugelhähnen komplett absperren,so das die ganze Energie in den oberen Heizkreis geführt wird.Dann sollte es zumindest oben mal ein wenig wärmer werden.Dann natürlich wieder aufdrehen.

Auf den Seiten vom Kollegen Bruno Bosy findest du jede Menge hilfreiche Tips:www.bosy-online.de
jessy0707
Aktivität: neu
Beiträge: 5
Registriert: 26.12.2006 19:31
Wohnort: potsdam
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon jessy0707 » 27.12.2006 09:15 Uhr

haben im Heizkreisverteiler auf jedem Rücklauf eine Art elektrisches Thermostatventil, was vermutlich mit den Raumtemperaturreglern verbunden ist.

Auf dem Vorlauf zu jedem Zimmer sind Gummimuffen. Wenn man diese abnimmt, kann ich einen Vierkant sehen, ähnlich wie beim Entlüftungsventil. Hier sind jedoch keine Einheiten definiert, was passiert, wenn in die eine oder andere Richtung gedreht wird. Hier kann ich bestimmt den Durchfluss regeln. Nur wie ich drehen muss ist mir halt nicht klar. Muss ich ausprobieren.
Komisch ist halt, dass der Badheizkörper im Bad oben und der Kreis im Bad warm wird, der Badheizkörper im Gäste WC, trotz Entlüftung fast gar nicht. Die Thermostatregler sind für den Durchfluss in beiden Heizkörpern auf 8 gestellt.
Das komplette abstellen des EG probiere ich mal aus. Wenns dann wärmer wird und ich wieder aufdrehe müsste es also klappen?
Thomas Heufers
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 2226
Registriert: 21.07.2006 14:22
Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 25 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: 8-12 Jahre
Interessensgebiet: Energiesparendes Bauen
Land: Deutschland

Beitragvon Thomas Heufers » 27.12.2006 12:14 Uhr

Hallo jessy0707!

Ich halte diese Ferndiagnose nicht für empfehlenswert.
Setz dich mit deinem Handwerksbetrieb in Verbindung und lass ihn die Sache nachbessern.
Die Fragen sind häufig analagespezifisch, ein Anruf bei einem renommierten Hersteller sollte dir eigentlich weiterhelfen, die Techniker kennen ihre Anlagen.

Viel Erfolg!


Gruß

Thomas Heufers
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
http://energiesparprojekte.info/
machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 52 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 27.12.2006 13:02 Uhr

Mein Gott Herr Heufers,

was soll denn nun wieder dieser Blödsinn?Im Moment geth es nur darum das er die Bude warm bekommt aus.
Das der Kollege wohl nochmal kommen muß ist wohl klar.
Ich habe lediglich ein paar hilfreiche Tips gegeben wie man mit kleinen Handgriffen die Hütte über die Feiertage doch noch warm bekommen kann.

Typisch Architekt,mal wieder von nichts ne Ahnung.
Malen nach Zahlen eben,und hierfür soll man ein Studium brauchen?

Hier hat der Kollege Ahrendt mal ganz genau beschrieben wie man sowas macht:
http://www.ahrendt-solartechnik.de/heizung/SeFBHz02.htm
jessy0707
Aktivität: neu
Beiträge: 5
Registriert: 26.12.2006 19:31
Wohnort: potsdam
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon jessy0707 » 27.12.2006 16:51 Uhr

Danke erstmal für Eure Infos.

Haben heute nochmal das Installationsunternehmen da gehabt. Die haben aber nicht wirklich Ahnung und das auch gesagt. Machen zum ersten mal mit Wärmepumpen.
Er hat in den Vorläufen die Vierkantstellungen alle zugedreht und entsprechend der Längen der Leitungen mehr oder weniger aufgedreht.
Wollte schon wieder die Heizkurve um 4,5 Grad nach oben regeln. Da aber die gleiche Wärme wie unten auch oben ankommt (fühlbar an den Vorläufen im OG) kann es nur der Durchfluss oder die Thermostatregelung sein. Im EG hat er noch den Überlaufstrang im Volumen nach unten geregelt und auch die Volumina geprüft. Waren aber schon geringer eingestellt. Kann natürlich sein, dass jetzt die Heizung auf Fehler schaltet.
Das komplette zudrehen des EG hat übrigens gar nichts gebracht.

Den Heizkörper im EG fand er gar nicht toll, weil der ja einen frei wählbaren Vor-/ Rücklauf hat und daran würde es liegen. Er schaut ihn sich morgen nochmal an. Das kanns ja aber nicht sein, da dieser ein handelsübliches Produkt von Kermi (ICARO) ist und die Baufirma uns diesen auch selber angeboten hat. Das muss ja dann mit dem Installationsunternehmen geklärt sein, dass es hier keine Probleme gibt.

machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 52 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 27.12.2006 17:15 Uhr

In welcher Rohrdimension wurden die FBH-Verteiler angeschlossen?
An den Heizkreisverteilern müssen Durchflussmengenmesser angebracht sein,ist dies nicht der Fall muß man den Hydraulischen Abgleich über ein Differenzthermometer einstellen,das kann allerdings eine ganze Weile dauern.
Was für eine Pumpe ist verbaut?Vielleicht eine elektronisch geregelte?
Wenn ja,raus damit und eine einfach Drei-Stufen Pumpe mit 6m Förderhöhe einbauen.
machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 52 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 27.12.2006 17:32 Uhr

Und noch etwas, laß dir bloß nicht einreden das an diesem einen Heizkörper liegt.
Wahrscheinlich sind das Pfeifeninstallateure die keine Ahnung haben von dem was sie bauen.
Da der Heizkörper ja nicht richtig warm macht,weil er eben auch mit der geringen Vorlauftemperatur der FBH auskommen muß kann dieser eventuell vom Keller aus angeschlossen worden sein,oder aber auch vom FBH Verteiler.
Am Heizkörper liegt es jedenfalls nicht.
fdl1409
Aktivität: hoch
Beiträge: 286
Registriert: 02.12.2006 07:58
Wohnort: Bad Laasphe
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon fdl1409 » 27.12.2006 18:53 Uhr

Hallo Falk,

danke für die mail.
Von Fußbodenheizung hab ich nicht so viel Ahnung, aber es ist mit Sicherheit ein hydraulisches Problem. Das Heizungswasser ist mehr als warm genug, es kommt nur nicht dahin wo es gebraucht wird.
Machtnix hat dir schon einige sehr gute Tips gegeben, wundert mich sehr daß es oben auch dann nicht warm wird wenn unten alles abgedreht ist.

Der Tip mit dem hydraulischen Abgleich über Temperatur ist auch gut, so mache ich immer die Feinjustierung. Man kann nämlich rechnen soviel man will, im wahren Leben ist doch einiges anders. Habe mir zu dem Zweck eigens bei ebay ein Infrarot-Thermometer gekauft. Alls Heizkreise voll aufgedreht, dann muß bei richtigem Abgleich an jedem Heizkörper bzw Heizkreis die Temperaturspreizung zwischen Vor- und Rücklauf gleich sein. Bei FBH mußt du die Heizung aber erst einige Stunden einschwingen lassen, damit der Estrich ausreichend aufgeheizt ist.

Bei deiner Anlage hat der Heizungsbauer eindeutig eine Gewährleistungspflicht. Die Kennlinie höher zu stellen ist Quatsch. Du hattest bei 3° Außentemperatur schon 33° Rücklauf? Bei einer FBH?!?
Das ist viiieeel zu hoch, meist legt man die Dinger doch auf 35/30° aus, dann solltest du jetzt etwa 30° Vorlauf, 25° Rücklauf haben. Die höhere Einstellung kostet eine Menge Strom, laß dir das nicht als normal verkaufen.

Machtnix hat auch mit der Pumpe recht, eine elektronische kann hier wirklich Probleme machen. Gute Pumpen lassen sich aber nach Bedarf programmieren, meine Wilo Stratos kann ich sowohl mit fester Drehzahl als auch nach Differenzdruck laufen lassen. Wenn du eine dreistufige einbauen willst gib mal die Daten durch. Leistung der Wärmepumpe, vorgesehene Spreizung VL/RL, Zahl und Länge der Heizkreise. Man sollte dann wenigstens kein überdimensioniertes Monstrum einbauen. Welche Pumpe hast du jetzt?

Irgendwie klingt die Sache faul; hoffe die Heizis haben nicht irgendwo ein paar Leitungen abgeknickt oder gequetscht. Lass dich auf keine Kompromisse ein, du hast ein Recht auf eine voll funktionsfähige Hydraulik.

MFG
Frank
machtnix
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Beiträge: 2110
Registriert: 29.06.2006 21:44
Lob gegeben: 3 Mal
Lob erhalten: 52 Mal
Kontotyp: Handwerk
Erfahrung: > 13 Jahre
Interessensgebiet: Sanitär-/ Heizungs-/ Klimatechnik
Land: Deutschland

Beitragvon machtnix » 27.12.2006 19:50 Uhr

Könnte es sein,als man den Estrich eingebracht hat,kein Wasserdruck auf der FBH gewesen ist?Oder Luftdruck,wenn kein Wasser auf der Baustelle vorhanden?
Dann kann es durchaus vorkommen das der Estrich während des Trocknungsvorgangs die Heizrohre zusammengequetscht hat.

Nächste

Zurück zu Geothermie & Wärmepumpen



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: OG bei Wärmepumpenbetrieb mit Fußbodenheizung kalt.