|
Hallo,
gestern Nachmittag ist meine neue Sole/Wasserwärmepumpe in Betrieb gegangen. Nach langem Überlegen haben wir uns für die Erdwärmeheizung entschieden... Zuvor hatten wir eine Ölheizung, welche wir wegen den laufenden Kosten abgeschafft haben.
Meine Frage richtet sich bezüglich der Wärmepumpe. Wir haben eine Dimplex SI 14 BS installiert, also eine 14 KW Wärmepumpe. Mich würde interessieren, was vergleichbare Anlagen anfangs an Strom schlucken, da unser Prachtexemplar in den letzten 20h rund 110 KW geschluckt hat...
Über eine Antwort würde ich mich freunen...
Grüße,
Matthias
Nach oben
|
|
|
|
Hallo Matthias,
110 kW in 20 Stunden ist nicht normal. Deine Bohrung ist ja ganz frisch, du fängst also mit Soletemperatur um 10° an. Selbst bei maximaler
Heizleistung sollte der Verbrauch weitaus geringer liegen.
Erzähl mal mehr. Wieviel Wohnfläche, wie alt, wieviel Öl hast du vorher gebraucht? Wie tief ist die Bohrung?
Vermute hier einen grundsätzlichen Fehler. Läuft der Nachheizstab?
Wie sind die Soletemperaturen jetzt ( Vorlauf/ Rücklauf)? Welche Heizungstemperaturen? Wir sollten das hier klären können, meld mich wieder.
MFG
Frank
Nach oben
|
|
|
|
Hallo,
habe vorhin mal mit dem Techniker telefoniert, er hat gemeint, dass solche Werte für die ersten Tage recht normal sein dürften, bis das Haus dann eine gewisse Wärme erreicht hat.
Unsere Wohnfläche liegt bei etwa 211m². Das Haus ist etwa 30 Jahre alt, die Dämmung würde ich als ausreichend bezeichnen. Es wurde noch da isoliert wo man kann, vor allem, da wir vor 10 Jahren noch eine Etage aufgesetzt haben, bei welcher man schon etwas darauf geachtet hat. Der vorherige Ölverbrauch lag bei etwa 3700 Liter, wobei wir im Sommer das warme Wasser mit Strom gemacht haben und im Winter auch oft mit Holz geheizt wurden (hatten einen Öl/Holz-Kombi). Daher ist die Literanzahl an Öl meiner Meinung nach wahrscheinlich nicht sonderlich repräsentativ.
Wir haben insgesammt 230 Meter tief gebohrt. Dies ist auf 3 Löcher verteilt. Da es bei einem Loch jedoch ein Problem gegeben hat, ist die Bohrtiefe 90m / 60m / 80m.
Einen Heizstab existiert bis jetzt für den Warmwasserspeicher nicht, da wir erst noch einen seperaten Zählerplatz bei unserem Stromversorger beantragen müssen. Der Platz wird dann auch für die ganzen Sicherungen benötigt. Daher wurde bis jetzt nur die Wärmepumpe angeschlossen, die die volle Heizlast trägt. Der Pufferspeicher hat keinen Heizstab.
Die Soletemperaturen kann ich dir leider nicht sagen, da die Wärmepumpe nur ein "Frierschutzfühler" hat. Dieser liegt bei 5,x°, wobei ich nicht weiß, wo dieser angebracht wurde. Die Rücklauftemperaturen habe ich eben von der Wärmepumpe abgelesen:
- 1. Heizkreis: 41° (Heizkörper) - haben wir wegen dem Stromverbrauch ein bisschen zurück gedreht -
- 2. Heizkreis: 32,9° (Fußbodenheizung, aber nicht im ganzen Haus)
- Warmwasser: 45,8°
Die aktuelle Außentemperatur beträgt 0°. Die Soletemperatur lag gestern etwa 30 Minuten nach Innbetriebnahme (da hatte der Elektriker ein Meßgerät dabei) bei 10° Vorlauf und etwa 5° Rücklauf.
Bedanke mich schonmal für deine Hilfe!!!
Grüße,
Matthias
Nach oben
|
|
|
|
Hallo matze
Ein Fehler ist aber noch drin den eine 14kw SoleWp hat ca 3-3,5 kw Anschlußwert bei dir wären es aber 5,5kw da ist sicher dein Haushaltsstrom mit dabei? (110kwh durch 20 Std )
Gruß
wero
Nach oben
|
|
|
|
Hallo,
jetzt habe ich die konkreten Daten... Die Wärmepumpe hat in 24h Laufzeit 112kW verbraucht. Hiervon ist der Haushaltsstrom (natürlich mit Durchschnittswerten gemessen) bereits abgezogen.
Grüße,
Matthias
Nach oben
|
|
|
|
Hallo Matthias,
da ist einiges oberfaul bei dir. Ein so hoher Verbrauch kann nur sein wenn das Haus völlig kalt war und erst aufgeheizt werden muß. Die Leistung von 14 kW sollte bei der Fläche völlig ausreichen. Habe gerade mal geschaut; eine 14 kW Dimplex zieht 3,32 kW bei B0/W35. Mit Nebenaggregaten sollte der Verbrauch nicht über 4 kW sein. Nach Adam Riese macht das bei non-stop-Betrieb noch nicht so viel wie du verbraucht hast.
Die Anlage verbraucht in den ersten Tagen nicht mehr Strom, sondern sollte im Gegenteil weniger verbrauchen . Deine Soletemperatur hat ja anfangs bei 10° gelegen, so warm und so effizient wird es deshalb nie mehr wieder.
Völlig unerklärlich ist mir daß du keine präzisen Temperaturen ablesen kannst. An der Pumpe mußt du eigentlich Vor- und Rücklauftemperatur sowohl für den Solekreis als auch den Heizkreis ablesen können. Schau noch mal in die Betriebsanleitung.
Eine Spreizung von 10/5 Grad für sie Sole ist eigentlich recht hoch. Was hast du für Sondendurchmesser? Nehme an 32x3mm. Gib mal die Typbezeichnung deiner Solepumpe und sag auf welcher Stufe die läuft.
Hast du wirklich eine RÜCKLAUFtemperatur von über 40°?? Dann wäre der Vorlauf um die 50, das sollte bei Null Grad Außentemperatur nicht sein. Die Anlage läuft ja über Pufferspeicher, was zumindest energetisch sehr ungünstig ist. Manche Heizungstechniker machen da enorme Fehler. Es könnte z.B. sein daß der Kerl die Anlage so geregelt hat daß der Puffer immer über 50° hat damit es auf jeden Fall überall ausreicht. Für den Verbrauch einer WP ist das tödlich, jedes Grad mehr kostet 2% Strom.
Was hast du denn für die Warmwasserbereitung geplant? Wieso willst du noch einen separaten Zählerplatz dafür beantragen?
MFG
Frank
Nach oben
|
|
|
Hallo Frank,
danke für deine Antwort. Ich weiß das wirklich sehr zu schätzen, dass ich hier kompetente Hilfe für mein Problem erhalte... Erst einmal noch frohe Weihnachten
Ich bin leider kein Fachmann in der Materie Heizung, habe mir aber versucht unseren neuen Heizraum möglichst genau erklären zu lassen... Daher hoffe ich, dass meine Antworten für dich ein bisschen aufschlussreich sind...
Nunja... Das Haus war ja schon ein bisschen ausgekühlt. Wir hatten ja bei nächtlichen Temperaturen von bis zu -4°C über einen Zeitraum von etwa 48 Stunden keine Heizung. Warmwasser wurde in der Zeit über Heizstäbe gemacht, die wichtigsten Räume wurden mit einem Kachelofen beheizt. Aber ob das immer noch den hohen Energieverbauch rechtfertigt weiß ich jedoch nicht...
Ich habe noch einmal in der Bedienungsanleitung nachgesehen. In der Tat sind keine Vorlauftemperaturen zu entnehmen, da die Pumpe nur über Rücklauffühler arbeitet. Der Gefrierschutzfühler könnte eventl. der Rücklauffühler der Sole sein. Da die Wärmepumpe aber gerade nicht arbeitet kann ich das nicht ablesen.
Zum Sondendurchmesser kann ich leider nichts sagen, da ich mich da nicht auskenne. Natürlich habe ich Bilder der Sonden, die kann ich hier natürlich mal reinstellen, wenn das was zum Sachverhalt beiträgt?! Is kein Problem...
Naja, das mit dem Pufferspeicher kann ich nicht genau sagen. Ich weiß nur, dass es sich bei der Heizungsfirma um ein regional größeres Unternehmen handelt, also nicht der ländliche 2-Mann-Heizungsbaubetrieb. Daher denke ich schon, dass ich Anlage (so hoffe ich doch) recht gut konzipiert sein dürfte, da das Unternehmen auch viel auf dem Geothermie-sektor macht.
Die Warmwasserbereitung läuft weiterhin über die Wärmepumpe. Selbstverständlich wird der Heizstab noch mit der Wärmepumpe gekoppelt, wodurch auch eine elektrische Erwärmung möglich ist. Das ganze läuft dann in Zukunft über einen extra Zähler mit Nachtstrom, da dieser wesentlich günstiger im Vergleich zu unserem sonstigen Stromtarif ist.
Ich war eben nochmal im Heizraum und habe die aktuellen Daten abgelsen. Die Rücklauftemperaturen sind der Pumpensoftware entnommen, die Vorlauftemperaturen über die Anzeigen bei den Umwälzpumpen abgelsen (wahrscheinlich wohl nicht so genau, aber mehr habe ich leider nicht):
- Außentemperatur: -1°C
- 1. HK -- RL 39,3°C / VL 48°C
- 2. HK -- RL 28,9°C / VL 30°C
- Warmwasser -- Sensor: 44,1°C (Umwälzpumpenanzeigen: RL 36°C / VL 38°C)
Noch etwas zum Stromverbrauch der letzten 24 Stunden:
Energiedifferenz von 23.12. (20:00) zu 24.12. (23:00): 113 KW
Herunterrechnung auf 24h: (113 KW / 27h)*24h = 100,4 KW
Abzüglich Haushaltsstromverbrauch (20 KW)= 80,4 KW für Wärmepumpe in 24h
Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.
Grüße,
Matthias
Nach oben
|
|
|
|
Hallo Matthias,
dir auch schöne Weihnachten!
Hoffe zu deinen Gunsten daß das Haus doch recht ausgekühlt war. Das würde den hohen Verbrauch erklären. Um dir mal einen Vergleich zu geben: ein Bekannter hat im September eine WP in Betrieb genommen,
das Haus war vorher saniert worden. Heizleistung 7 kW, 120m2 Fläche.
Von 7. September bis 17. November hat die Anlage für Heizung und WW 400 kWh verbraucht...
Leider ist es nicht so, daß man von einer Fachfirma eine gut konzipierte Anlage bekommt, ganz im Gegenteil. Die arbeiten oft nach dem Motto: Hauptsache es ist warm, dann hören wir keine Klagen. Deshalb werden, wie es bei Ölheizungen immer war, zu große Kessel und Pumpen eingebaut und die Regelung auf so hohe Temperaturen eingestellt daß es auch im ungünstigsten Fall immer reicht. Bei alten Heizsystemen war das schon schlecht, bei WP ist es tödlich.
Habe mal mit einem guten Handrechenverfahren berechnet, welche Leistungszahlen deine Anlage bei den augenblicklichen Vorlauftemperaturen erreichen könnte. Habe dabei eine Soletemperatur von 5° angenommen und 20% Hilfsenergieverbrauch. Bei 30° Vorlauf für die Fußbodenheizung kommt man auf eine Leistungszahl von 5,16, bei
48° für die Radiatorheizung 3,18. Das heißt die WP könnte die Wärme für die FB-Heizung mit 40% weniger Strom herstellen als die gleiche Wärmemenge für Radiatorheizung. KÖNNTE! Tut sie aber nicht, da die ganze Anlage über Pufferspeicher läuft. Das ganze Heizungswasser wird auf 48° erhitzt oder sogar noch mehr ( der Speicher kann ja nur wärmer sein als die Heizkreise ) und dann mit dem Mischer heruntergeregelt. Hier wird massiv Energie vernichtet.
Die Vorlauftemperatur ist bei der jetzigen Außentemperatur viel zu hoch. Das mußt du so weit wie möglich runterregeln. Und zwar an der Einstellung der Heizkurve, NICHT mit dem Heizkörperthermostat. Jedes Grad weniger spart gut 2% Strom. Denke daß es für deine Haus keine Heizlastberechnung gibt, schon gar nicht einzelraumweise, und auch die Heizkörper wird niemand berechnet haben. Das läßt sich nachholen.
Ich gehe mal davon aus, daß die Heizleistung je m2 für die beiden Geschosse näherungsweise gleich ist. Gib mal eine Aufschlüsselung wieviel Fläche mit FB-Heizung beheizt wird und wieviel mit Heizkörpern.
Man kann die Heizleistung der Heizkörper berechnen. Dafür brauche ich den Typ ( 1,2 oder 3 Platten ) sowie Länge und Bauhöhe ( meist 50 oder 60cm ). Ich gehe mal davon aus daß man die Vorlauftemperatur um 10° senken kann, das bringt dann schon eine Menge. Notfalls könnte man den einen oder anderen Heizkörper gegen ein größeres Modell austauschen, das lohnt sich oft.
Laß das bleiben mit dem Nachheizstab für die Trinkwasserbereitung!
Kostet dich nur viel Geld und vernichtet unnötig Energie. Deine WP macht doch aus 1 kWh Strom 3 kWh Warmwasser mit 50°. Warum solltest du also nachheizen mit einem Heizstab der aus 1 kWh nur 1 kWh macht. Selbst wenn der Nachtstrom billiger ist kostet das viel mehr. Die Einrichtung eines Zählerplatzes kostet nicht ganz wenig, dazu kommt die Zählergebühr. Ach ja, und wenn du Nachtstrom hast verteuert sich der Tagstromtarif! Macht überhaupt keinen Sinn. Laß das Teil wo es ist, aber sorg dafür daß es sicher abgeschaltet ist. Man braucht das Gerät höchstens als Notheizung, wenn die WP kaputt wäre. Das kommt eigentlich nie vor, deshalb spielt es keine Rolle wenn du dann mal auf Tagstrom zugreifen müßtest.
MFG
Frank
Nach oben
|
|
|
|
Hallo,
danke für deine Antwort.
Aber wenn ich doch jetzt hingeh und die Rücklauftemperatur drossle brauch ich doch natürlichweise weniger Strom, aber ich komm ja auch nie auf die Temperatur, oder seh ich das falsch *g?
Zu deiner Frage mit der Fußbodenheizung. Diese ist nur im 1. Stockwerk im Hausgang, der Küche, dem Esszimmer und dem Bad verlegt. Auf die Gesamtfläche des Hauses berechnet, dürften das eventuell 30% der Fläche sein. Heizkörper haben wir verschiedene. Die Heizkörper im oberen Stockwerk sind alledurch neuer. Wir der Heizungsbauer jedoch gemeint hat, dürften wohl die wenigsten unterdimensioniert sein. Gerne kann ich aber die Heizkörper abmessen oder dir Bilder zuschicken. Solltest mir dann nur sagen, was du genau brauchst. Wie man die Heizungskurve bearbeiten kann bin ich noch nicht durchgestiegen. Die Innentemperatur passt sich immer an die Innentemperatur an. Die WW-Temp. kann ich absolut bestimmen, der Rest geht variabel nach Außentemperatur. Den 2. HK kann ich ebenfalls variabel noch extra regeln.
Ich habe mal das Angebot rausgesucht, weil man unsere Heizlast damals auch anhand des Gebäudeplanes berechnet hat. Aufgrund meiner PLZ wurde von einer Normalaußentemperatur von -16°C ausgegangen. Die beheizte Wohnfläche beträgt 211m² mit 55°C Radiatoren. Der errechnete Wärmebedarf liegt bei 12.7 kW. Der Energiebedarf für die Heizung wurde mit 24.841 kWh veranschlagt.
Momentan haben wir noch ein anderes Problem mit der Heizung, ob damit der Energiebedarf der WP abhängt vermag ich aber nicht zu sagen. Bis jetzt hängt eine Umwälzpumpe für beide Etagen im Heizraum. Im oberen Stockwerk werden nur 2 Heizkörper warm, der Rest wird nicht einmal lauwarm. Entlüftet wurde schon - vergeblich. Selbst wenn die anderen Heizkörper geschlossen sind kommt nicht mehr Wärme bei den Anderen an. Nächste Woche kommt ein Techniker mit einer Umwälzpumpe mit mehr Leistung.
Danke schonmal im Voraus!!!!!
Frohe Weihnachten!
Grüße,
Matthias
Nach oben
|
|
|
Hallo Matthias,
damit kann ich schon etwas anfangen. Eine Auslegung auf 55°C bei -16°C klingt plausibel und realistisch. Daraus kann man leicht die Heizkennlinie berechnen. Schau mal in der Bedienungsanleitung, wie man die einstellt.
Du brauchst eine Kurve - eigentlich ist es eine fast gerade Linie -, die
bei 10°C einen Fußpunkt von 26°C hat, bei 0° durch 34° geht und bei
-10°C 41.° Das ist dann jeweils die Rücklauftemperatur. Bei der erwähnten Außentemperatur von -1° hätte der Rücklauf bei etwa 34,5° liegen sollen, der Vorlauf entsprechend bei 44,5. Bei diesen Temperaturen verbraucht die WP 10% weniger Strom - bei gleicher Heizleistung. Man sollte das aber mal genau nachrechnen, da ist vielleicht noch mehr drin. Die durchschnittliche Vorlauftemperatur übers Jahr gemittelt liegt dann bei etwa 43° incl WW. Bei einer gemittelten Soletemperatur von 4°, einem COP von 4,5 bei B0W35 und 20% Hilfsenergiebedarf ergibt sich eine Jahresarbeitszahl von 3,45.
Der Jahresverbrauch der Heizung ist mit 24.800 kWh berechnet, inclusive Warmwasser und Speicherverlusten rechne mit 29.000 kWh. Der Stromverbrauch liegt dann bei 8400 kWh pro Jahr incl Hilfsaggregate. Die Belastung der Erdsonde beträgt 89 kWh pro Meter und Jahr. Das ist etwas überdurchschnittlich, bei Festgestein aber locker ausreichend und führt zu Soletemperaturen von im Jahresmittel 4-5°.
Bei einer Außentemperatur von z.Z etwa 0°C liegt der normale Verbrauch bei 47 kWh pro Tag, also deutlich weniger als derzeit ermittelt.
Bedingung ist natürlich eine korrekte Einstellung z.B. der Heizkennlinie.
Bei o.g. Rücklauftemperaturen solllte es überall schön warm sein. Voraussetzung dafür ist eine gut abgestimmte Hydraulik. Wie ich dem Problem mit den kalten Heizkörpern entnehme ist das derzeit nicht der Fall.
Eine stärkere Umwälzpumpe ist die übliche Lösung, aber eine ganz schlechte. Das Problem ist nicht etwa die zu schwache Pumpe, sondern der fehlende hydraulische Abgleich. Die am nächsten zum Heizungskeller gelegenen Heizkörper schlucken das ganze Heizungswasser weg, weil sie den geringsten Druckverlust im Rohrnetz haben. Das muß man über den hydraulischen Abgleich einregeln. Fast alle Heizkörperventile sind voreinstellbar. Mir einer Rohrzange kann man die Köpfe abschrauben. Darunter findet man einen Drehkranz mit den Ziffern 1 2 3 4 5 6 7 N. Den am weitesten entfernten Heizkörper stellt man auf N für geringsten Durchlußwiderstand, die näheren drosselt man auf 6..5...4 usw. Bei richtiger Einstellung werden alle Heizkörper gleich warm. Und damit auch die Räume. Ist doch völlig klar daß du mit höheren Vorlauftemperaturen arbeiten mußt wenn nur ein Teil der Heizkörper überhaupt warm ist. Man kann voreinstellbare Ventile übrigens nachrüsten, falls nicht schon vorhanden. Dazu würde ich gegebenenfalls dringend raten.
Wenn du schon eine neue Umwälzpumpe anschaffst kauf doch eine Hocheffizienzpumpe wie Wilo Stratos Eco oder Grundfos Alpha Pro. Kostet 100 Euro mehr, spart aber massig Strom. Der Leistungsbedarf ist eigentlich recht gering. Annahme: 70% der Heizleistung laufen über diesen Heizkreis, also 10,5 kW. Bei 10° Spreizung sind das 900 Liter je Stunde. Der Druckverlust im System liegt äußerstenfalls bei 2m. Dann brauchen die genannten Hocheffizienzpumpen nur 15 Watt Strom!
Laß dir bloß keine Billigpumpe mit 150W abdrehen, die kostet dich im Jahr für 100 Euro mehr Strom.
Hydraulischer Abgleich ist den Heizungsbauern eigentlich vorgeschrieben, aber keine Sau macht das.
Ein Teil deines Mehrverbrauchs liegt sicher noch an der vorausgegangenen Auskühlung des Gebäudes. 10% kannst du sparen durch hydraulischen Abgleich und korrekte Heizkennlinie. Noch mal 12-15% könnte man sparen durch Hocheffizienzpumpen ( Primärpumpe, Sekundärpumpe und 2 Heizkreispumpen ). Das hätte für alle 4 Aggregate 600 Euro mehr gekostet und 200 Euro im Jahr gespart. Komischerweise bietet das aber kein Heizungsbauer an, für das Geld verkauft man dir völlig sinnlose Nachheizstäbe. Auch bei einer Auslegung auf 55°C kann man eine Jahresarbeitszahl von 4 schaffen, wenn man alles richtig macht.
Kannst mich auch mal anrufen, auf diesem Weg ist das alles etwas zäh.
meine mail ist frank.leyener@freenet.de
MFG
Frank
Nach oben
|
|
|
Hallo Frank,
also wenn ich diese Auskunft von einer Serviceperson an ner Hotline bekommen hätte, würdest du in ner Bewertung eine 1+ bekommen!!
Ich habe eine kleine Frage, die sich in meinen Laienkopf einfach nicht plausibel lösen lässt  Du sagst, dass ich z.B. bei -10°C eine Rücklauftemperatur von 41°C einstellen soll. Aktuell habe ich das ja schon bei 0°C. Du sagst, dass ich dann die gleiche Heizleistung erreiche, wenn ich das richtig einstelle aber trotzdem eine geringere Rücklauftemperatur habe. Wie kann das sein? Ich fahr ja mit einer geringeren Vorlauftemperatur in den Heizkreis, dann werden doch die Heizkörper gleichzeitig nicht so warm und ich habe eine geringere Heizleistung?! Wenn ich doch jetzt bei -1°C auf 34,5°C RLT (ich kürze es einfach mal ab) gehe sind meine Heizköper doch automatisch kälter als bei 41°C?
Könntest du mir bitte noch erklären was "COP von 4,5 bei B0W35" bedeutet  ?
Der von dir erwähnte Regelknopf für die hydraulische Abstimmung ist also direkt untem Regler für die Temperatur am jeweiligen Heizkörper? Darf ich mal technisch detailiert fragen, was der genau macht? Klingt zwar plausibel, aber die Funktionsweise würde mich grob umrissen interessieren (sorry, bin da n bissel interessiert wenn es um solche technischen Sachen geht).
Ich stelle dir nachher noch ein paar Bilder der Umwälzpumpen bzw. des Systems ein, dann kannst du ja mal abschätzen ob das System so gut zusammengestellt ist oder was du ändern würdest bzw. ob die genannte Umwälzpumpe wirklich unterdimensioniert ist.
AChja, der Jahresnutzungsgrad wurde im Angebot mit 3.75 angegeben.
Gerne rufe ich dich auch mal an, hierzu sollte ich aber deine Nummer haben
Grüße,
Matthias
P.S.: Bilder folgen so bald wie möglich.
Nach oben
|
|
|
|
Hallo Matthias!
Der geschilderte Stromverbrauch ist bei einer Vorlauftemp. von ca. 50°C normal.
WP sind keine Hochtemp.-Wärmeerzeuger. Ihr Potential können sie nur ausspielen, wenn die Vorlauftemp. bei max.35°C (in Ausnahmefällen 40°C) liegen. Mit Deinen 50°C liegst Du aber massiv über den max. Werten, also bricht die Leistungszahl ein und der Stromverbrauch steigt an.
Für Dich gibt es normalerweise nur eine Option, nehmlich die Heizkörper durch größere Exemplare zu ersetzen, um die Vorlauftemp. zu senken.
Sorry, das mein Beitrag nicht positiver für Dich ausfallen konnte.
Trotzdem wüsche ich Dir noch frohe Feiertage.
Gruß Stefan
Nach oben
|
|
|
|
Hallo Matthias,
wollte meine Telefonnummer hier nicht so gerne einstellen. Schick mir ne kurze mail, dann schick ich dir meine Nr.
Also, COP 4,5 bei B0/W35 bedeutet Leistungszahl bei Soletemperatur 0° und Heizungsvorlauftemperatur 35°, die Pumpe macht bei diesen Bedingungen aus 1 kWh Strom 4,5 kWh Wärme. Dabei ist die Leistung der Umwälzpumpen aber nur anteilig berechnet für den Teil der Pumpleistung, der den Widerstand des Verdampfers bzw Kondensators betrifft. Der COP-Wert ist für jede Temperaturspreizung anders, je geringer die Spreizung desto höher der COP und umgekehrt. Bei deiner Pumpe ist z.B. bei B0/W50 ein COP von etwa 3,2 anzunehmen, bei B10 W30 kann der COP 7,0 sein, bei B-5/W55 2,4. Um eine Kilowattstunde Wärme herzustellen kann der Strombedarf also bis zum Faktor 3 variieren.
Deshalb ist es so wichtig daß man möglichst geringe Temperaturen fährt. Wie gesagt spart jedes Grad Vorlauf im Mittel 2% Strom.
Du hast schon recht, wenn die Vorlauftemperatur sinkt geht auch die Heizleistung zurück. Bei konventionellen Systemen ist es aber so, daß die Vorlauftemperatur viel zu hoch ist, die Regelung der Raumtemperatur übernimmt deshalb das Thermostatventil. Das drosselt bei Überschreiten der Solltemperatur den Heizwasserdurchfluß so weit runter, daß es wieder stimmt. Steigt die Temperatur weiter geht das Ventil ganz zu und der Heizkörper wird kalt. Bei WP sollte man möglichst wenig über die Ventile regeln, sondern die Temperatur so einstellen, daß diese bei voll geöffnetem Ventil gerade richtig ist. Um eine bestimmte Wärmemenge abzugeben kann ich ja z.B. entweder 100 Liter Wasser von 60 auf 40 Grad abkühlen oder 200 Liter von 45 auf 35. Das ist die gleiche Wärmemenge, aber die Wärmepumpe benötigt im zweiten Fall etwa ein Drittel weniger Strom. Der begrenzende Faktor ist hier die Leistungsfähigkeit der Heizflächen. Bei einer Fußbodenheizung ist die Fläche viel größer, deshalb kannst du die mit den geringen Temperaturen betreiben. Eine Wärmepumpe läuft bei gegebenen Randbedingungen dann am sparsamsten, wenn du die geringste Heizwassertemperatur hast, bei der die vorhandenen Heizkörper die benötigte Wärmemenge abgeben. Man könnte die Heizkörper auch mit 95 Grad heißem Wasser betreiben, die Ventile würden dann nur wenige Tropfen durchlassen. Verstanden?
Was macht die Voreinstellung am Thermostatventil? Also, die Umwälzpumpe fördert das Heizwasser mit einem bestimmten Druck in die Leitungen, z.B. 100 mBar. Ein Teil des Drucks geht durch Reibungsverluste und Turbulenz verloren im Mischer, im Thermostatventil, im Heizkörper selbst usw, z.B. 50 mBar. Der Rest wird benötigt, um die Reibungsverluste in den Leitungen zu überwinden. Jetzt ist aber ein Heizkörper nur 2m entfernt und hat Reibungsverluste von 5 mBar, ein anderer im Dachgeschoß hat über Vor- und Rücklauf eine Leitungslänge von 30m und vielleicht noch ein paar drosselnde Abzweigungen und Engstellen mit einem Gesamt-Druckverlust von 50 mBar. Was passiert? Der Löwenanteil des Heizwassers geht den Weg des geringsten Widerstandes und flutscht durch den nahe gelegenen Heizkörper. Der im Dachgeschoß bleibt kalt. Nimmst du eine 3x so starke Pumpe dann erhöhst du den Heizwasserdurchfluß insgesamt, dadurch kommt auch im Dach etwas an, aber immer noch viel weniger als bei dem anderen Heizkörper. Und der Stromverbrauch der Umwälzpumpe verdreifacht sich.
Die Voreinstellung am Ventil macht folgendes: Der Heizkörper im Dach bekommt Einstellung N, das Ventil hat dabei minimalen Widerstand.
Der Heizkörper der zuviel Wasser abbekommt wird durch eine andere Ventileinstellung, die den Durchflußwiderstand erhöht, gedrosselt, und zwar in diesem Fall um 45 mBar. Dann haben beide den gleichen Gesamtwiderstand und bekommen die gleiche Heizwassermenge. Die richtige Einstellung des Ventils von 1....N entnimmt man Diagrammen, die für die notwendige Heizleistung und Druckverlust die Einstellung angeben.
Wenn man das für alle Heizkörper macht hat man den genannten hydraulischen Abgleich und die Sache funktioniert perfekt. Die Lösung mit der stärkeren Pumpe funktioniert nur eingeschränkt, kostet unnötig Pumpenstrom und verursacht lästige Geräusche im Rohrnetz.
Die Berechnung ist bei einem alten Rohrnetz mit z.T unbekanntem Aufbau schwierig, man kann das aber notfalls manuell machen. Bei korrektem Durchfluß ergibt sich in allen Heizkörpern eine etwa identische Spreizung zwischen Vor- und Rücklauf. Man fühlt also einfach die Temperatur unten am Heizkörper. Ist diese kaum kälter als oben dann ist der Durchfluß zu hoch und man muß weiter drosseln. Ist der Heizköprer unten sehr kühl muß man weiter aufmachen. Man fängt immer mit dem Heizkörper an, der am weitesten entfernt ist, der bleibt völlig offen - Stellung N - danach müssen sich alle anderen richten. Kann man hinkriegen. Dann läßt du deine Heizung bei voll geöffneten Ventilen ( die Stricheinteilung am Thermostatkopf hat mit der Voreinstellung nichts zu tun ) laufen und schaust was passiert. Wenn es wärmer wird als die gewollten z.B. 21° senkst du die Heizkennlinie ab. Das machst du so lange bis es zu kühl wird. Die richtige Stellung findet man dann schon. Die einzelnen Räume regelt man dann mit den Heizkörperventilen. In Schlafräumen will man z.B. meist keine 20 Grad haben, dazu braucht man die Ventile noch.
Auch bei Sonnenschein, denn da wird es sonst zu warm wenn die Ventile nicht die Heizkörper schließen.
Bei einer Ölheizung ist die Vorlauftemperatur ziemlich egal. Ob du da mit 60 oder 40 Grad arbeitest macht vielleicht 2 % mehr oder weniger Ölverbrauch. Bei einer Wärmepumpe macht es 40% Unterschied!!!
Deshalb ist eine optimale Einstellung der Regelung so wichtig. Es kann durchaus sein daß es bei einer bestimmten Einstellung nur in ein oder zwei Räumen nicht richtig warm wird. Es kann sich dann lohnen, nur in diesen beiden Räumen 2 größere Heizkörper zu montieren. Wenn du dadurch die Vorlauftemperatur um 5 Grad senken kannst spart das 10%.
So, ich hoffe das war einigermaßen verständlich.
MFG
Frank
Nach oben
|
|
|
Hallo Frank,
ich muss sagen, ich das war mal richtig gut verständlich
Die Heizkennlinie für den 1. HK (Heizkörper) habe ich jetzt mal runtergeregelt. Da muss ich halt mal schauen, ob es noch warm bleibt. Die Einstellungen, die du vorgeschlagen hast, kann ich leider nicht einstellen. Die maximale Rücklauftemperatur bei -20°C ist jetzt bei 42°C eingestellt. Das deckt sich natürlich nicht mit deinen vorgeschlagenen Werten. Die Heizkurve ist aber so bis -5°C relativ identisch, ab dort muss ich halt dann manuell noch n paar Grad drauf packen.
Den 2. Heizkreis (Fußbodenheizung) habe ich jetzt auf etwa 32°C Rücklauftemperatur bei -20°C. Meinst du es würde Sinn machen diesen Heizkreis im Winter mit einer konstanten Rücklauftemperatur von vll. 32°C zu fahren? Wenn es dann draußen wärmer wird könnte man ja wieder über eine Heizkurve fahren. Meine Idee rührt daher durch die niedrigere Heizkörpertemperatur die ich jetzt eingestellt habe einen Ausgleich zu schaffen.
Gerne würde ich das mit den 1-N Widerständen am Heizkörper ausprobieren, weil mir das doch logisch erscheint und die neue Umwälzpumpe erst am Mittwoch eingebaut werden soll und ich daher noch Zeit zum Testen habe. Wo genau kann ich diese Regelung finden? Ist diese auch schon bei älteren Heizkörpern eingebaut?
Eine kleine Frage habe ich noch. Du hattest erwähnt, dass sich die Heizkörper immer an die gewollte Solltemperatur anpassen. Woher weiß dass so ein Heizkörper denn? Ich dachte immer, dass bei Stufe 5 das ganze Wasser einfach durchgeht und bei Stufe 1 eben nicht. Wie regelt das ein Heizkörper denn?
Die Bilder liefere ich morgen. Hatten bis eben Besuch und geh jetzt mal ins Bett, damit ich nach deiner Antwort das morgen gleich ausprobieren kann.
Auf jeden Fall vielen Dank!!
Grüße,
Matthias (Matze)
Nach oben
|
|
|
Hallo Matze,
die Kennlinie mit 42° Rücklauf bei -20° haut gut hin, weil die Kurven bei sehr tiefen Außentemperaturen immer weiter abflachen. Wenn das so warm genug wird sparst du schon mal mindestens 10% Strom. Vielleicht geht es ja noch tiefer, das wird man sehen. Die Kennlinie der Fußbodenheizung würde ich so lassen wie sie ist. Da kannst du durch eine Absenkung nichts sparen, denn die Vorlauftemperatur wird durch den wärmeren Heizkreis bestimmt.
Bei den Ventilen muß man unterscheiden zwischen dem eigentlichen Ventil, das fest mit dem Heizkörper verschraubt ist, und dem darauf sitzenden Thermostatkopf.
Das Ventil ist die Eintrittspforte für das Heizungswasser. Die kann durch die Voreinstellung in der Größe verändert werden. Stellung N ist Scheunentor, Stellung 1 Mauseloch. Bei den Heizkörpern, die nahe an der Pumpe sind ist viel Druck vorhanden, bei den weit entfernten wenig. Damit das Heizungswasser gerecht verteilt wird macht man bei den weit entfernten Heizkörpern maximal weit auf, bei den nahe gelegenen macht man die Öffnung kleiner. Es ist ungefähr so daß man, wenn der Druck bei einer Eintrittspforte doppelt so hoch ist wie an einer anderen, die Öffnung halbieren muß damit sich der Durchfluß ausgleicht.
Auf dem Ventil sitzt der Thermostatkopf, also das Ding an dem du drehst wenn es wärmer oder kälter sein soll. Der Thermostatkopf ist der Türsteher, der bei Bedarf die Tür - oder das Mauseloch - entweder sperrangelweit öffnet, angelehnt läßt oder ganz verschließt. Die Dinger funktionieren über Bimetallelemente. Stellung 3 bedeutet 20 Grad. Bei 20 Grad ist das Ventil noch ganz offen, bei 21 fast zu. Der Öffnungsgrad ist natürlich unabhängig davon, wie groß die Öffnung ist. Das Ventil sorgt dafür, daß bei richtiger Einstellung alle Heizkörper genug Suppe bekommen. Der Thermostatkopf macht die Feinregelung für jeden Raum.
Wenn es im Schlafzimmer nicht wärmer werden soll als 15 Grad stellt man den auf 1. Um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen, ist natürlich in Abhängigkeit der Außentemperatur eine Mindesttemperatur des Heizwassers notwendig. Die muß man gerade einstellen, damit die WP optimal läuft. Stellst du die Vorlauftemperatur 10 Grad zu hoch dann muß dein Thermostatkopf die Tür immer halb zu halten. Bei Ölheizungen ist das meist so eingestellt, macht auch nichts; bei WP kostet es aber viel Strom.
Das Ventil liegt unter dem Thermostatkopf. Der ist mit einem geriffelten Metallring am Heizkörper angeschraubt. Stell den Thermostatkopf auf 5, dann kannst du den geriffelten Ring mit der Rohrzange abschrauben und den Kopf abziehen. Darunter ist das eigentliche Ventil. Den Drehkranz mit den Ziffern 1 2 3 4 5 6 7 N siehst du dann schon. Bei den neueren Heizkörpern von vor 10 Jahren ist das mit 99%iger Wahrscheinlichkeit vorhanden, bei den älteren wahrscheinlich auch schon.
So, nun viel Spaß beim Basteln.
MFG
Frank
Nach oben
|
|