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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo zusammen,
ich habe eine Junkers ZWR18 und jedesmal wenn der Brenner abgeschalten hat und die Pumpe auf Stufe 1 weiterläuft habe ich im Ausdehnungsgefäß ein "Klopfgeräusch". Das überträgt sich übers Mauerwerk und nervt nur noch! Ist sowas normal oder gibt es eine Chance das Klopfen abzustellen? Es kloppft konstant alle 3 Sekunden bis die Pumpe wieder auf Stufe 2 schält und der Brenner anspringt.

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Das Wichtigste hab ich wieder vergessen:

Ich hab einen Luftdruck von 1,1 bar im Ausdehnugsgefäß und fahre mit einem Wasserdruck von 1,4 bar.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Herr Entenmann,
also um mal ganz ehrlich zu sein, da bin ich ein wenig überfragt. Aber ich würde folgendes probieren. Erhöhen Sie doch mal den Druck in der Heizungsanlage auf 2,0 bar. Dann melden Sie sich hier noch einmal und schreiben ob es geholfen hat oder nicht. Ich gehe jedenfalls in Ihrem Fall von Druckschlägen aus, die durch andere Drücke beseitigt werden müssten. Aber wenn man so etwas nicht "sehen und hören" kann ist es in der Theorie immer schwierig.
MfG
Hartmut Lilge
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Herr Lilge,
erstmal Dankeschön für die prompte Antwort! :)
Ich denke mit dem veränderten Wasserdruck bin ich auf dem richtigen Weg. Die "Klopfgeräusche" sind zwar noch nicht restlos beseitigt, es hat sich aber eine deutliche Besserung eingestellt. Ich teste nun noch weitere Wasser - Luftdruckkombinationen aus...vielleicht bekomme ich es noch komplett abgestellt.
Nochmals vielen Dank!
Gruß Timo Entenmann
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Herr Entenmann,
das Ausdehnungsgefäss (AG) muss natürlich auch eingestellt werden. Dort wo das AG in der Anlage eingebunden ist, bis mind. 1 m über dem höchsten Heizkörper ist die statische Höhe welche im AG eingestellt werden muss. Gehen wir mal theoretisch von einer Höhe ca. 6 m aus, dann sollte das AG auf einen Vordruck von 0,6 bar abgelassen werden. Der Stickstoffdruck wird bei 0 bar Wassergegendruck eingestellt. Also wäre in diesem Fall das AG wasserseitig drucklos zu machen und dann der ermittelte Wert eingestellt. Dann wäre theoretisch eigentlich alles getan und Klopfgeräusche dürften keine mehr auftreten.
MfG
Hartmut Lilge
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Herr Lilge,
zwei Fragen hätte ich da noch:
1.) Sie schreiben von "Stickstoff", ich habe Luft im AG. Ist das ein Problem oder wird Stickstoff nur wegen dem geringeren Verlust am Ventil eingesetzt?
2.) Desweiteren erläuteren Sie die Rechnung um den AG-Druck korrekt einzustellen...d.h. die im Handbuch angegebenen 1,1 bar sind kein Pauschalwert sondern nur ein grober Richtwert? Die Formel wäre also: Höhe des AG über dem untersten Heizkörper/10? In diesem Fall hätte ich natürlich zuviel Druck im AG.
Gruß Timo Entenmann

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Herr Entenmann,
im AG muss natürlich auf der einen Seite Stickstoff sein. Luft wandert teilweise in die Anlage und führt auch zur Korrosion des AG. Es gab früher mal AG`s mit verschiedenen Vordrücken. 0,5 bar, 1,0 bar und 1,5 bar. Davon ist man jedoch abgegangen und stellt nur noch AG´s mit einem Vordruck von 1,5 bar (bei grösseren AG´s 3,5 bar) her. Ich schreibe hier von AG´s für Heizung. Bei Trinkwasser verhält sich das ganz anders. Wenn ich jetzt meinen Kessel im Keller stehen habe, die Anlage noch nicht gefüllt ist, wird das AG eingestellt. Der Druck beginnt dort, wo das AG in die Anlage eingebunden ist. Von dort bis mind. 1 m über dem höchsten Heizkörper. Sagen wir in dem Fall ca. 7 m Höhe. Dann müsste ich den Vordruck auf ca. 0,7 bar ablassen. Dann ist das AG richtig eingestellt. Dann (und erst dann !) kann die Anlage befüllt werden. Das ist aber alles Theorie ...... grins. Ich persönlich stelle ein AG unter 1 bar nicht ein. Max. 1 bar Vordruck und gut ist.
Ich hoffe ich habe es halberwegs verständlich rüber gebracht.

MfG
Hartmut Lilge
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Die Junkers - Anleitung verwirrt (mich ;). Ich fand dort zweierlei Druckangaben:
In der Wartungsanleitung steht drin das man alle 3 Jahre den Druck des AG´s kontrollieren soll und -ANLAGE DRUCKLOS- ggf. denn Druck wieder auf 1,1 bar korrigieren muss.
Anbei, wo bekommt man denn Stickstoff zum nachfüllen des AG´s?
Nur das hab ich gemacht. Ich habe jetzt im Datenblatt der Anlage gelesen das das AG eine "VORdruck" von 0,75 bar hat und das sagt mir halt gar nix!?
Noch was zum Standort: die Therme ist unterm Dach montiert und es befindet sich auf diesem Stock nur ein Heizkörper. Der "tiefste" Heizkörper im Keller ist ca 6-7 Meter tiefer.
Kann man in diesem Fall den Druck des AG´s genauso berechnen wie wenn es im Keller wäre?
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Herr Entenmann,
Geduld ist die Mutter der Porzellankiste - und die habe ich bei so etwas immer ;o).
Nun zu Ihren Fragen:
Stickstoff bekommt man vom Grosshändler für Heizung-Sanitär. Da viele Grosshändler auch an Privatpersonen verkaufen, können Sie es dort versuchen. Eventuell bieten die Baumärkte so etwas auch schon an - weiss ich aber nicht. Das ist dann so eine Spraydose (sieht jedenfalls so aus) mit so einem Füllventil dran. Damit kann man dann das AG auf den gewünschten Druck auffüllen. Da dies aber ziemlich teuer ist, machen manche einfach nur Luft hinein. Was natürlich verkehrt ist - Begründung siehe Beitrag 6. Der angegebene Vordruck von 0,75 bar ist der vom Werk her eingestellte Vordruck auf der Stickstoffseite. Ich würde mich auf die 1,1 bar hin orientieren, da man dann noch ein wenig "Reserve" hat. Mit diesen 1,1 bar würde man dann sozusagen 11 m Wassersäule überwinden.
Zu Ihrer letzten Frage. Ja, man berechnet in diesem Fall den Druck genauso.
MfG
Hartmut Lilge
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

SUPER! DANKESCHÖN! So eine ausführliche und gute Erklärung bekommt man selten! :o)
Ich bedanke mich für ihre Hilfe und die sehr guten Informationen.
Gruß Timo Entenmann

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