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Forum Photovoltaik: Solarmodule, Wechselrichter, Montagesysteme

Thema: Ein regional angepasstes EEG - pro - contra!

|

Martin S.

Erfahrung: Gast
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Hallo!

Ich bin Schüler (16 Jahre) und habe mir über folgendes Problem Gedanken gemacht: Ein Großteil der installierten Solarleistung ist im Süden zu finden.

Daraus habe ich dann folgende Problemlösung gefunden:
......
Daher finde ich sollte die Einspeisungsvergütung für Sonnenstrom im nördlichen Teil von Deutschland leicht erhöht werden. Dagegen sollte man für Süddeutschland über gewisse Minderungen nachdenken. In Mitteldeutschland sollte die Vergütung unverändert bleiben.
Insgesamt würden so gerechtere Bedinungen entstehen. Des Weiteren würde die Photovoltaik auch in Norddeutschland stärker ausgebaut werden, was ja sehr zu begrüßen wäre.

(komplette Fassung: derrotefaden.de.funpic.de)



Ich lege hier schon einmal ein paar Argumente vor, die dafür sprechen würden.

- bei der Windenergie gibt es auch schon so eine Differenzierung: "für durchschnittlich windgünstige Standorte: rd. 8,4 Ct/kWh
für sehr gute Windstandorte an der Küste: rd. 7,2 Ct/kWh
für gute bis weniger gute Standorte: 8,7 bis max. 9,1 Ct/kWh"

- durch eine Erhöhung der EEG - Vergütung im Norden würde die Solarenergie in den Medien im Norden wieder viel präsenter werden /fehlende Infortmation ist auch ein Grund für die wenigen Anlagen im Norden)

- der Sinn der Erneuerbaren Energien sollte eine Verteilung und eine volle Ausnutzung der Bandbreite sein (ist zur Zeit noch nicht wirklich vorhanden)

- die Notwendigkeit auch auf die Solarenergie im Norden zu setzten (lohnt sich übrignes auch in Ländern wie Dänemark)

Ich würde mich über Ihre Meinung zu meinem Vorschlag freuen.

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Sven Geitmann

Erfahrung: Gast
,
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Hi,
grundsätzlich ist das ein interessanter Gedanke, die Frage ist aber, warum Du gerne diesen Ausgleich zwischen Nord und Süd anstrebst.

Fakt ist nun mal, dass im Süden ein besserer Ertrag mit Solaranlagen zu erzielen ist. Es ist schlichtweg wirtschaftlicher. Dafür stehen im Norden mehr Windräder. Würdest Du im Gegenzug versuchen wollen, mehr Windräder in Bayern zu installieren?

Gruß, Sven Geitmann

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Uli

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,
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Das ist totaler Quatsch.
Es würde nur bewirken, dass dort, wo wenig Einstrahlung vorherrscht, sinnlos PV-Anlagen hochgezogen werden.
Das wäre das gleiche, wie wenn man blinden leuten
verbilligte Sonnenbrillen anbieten würde.
Man sollte lieber das Wasser an der Quelle abpumpen!
PV-Anlagen sollen aus Gründen der Ökologie und der Wirtschaftlichkeit nur dort aufgestellt werden, wo es auch einen sinn macht.Daher sollte lieber darauf geachtet wedren dass die Leute, die im Süden wohnen, einen Anreiz bekommen,
Anlagen zu bauen. Windkraftanlagen in Windarmen Gebieten zu fördern ist derselbe Blödsinn. IST DAS IM SINNE DER UMWELT???

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Martin S.

Erfahrung: Gast
,
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» Das ist totaler Quatsch.
» Es würde nur bewirken, dass dort, wo wenig Einstrahlung vorherrscht,
» sinnlos PV-Anlagen hochgezogen werden.
» Das wäre das gleiche, wie wenn man blinden leuten
» verbilligte Sonnenbrillen anbieten würde.
» Man sollte lieber das Wasser an der Quelle abpumpen!
» PV-Anlagen sollen aus Gründen der Ökologie und der Wirtschaftlichkeit nur
» dort aufgestellt werden, wo es auch einen sinn macht.Daher sollte lieber
» darauf geachtet wedren dass die Leute, die im Süden wohnen, einen Anreiz
» bekommen,
» Anlagen zu bauen. Windkraftanlagen in Windarmen Gebieten zu fördern ist
» derselbe Blödsinn. IST DAS IM SINNE DER UMWELT???

Ist es sinnlos Solaranlagen in Norden aufzustellen? Ich denke nicht....Scheint in Norddeutschland keine Sonne?

Der Ertrag ist zwar um ca. 15% geringer aber nicht gleich Null, wie man hier den Eindruck bekommen könnte.

Ps: Wenn man 0,0053% der Bayrischen Landesfläche mit Windenergieanlagen zustellen würde, könnte man 46% des bayrischen Stromverbrauchs decken.... (2MW Anlagen)

Bei größen anlagen wäre der Platzbedarf noch geringer.

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Martin S.

Erfahrung: Gast
,
Antworten mit Zitat
» Hi,
» grundsätzlich ist das ein interessanter Gedanke, die Frage ist aber, warum
» Du gerne diesen Ausgleich zwischen Nord und Süd anstrebst.
»
» Fakt ist nun mal, dass im Süden ein besserer Ertrag mit Solaranlagen zu
» erzielen ist. Es ist schlichtweg wirtschaftlicher. Dafür stehen im Norden
» mehr Windräder. Würdest Du im Gegenzug versuchen wollen, mehr Windräder in
» Bayern zu installieren?
»
» Gruß, Sven Geitmann

Bei der Windenergie gibt es
schon so einen Ausgleich. Ich zitiere von der Homepage www.eeg-aktuell.de:...
"Das EEG sieht aber auch eine Differenzierung der Vergütung nach Standorten vor. Dies soll verhindern, dass Projekte mit sehr guten Windverhältnissen eine zu hohe Förderung erhalten. Hierzu schuf man einen standadisierten (fiktiven) Referenzstandort. Jede Anlage hat daher sozusagen zwei Erträge, den realen Ertrag und den fiktiven Referenzertrag. Der Vergleich zwischen beiden bestimmt die Laufzeit der höheren Einstiegsvergütung für den produzierten Windstrom. Bei Standorten mit sehr guten Windverhältnissen sinkt die Vergütung wie oben beschrieben bereits nach fünf Jahren ab. Bei Standorten, die an der Grenze der Wirtschaftlichkeit arbeiten kann auch über einen Zeitraum von 15-20 Jahren die Einstiegsvergütung gezahlt werden."
Man kann also daran erkennen, dass es schon einen Ausgleich für weniger ertragsreiche Standorte gibt. Aber auch bei der Photovoltaikanlagen gibt es schon einen Ausgleich. So erhalten Anlagen, die an einer Fassade installiert sind, eine höhere Einspeisungsvergütung als Anlagen, die auf dem Dach installiert sind. Auch hier könnte man argumentieren: Warum sollen Anlagen, die an der Fassade installiert sind (also weniger Strom produzieren) mehr Förderung bekommen, als Anlagen, die auf dem Dach installiert sind. Das gleiche liegt, wie ich finde, auch bei einem Nord-Süd Ausgleich statt. Wie ich mit den Zahlen dargelgt habe, werden im Süden Deutschlands deutlich mehr Solaranlagen installiert als im Norden. Und ist der Sinn der Erneuerbaren Energien nicht eine Energiequellenvielfalt? Meiner Meinung nach macht es wenig Sinn, dass im Süden die Solaranlagen installiert werden und im Norden die Windkraftanlagen. Auch ist, wie ich finde, die Annahme falsch, dass sich Solaranlagen im Norden nicht lohnen (auf den Ertrag bezogen). Selbst in Dänemark sind Photovolataikanlagen noch sinnvoll. Man kann also wirklich nicht sagen, dass es falsch ist Solaranlagen im Norden zu installieren. Nur werden viele potenielle Solaranlagenkäufer im Norden Deutschlands durch die 15-17% weniger Ertrag abgeschreckt. Natürlich liegt die geringe Anzahl der Photovoltaikanlagen auch zu einem Teil daran, dass die Bevölkerung im Norden schlecht über die PV aufgeklärt ist, aber wenn tatsächlich die Förderungen
im Norden angehoben würden, dann würde das Thema auch wahrschienlich wieder präsent in den Medien sein. Das würde dann vielleicht auch dazu beitragen, dass im Norden mehr PV Anlagen installiert werden. Und was wir uns auch fragen sollten: Ist eine Netzstabilität nur mit wenigen Solaranlagen im Norden möglich? Denn die Schwankungen, denen die beiden Energiequellen unterliegen, gleichen sich zusammen ja teilweise aus. Und ist eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien möglich wenn wir den großteil der Solaranlagen im Süden installieren? Aber natürlich weiß ich auch, dass das EEG das wohl beste Instrument ist, um die Erneuerbaren Energien zu fördern. Das will ich auch gar nicht bestreiten, aber vielleicht ist es noch nicht ideal.

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Walter

Erfahrung: Gast
,
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Ich habs Martin schon auf seiner Seite gesagt, dass es sinnlos ist.

Man muß langfristig von Subventionen weg, und nicht noch neue schaffen.

Ich bin auch gegen Windkraft in Bayern, wenn sie sich nicht selber tragen, bzw mit der momentanen Regelung nicht auskommen.
Ausserdem sin Subventionen nicht gedacht um sich die taschen voll zu machen sondern um den Schaden für Betreiber so gering wie möglich zu halten. Die momentane Vergütung hat PV nicht nur verteuert sondern auch sonst merkwürdige Blüten hervorgebracht.

Um mich nicht falsch zu verstehen, ich bekenne mich zum EEG und zur Abkehr zu den fossilen Brennstoffen. Ich bin ein Befürworter von PV und Windkraft und sonstigen regenerativen Alternativen.







» » Hi,
» » grundsätzlich ist das ein interessanter Gedanke, die Frage ist aber,
» warum
» » Du gerne diesen Ausgleich zwischen Nord und Süd anstrebst.
» »
» » Fakt ist nun mal, dass im Süden ein besserer Ertrag mit Solaranlagen zu
» » erzielen ist. Es ist schlichtweg wirtschaftlicher. Dafür stehen im
» Norden
» » mehr Windräder. Würdest Du im Gegenzug versuchen wollen, mehr Windräder
» in
» » Bayern zu installieren?
» »
» » Gruß, Sven Geitmann
»
» Bei der Windenergie gibt es
» schon so einen Ausgleich. Ich zitiere von der Homepage
» www.eeg-aktuell.de:...
» "Das EEG sieht aber auch eine Differenzierung der Vergütung nach
» Standorten vor. Dies soll verhindern, dass Projekte mit sehr guten
» Windverhältnissen eine zu hohe Förderung erhalten. Hierzu schuf man einen
» standadisierten (fiktiven) Referenzstandort. Jede Anlage hat daher
» sozusagen zwei Erträge, den realen Ertrag und den fiktiven Referenzertrag.
» Der Vergleich zwischen beiden bestimmt die Laufzeit der höheren
» Einstiegsvergütung für den produzierten Windstrom. Bei Standorten mit sehr
» guten Windverhältnissen sinkt die Vergütung wie oben beschrieben bereits
» nach fünf Jahren ab. Bei Standorten, die an der Grenze der
» Wirtschaftlichkeit arbeiten kann auch über einen Zeitraum von 15-20 Jahren
» die Einstiegsvergütung gezahlt werden."
» Man kann also daran erkennen, dass es schon einen Ausgleich für weniger
» ertragsreiche Standorte gibt. Aber auch bei der Photovoltaikanlagen gibt
» es schon einen Ausgleich. So erhalten Anlagen, die an einer Fassade
» installiert sind, eine höhere Einspeisungsvergütung als Anlagen, die auf
» dem Dach installiert sind. Auch hier könnte man argumentieren: Warum
» sollen Anlagen, die an der Fassade installiert sind (also weniger Strom
» produzieren) mehr Förderung bekommen, als Anlagen, die auf dem Dach
» installiert sind. Das gleiche liegt, wie ich finde, auch bei einem
» Nord-Süd Ausgleich statt. Wie ich mit den Zahlen dargelgt habe, werden im
» Süden Deutschlands deutlich mehr Solaranlagen installiert als im Norden.
» Und ist der Sinn der Erneuerbaren Energien nicht eine
» Energiequellenvielfalt? Meiner Meinung nach macht es wenig Sinn, dass im
» Süden die Solaranlagen installiert werden und im Norden die
» Windkraftanlagen. Auch ist, wie ich finde, die Annahme falsch, dass sich
» Solaranlagen im Norden nicht lohnen (auf den Ertrag bezogen). Selbst in
» Dänemark sind Photovolataikanlagen noch sinnvoll. Man kann also wirklich
» nicht sagen, dass es falsch ist Solaranlagen im Norden zu installieren.
» Nur werden viele potenielle Solaranlagenkäufer im Norden Deutschlands
» durch die 15-17% weniger Ertrag abgeschreckt. Natürlich liegt die geringe
» Anzahl der Photovoltaikanlagen auch zu einem Teil daran, dass die
» Bevölkerung im Norden schlecht über die PV aufgeklärt ist, aber wenn
» tatsächlich die Förderungen
» im Norden angehoben würden, dann würde das Thema auch wahrschienlich
» wieder präsent in den Medien sein. Das würde dann vielleicht auch dazu
» beitragen, dass im Norden mehr PV Anlagen installiert werden. Und was wir
» uns auch fragen sollten: Ist eine Netzstabilität nur mit wenigen
» Solaranlagen im Norden möglich? Denn die Schwankungen, denen die beiden
» Energiequellen unterliegen, gleichen sich zusammen ja teilweise aus. Und
» ist eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien möglich wenn wir den
» großteil der Solaranlagen im Süden installieren? Aber natürlich weiß ich
» auch, dass das EEG das wohl beste Instrument ist, um die Erneuerbaren
» Energien zu fördern. Das will ich auch gar nicht bestreiten, aber
» vielleicht ist es noch nicht ideal.

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Martin S.

Erfahrung: Gast
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» Ich habs Martin schon auf seiner Seite gesagt, dass es sinnlos ist.
»
» Man muß langfristig von Subventionen weg, und nicht noch neue schaffen.
»
» Ich bin auch gegen Windkraft in Bayern, wenn sie sich nicht selber tragen,
» bzw mit der momentanen Regelung nicht auskommen.
» Ausserdem sin Subventionen nicht gedacht um sich die taschen voll zu
» machen sondern um den Schaden für Betreiber so gering wie möglich zu
» halten. Die momentane Vergütung hat PV nicht nur verteuert sondern auch
» sonst merkwürdige Blüten hervorgebracht.
»
» Um mich nicht falsch zu verstehen, ich bekenne mich zum EEG und zur Abkehr
» zu den fossilen Brennstoffen. Ich bin ein Befürworter von PV und Windkraft
» und sonstigen regenerativen Alternativen.


Das ist ja keine neue "Subvention" sondern eine veränderung der Förderung.

In Bayern weht übringesn auch viel Wind....Und wenn die EE auf eier größeren Fläche verteilt sind, können sie auch besser schwankende Einspeisungen abfangen

PS: Wenn es darum ginge 2 den Schadne der Betreiber so gering we möglich zu halten" dann gäbe es wahrscheinlich keine einzige WKA und keine PV Anlagen Smile

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Uli

Erfahrung: Gast
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Wenn man sich aber so eine Anlage kauft, die schnell in die 100000 bis zu millionen Euro verschluckt, möchte man so schnell wie möglich Gewinn erwirtschaften, d.h. die Anlage sollte sich so schnell wie möglich bezahlen.
Aus diesem Gesichtspunkt ist der Bau solcher Anlagen in weniger günstigen Gegenden nicht sinnvoll.
Wenn jemand allerdings zuviel Geld hat sollte er es tun.

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Walter

Erfahrung: Gast
,
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Ich denke zur Zeit ist auch im Norden noch kein Grund um Draufzuzahlen ist.
Und wenn es net rentabel ist, dann ist es auch nicht sinnvoll.
Also sollte man das EEG in Ruhe lassen, denn der markt wird sich selbst reinigen und regeln.
In spätestes 10 Jahren wird Solarstrom so günstig zu produzieren sein, dass er auch im norden retabel ist.

Also etwas Geduld üben



» Wenn man sich aber so eine Anlage kauft, die schnell in die 100000 bis zu
» millionen Euro verschluckt, möchte man so schnell wie möglich Gewinn
» erwirtschaften, d.h. die Anlage sollte sich so schnell wie möglich
» bezahlen.
» Aus diesem Gesichtspunkt ist der Bau solcher Anlagen in weniger günstigen
» Gegenden nicht sinnvoll.
» Wenn jemand allerdings zuviel Geld hat sollte er es tun.

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