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Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Seit einiger Zeit lese ich hier schon mit und bin dankbar für jede Anregung. Momentan stehe ich aber auf der Stelle. Es läuft sehr gut hier, ich bin aber der Meinung, dass die Mitarbeiter sich mehr mit der Firma identifizieren sollten. Das ist an vielen kleinen Teilen nicht ersichtlich: z.B. falsche Aufmaße, da es zuviel Arbeit macht. Fehlende positive Meinung zum Unternehmen beim Kunden. Vielerlei Kleinigkeiten fallen mir ein, aber ich denke, es ist klar, was ich meine.
Wie motivieren andere Ihre Mitarbeiter?
Was kann anspornen?
Das Geld allein kann es nicht sein, oder?
Ich hoffe auf viele hilfreiche Tipps?
Viele Grüße,
Heike Koch

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo,
natürlich leben Sie das ganze als Inhaber(in)vor.
Vielleicht machen Sie da Fehler, die Ihnen nicht bewußt sind?
Sprechen Sie doch mal mit jedem Ihrer Mitarbeiter persönlich.
Ansonsten gibt es massenweise Lektüre zu Mitarbeitermotivation.
Persönlich würde ich Ihnen das Buch: Großerfolg im Kleinbetrieb von Hans-Peter Zimmermann empfehlen, das hats in sich.
Sollten Sie sich an einem Seminar weiterbilden wollen, empfehle ich Ihnen Kontakt zu www.steffen.de aufzunehmen. War persönlich dort, wau war dass interessant.
Gruss
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Frau Koch,

vielfach besteht an erster Stelle einfach ein Informationsdefizit. Die Mitarbeiter wissen sehr häufig nicht, welche Folgen durch z.B. falsche Aufmasse entstehen. Versuchen Sie einmal konkret folgendes:
1. Fragen Sie in einer Mitarbeiterbesprechung (alle Mitarbeiter anwesend!), warum die Aufmasse nicht korrekt ausgeführt werden. Hören Sie zu und lassen Sie jeden Mitarbeiter zu Wort kommen. Wenn möglich, schreiben Sie jeden Einwand für alle sichtbar auf ein Flip-Chart. Kommentieren Sie in dieser Ohase keinesfalls die Argumente der Mitarbeiter, sondern nehmen diese einfach mit Dank zur Kenntnis. (Ihre Mitarbeiter haben aus ihrer Sicht durchaus Gründe, warum Sie sich so und nicht anders verhalten.)
2. Stellen Sie in kurzen Worten anhand einem kürzlich falsch erstellten Aufmaß vor, welche Folgen dies hatte bzw. noch hätte haben könnnen. Am besten visualisieren Sie auch hierbei alle Punkte hierzu an einem Flip-Chart.
3. Jetzt kommt der spannnende Teil: Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, welche Lösungsmöglichkeiten sie selbst sehen. Was können Sie als Unternehmerin tun, um Ihren Mitarbeitern die Erstellung korrekter Aufmasse zu erleichtern? Welche Hilfen benötigen Ihre Mitarbeiter?
4. Formulieren Sie eine verbindliche Verpflichtung aller Beteiligten, wie in der Zukunft zu verfahren ist. Ferner sollte eine Formulierung nicht fehlen, wie bei Zuwiderhandlung zu verfahren ist (z.B. wird ein Aufmaß zukünftig falsch erstellt, so fährt der entsprechende Mitarbeiter in seiner Freizeit dort hin und nimmt die korrekten Daten neu auf).

Hilfreich wäre es, wenn bei dieser Besprechung einige wenige Häppchen (belegte Brötchen o.ä.; keine Kekse) auf dem Tisch stünden.

Zugegeben ein etwas höherer Aufwand, der sich aber mit Sicherheit in Kürze bezahlt machen wird. Testen Sie diese Vorgehensweise zuerst einmal an einem (wirklich nur an einem!!) konkreten Punkt.

Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören, welchen Erfolg Sie damit hatten.

Mit freundlichen Grüßen
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Sorry, habe noch etwas vergessen:

Parallel dazu sollten Sie den Rat von Herrn Uhlmann umsetzen:
Führen Sie persönliche Gespräche mit den Mitarbeitern. Wenn Sie kein Interesse an dem Leben Ihrer Mitarbeiter haben und dies nicht auch zeigen, warum sollen die Mitarbeiter sich für Ihr Wohlbefinden und IHRE Firma engagieren?

Dazu ein Tip: Begehen Sie nicht den Fehler, solche Gespräche durch Einbestellung in Ihr Büro "durchführen zu wollen". Solche persönlichen Gespräche führt man am besten "by the way", z.B. bei der gemeinsamen Fahrt zu einer Baustelle, bei der Materialausgabe etc..

Ich bin davon überzeugt: "Lieben Sie Ihre Mitarbeiter und Ihre Mitarbeiter werden Sie auch lieben". Dieses Prinzip ist so alt wie die Menschheit selbst und gilt für alle Lebensbereiche. Dazu noch ein Buchtipp: "Die Bibel" in der Übertragung "Hoffnung für alle".

Viel Erfolg!
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Heike,

es ist doch erstaunlich wenn man nach Japan sieht, dort schenken die Mitarbeiter einen Teil ihres Urlaubes der Firma und arbeiten sozusagen umsonst.
Warum?
Weil es ein Geben und Nehmen ist, ganz einfach.

Ganz klar, wir sind sicher nicht perfekt, aber wir sind ein tolles Team.
Das war nicht immer so.
Auch ein Vortrag der Gebrüder Steffen hat dabei eine Rolle gespielt und Hr. Ullmann hat Recht, sollten Sie mal irgendwo diese Namen lesen, z.Z. Bei einem Großhändler, dann gehen sie hin.
Eine enge Bindung zum Betreib erreichen Sie durch Gespräche und Aktionen.
Aktionen sind gemeinsame Erlebnise wie Betriebsausflug oder andere Unternehmungen.
Jeder Betreib hat seine "Problemkinder" der eine nimmt es mit dem Aufschreiben des Materials nicht so genau, weil er halt kein Schreiberling ist.

Machen Sie diesem Menschen klar, dass durch seine Schreiberei sein Job gesichert ist.
eingebautes Material ist Geld, also auch sein Gehalt.
Kein Geld- kein Gehalt.
Das müssen Sie vermitteln.
Nehmen sie den Schreibfaulen von einer Baustelle und laden Sie ihn zum Mittagessen ein und erklären Sie ihm das Problem.
Ruhig und Sachlich, unter vier Augen.
Nach dem motto: Herr Meier, wir haben da ein Problem, das sich aber lösen läßt...

Die Vorschläge von Herrn Dege sind sehr gut.
Überhaupt sind Firmenzusammenkünfte sehr hilfreich.
Dort hat man alle zusammen und kann über alles sprechen.
Wir machen das in lockerer Runde so alle 6 Wochen.
Danach wird ein Fass aufgemacht.
Mit Geld und Prämien erreichen sie nur kurzfristig ein Ziel, irgendwann wird der Reiz des Geldes langweilig und alles ist beim Alten.

Die Harmonie muss stimmen, die Mitarbeiter sind ihr größtes Kapital.
Das müssen die Jungs spüren.
Lob schadet sicher nicht, man muss sich nur mal trauen.

...schön, dass ich mich auf Euch verlassen kann...

Diese Arbeit war toll, der Kunde ist total zufrieden...

Du hast Recht, der Kunde hat einen Schlag, den lassen wir sausen...

soll heißen, auch mal hinter den Mitarbeitern stehen.

Motivation heißt auch, die Macken seiner Mitarbeiter zu kennen und diese auch zu verstehen, jeder hat seine Schwächen und Stärken, nutzen sie diese aus.
Schaffen Sie ein "WIR" Gefühl und nicht ein: "Ich Chefi, -Du nix!" Gefühl.

Gehen sie doch mal zum Kegeln, auf die Kartbahn, zum Skilaufen
werden sie bildlich gesehen eine große Familie...
Und Sie werden sehen, es klappt wie am Schnürchen.

Es ist jetzt 00.03 und ich würde mich wetten trauen, wenn ich alle anrufe und "Brauche dringende Hilfe" sage dann sind in 45 Minuten ALLE da.
Das klappt aber nur, wenn sie um 00.03 Uhr ein Mitarbeiter anruft und sagt, ich stehe mit Motorschaden auf der Autobahen...Die Frage ist dann: Kommen Sie auch zu ihrem Mitarbeiter??


Gruß aus München
von Richard Häusler
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Herr Häusler hat schon Recht man sollte aber auch die die ständig Mist bauen und die anderen mit anstiften sofort abmahnen (Blitzlicht)und dies in der Firma auch bekannt geben damit die MA´s auch merken das nicht alles tolleriert wird.
(JA JA wenn der Bauer nicht schwimmen kann liegts immer an der Badehose)

Ach ja bei mir macht jeder alles vom Ölbrenner bis zum Kanalreinigen jeder hat ein Fahr zeug für das er selbst verantwortlich ist (Wartung,Werkzeug, Material aufstockung etc.
Bei mir werden kleinere Rechnungen von den MA´s geschrieben dann merken die nämlich das sie bei Oma Müller vergessen haben den DHF mit aufzuschreiben (Stichproben sind unumgänglich) auch lasse ich meine MA´s bei der Planung mit helfen z.B. Wohnraumlüftung mit Erdwärmetauscher hab natürlich bischen geholfen brauchte aber bei der Ausführung nichts mehr machen der Stolz war nat. vorprogrammiert. Des weiteren kann ich noch berichten das ich die MA´s zu div. Schulungen in der Innung mitnehme z.B. MLAR damit die MA´s nicht sagen können "jetzt dreht er wieder durch mit seinen Vorschriften" Dies geht soweit das meine MA`s sich z.B.selbst um Infos über Produkte von den Herstellern kümmern.

dafür müssen die MA´s aber auch das Gefühl haben das man Notfall immer Hinter ihnen steht.

Man ich glaub ich muß ins Bett (da schleichen sich zu viele Fehler ein)

Schönes WE
Markus Mettel

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Herr Mettel,
habe mir gerade Ihre Monolog-Seiten mal angeschaut.
Hier sollten Sie umgehend das ich, ich, ich, ich in ein WIR umändern.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Frau Koch,
ich schlage Ihnen vor Ihre Mitarbeiter am Umsatz zu beteiligen. Was glauben Sie wie schnell Ihre Leute eine positive Einstellung zum Unternehmen bekommen, wenn die MA am Umsatz den sie selbst draußen machen, z.B. mit 10% am Gewinn beteiligt werden??
Es gibt mehrere Möglichkeiten die Leute zu motivieren. Das hier alles aufzuschreiben würde zu weit führen.
Einen weiteren Tipp möchte ich trotzdem noch geben.
Jeden zweiten Freitag haben die Leute frei. Die Stunden von zwei Wochen werden auf 9 Tage aufgeteilt. Für den freien Freitag muß nur ein Mann für Notfälle immer erreichbar sein.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Sprechen Sie nicht über die Fehler Ihrer Mitarbeiter.
Loben Sie sie stattdessen bei jeder sich bietenden Gelegenheit.
Sie werden sehen, es rechnet sich.

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