Hallo,
hier einige Infos zum Thema:
Natrium-Borhydrid kann aus Natriumborat (besser bekannt als Borax) erzeugt werden. Wenn es in Wasser aufgelöst und durch einen geeigneten Katalysator umgewandelt worden ist, setzt das Natrium-Borhydrid puren Wasserstoff frei. Dieser Vorgang kann „on demand” (= nach Bedarf) gesteuert werden, um anschließend eine Brennstoffzelle oder einen Verbrennungsmotor mit Kraftstoff zu versorgen. Als Endprodukte entstehen Wasser und Borax.
Derartige Systems können für verschiedene Anwendungen angepasst werden – von portablen Elektrogeräten (z. B. Laptops, Mobiltelefone) über stationäre Energieversorgungseinheiten (z. B. Stromgeneratoren) bis zu Fahrzeugsystemen (z. B. Pkw).
Die Firma Millennium Cell setzt diese Technik ein und verkauft seine H2-Speichertechnik als “sicher, flexibel und umweltfreundlich”. Nach eigener Aussage lägen die Vorzüge insbesondere in den niedrigen Kosten bei einer hohen Energiedichte des Energiespeichers. Mit einer etwaigen Einführung dieser Technik währe allerdings eine deutliche Umstellung gegenüber der bestehenden Infrastruktur verbunden, weil das verbrauchte Natrium-Metaborat aufgefangen und bei der Betankung gespeichert werden müsste, um es anschließend wieder zu beladen, um es weiter verwenden zu können.
Seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 1998 in Eatontown, New Jersey, ist der Durchbruch allerdings noch nicht so recht gelungen. Der amerikanische Autobauer Chrysler konzipierte zwar zunächst ein Erprobungsfahrzeug mit dieser Technik (2001: der Natrium, ein Chrysler Mini-Van). Nach der Fusion mit Daimler nahm der Konzern allerdings schnell wieder Abstand von dieser Entwicklungsrichtung. Tatsächlich zum Einsatz kommt diese Technik momentan daher nur bei autarken Energieversorgungssystemen beispielsweise im militärischen Sektor.
Weitere Informationen dazu wird es in dem Buch "Wasserstoffautos" geben, das zur Jahreswende im Hydrogeit Verlag erscheinen wird.
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Gruß, Sven Geitmann[/url]