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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hier im Forum hatte mal jemand die Idee mit dem "Kummerkasten" eine sehr gute übrigens wie ich finde. Dies hier könnte das passende Gegenstück dazu werden.

Jeder hier hat so den einen oder anderen kleinem Trick auf Lager, wie er dem Kunden noch einen kleinen Tick obendrauf geben kann. Sozusagen den Tüpfel auf dem I. Kleinigkeiten, die beim Kunden gut ankommen.

Wenn jeder hier nur einen kleinen Kniff weitergibt, könnte das hier doch eine wahre Goldgrube werden.

Ich bin ja mal gespannt, was hier so alles kommt.

Gruß
me Alfons Hoffrogge

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Will ich doch gleich mal den Anfang machen.

Ich sammle Teppiche. Zumeist „alte“ aus Wohnungen, in denen wir mit Renovierungsaufgaben beschäftigt sind, wichtig ist nur, dass die Gummierung auf der Rückseite noch in Ordnung ist.

Die Teppiche schneide ich in Bahnen mit einer Breite von ca. 80 bis 90 cm, das gibt handliche Rollen, die sich gut transportieren lassen.

Wir benutzen unsere Teppiche bei allen Arbeiten in bewohnten Häusern wie Kesseltausch, Badrenovierungen, Heizkörper austauschen etc..

Vor Beginn unserer Arbeit legen wir alles von der Haustür bis zu dem Raum in dem wir arbeiten mit unseren Teppichen aus. Nach Abschluss unserer Arbeiten saugen wir unsere Teppiche ab, rollen sie wieder ein und fertig.

Auf diese Art brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, wenn mal ein Werkzeug herunter fällt, oder dreckiges Wasser aus einem alten Heizkörper tropft. Auf dem Fußbodenbelag beim Kunden hinterlassen wir keine Spuren, keine Schmutzränder, keine Kratzer.

Wir merken übrigens an den Kommentaren unserer Kunden, dass dies gut ankommt.

Mit kollegialem Gruß
me Alfons Hoffrogge
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Stufe zwei unserer Teppichgeschichten sind unsere „Gebetsteppiche“.

Ich meine mit „Gebetsteppich“ auch wieder Teppichreste wie im Beitrag zuvor. Nur diesmal bewusst einen etwas dickeren Teppich, der unbedingt noch auf der Unterseite eine optimale Gummierung haben sollte. Diese Schneiden wir in Stücke von ca. 80cm mal 80cm.

Von diesen Teppichen liegen bei uns in jedem Auto mindesten 4 bis 5 Stück. Auch bei jeder noch so kleinen Reparatur und sei es nur ein Thermostatventil nehmen wir mindestens zwei dieser Gebetsteppiche mit zum Kunden in die Wohnung. Die kleinen Rollen kann man bequem unter den Arm klemmen in dem man die Werkzeugtasche trägt.

Erster Teppich
Unser Monteur auf dem Weg in die Wohnung beim Kunden. Wie gesagt eine Werkzeugtasche und unterm Arm seine zwei „Gebetsteppiche“. Erster Teppich ausgerollt und Werkzeugtasche darauf abgestellt. Wir stellen grundsätzlich _KEINE_ Werkzeugtaschen, Bohrmaschinenkoffer, Materialkisten etc. beim Kunden auf dem Fußbodenbelag ab. Immer ein „Gebetsteppich“ drunter. Egal ob auf Fliesen, Parkett oder Auslegeware. Das wird auch jedem Azubi bei uns als erstes eingebläut immer Teppich drunter.

Zweiter Teppich
Dieser wird dort ausgerollt wo gearbeitet wird, egal ob an Brennern, Heizkörper oder was auch immer. Erstens kann man auf dem Teppich bequemer knien, zweiten kann man sein Werkzeug übersichtlich auf dem Teppichrand ablegen, und begrenzt so automatisch den Radius in dem Werkzeuge herumliegen. Die Kunden wissen das zu schätzen, weil erstens der Fußboden geschont wird und zweiten das erwartete (oder befürchtete) Durcheinander in der Wohnung nicht eintritt. Übrigens so einen Teppich kann man auch in eine Duschwanne legen wenn man die Brausearmatur auseinander nimmt.

Dritter Teppich, vierter ...
Bei jeder weitern Kiste oder Bohrmaschinenkoffer etc wird gleichzeitig ein weiterer Teppich aus dem Auto mit in die Wohnung genommen, und der Koffer darauf abgestellt.

Den Begriff „Gebetsteppich“ prägte übrigens mal ein Kunde von uns, der sichtlich angerührt war von dem „Bild eines Knienden Monteurs“ auf einem kleinen Teppich. Wir haben wirklich die Erfahrung gemacht, dass die Kunden diese „Gebetsteppiche“ sehr mögen. Der Kunde merkt von Anfang an, dass man bemüht ist seinen Fußbodenoden zu schonen und keine Kratzer oder Flecken zu hinterlassen.

Übrigens seit wir diese „Gebetsteppiche“ eingeführt haben stieg auch die Häufigkeit und die Höhe der Trinkgelder deutlich.

Mit kollegialem Gruß
me Alfons Hoffrogge
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo,

oft sind es die Kleinigkeiten die gut bei Kunden ankommen.
Das mit den Teppichen ist eine gute Idee.
Werde es demnächst aufgreifen.

Immer wenn wir ein Bad fertiggestellt haben, hinterlassen wir im neuen Bad still und heimlich eine gute Flasche Sekt mit zwei Gläsern. dazu eine kleine Karte mit den Worten: Viel Spaß im neuen Bad wünscht Fa. Häusler...

sollte es dann noch zu kleinen Reklamationen kommen, sind die Kunden viel zahmer, da sie das nette Geschenk im Gehirn gespeichert haben.
Keine Ahnung, aber ich glaube es beeinflußt auch die Zahlungsmoral, da bei diesen Baustellen, das Geld meist sofort eintrifft.

Gruß von Richard Häusler
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Super Idee mit der Flasche Sekt.

Ich habe in einer Stickerei hochwertige Handtücher mit unserem Firmenlogo besticken lassen. Wovon wir jeweils eines bei neuen Bädern ebenso heimlich still und leise am Handtuchheizkörper plazieren, ähnlich wie du deine Flasche Sekt.

Deine Beobachtungen in Zusammenhang mit Zahlungsmoral und Reklamationsverhalten kann ich 100% bestätigen. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.

Jeder möchte gerne ein bisschen gebauchpinselt werden, also tun wir unseren Kunden ruhig etwas gutes, irgendwie kommt es letztlich wieder zu uns zurück.

Mit kollegialem Gruß
me Alfons Hoffrogge
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo,
der Gebetstepiche gibt es viele, wir verwenden zum Abdecken Isovliesrollen von BTI mit Rollenlänge 10m,(ablängbar) und Rollenbreite von 1,00m. Diese sind aus Filz gefertigt und mit Kunststoff einseitig kaschiert. Sie lassen sich sehr gut reinigen und sind relativ dünn und damit gut transportabel. Ein Bad, ein Flur oder eine Treppe sind damit ruckzuck ausgelegt.

Ein weiterer Tipp: Bei der Übergabe des neuen Bades bzw. auch bei der Übergabe eines kompletten Neubaus erhält der Kunde von uns eine Mappe mit sämtlichen, in der Bauzeit von unserern Mitarbeitern gesammelten Einbau-u.Betriebsanleitungen usw. Als Deckblatt verwenden wir unseren Firmenbogen mit der entsprechenden Beschriftung. Auf Blatt 2 folgt dann die Seite mit der Überschrift "Für Ihre Empfehlung", darunter mit einem kleinen Klebepunkt 4 Visitenkarten unseres Betrieb. Dies hat uns schon so manchen Zusatzauftrag aus der Nachbarschaft gebracht.

Mit vielen Grüßen vom Bodensee

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

... aber Schreiner und damit auch Handwerker.

Wir haben in unserer Branche ähnliche Probleme und kämpfen seit einigen Jahren, zumindest im Möbelbau, gegen Ikea und diverse Möbelhäuser.

Auch wir bieten eine "Nische" an und renovieren, in Zusammenarbeit mit einer Malerfirma, bei Lieferung eines hochwertigen (Einbau-)Möbels das Zimmer gleich mit. Dabei ist die Standard-Version "neu streichen" kostenfrei. Nicht selten wird dieses Angebot umfassender genutzt und es springt eine teure Textil-tapete raus, die der Kunde dann zu "Sonderkonditionen" erhält.

Wir betreten, sowohl beim Erstbesuch als auch beim Vermessen und den Einbauarbeiten die räume des Kuinden grundsätzlich nur mit Überschuhen. Eine grundreinigung nach ausgeführter Arbeit ist ebenso selbstverständlich.

Wir legen wert auf ausführliche und umfassende Beratung in der Auswahl des Holzes und! der Farbe und werden, weil sich das rumspricht gerne weiter empfohlen.

Auch von uns (für Herrn Faaß) erhält der Kunde eine Mappe mit den Konstruktionszeichnungen des Möbels, sowie ein paar Bilder aus dem Fertigungsprozess und einem Zertifikat, dass es sich hierbei um eine Einzelanfertigung handelt. Das kommt richtig gut an :-)!

Die Idee der Kollegen mit Gebetsteppichen zu arbeiten finde ich toll, ebenso ein kleines Präsent am "Ort des Geschehens" zu hinterlassen fördert die Kundenbindung.

Liebe und kollegiale Grüsse aus der Nachbarszunft
Torsten Elden
von der scheinerei Mayr & Sohn
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Grüß Euch,

man kann sich sehr viel Arbeit durch den Einsatz einer Digitalcamera sparen.
Wir haben ein Sony Marvica, die speichert auf altmodischen 31/2"
Disketten und ist einfach genial.
Gerade bei der Angebotserstellung von Kesseln ist das Ding absolut hilfreich und erspart sehr viel Schreiberei.
Ein paar Fotos von der alten anlage und man weiß dann im Büro was alles gebraucht wird.

Auch bei nötigen Ersatzteilen im Bereich Sanitär hat uns der Fotoapperat schon oft sehr geholfen.
Gerade bei eingebauten Unterputzarmaturen und deren Ersatzteilbeschaffung hilt es sehr weiter.
Ein Foto beim Großhändler sagt mehr als tausend Worte.

Auch bei der Angebotsaufnahme für ein neues Bad ist es prima.
Man kann sich alles besser vorstellen, auch in der Fachausstellung kann sich der Berater dann ein besseres Bild machen.

Zum Haupteinsatz kommen die Fotos als Anlagensteckbriefe.
In einem langen schmalen Holzkasten werden alle Disketten abgelegt.
Mit ABC Trennkarten getrennt.
Jede neue anlage wird angelegt und dauert ein paar Minuten.
Ein Anlagensteckbreif wird erstellt.
Einbaudatum, Fotos usw.

Wenn dann nach 2-3 Jahren ein Problem auftritt, weiß man sofort was eingebaut ist und kann auf den Fotos nachsehen, was für Teile nötig sind.
Auch sehr von Vorteil bei Bädern.
Wie gesagt, dauert nicht lange und man erspart sich sehr viel Arbeit.

Der Anlagensteckbrief hat noch einen anderen Vorteil, man kann den Kunden an eine fällige Wartung erinnern, wenn er es mal wieder übersieht oder nicht daran gedacht hat.

Gruß aus München
Richard Häusler
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo,
vielleicht denkt mancher nicht immer daran?
Hab noch einen Bargeldtip.
Es ist erstaunlich welche Unterschiede die Großhändler bei einer Kalkulation an den Tag legen.

Vile machen ihre Angeotsanfrage an den Großhändler nur bei großen Aufträgen.
Trotzdem kann man sich auch beim Tagesgeschäft
viele Euros sparen.

Beispiel letzte Woche, mittendrin geht eine größere Grundfosspumpe über den Jordan- defekt.
Listenpreis 1200 Euro.

Sofort im Büro ein Fax an 5 Großhändler geschickt..
Der Text ist immer der gleiche.
Wir haben den Auftrag für diese (Pumpe) (Hebeanlage) usw.
Wir bitten um ein Returefax mit Ihrem äußersten Preis.

Tatsächlich war der Preisunterschied zwischen dem teuersten und billigsten Großhändler bei 1200Euro genau 80 Euro.
Also 80 Euro gespart und das mit 5 Faxen.

Diese Preisanfrage machen wir bei allen Dingen die ca. 250 Euro übersteigen.
Die Preisunterschiede sind oft enorm.
allerdings wechseln sich die Großhändler mit den günstigsten Angeboten ab, so kann man nie vorher sagen: Das ist der Billigste.

Man muss immer wieder neu anfragen.

Also wers noch nicht macht, der sollte dies unbedingt tun.
Man spart sich wirklich viele Euros.
Man kann von den Kunden lernen, die fragen doch auch immer 4-5 Firmen was ein Heizkörper kostet:-)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hier noch mal ein Tipp von mir, wie man Kunden binden kann.

Beispiel

Wartungsvertragskunde, Wartung ist fertig Zettel ausgefüllt und unterschrieben, man spricht noch ein wenig mit dem Kunden. Jetzt sagt der Kunde „ach da fällt mir gerade ein mein Spülkaten läuft schon ne Weile durch“ Schnell nachgeschaut Dichtung erneuert Kunde fragt was kostet das jetzt Extra. Antwort „Keinen Cent, das haben wir für sie gerne gemacht“. Mal ehrlich, die 40 Cent für die Dichtung und die angebrochene 1/4Stunde reißen´s nicht raus, aber dass der Kunde uns noch Wochen später am Stammtisch über den grünen Klee lobt, bringt uns mindestens einen Neukunden.

Oder so wie letzte Woche, ein Neukunde ruft an, Meine Fußbodenheizung im Bad wird nicht mehr warm. Ich sage ich muss sowieso gleich zu einem Kunden in ihrer Nähe, ich komme dann in ca. einer halben Stunde bei ihnen vorbei. Vor Ort stellte sich raus, dass lediglich der Rücklauf für den Badkreis am FBH Verteiler fast ganz zugedreht war, vermutlich wollte der Schwiegervater des Kunden alles etwas optimieren. Also Rücklauf wieder auf gedreht Kunde noch ein kurz beraten, wie er in den nächsten Tagen noch etwas nachregulieren kann. Der Kunde fragte: „was kostet das jetzt“. Meine Antwort: „Wissen Sie, das lag für mich sowieso auf dem Weg, und was soll ich ihnen jetzt Geld abnehmen dafür, dass ich das Ventil zwei Umdrehungen weiter geöffnet habe.“ Visitenkarte da gelassen und verabschiedet. Drei Tage später haben wir bei dem Kunden die Wartung für die Heizung übernommen, der Kunde hat gleich an Ort und stelle einen Wartungsvertrag unterzeichnet. Morgen Abend habe ich einen Termin bei dem Kunden um mir das 25 Jahre alte Bad anzuschauen. Der Heizungskessel bei ihm ist übrigens auch 25 Jahre alt, und der Brenner 12 Jahre. Die ¼ Stunde war wohl eine meiner besten Investitionen in den letzten Monaten.

Mit kollegialem Gruß
me Alfons Hoffrogge

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