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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Wie sagte mein Lehrer:

Thema verfehlt, setzen, sechs.

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo liebe Kollegen,

ich kann die Einschätzung von Herrn Schön verstehen.
Ich denke, dass eine Vielzahl von Bauten heutzutage nur unter mehr oder mindergroßen Verletzungen der einschlägigen DIN-/EN-Vorschriften erstellt werden kann. Dies hat zwei Hauptgründe:
1.) Der Kunde:
Der Kunde , der nur nach dem billigsten "Jakob" sucht und sich dann über die mangelnde Qualität beschwert. Ein Beispiel: Niemand würde ernsthaft erwarten, die Qualität eines VW´s beim einem NEUwagen zu erhalten, der nur "preiswerte" 4.000,-€ gekostet hat. Hier stehen Preis und Leistung in einem krassen Mißverhältnis.
Aber im Handwerksbereich wird gerade dies von Kunden immer wieder erwartet: Spitzenqualität und technisches Knowhow zu Schleuderpreisen. Eben dies geht nicht!
Ín unserem Bereich (und nicht nur dort) ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung und ein permanentes lebenslanges Lernen erforderlich, um mit der ständigen technischen Weiterentwicklung Schritt zu halten. Dies kostet nun einmal eine gutes Teil an unproduktiver Zeit, die selbstverständlich die Lohnzusatzkosten einer Handwerkerstunde erhöht.
Ferner dauert gute handwerkliche Arbeit eben etwas länger als nur "hingepfuschte" Arbeit. Allein bei der Rohrisolierung gegen Schwitzwasser wäre zu prüfen, ob alle Verbindungen und Übergänge der Isolierungen fachgerecht verklebt sind, sofern überhaupt eine Isolierung vorgenommen wurde. Eine fachgerechte Isolierung braucht nun einmal Zeit und kostet damit mehr Geld als eine Leitung deren Isolierung "vergessen" wurde.
Hier pauschal unzufrieden über inkompetente Handwerker zu meckern, greift zu kurz. Gerade im Streitfall als Sachverständiger muß immer auch die Kunden-Handwerker-Beziehung ausgewogen für beide Sachen betrachtet werden.
Dies spricht den Handwerker nicht von seiner Verpflichtung zur qualitativ einwandfreien Arbeit frei. Aber auch der beste Handwerker kann auf Dauer nicht mehr Kosten haben als er an Umsatz einnimmt. Dann ist er nämlich in Kürze pleite.

2. Der Handwerksbetrieb:
Das ist nämlich der Handwerksbetrieb, der auf Druck der Kunden versucht, eben diesen Neuwagen im Wert von 15.000,-€ zum Preis von 4.000,- € herzustellen. Dieses unmögliche Unterfangen kann er nur leisten, wenn er a) keine Facharbeiter beschäftigt und b) so weit wie möglich Einsparungen in der Ausführung (Materialkosten / Montagekosten) vornimmt. Da dieses nur begrenzt möglich ist, kommt es ab einer gewissen Schmerzgrenze unweigerlich zu Einbußen in der Qualität. Dies schadet der Kundenbeziehung, dem Image der Firma und letzlich dem Image des gesamten Handwerks.
Hier als Lösung vorzuschlagen, mehr Gesellen als selbstständige Unternehmer zuzulassen ist völlig falsch.

Im Gegenteil, ich meine es wäre an der Zeit, die folgenden Punkte schnellstens auf Verbandsebene und Kammerebene durchzusetzen:

A) Erhöhung der Anforderungen in der Meisterprüfung bzw. eine mehrfach gestufte Meisterprüfung (Grundprüfung / Qualifizierungsprüfung in bestimmten Schwerpunkten).
B) Kommunikation dieser unterschiedlichen Qualitätsstandards in der Öffentlichkeit durch die Verbände und die Handwerkskammern in den Medien.
C) Permanente Pflicht und Dokumentation zur Fortbildung von Handwerksmeistern.

Dann kann der Handwerksmeister für sich selbst entscheiden, mit welchem nachweisbaren Qualtätsprofil er an den Kunden herantritt, in dem er die entsprechenden Prüfungen ablegt oder nicht. Und der Kunde kann ebenfalls entscheiden, welche Qualitätsanforderungen er an seinen Handwerker stellt, die er dann selbstverständlich bezahlen muß.
Zur Zeit kann der Kunde ohne Weiterempfehlung einen Handwerker erst nach der Auftragsausführung beurteilen und dann ist es für evtl. Korrekturen zu spät. Mit dem Anheben des fachlichen Niveaus des Meisters wird dem Beruf des Handwerksmeister jedenfalls mehr gedient als lediglich durch ein einfach zu vergebendes "me"-Zeichen.

Ich bin auf Ihre Reaktionen gespannt.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Exakt auf den berühmten Punkt getroffen Herr Degge. Und zwar in allen von ihnen genannten Punkten.

Ich gehe auch heute noch sehr regelmäßig auf diverse Lehrgänge und Schulungen, und hätte überhaupt kein Problem damit, wenn es heißen würde ab jetzt müssen in bestimmten Intervallen genau festgelegte Prüfungen abgelegt werden.

Genauso sehe ich das bei meinem Personal, ich schicke die Jungs allesamt mindesten alle 2 bis 3 Monate wenigstens zu den Herstellern deren Produkte ich verarbeite auf Schulungen und Seminare. Wenn das zur Pflicht würde, so würde sich für meinen kleinen Betrieb ebenfalls nichts ändern.

In meinen Augen ist Qualität an Material und hoher Kenntnisstand nicht nur beim Meister sondern auch beim Personal die Grundvoraussetzung um langfristig bestehen zu können. Der Kunde merkt das, und empfehlt weiter.

Wenn ich nur bedenke dass ich bei 10 Angeboten im schnitt mindestens 8 mal einen Auftrag lande, und dabei bedenke, dass ich eher höher kalkuliere wie die meisten meiner Wettbewerber vor Ort, dann weiß ich, dass ich auf der richtigen Schiene fahre.

Um mal auf ihr Beispiel zurückzukommen der VW würde bei mir wahrscheinlich 15750,-€ Kosten, dafür würde der Kunde kompetent begleitet vom ersten Kontakt über Probefahrten mir Vergleichsmodellen, einer gründlichen Einweisung und Übergabe mit Vollständigen Unterlagen und selbstverständlich einer kostenlosen Erstinspektion nach 1000Km.

Aber ich hole schon wieder viel zu weit aus. Ich bin wie sie der Meinung, dass da über die Verbände und Kammern ebenso wie über jeden einzelnen noch vieles zu erarbeiten ist.

Ich sage immer man lernt solange bis alle 10 Finger gleich lang sind.


Mit kollegialem Gruß
me Alfons Hoffrogge
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo,
irgendwie hat jeder Recht..

In der Praxis sieht es aber anders aus.
Der beste "me" hilft im Geschäftsleben wenig.
Fakt ist, der Häuslebauer holt sich in der Regel zwischen 4-8 angebote ins Haus, den Text versteht er nicht, wichtig ist ihm das die Heizung "Warm" macht und aus dem Wasserhahn kaltes oder warmes Wasser fließt.
ausnahmen soll es auch noch geben.
Was macht der gute Mann nun mit den Angeboten?

Genau!!
Er klappt die für ihn wichtige letzte Seite auf und sieht auf den für ihn wichtigen Endpreis.
Der Rest ist ihm egal.
So schauts aus und nicht anderes.
Der Qualitätsmeister wird keine Gelegenheit haben, seine besseren Materialien und Qualitätsprodukte erklären zu können, da er nicht mehr über die Türschwelle kommt.

Alle Infos zu diesem Thema sind also VORHER zu erklären, ansonsten schaut man in die Röhre.
In jahrelanger Erfahrung haben wir es geschafft, trotzdem mit hochwertiger Arbeit und guter Qualität zum Zug zu kommen, allerdings ist dafür eine gewisse Angebotstechnik nötig und ganz am schluß spielt der Preis nur noch eine Nebenrolle.

Es ist nicht einfach, aber es geht.
Und deshalb sind wir bis Jan. 2003 ausgebucht.
Wie das geht?
Kleiner Tipp am Rande...
Wie wäre es wenn man zwei Angebote abgibt?
Die genaue Erklärung würde den Rahmen sprengen.
Am "me" liegt es sicher nicht.

Aber wie gesagt, es funktioniert und 90% der Kunden greifen auf die gute technische Lösung zurück, wenn man Ihnen den Unterschied erklärt bzw. den Unterschied erklären darf.
Zuviel Arbeit?
Das Angebot für ein Einfamilienhaushaus für Sanitär und Heizung dauert ca. 15-20 Minuten.
Und das sicher nicht zu unseren Ungunsten.
Allerdings lernt man das nicht auf der Meisterschule, sondern muss man dieses Konzept selber erarbeiten und man sollte auch einen Computer sein Eigen nennen.
Ein Fiat ist halt noch lange kein Mercedes und für unsen Teil verkaufen wir lieber einen Mercedes.
Das hat zwei Gründe.
Erstens bleibt bei gleicher Arbeit mehr hängen und was noch viel wichtiger ist, nachher hat man seine Ruhe und muss sich mit Kunden nicht über das eigebaute Schrottmaterial ärgern.

Gute Geschäfte wünscht
Richard Häusler
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Alfons

Herr Häusler hat mit Beitrag 23 genau den Nagel auf den Kopf getroffen.
Kein me wird dir helfen, nur der Endpreis unter einem Angebot.
Trotzdem würde mich interessieren wie man ein Angebot für Heizung und Sanitär in 15 Minuten fertig macht.
Das kann nicht funktionieren, man kann in dieser Zeit keine Preise kalkulieren.
Und wie kommt es dann, das der Kunde zur hochwertigen Lösung greift?
Ich glaube da hat Einer etwas übertrieben.
Jedes Bad ist anders und muss anders kalkuliert werden.

Bin über eine Antwort gespannt. Genauso wie unter der Rubrik Handwerk am Ende, dort stehen noch andere Fragen.
Ich bin noch nicht lange im Geschäft, aber ich will immer besser werden und nur wer frägt, lernt dazu.
Grüße von Stefan W.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Stefan

Du hast sicherlich recht.

Der Richard Heusler hat absolut, den Nagel auf den Kopf getroffen. „Kein „me“ wird mir helfen ... ...“ bis dahin sind wir drei einer Meinung.

„.... ... nur der Endpreis unter dem Angebot.“ Da sehe ich es eher so wie Richard in seinen weiteren Ausführungen beschreibt. Ich verkaufe meine Leistungen nicht ausschließlich über den Preis. Bei vielen Angeboten bin ich der alleinige Bieter, weil der Kunde von der Qualität der Arbeit überzeugt ist und von mir einen Fairen Preis bekommt.

Zwei typische Beispiele ich habe eine Arbeit erledigt, und zwei Tage später klingelt das Telefon. Nachbar, Schwager oder Bekannter des vorherigen Kunden: „Sie haben bei meinem Bekannten das Bad renoviert, könnten sie sich meine Badezimmer auch mal ansehen. Dann hinfahren, ausmessen, beraten, Vorschläge Skizzieren, mit in die Badaustellung fahren, fairen Rabatt auf die Sanitärobjekte anbieten. Zu 90% den Auftrag in der Tasche ohne selber ein Angebost zu schreiben. Das Angebot für Material wird mit dem vereinbarten Rabatt weitergereicht, und alles andere Rohre, Kleinmaterial, Montage etc. wird nach Aufmaß abgerechnet.

Oder Wartungskunde. Jahrelang zufrieden fragt irgendwann: „Sagen sie mal wie ist das eigentlich mit dem Neuregelung der Bimsch, kommt da was auf mich zu“ Beraten, erklären, Energieeinspaarung hervorheben, Zuverlässigkeit einer neuen Anlage etc. Zwei tage später Angebot abgeben für neuen Kessel. Zu 90% Auftrag im Sack ohne ein Gegenangebot eines Wetbewerbes.

Zum Thema Angebotserstellung in 15 Min. So schnell wie der kollege binn ich da nun wirklich nicht, aber ich werde auch immer schneller. Schau dir mal deine letzten Angebote an. Rechne mal zum Beispiel nach, wie viel Meter Rohr, Isolierung etc. pro Waschtisch, Badewanne, Dusche, Heizkörper ... angeboten hast. Wird nicht 100% gleich sein, aber ähnlich genug um daraus Standards zu basteln. Investier einige Zeit in eine Liste, die du in Excell selber stricken kannst, und beim nächsten Angebot zählst du nur noch die Anzahl der Waschtische ... .. Heizkörper .. etc und hast die Kosten für dein Rohrnetz gleich mit erfasst.

Zum Thema lernen da sind sich wohl alle hier einig. Genauso wie du in einer Lernphase kurz nach der Firmengründung stehst, genauso lerne auch ich jeden Tag. Ich schrieb weiter oben schon mal Man lernt solange, bis man alle 10 Finger gleich lang hat.



Ich würde jetzt aber eigentlich gern mal wieder zum eigentlichen Thema zurückkommen. Das „me“ setze ich vor meine Unterschrift. Nicht im glauben dadurch jetzt mehr zu verkaufen, sondern in erster Linie weil ich stolz darauf bin mich viele Jahre durch die Schule geschlagen zu haben und erfolgreich meine Prüfung als Elektromeister und als Heizungsmeister abgelegt zu haben. Es ist in erster Linie mein ganz persönlicher Stolz darauf.

Ich bin mir eigentlich relativ sicher, dass sich dieses Kürzel im laufe der Zeit von alleine bekannt macht. Wenn nur immer mehr Meister aus immer mehr verschiedenen Branchen es nutzen.

Mit kollegialem Gruß
me Alfons Hoffrogge

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

für die Einführung eines Kürzels für den Meistertitel, dagegen ist nichts einzuwenden. Dennoch möchte ich zu bedenken geben, daß wir in einem alten Kulturland leben und eine unverwechelbare schöne Sprache haben. Warum, so frage ich, immer wieder die Anbiederung an andere Sprachkreise oder was ich noch entsetzlicher finde, die krankhafte Sucht unbedingt alles englisch zu bezeichnen.
Die zu findende Bezeichnung für den Titel Meister, sollte dem Charakter der deutschen Sprache entsprechen, die Kleinschreibung sollten wir anderen überlassen.

mit freundlichen Grüßen
KÖHLER HAUSTECHNIK
Dipl.-Ing. Wolfgang Köhler
98749 Scheibe-Alsbach
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Alfons,
weiter unten ist der Orginaltext aus dem Wahlprogramm der Grünen, wenn es danach geht, kann man in Zukunft das "ME" weglassen, weil es keinen Meister mehr geben wird.

(Orginaltext aus dem Wahlprogramm der Grünen)
-------------
Im Handwerk darf nicht länger die Meisterprüfung zwingende Voraussetzung für Selbständigkeit und Existenzgründung sein . Wir wollen die Besteuerung von kleinen und mittleren Unternehmen im Verhältnis zu den Großunternehmen gerecht gestalten. Deshalb wollen wir die Veräußerungsgewinne von Kapitalgesellschaften künftig wieder so besteuern, dass es gerade den Kommunen zugute kommt. Dazu gehören die Entbürokratisierung der 325-Euro-Jobs. Die bestehende Regelung belastet kleine und mittlere Unternehmen und verursacht unverhältnismäßig hohe Verwaltungskosten bei den Sozialversicherungen, Krankenkassen und den Finanzämtern. Außerdem halten wir kürzere Genehmigungsverfahren und einheitliche Fristen im Steuersystem für nötig. Dazu gehört eine sozial verantwortliche Reform der Ladenschlusszeiten. Der Sonntag gehört der Erholung und der Freizeit. Der Risikobereitschaft von Existenzgründerinnen und -gründer müssen Angebote für eine zweiten Chance im Falle des Scheiterns gegenüberstehen. Die gängige Förderpraxis muss spezieller auf die Nachfrage von Existenzgründerinnen ausgerichtet werden.
----------------------

....Na dann schauen mir mal, wie alles kommt, lang ist es ja nicht mehr hin, bis zur Wahl.

Gruß von Richard Häusler
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Richard

Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei, möchte man da jetzt sagen, aber ich denke mal, dass das auch eine Chance sein kann, Frei nach dem Motto jedes Ding hat seine zwei Seiten.

Ich habe kein Problem mit dem Gedanken. Stellen wir uns doch mal die Situation vor. Meisterbrief ist nicht mehr zwingende Voraussetzung. OK was passiert, genau, es gibt eine Flut von Firmenneugründungen. Und was kommt dann. Viele der neugegründeten Firmen werden billiger kalkulieren, und es wird eng am Markt. Mit etwas Pech sogar richtig eng bis hin zu chaotischen Verhältnissen.

Es gibt dann mehr Klempner wie Badewannen, der Markt ist übersättigt, wer macht denn nun das Rennen. Du sagst immer so schön, nicht die großen fressen die kleinen sondern die schnellen die langsamen. Ich weiß nicht wer nun schneller ist, aber ich weiß was alles an Administrativen Backround erforderlich ist, um überhaupt einen Auftrag von der Angebotsphase über die Materialwahl bis hin zur Endabrechnung, durchzuziehen, mal abgesehen von Dutzenden Detailentscheidungen die getroffen werden müssen, Beratungsgespräche und Verhandlungen die geführt werden müssen.

Ich frage mich, haben alle diese neuen Firmen eine Chance zu überleben. Ich kann mir das nur schwer vorstellen. Die neuen Kollegen haben nie etwas gehört von BWL Kalkulation etc. Das letzte mal dass die sich mit Vorschriften auseinander gesetzt haben war zur Gesellenprüfung, das ist erstens lange her, und zweitens sicherlich auf einem anderen Niveau.

Also denke ich es wird kommen wie es kommen muss, die meisten wird der Markt wieder aussortieren. Das klingt hart, aber „so what“ der Markt ist hart.

Eines scheint mir sicher, gerade dann zählt der Meisertitel mehr wie je zuvor. Nach einer Phase von sagen wir mal 2 – 3 Jahren, wenn viele Kunden ihre ersten schlechten Erfahrungen gemacht haben, werden viele Kunden wieder nach dem Meisertitel fragen.

Eises steht für mich jedenfalls fest, wen das kommt, werde ich als erstes die Werbeschilder über meiner Tür austauschen. Da wird dann noch größer als bisher draufstehen: „Wir sind Meisterbetrieb für Heizung Elektro und Sanitär“ „Wir sind Mitglied in der SHK Innung und in der Elektroinnung“ „Dieser Betrieb bildet aus“.

Möge der Kunde entscheiden, und der Markt sein Urteil fällen. Ich habe keine jedenfalls Angst vor dieser Zukunft. Ich stelle mich der Herausforderung gerne. Sicher werde ich in einigen Bereichen umdenken müssen, aber ich sehe meine Felle nicht davonschwimmen.

Übrigens gerade dann macht auch das „me“ ob nun groß oder klein geschrieben noch mehr Sinn wie es jetzt schon der Fall ist.

Gruß Alfons
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

... Herr Hoffrogge,

in einigen Berufen ist eine Firmengründung bereits ohne Meistertitel möglich siehe Garten- und Landschaftsbau oder Messebau. Wer einmal gesehen hat, wie das Dach eines Messestandes eingestürzt ist (ein Tag vor! der Eröffnung) weiss jedoch wie fraglich solche regelungen sein können. Ich selbst wähle Grün, allerdings ausschliesslich wegen der Umweltpolitik, erneuerbare Energien, Windkraft etc. und bin, wie Herr Häusler auch, grundsätzlich nicht damuit einverstanden, den Meistertitel komplett abzuschaffen. Ich bin allerdings sehr für eine Lockerung bezogen auf die gesamten Branchen. In hoch technisierten Berufen wie Elektro und SHK M U S S der Meistertitel bleiben und, wie Herr Dege richtig sagt, die Anforderungen müssen dazu erhöht bzw. auf den neusten Stand gebracht werden.

In Amerika wird deutschen Handwerkern der rote Teppich ausgerollt und warum? Weil Sie eine fachliche Qualifikation haben, die Amerikanische Handwerker oft nicht haben und auch nicht mehr haben werden, wenn der Meistertitel abgeschaft werden. Im Ausland hat deutsche Qualität noch immer einen guten Ruf, es wird langsam Zeit, dass das die Deutschen auch mal kapieren.

Viele Grüsse an alle Meister
Eric

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