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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo,
ich möchte in einen Altbau aus Bruchstein eine Sockelheizung einbauen. Hat jemand schon Erfahrungen gesammelt? Ich möchte wissen, wie Werte für die Heizung zu berechnen sind, konkret wie die Länge der Heizstränge bei bekanntem Querschnitt berechnet werden muss. Danke für jede Hilfe.
Karsten

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Herr Liebisch,

jedes Heizgerät, hat eine Leistungsangabe, egal ob das Heizkörper oder Sockelheizung ist.
Bei der Sockelheizung geht es nach der Länge und Leistung der Sockelheizung.

Um die genaue Leistung zu ermitteln, muss ein Wärmebedarf erstellt werden.
Der ergibt sich aus der Dicke des Bauwerkes (Mauer), Fenster, Standort, Himmelsrichtung und natürlich der Fläche der Räume.
Nur dann kann ein genauer Wärmebedarf ermittelt werden.

Ansonsten liegt man mit 120- 140 Watt pro Quadratmeter Wohnfläche bei einem altbau nicht unbedingt daneben.
Das ist aber eher ungenau und natürlich ohne Garantie.

Eine Sockelheizung hat auch ihre Nachteile.
Stellfläche für Schränke geht verloren...
Und über kurz oder lang bilden sich schwarze Flecken über den Luftkanälen, daran sollte man denken.

Grüße aus München von Richard Häusler
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Wahrscheinlich habe ich mich bezüglich der Sockelheizung nicht genügend erklärt,
Das Heizprinzip, dass ich verwirklichen möchte, basiert auf unter Putz verlegten Rohren (2 Stück, jeweils in Sockel- und Brüstungshöhe). Es gibt also keine Luftkanäle wie bei den im Fachhandel verfügbaren Sockelheizleisten.
Das Hauptproblem dieser Art Heizung scheint zu sein, dass niemand eine verlässliche Aussage darüber treffen kann, wie lang die einzelnen Stränge sein können oder müssen und ob sie in Serie oder parallel laufen, welche Umwälzgeschwindigkeiten nötig sind und vor allen Dingen, welche Leistung pro Meter Rohr bei einer bestimmten Vorlauftemperatur und Umwälzgeschwindigkeit
zu erwarten sind.

Der zu gewähleistende Wärmebedarf sowohl des gesamten Hauses als auch der einzelnen
Räume ist bereits berechnet worden und liegt für das Haus bei ca. 14 kW
ohne Warmwasser, wobei ca. 25% der Grundfläche konventionell mit Heizkörpern
beheizt werden sollen.

Was ich also suche, ist eine Art Leistungsangabe für diese Heizung. In der mir verfügbaren Literatur sind
leider keinerlei Berechnungs- oder Erfahrungswerte dieser Art zu finden, da die Strahlungswärme, die die warmen Wände
produzieren, nicht zu berechnen ist.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Herr Liebisch,

vor 2 Jahren haben wir eine solche Heizung als einmaligen Versuch in einer Denkmal Geschützen Kirche verlegt.
Der Grund war, die alte Kirche trocken zu legen und die Wände zu entfeuchten.
Um die ganze Kirchewand wurden jeweils 2 Kupferrohre verlegt, eines in Fußbodensockelleistenhöheund ein ungefähr 40 cm vom Boden weg.
In dieser Kirche sollten dann Erfahrungen für ganz Deutschland gesammelt werden.
Die Wände wurden mit Thermografiekameras beobachtet und das Ergebnis hat Vor und Nachteile.
Das blanke Kupferrohr dehnt sich bei Erwärmungen aus und es können Putzrisse an der Wand auftreten.
Durch die Wärme an der Wand entsteht eine Kapilarwirkung und zusätzliche Feuchtigkeit wird aus dem Boden angesaugt.
Da sie wahrscheinlich einen Keller haben, dürfte es bei Ihnen keine Probleme geben.
Die Heizung strahlt Wärme bis auf ca. 2.5 Meter nach oben ab.

Die Heizleistung der benötigten Rohre ist sehr umfangreich, lässt sich aber problemlos rechen.
Erforderlich:
Vorlauftemperatur, Durchmesser vom Rohr, erforderliche Pumpenleistung und gewünschte Rohrleitungslänge.

Durch einen zu bestimmenden Rohrdurchmesser fließt je nach Pumpengeschwindigkeit eine entsprechende Menge heißes Wasser mit gewünschter Vorlauftemperatur, anhand des Wärmebedarfes wird dann die Rohrleitungslänge und Durchmesser festgelegt.

Für einen Planer, also Null Problemo.

Gruß aus München
von Richard Häusler

Übrigens...Ansonsten funktioniert die Anlage wirklich sehr gut.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Vielen Dank für Ihre Ausführungen, ich hoffe, dass wir damit hinkommen, im Zweifelsfall würde ich mich nochmal per mail bei Ihnen melden.
Mfg
Karsten Liebisch

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