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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo!
Wir befinden uns gerade kurz vor Baubeginn unseres EFH mit Einliegerwohnung. Da wir auf jeden Fall eine Abwasserhebeanlage für Unter- u. Erdgeschoß benötigen, stellt sich uns jetzt die dringende Frage, ob wir ein geschlossenes System im Keller unterbringen oder ob wir außerhalb des Hauses einen Pumpenschacht bauen.
Was spricht für bzw. gegen die beiden Lösungen?
Im voraus vielen Dank!

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Hr. Weitemeyer,
die Antwort auf Ihre Frage(n) sind nach
DIN 1986 eigentlich klar geregelt,allerdings kenne ich die Vorraussetzungen bei Ihrem Bauvorhaben nicht.
Daher kann es möglich sein das die Anlage im Schacht ein muß ist oder das sie gar nicht eingebaut werden kann !!!
In der DIN 1986-1 steht folgendes :
"Alle über der Rückstauebene liegende Entwässerungsgegenstände sind mit natürlichem Gefälle zu entwässern,das Abwasser dieser Gegenstände darf nicht über Rückstauverschlüsse und nur in zwingend erforderlichen Ausnahmefällen über Hebeanlagen abgeleitet werden."

Dieser Satz trifft eigentlich auf 95 % aller Fälle zu,leider sieht es in der Praxis so aus
das dies nicht immer beachtet wird.(Es wird das ganze Abwasser gepumpt oder über Rückstauverschlüsse geleitet )
Falls Sie nun eine Anlage in einem Schacht haben möchten,bedeutet das folgendes :
es muß ein "normaler" Kanalanschluß für das OG erstellt werden und es muß eine Druckleitung vom Pumpenschacht zum Kanalkontrollschacht gezogen werden.
Der Vorteil dieser Anlage liegt ganz klar am Schallschutz.
Nachteil :
Einmal im tiefsten Winter den Schachtdeckel
freigeschaufelt,dann enteist und dann runter ins dunkle Loch wenn nötig noch bei Nacht !!!
Wünsche ich niemanden !!!
Kommt aber aus Kostengründen eher nicht in
betracht.
Ich tendiere eher zu einer Anlage im Haus:
Falls Reperaturen oder Wartungen notwendig sind hat man bei einer Anlage im Keller einfach mehr Platz zum Arbeiten.
Es werden weniger Durchbrüche durch die Kelleraussenwand benötigt,was ein sehr grosser Vorteil ist,und es kann ohne großen Aufwand festgestellt werden wenn was nicht in Ordnung ist.
Nachteil:Schallschutz und die Druckleitung muß über die Rückstauebene geführt werden,d.h. die Leitung geht durch das EG !!
Zu Beachten:
Jede Anlage muß eine seperate Be- und Entlüftung (vom Behälter bis über Dach) haben und bei gewerblichen Betrieben ist eine Doppelhebeanlage vorgeschrieben.
Aufgrund der geringen Info kann ich Ihnen leider nur soweit helfen.
Falls Sie noch Fragen haben,schreiben Sie mir einfach.
Interessant wäre es folgendes zu wissen:
Haben Sie ein Trennsystem ??
Höhe der Rückstauebene ??
Wie sieht das Haus innen aus ??
Und wie liegt das Haus und wo der Kanal ??

MfG

W.Reuß
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

für Ihre Antwort.
Um Ihre Fragen zu beantworten, wäre es nett, wenn Sie mir kurz das Trennsystem (wofür?), bzw. die Rückstauebene erklären könnten. Kann ich aus meinen Plänen leider nicht erkennen.
Das Haus liegt ca. 12 m von der Straße und ca. 15 m vom nächsten Kanal enfernt
Und so wie es aussieht müssen wir leider UG und EG Pumpen, ob wir wollen oder nicht. Mit viel Glück und gutem Willen der Stadt, dürfen wir die Straße weiter runter (ca. 10-15 m) gehen und dort anschließen. Es kann uns aber im Moment niemand genau sagen, ob es mit der Anschlußhöhe wirklich funktioniert, da es an wenigen cm scheitern kann.
Möglich sind bei uns beide Varianten der Hebe-anlage, da gibt es keine Vorschriften.
Ist es denn wesentlich günstiger, die Anlage im Haus zu machen? Rein vom Gefühl hätte ich sie nämlich lieber draußen. Wie sieht es denn mit der Überschwemmungs-gefahr und mit dem Geruch aus? Können im Haus Gefahren bestehen?
-
Danke, S. Weitemeyer
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Hr. Weitemeyer,
Trennsystem bedeutet das Regenwasser wird komplett vom Schmutzwasser getrennt abgeleitet.
Einfach gesagt :
Regen- und Schmutzwasser wird nicht im selben Kanal entsorgt !!
Das bedeutet: Falls Sie ein Mischsystem hätten, und das Regenwasser auch gehoben werden müßte kann nur eine Schachtanlage eingebaut werden .
Lt. DIN 1986 dürfen Regen- und Schmutzwasserleitungen nur außerhalb von Gebäuden zusammengeschlossen werden.
Die Rückstauebene wird von der örtlichen Behörde festgelegt,falls dies nicht der Fall ist,gilt als Höhe die Straßenoberkante an der Anschlußstelle.
DIN 1986 und DIN 4045.
Eine Überschwemmungsgefahr geht von der Pumpanlage nicht aus, gibt Alarmanlagen mit Hupe u.s.w.
Die Behälter sind geruchsdicht und mit einer Entlüftung über Dach gibt es auch keine Probleme.
Da Rückstauebene und Trennsystem nun klar sind,können Sie mir meine Fragen aus Antwort 1 ja beantworten.
MfG w.Reuß
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Von der Firma Kessel gibt es sehr schöne Prospekte die die Problematig von Hauentwässerungen aufzeugen.

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