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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

In meiner beruflichen Praxis kommen immer mehr von seiten der Kunden fragen nach Betriebe, die die gesamten Bauleistungen aus einer Hand möchten. Hier speziell Altbausanierungen und Umbauten. Dies sind mittelständische Unternehmen, die unter Fertigstellungsdruck stehen.

Wir haben hier in Lörrach eine Firma, die alles aus einer Hand anbietet. Diese Firma hat sich aus verschiedenen Handwerksbetrieben gebildet. Wichtig ist, dass ein Geschäftsführer die Arbeiten koordiniert.

Dass diese Leistungen teuerer sind ist bekannt.

Ich möchte kurz ein Beispiel schildern:

Der Kunde rief an und wollte von mir die Adresse dieser Hand-in-Handwerker-Firma.
Ich hakte nach und fragte warum alles aus einer Hand. Antwort des Kunden (ist mit vielen anderen identisch).

Umbau seiner Friseurmeisterschule mit Termin der Fertigstellung, da dort die angemeldeten Schüler erscheinen werden.

Er habe jetzt die Nase voll von den Handwerksmeistern.

Seit vier Wochen versucht er Termine mit den einzelnen Gewerke zu vereinbaren um ein Angebot zu erhalten. Von Zweien liegt das Angebot vor. Einer bringt das Angebot nicht bei und beim Rest vereinbarte Termine um die Umbauarbeiten zu besprechen, Termine werden verschoben oder es kommt gar niemand.

Wenn er hier seine Kosten für die vier Termine plus die Wartekosten berechnet kommt eine schöne Summe zusammen.

Deshalb ist es ihm egal, ob diese Hand-in-Handwerker teuerer sind.

Ich habe ihm die Adresse gegeben, nach vier Wochen kam ein Blumenstrauss mit Dank an mich, es habe alles prima geklappt.

Dies ist nur ein Beispiel. Ich stelle fest, dass mehr und mehr dieser Dienstleistung nachgefragt wird.

Dieses Beispiel erzähle ich den Handwerksbetrieben wo ich kann - ich höre nur, das ist schwierig, machen wir zum Teil auch. Wir arbeiten mit Kollegen zusammen. Alles recht. Aber wie sollen es die zukünftigen Kunden wissen, wenn man keine Werbung macht?

Ich habe diese Hand-in-Handwerker besucht.
Sie arbeiten weit über unsere Kreisgrenze hinaus. Haben bereits im benachbarten Kreis mit denselben Firmen eine neue Firma gegründet und sind dabei in der Schweiz (da wir an der Grenzecke liegen) eine weitere Firma zu gründen.

Warum tut sich das Handwerk mit Kooperationen so schwer?

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Frau Däschle,

müssen wir das tun ?
Sicherlich ein weiterer Kundennutzen.

Oftmals möchte der Kunde doch vergleichen. Genau hier liegt meines Erachtens der Knackpunkt.Viele Handwerker scheuen sodann den Kundenbesuch, da er häufig nicht zum Berater oder Einkaufshelfer sondern zum Preis-Vergleich genommen wird.

Wer sagt denn, dass es bei"Alles aus einer Hand"keine Probleme gibt?
Jeder sollte das machen was er am besten kann.
Im übrigen sollte man das Handwerk nicht immer negativ darstellen.
Es gibt auch hier tausendfach löbliche Beispiele.(Auch ohne Hand in Hand).

Das Größte Problem wird jedoch sein, Handwerker mit gleicher Denke zu vereinen.
Gruss
Herbert Uhlmann
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo,
klar das ist die Zukunft und wir bieten es den Kunden an, sofern er dieses wünscht.
Natürlich wird für das koordinieren der einzelnen Handwerker ein Zuschlag verlangt.
Voraussetzung ist der 100%ige Verlaß auf die Partnerfirmen sonst geht es in die Hose.
Viele Kunden wollen z.B. Badumbau nicht die Zeitplanung selber übernehmen.
Es sind oft viele Gerwerke nötig (Heizungsbauer, Sanitär, Elektriker, Maurer, Fliesenleger und evtl. ein Schreiner)
Wir bieten alle Gewerke an und es klappt prima.
Wichtig ist ein lückenloser Zeitplan.
Immer treu nach dem Motto: Geht nicht - gibts nicht!
Firmen die nicht flexibel sind, werden sich in der Zukunft noch sehr wundern...
Nur gemeinsam sind wir stark. Kunden geben gerne ein paar Mark mehr aus, wenn sie sich um nichts kümmern müssen.
Bäder werden nach einem Festpreis abgerechtnet.
Und unter uns...
Alle beteiligten Firmen fahren nicht schlecht damit.
Wir haben sogar eine Putzfrau für die Endreinigung zur Hand wenn es sein muß.
Also ich kann "Alles aus einer Hand" nur jedem weiter empfehlen.
Gruß von
Richard Häusler
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Sehr geehrter Herr Uhlmann,

... Sie müssen sicher nicht, aber Sie können!

Die Möglichkeit zu vergleichen bleibt dem Kunden erhalten. Gäbe es mehrere Hand-in-Hand Kooperationen kann der Kunde sich aus dieser Auswahl seine Firma sichern.

Sicherlich kann es auch bei solchen Firmen zu Problemen kommen, warum denn auch nicht?

Jeder soll das machen was er am besten kann! Aber das ist ja genau der Sinn solcher Zusammenschlüsse. der Schreiner kann am besten schreinern, der Fliesenleger am besten Fliesen legen und der Heizungsbauer am besten Heizungen einbauen. Alle zusammen bilden einen sinnvollen Verbund von FACH-Firmen!

Das Handwerk wird ja nicht nur negativ dargestellt. Aber was nutzen löbliche Beispiele, wenn es genau so viele unlöbliche gibt (wie auch hier von frau Däschle geschildert).

Mit dem letzten Satz haben Sie absolut ins Schwarze getroffen. "Handwerker mit einer Denke zu vereinen" wird sicherlich die allergrößte Aufgabe sein.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Bender
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Ich wollte das Handwerk nicht schlecht machen, um Gottes willen, denn vom Handwerk lebe ich. Ich wollte nur Aufrütteln zu neuen Gedankengängen. Gerade das Handwerk kann doch gegenüber den grösseren Firmen flexibel und frühzeitig auf alle Veränderungen reagieren. Ich möchte nur darauf aufmerksam machen, dass gerade das Handwerk durch die Kreativität schneller von eingefahrenen Geleisen abkommen kann. Ich habe mein Posting ganz bewusst provozierend eingestellt, um diese Diskussion in Gang zu bringen.

Bei meinem Beispiel haben sich 15 Handwerksbetriebe (Innungmitglieder von uns) aus verschiedenen Gewerken die Firma Hand-in-Handwerker gegründet. Es gibt einen saftigen Strafenkatalog bis hin zum Ausschluss, wenn der Betrieb seine Vorgaben nicht einhält. Ebenso meine ich ist es wichtig, dass ein Geschäftsführer die Koordination übernimmt.

Das ist die eine Art der Kooperation. Eine andere Art der Kooperation wäre, wenn z.B. sich drei Schreinereien (Spezialisten für Fenster, Innenausbau usw.) zusammentun, um die Produktion effektiver durchzuführen. Der eine ist maschinell bestens eingerichtet für Fenster, macht den Fensterbau für alle drei, der andere Innenausbau usw.

Das weitere wäre das Thema "Haustechnik"
(Elektro, Sanitär, Heizung, Klima, Klempner)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Gerade beim Hausbau ist die Koordinierung der Handwerker ein fast unlösbares Problem!

Manche sind zuverlässig und halten ihren Zeitplan ein - anderen können die tagelang hinterher telefonieren, Faxe schreiben...wird alles erfolgreich ignoriert. Das Schreiben eines Angebots unterliegt offenbar der nackten Willkür, nachvollziehbare Gründe warum der Kunde keines bekommt lasse sich nicht finden - außer vielleicht der Ablage im runden Ordner P.

Wobei die Abstimmung der einzelnen Gewerke ja schon die höheren Weihen sind - in manchen Firmen klappt nicht mal der Kommunikationsfluß innerhalb des Ladens.

Gerade bei Sonderwünschen gebärden sich einige Handwerker als hätte man ihnen ein unsittliches Angebot unterbreitet....

Das Dienstleistung und Kundenorientierung von den Auftraggebern erwartet wird, hat sich noch nicht überall herumgesprochen. Leider.

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Jeder neue Weg hat seinen Chancen, die wir nutzen sollte! Obgleich das Motto : "Alles aus einer Hand!" -so neu gar nicht ist.
Es bietet viele Chancen, wenn alle im Vernund Ihr eigenes Unternehmen gründlich durchforstet haben und die Organisation reibungslos läuft ( zu Zeit ist das bei vielen Unternehmen- nicht nur bei Handwerkern, reines Wunschdenken!), dann kommt es noch auf die Qualität der Ausführung und des verwendeten Materials an - und ich kann es hier nicht oft genug betonen - nicht das, was Sie lieber Handwerker als Qualität verstehen, ist Qualität, sondern einzig und allein, was der Kunde darunter versteht - da treffen oft Welten aufeinander!Auch wenn wir es nicht wahr haben wollen!
Deshalb ist die größte Gefahr für dieses Thema ein Unternehmen im "Verbund", das die Kunden nicht zufriedenstellt - damit fallen alle anderen Handwerker mit!
Die Notwendigkeit für einen gemeinsamen Geschäftsführer sehe ich allerdings nicht, eher halte ich ihn für kontraproduktiv und zu teuer! Das eigene Büro leistet dies besser, schneller und vor allem zuverlässiger und billiger!
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Herr Helmrich,

ich stimme Ihnen voll und ganz zu.
Gruss
Uhlmann :-)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Alles aus einer Hand und ist schwer im Kommen.
Es wird sogar von den Kunden immer mehr gewünscht, auf einer Baustelle einen reibungslosen Ablauf zu garantieren.
Wer es als Firmenchef nicht schafft 3-4 Handwerker unter einen Hut zu bringen, hat meiner Meinung nach versagt und sollte lieber Zeitungen austragen.
Falls sich wirklich einer in diesem Handwerkerverbund als unzuverlässig herausstellt, wird einfach ausgewechselt.

Nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen...

Der Kunde schafft an (denn er zahlt ja auch)
und wenn er einen beleuchteten Klodeckel will, dann soll er ihn auch haben.
Wir fahren sehr gut mit "Alles aus einer Hand und werden diesen Zweig auch noch weiter ausbauen.
In Zukunft werden wir eine erweiterte Liste für alle Probleme anlegen, sei es Tankreinigung bis hin zum Terassenbau.
Immer noch gilt:
Geht nicht - gibts nicht.
Gruß von
Richard Häusler
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Unsere Erfahrungen:
Wir sind ein kleiner Handwerksbetrieb und bieten alles für die Haustechnik aus einer Hand an:
Heizung, Lüftung, Solar, Sanitär, Elektro... Und zwar Beratung, Projektierung, Montage.
Unser Betrieb: 1 Ingenieur, 2 Meister, 2 Monteure!
Unser Arbeitsbereich: speziell Passivhäuser, 3-l-Häuser.
Und wir stellen fest, dass unser Konzept sehr gut ankommt. Wer uns einmal "probiert" hat, ist begeistert.
Wir lehnen es ab, unsere Zeit sinnlos mit Leistungsverzeichnissen zu vertrödeln. Da landet doch nur wertvolle Arbeit im Papierkorb.
Wir machen ein Angebot, und bekommen den Auftrag. Meistens.
Viele Grüße
R. Stuber
SolarBau GmbH
www.solarbau-waldburg.de

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