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Forum Haustechnik: SHK sanitaerbund.de Archiv

Thema: Gesundheitsreform

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Lörrach's Kreishandwerksmeister fragt sich:
"Wem können wir noch glauben?"

Es ist erst eine kurze Zeit vergangen, dass uns mit grossen Worten versprochen wurde: Wir senken die Lohnnebenkosten. Eine Hoffnung auf
die das Handwerk schon seit vielen Jahren wartet. Seit dem 1. Juli 2001 sind aber all die guten Ansätze zunichte gemacht. Die Versprechungen zerplatzen wie eine Seifenblase unter dem Einfluss der täglichen Realität.

Die gesetzlichen Krankenversicherungen in Baden-Württemberg haben die Beiträge zum 1. Juli 2001 massiv angehoben und damit steigen die Lohnnebenkosten automatisch. Frage ich mich nach den Ursachen, so finde ich viele Ungereimtheiten, die im krassen Gegensatz zu den Aussagen der politisch Verantwortlichen stehen. Erlauben Sie mir nachstehend folgende Überlegungen zu dieser unerfreulichen Situation.

Ausgangslage 1995

a) Einführung von Wettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung
b) Einführung des Risikostrukturausgleiches mit dem Ziel, für alle Kassen die gleichen Startvoraussetzungen durch die angestrebte Nivellierung der Beitragssätze zu schaffen.

Situation heute

a) Ehemals finanziell gesunde Kassen sind nach nur 5 Jahren ebenfalls
an der Grenze ihrer finanziellen Leistung angelangt.

b) Im Wettbewerb wird der solidarische Grundgedanke auf den Kopf gestellt. Der Kampf geht um gesunde junge Mitglieder. Die wettbewerbliche Erpressbarkeit der Kassen nimmt zu.

c) Durch die Wettbewerbssituation werden wertvolle Beitragsmittel verschwendet.

d) Auf breiter Ebene sind Beitragserhöhungen zu beobachten. Die gesetzlichen Krankenkassen sitzen auf einem riesigen Schuldenberg, den die zahlenden Mitglieder irgendwann abbauen müssen.

Wo liegen die Ursachen für diese Entwicklung?

a) Drastisch gestiegene Leistungsausgaben; nämlich im ersten Quartal 2001 bis 6 Prozent

b) Das Gesetz zur Ablösung des Arzneimittelbudgets führte schon im ersten Quartal 2001 zu Ausgabensteigerungen von über 12 Prozent.

c) Die Schieflage des Risiko-Strukturausgleiches verzerrt den
Wettbewerb. Er ist nicht gerecht. Er ist nicht transparent. Er ist
nicht planbar.

d) Der West-Ost-Finanzierungsausgleich führt zu einer Überkompensation der Ost-Kassen. Zum Vergleich: Abgesenkter Beitragssatz der AOK Sachsen auf 13,4 %.

e) Die Konsolidierung des Bundeshaushaltes geht zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Sanierung öffentlicher Haushalte geschieht beispielsweise durch

- das Absenken der Sozialabgaben bei Langzeitarbeitslosen
- die Neuregelung bei den EU/BU-Renten
- verminderte Einnahmen in der GKV als Folge der Rentenreform
(Absenken der Rentenniveaus, Beitragsausfälle durch die sogn.
Förderrente).

Die Folge: sinkende Einnahmen bei den Gesetzlichen Krankenkassen.

f) Die reduzierten Beiträge für Bezieher von Arbeitslosenhilfe kosten die Kassen jährlich mehr als 1 Milliarde DM.


Wo liegen die Probleme?

a) Der Bundesfinanzminister stopft seine Finanzlöcher auf Kosten der Versicherten.

b) Die politisch Verantwortlichen verbreiten Ratlosigkeit und Konzeptlosigkeit.

Was dringend von Nöten wäre: die lang versprochene Neuordnung unseres Sozialsystems systematisch durchzusetzen. Hierzu gehört aber Mut, Reformwillen, auch Verantwortung für die nachwachsende Generation. Nur durch eine solche Neuordnung kann unser Sozialsystem bezahlbar bleiben. Für mich könnte eine Reform wie folgt aussehen:

a) Weg vom Wettbewerb. Die gesetzlichen Krankenkassen sind keine gewinnorientierten Wirschaftsunternehmen

b) Eine sozialverträgliche einheitliche Grundversorgung mit möglichst einheitlichem Beitragssatz auf Bundesebene.

c) Der Arbeitgeber-Beitrag sollte mit dem Entgelt an den Arbeitnehmer ausbezahlt, der steuerliche Grundfreibetrag entsprechend angehoben werden.

d) Der Arbeitnehmer zahlt einen entsprechend dem gesetzlich vorgeschriebenen Leistungsumfang kalkulierten einheitlichen Beitrag je versicherte Person. Je nach Familienstand kann eine Rückerstattung über das Steuertransfersystem des Staates erfolgen.

e) Erstattung von Leistungen erfolgen durch die Krankenversicherung auf dem Wege der Kostenerstattung unter Berücksichtigung entsprechender Eigenbeteiligung oder Selbstbehalte.

f) Der Aufbau des ostdeutschen Gesundheitswesens ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und sollte deshalb mit Steuern finanziert werden.

Das Ziel dieser Reformgedanken ist mit Sicherheit eine sozial gerechtere Verwendung der Beiträge. Einen weiteren grossen Vorteil sehe ich durch die gezielte Stärkung der Eigen- und Mitverantwortung der Patienten sowie Förderung der Prävention.

In den letzten Tagen haben mich empörte Kommentare meiner Handwerkskollegen zu den Beitragserhöhungen erreicht, die ich hier nicht wiedergeben möchte.

Ich kann nur feststellen, das Mass ist voll. Die Politiker aller Parteien sind aufgefordert ihrem Auftrag gerecht zu werden. Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden. Mut zu beweisen und die längst überfällige Sozialreform in parteiübergreifender Zusammenarbeit auf den Weg zu bringen.
gez. Gerhard Lorenz
Kreishandwerksmeister
Lörrach, den 9. Juli 2001

















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Nur zwei Punkte zum Thema!
Wieso kein Lichtbild in jeden Ausweiß?
Ist es Schlamperei der Kassen oder einfach zu bequem !!
Jeder sollte nach einem Arzt Besuch mit Unterschrift Quittieren und von der Kasse einen Durchschlag der Rechnung bekommen. Dadurch entsteht eine gegenseitige Kontrolle.
Es weiß doch gar keiner mehr was überhaupt los ist, oder abgerechnet wird.
Da wird doch einfach auf gut glauben gearbeitet. Ich bin davon Überzeugt das allein durch solch eine Maßnahme einiges an Kosten eingespart würde.

Sämtliche Fremdleistungen müßen sofort gestrichen werden, es kann doch nicht sein das daß Geld der zahlenden Mitglieder für Leute verwendet wird die noch nie im Leben einen Pfennig dort eingezahlt haben.
Die Arbeitgeber und Arbeitnehmer werden hier doch für Dumm verkauft.

Mfg.

A. Barthenheier

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zu beheben:
1.) Müßten alle Kosten aus der Krankenkasse, aber auch aus der LVA und des Arbeitsamtes, raus, die mit Verkehr- und Arbeits - Unfällen und Berufskrankheiten zusammenhängen, denn dafür zahlen wir ja gesondert Beiträge!
Allein bei Verkehrsunfällen sind das über 1 Mrd. bei den Krankenkassen, ca. 1 Mrd. bei der LVA und ungefähr 4 Mrd. bei der Bundesanstalt für Arbeit, oder 3% Beitrag!
Berufskrankheiten: von 1 Million werden 60.000 anerkannt den rest zahlt die AOK und LVA, da diese Menschen ja krank sind!

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2.) Muß die Krankenkasse wirklich für Unfälle bei Extremsportarten zahlen und dann auch noch für grobe Fahrlässigkeit ? Ich denke hier zum Beispiel an die Snowboarder und Skifahrer, die auf, wegen Lavinengefahr, abgesperrten Pisten fahren!
3.) Ist meiner Meinung nach Familienförderung eine gute Sache, gehört aber auch in den Steuerhaushalt und nicht in die Beiträge einiger weniger Beitragszahler.
Zumal dies in höchsten Maße ungerecht gegenüber den Geschiedenen und Älteren ist, die ihren "Beitrag" schon geleistet haben.
4.) Ist es nicht sinnvoll, wenn man Menschen, die länger krank sind zu einem Spezialisten schickt - der ist zwar teurer, aber dafür oft wirkungsvoller und spart somit Kosten!
5.) Muß jedes Krankenkassengebäude der größte und edelste Marmor- und Granitpalast sein? - Wohl kaum!

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Sehe ich genauso Herr Helmrich! Ich fahre seit Jahren sehr viel Ski. Da ich mir der risiken bewusst bin, habe ich mich zusätzlich über eine Versdicherung abgesichert. Dies sollte als "Sonderleistung" jedem Extremsportler abverlangt werden und nicht zu Lasten der allgemeinen Beiträge gehen. Für eine gute Ausrüstung ist man auch bereit viel geld hinzublättern.
Grüße
Hansi

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Muß die Krankenkasse wirklich für Unfälle bei Extremsportarten zahlen und dann auch noch für grobe Fahrlässigkeit ?

(Die meisten Unfälle passieren bei "ungefährlichen" Sportarten wie z.B. Fußball!

Aber wie sieht es mit anderen "extrem Unvernünftigen" aus: Menschen, die trotz Raucherbein rauchen, Übergewichtige mit Diabetes und Herzinfarktrisiko, Bewegungsmuffel mit Thromboseverdacht etc.?

Wenn wir über Risikozuschläge oder Ausklauseln von Risiken diskutieren, müssen ALLE Risiken auf den Tisch!)

3.) Ist meiner Meinung nach Familienförderung eine gute Sache, gehört aber auch in den Steuerhaushalt und nicht in die Beiträge einiger weniger Beitragszahler.

(Die sog. Familienversicherung wurde auf eine reine Mitversicherung der Kinder beschränkt d.h. heute sind nicht berufstätige Frauen, auch Mütter beitragspflichtig.)

Zumal dies in höchsten Maße ungerecht gegenüber den Geschiedenen und Älteren ist, die ihren "Beitrag" schon geleistet haben.

(Lt. vorliegenden Statistiken verursachen ältere Menschen sehr viel höhere KK-Kosten als jüngere und das bei ständig steigender Lebenserwartung und drastischer, noch wachsender Überalterung.)


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Mein 4-jähriger Sohn bedarf wegen einer massiven Sprachentwicklungsstörung logopädischer Behandlung. Lt. neuer Heilmittelverordnung gibt es nur noch 20 Logopädiestunden nach Rezept. Dann muß der kleine Kerle jeweils nach 6 (!) Sitzungen eine umfangreiche Diagnostik über sich ergehen lassen sowohl die Ärztin als die Logopädin müssen epische Formulare ausfüllen und Berichte schreiben mit denen ich dann bei der Krankenkasse wg. Einzelfallgenehmigung vorstellig werden muß.

Patientenorientiere Lösung? Wohl kaum. Verbesserte Therapie? Nein. Kostenersparnis? Nein.
Aber: AMB-Maßnahme für das KK-Personal bzw. Argument für weiteren Personalausbau? Ja. Weiteres Beispiel einer verfehlten, unsinnigen Gesundheitspolitik? Ja.

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ja nicht darum, für alles eine eigene Versicherung zu schaffen, und schon gar nicht den Sport als solchen auszuklammer, da er ja auch für die Gesundheit sehr wichtig ist. Es geht vielmehr darum, dass man für grobe Fahrlässigkeit und Extreme keine Haftung übernimmt und diese extra versichern muß. Ähnlich sehe ich dies beim Fußball, als Breitensport ok, aber sobald es in den Leistungs- und Berufssport übergeht - ist es was anderes!
Thema Familie: Wenn ein lediger Beiträge bezahlt, ist eine Person versichert und erhält dafür Leistungen. Bei einer Familie erhalten zwei bis vier Personen Leistungen für einen Beitrag - das ist aber eine allgemein gewollte - zurecht!- Leistung, die man nicht von den Beiträgen, sondern vom Steuerhaushalt zahlen sollte.

Thema ältere Menschen und nehmen wir gleich die chronisch Kranken dazu: Das ist eine der schönsten Aureden der gesetzlichen Krankenkassen- und keiner merkt den "Schwindel", den diese Personengruppen haben andere Kassen auch, nur weniger in der Anzahl, weil sie auch weniger Mitglieder haben!

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Es geht vielmehr darum, dass man für grobe Fahrlässigkeit und Extreme keine Haftung übernimmt und diese extra versichern muß.

(Für grob fahrlässig halte ich z.B. das chronischen Ulcus cruris bei extremen Rauchern oder völlig undisziplinierte Diabetiker.)

Ähnlich sehe ich dies beim Fußball, als Breitensport ok,

(Gerade bei den Freizeitkickern passieren viele Unfälle! z.T. keine Kondiktion, Alkoholeinfluß etc.)

aber sobald es in den Leistungs- und Berufssport übergeht - ist es was anderes!

(Dafür kommt die gesetzl. KK nicht auf!)

Thema Familie: Wenn ein lediger Beiträge bezahlt, ist eine Person versichert und erhält dafür Leistungen. Bei einer Familie erhalten zwei bis vier Personen Leistungen für einen Beitrag - das ist aber eine allgemein gewollte - zurecht!- Leistung, die man nicht von den Beiträgen, sondern vom Steuerhaushalt zahlen sollte.

(Ist das Solidarprinzip bekannt? WER zahlt denn Krankenkassenbeiträge zum Erhalt des Systems, wenn besagte Ledige das Rentenalter erreicht haben? Doch wohl die jetzigen Kinder!)

Thema ältere Menschen und nehmen wir gleich die chronisch Kranken dazu: Das ist eine der schönsten Aureden der gesetzlichen Krankenkassen- und keiner merkt den "Schwindel", den diese Personengruppen haben andere Kassen auch, nur weniger in der Anzahl, weil sie auch weniger Mitglieder haben!

(Nein, private Kassen können sich ihre Kunden aussuchen bzw. mit steigendem Alter steigen die Beiträge, Frauen zahlen mehr als Männer etc..
Das Prinzip der Solidargemeinschaft bzw. des Generationenvertrags funktioniert nur unter gewissen Bedingungen - und das wird von vielen einfach geleugnet. Alle vorgenommen, jetzigen Änderungen sind nichts als Camouflage - verdeckende Kosmetik!)

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...läuft vieles schief.
Es würde die Festplatte des Servers sprengen wemm man alle Mißstände in Deutschland niederschreiben würde.

Nach dem Motto: Erst mal ich, dann lange nix.
Natürlich gibt es die Krankenkassenkarte die von Hand zu Hand gereicht wird. Gerade bei illegal Beschäftigten ist eine Krankenkassenkarte sehr gefragt. Die Idee mit dem Lichtbild auf der Computerkarte würde sicherlich sehr viele Kosten sparen.
Vorausgestzt die Sprechstundenhilfe macht sich die Mühe das Foto anzusehen.
Interessanter wäre es , wenn wirklich alle Medikamente genommen werden würden, die man verschrieben bekommt.
Wieviele Millionen Pillen liegen Jahre im Med. Schrank?
Irgendwann werden sie dann weggeschmissen.
Für diese Pillen Einsparung hat aber jeder selbtst zu sorgen.
Wie wäre es das nächste Mal mit Nachdenken? Brauche ich wirklich 3 verschiedene Hustensäfte?
Dies und das Schmerzmittel usw.
Trotz alle dem, ich glaube in Deutschland geht es uns allen immer noch sehr gut, sonst kämen ja nicht so viele auf die Idee sich in Deutschland niederzulassen.
Es gibt sehr viele Menschen, die von solch einem Gesundheitsstaat wie Deutschland nur träumen können...
In diesem Sinne
Gruß von Richard Häusler





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Sehr geehrte Frau Lembens-Dapper, Sie geben mir die Möglichkeit etwas, was mich schon lange in der Diskussion ärgert los zu werden.

Ich bin Alleinstehend ohne Kinder, zahle die höchsten Steuersätze, brauche keinen Kindergarten, keine Schule und kein Schwimmbad usw.. Es ist jedoch selbstverständlich, dass ich hier durch meine Steuern meinen Beitrag leiste.
Ebenso zahle ich mit meinen Rentenabgaben auch die heutigen Rentner. Meinen Sie nicht, dass die Alleinstehenden ihren Beitrag fürdie Gesellschaft zu genüge leisten?

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ich kann Ihre Empörung verstehen. Wenn Sie Lust haben, können Sie sich rein interessehalber mal das STERN-Forum (www.stern.de/foren)Familien vs. Kinderlose ansehen, da gehen die Emotionen auf beiden Seiten richtig hoch.

Nach meiner Meinung wird jetzt seitens der Politiker versucht, die Kinderlosen gegen die Kinderhabenden auszuspielen um von jahrzehntelangen Fehlentscheidungen abzulenken. Der Geburtenrückgang (sog. Pillenknick) ist seit Ende der 60iger Jahre bekannt, wurde aber bisher von der Politik glorreich verdrängt. Auch eine Erhöhung des Kindergelds wird niemanden dazu bringen, sich Kinder anzuschaffen, denn leider sind in Deutschland Kinder nicht gesellschaftskompatibel (in Dänemark z.B. sind Kinder Normalität, hier in Wiesbaden sollte der Kurpark zur kinderfreien Zone erklärt werden.....)Das Problem wird sich also nicht durch einen kommenden Babyboom lösen.

Fakt ist, daß unsere Sozialversicherungssysteme keine Versicherungen im eigentlichen Sinne darstellen sondern ein Schneeballsystem, das nur funktioniert, wenn genügend "Neue" zahlen d.h. aufgrund der heutigen Zahlen und auch der demoskopischen Voraussagen fahren wir gerade alle mit Vollgas gegen die Wand. Ihre jetzt gezahlten hohen Rentenversicherungsbeiträge sind bis zu Ihrem Renteneintritt leider schon längst ausgegeben d.h. die Rentenfinanzierung - und nicht nur diese - müßte auf komplett andere Beine gestellt werden.

Liebe Grüße




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Hallo Frau Lembens-Dapper, danke für den Tipp. Ich werde mir das Stern-Forum mal ansehen. Ich sehe alles nicht so eng, kann aber manchmal die Dinge nicht unwidersprochen lassen.

Ich bin mit unserem Kreishandwerksmeister der Meinung, dass wirklich eine Gesundheitsreform nötig ist und stehe voll hinter seiner Pressemitteilung. Ich meine, das Handwerk in seiner ganzen Vielfältigkeit könnte mehr erreichen, wenn es mal Geschlossenheit gerade bei solchen Themen zeigen würde. Ein kleiner Anfang ist gemacht. Diese Pressemitteilung haben auch Kollegen von mir ihren Abgeordneten zugeleitet. Das Handwerk als grösster Arbeitgeber und Ausbilder Deutschlands muss mehr Gehör finden. Man möge sich mal unsere Wirtschaft ohne die Handwerksbetriebe vorstellen (Arbeitsplätze usw.)

Mein Engagement geht dahin, zu versuchen
wenigstens in unserem Landkreis

die Handwerksunternehmer zu bewegen, Geschlossenheit und Stärke zu zeigen (durch Anwesenheit bei Veranstaltungen, uns ihre Probleme vorzutragen usw.)

unsere Betriebe auf die neuen Wege (Änderung von der Industriegesellschaft zur Dienstleistungs- und Kommunikationsgesellschaft) hinzuweisen und Möglichkeiten aufzuzeigen

der Bevölkerung die Wichtigkeit des Handwerks für die Gesellschaft klar zu machen

Für mich sind im Moment die drei wichtigsten Themen:

Dienstleistung im Handwerk (emotiale Kompetenz)

Kreditrating

Politische Interessensvertretung für das Handwerk
(P.S. ich gehöre keiner Partei an)
Schauen Sie mal rein bei http://www.kreishandwerkerschaft.de...
bei Aktuell




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(Für grob fahrlässig halte ich z.B. das chronischen Ulcus cruris bei extremen Rauchern oder völlig undisziplinierte Diabetiker.)

Gerade das ist doch eines der besten Beispiele - der Staat hat die Tabaksteuer als drittstärkste Einnahmequelle zu verbuchen- warum dann nicht einen Teil davon zur Entlastung der Krankenkassen? Ach ja, machst Du alles was der Arzt sagt? - Wenn ich das getan hätte, wäre ich schon mit Medikamentenvergiftung im Klinikum oder sonst wo? Manchmal ist es besser sich zu informieren oder schlicht so zu leben wie man möchte- auch Ärzte wissen längst nicht alles!

Ähnlich sehe ich dies beim Fußball, als Breitensport ok,

(Gerade bei den Freizeitkickern passieren viele Unfälle! z.T. keine Kondiktion, Alkoholeinfluß etc.) .
Fragt sich was billiger kommt ( kleiner Sportunfall oder Herzkreislaufschäden, Herzinfarkte, Schlaganfälle aufgrund Bewegungsmangels! Kosten-Nutzen- Analyse??!
aber sobald es in den Leistungs- und Berufssport übergeht - ist es was anderes!

(Dafür kommt die gesetzl. KK nicht auf!)
Irrtum ! Die sind fast alle bei der AOK, in der gesetzlichen Unfallversicherung der Berufsgenossenschaften etc. und im Winter gibts bei fast allen Arbeitslosengeld!

Thema Familie: Wenn ein lediger Beiträge bezahlt, ist eine Person versichert und erhält dafür Leistungen. Bei einer Familie erhalten zwei bis vier Personen Leistungen für einen Beitrag - das ist aber eine allgemein gewollte - zurecht!- Leistung, die man nicht von den Beiträgen, sondern vom Steuerhaushalt zahlen sollte.

(Ist das Solidarprinzip bekannt? WER zahlt denn Krankenkassenbeiträge zum Erhalt des
Systems, wenn besagte Ledige das Rentenalter erreicht haben? Doch wohl die jetzigen Kinder!)
Wieder falsch, denn auch der Rentner zahlt seine Krankenkasse selbst! Es sind nur wenige Rentner, die wirklich subventioniert werden, aber das gibt es bei jüngeren auch!
Aber selbst chronisch Kranke zahlen sich häufig selbst ( Ich würde zum Beispiel im Quartal etwa 1000 DM billiger wegkommen, wenn ich meine Rechnungen selbst und zum 3 fachen Satz ( Privatpatienten die AOK zahlt nur einfachen Satz)bezahlen würde !)
Thema ältere Menschen und nehmen wir gleich die chronisch Kranken dazu: Das ist eine der schönsten Aureden der gesetzlichen Krankenkassen- und keiner merkt den "Schwindel", den diese Personengruppen haben andere Kassen auch, nur weniger in der Anzahl, weil sie auch weniger Mitglieder haben!

(Nein, private Kassen können sich ihre Kunden aussuchen bzw. mit steigendem Alter steigen die Beiträge

Auch das stimmt nicht mehr- dafür wurde im Mai 2000 extra ein Gesetz geschaffen, was eine Ansparung dieser Beträge verpflichtet und Beitragsstabilität gewährleistet!

, Frauen zahlen mehr als Männer etc.. Das Prinzip der Solidargemeinschaft bzw. des Generationenvertrags funktioniert nur unter
gewissen Bedingungen .

Fragt sich, ob wir eine Solidargemeinschaft aller haben wollen, oder eine gerechte Lösung mit solidarischem Handeln. Ich denke letztere Lösung ist sinnvoller und gerechter!

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