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Forum Haustechnik: SHK sanitaerbund.de Archiv

Thema: Anruf der ARD-RATGEBER Technik Redaktion

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Gast

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Hallo Solarfreunde,
heute habe ich einen interessanten Anruf der Redaktion "RATGEBER TECHNIK"
der ARD erhalten.
Die ARD hatte in der letzten "Ratgeber Technik" - Sendung am 28.01.2001
ebenfalls nicht differenziert genug die wirtschaftlichen Möglichkeiten einer
thermischen Solaranlage dargestellt, worüber ich die Redaktion
"Ratgeber-Technik" per FAX informiert habe. Letztendlich ist die Ratgeber
Redaktion eine objektive Verbraucher-Organsation.
Die Redaktion schickt mir in den nächsten Tagen ein Manuskript einer älteren
RATGEBER-Sendung zu, wo explizit das Fazit aufgestellt wird, daß sich der
Einsatz einer thermischen Solaranlage mit 6qm - Kollektor zur
Trinkwassererwärmung definitiv nicht amortisiert. Das wird man dann auf
meiner Homepage unter www.rh26.de... --> Solartechnik nachlesen können.

In diesem Zusammenhang wollte die Redaktion ebenfalls informationen darüber
bekommen, warum die Solar-Na-Klar-Aktion einen Film des NDR zu
Marketingzwecken benutzt. Man wollte genauere Informationen über den am
14.03.2000 auf NDR3 gelaufenen Film "Wärme, die aus der Sonne kommt", da man
diesen Film im ARCHIV beim NDR nicht gefunden hat. Nachdem ich Redakteur und
Autor nennen konnte, schien die Sache beim NDR klar zu sein. Näheres wollte
man mir dazu nicht sagen. Es scheint hier wohl einiges nicht mit dem NDR
abgestimmt zu sein...

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Gast

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Hallo Herr Hoffmann,

Ihre Differenzierheit bezüglich der Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen ist leider
auch nicht gegeben. Entweder haben Sie
nicht das Fachwissen für eine Wirtschaftlich-
keitsbetrachtung in diesem Bereich oder Sie
wollen es einfach nicht anwenden.

Bereits in früheren Dialogen habe ich Ihnen
versucht zu verdeutlichen, dass Ihre Darstellungen zum Thema Wirtschaftlichkeit
die sogenannten externen Kosten fossiler
Energieträger wie Schäden durch Treibhauseffekt, Waldsterben, Umweltschäden bei Transport usw
schäden, nicht berücksichtigt.

Diese Kosten werden in Ihren Betrachtungen
einfach vom Einzelnen auf die Solidargemeinschaft verlagert.

Vielleicht lesen Sie mal die Veröffentlichung des Bundeamtes für Konjunkturfragen, Schweiz Bern 1994 " Externe Kosten und kalkulatorische Energiepreiszuschläge im
Strom- und Wärmebereich. Vielleicht werden
Ihnen dann verschiedene Zusammenhänge
klarer und Sie bekommen dann vielleicht
selbst dahinter, dass Ihre Form der Wirtschaftlichkeitsberechnung einfach falsch
ist.

In einigen Schweizer Kantonen z.B werden
öffentliche Aufträge nur noch unter der
Berücksichtigung externer Kosten vergeben.
Dadurch werden viele regenerative Energie-
versorgungstechniken gegenüber den konventionellen wirtschaftlich. Glauben Sie dass die dort Verantwortlichen, auch alle keine Ahnung von Wirtschaftlichkeits-
berechnungen haben ?

Haben Sie eigentlich keine Skrupel, individuell
verursachte Kosten (externe Kosten) bei der
Nutzung fossiler Energieträger auf die Solidar-
gemeinschaft zu verlagern und dies dann als
Wirtschaftlichkeit fossiler Energieträger gegenüber regenerativen Energietechniken
wie der Solartechnik zu verkaufen.


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Gast

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Hallo Herr Hoffmann,

sollten Sie eine Einladung von ARD-RATGEBER-TECHNIK zur Darstellung Ihrer
Erfahrungen mit Solaranlagen bekommen, dann ist es wohl sinnvoll, dass auch der "anderen, pro-Solarseite" eine Möglichkeit bei ARD-RATGEBER-TECHNIK gegeben wird GLEICHZEITIG über Erfahrungen zu berichten.
Vielleicht können Sie ja bei D-RATGEBER-TECHNIK in diesem Sinn - da Sie ja objektiv von Ihren "schlechten" Erfahrungen berichten - objektiv darauf
hinwirken. Es wird in der Solarbranche ausreichend Experten geben - vielleicht in dieser Runde - das "Duell" aufzunehmen.

Grüsse

Christian Kay

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Gast

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Ihr vermeintliches Wunschdenken von Solidargemeinschaft im Solarbereich ist für mich nicht nachvollziehbar...Warum wird auf diese "ganz tolle Solidargemeinschaft" nicht auch Bezug genommen, wenn die Solaranlagen an den Mann gebracht werden sollen...Immer erst, wenn man die Wirtschaftlichkeit hinterfragt...kommen Sie mit Ihrer Solidargemeinschaft...Ich habe noch keine Solarwerbung gesehen, die diese "Solidargemeinschaft" als Verkaufsargument eingesetzt hat...
Ich sage es nocheinmal:
Auch ein Privathaushalt ist ein Wirtschaftsunternehmen, was fininziell kalkulieren muß, und kann sich für eine vermeintliche Solidargemeinschaft leider nichts kaufen...und alleine kann man den C02-Ausstoss leider auch nicht entscheidend verringern...Grundsätzlich sind Ihre Ansichten lobenswert und auch menschlich 100%ig einwandfrei...Nur wenn alle Menschen es genau so sehen würden, hätte Ihr Idealismus auch Erfolg...und das ist leider nicht der Fall...und wenn nur einer dagegen handelt, fällt ihr ganzes Kartenhaus in sich zusammen...aber wir haben bereits genug diskutiert...ich akzeptiere Ihre Einstellung 100%ig...und akzeptieren Sie bitte auch meine...ich bin von zu vielen Menschen bereits enttäuscht worden und besonders von denjenigen, denen ich am meisten Vertraut habe...insofern bin ich ein gebranntes Kind...Sie können froh sein, nicht die gleichen Erfahrungen gemacht zu haben...

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Gast

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Sehr geehrter Herr Kay,
genau wie ich, turnen Sie wohl auch in mehreren Solar-Foren herum...
Von einem Fernsehauftritt kann keine Rede sein.
Ich hatte lediglich mitgeteilt, daß der ARD-RATGEBER einen Sendebericht erstellen wird, über die Solartechnik und der Werbung der Hersteller und der Anbieter...mehr nicht...ob ich persönlich dazu eingeladen werde steht überhaupt nicht zur Diskussion. Ich finde es auf jeden Fall begrüssenswert, daß endlich mal ein öffentlich, angesehenes Medium den Sinn einer Aufklärung im Solarbereich erkannt hat und einem breiten Publikum zugänglich macht. Ich bin sicher, es wird wieder heftige Diskussionen auslösen, die hoffentlich sehr konstruktiv sein werden und dafür sorgen werden, daß endlich (nicht nur)mein Verständnis von "solarer Wirtschaftlichkeit" umgesetzt wird und Druck auf die Solarbranche ausgeübt wird. Denn es könnte sein, daß nach dieser Sendung kaum noch Solaranlagen verkauft werden...Der erste Schritt müßte sein, daß der VideoFilm von Solar-Na-Klar endlich zurückgezogen wird und nicht weiter an potentielle Solarkunden verkauft wird...da auch in diesem Film (im Sinne von Herrn Sagawe) nichts von "solarer Solidargemeinschaft" erwähnt wird...sondern nur die angebliche Wirtschaftlichkeit und solare Ertragszahlen schöngeredet werden...

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Gast

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Hallo Herr Hoffmann,

warum weichen Sie der fachlichen Diskussion zum Thema Wirtschaftlichkeit immer wieder.

Warum beschäftigen Sie sich nicht mal mit
dem Thema externe Kosten verschiedener
Energieträger ersthaft. Machen Sie doch
mal eine dynamische Wirtschaftlichkeits-
berechnung unter Berücksichtigung der
externen Kosten. Ich stelle Ihnen die
externen Kosten für die einzelnen Energie-
träger in Pf/KWh gerne zur Verfügung.

Wir können diese externen Kosten doch nicht
einfach weg diskutieren. Diese Kosten fallen
doch an und werden von der Allgemeinheit
(Bund/Länder) über die Steuereinkünfte
bezahlt. Um nun Energieträger unter Gesichtspunkten der Wirtschaftlichkeit
vergleichen zu können, müssen doch vom
jeweiligen Energieträger verursachten Kosten
berücksichtigt werden. Dies hat doch nicht
mit Idealismus zu tun sondern mit korrekter
Ermittlung von Kosten für den jeweiligen
Energieträger.

Nun noch eine allgemeine Anmerkung:

Wenn Sie Beiträge ins Forum stellen, nehme
ich mir das Recht als Moderator darauf zu
antworten. Wann genug diskutiert worden
ist, entscheiden nicht Sie. Solange Sie Ihre
Meinung über das Forum veröffentlichen,
müssen Sie mir gestatten auch darauf
antworten zu dürfen.



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Gast

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Sorry, Herr Sagawe, aber sind Sie wirklich so naiv zu glauben, daß man durch ein ökologisches Bewußtsein Steuern sparen könnte:
Angenommen:
Man könnte von jetzt auf gleich das Benzinauto gegen das umweltfreundliche Brennstoffzellenauto austauschen und dadurch die Umwelt stärker entlasten...glauben Sie wirklich, daß der Staat durch die weniger Einnahmen von Mineralölsteuer diese weniger Einnahmen durch Erhöhung anderer Steuern nicht wieder kompensieren würde...
Zugegeben...die Umwelt würde nachhaltig entlastet werden...aber auch nur, wenn nahezu alle mitmachen würde...der einzelne ansich kann letztlich sein eigenes Gewissen beruhigen, aber auch mit der Gewissheit, daß er alleine letztendlich nix bewegen kann. Dem potentiellen Solarkunden wird immer vorgeschrieben ökologisch zu denken und die Solartechnik einzusetzen, obwohl die Hersteller vorher in der Kette auftauchen und im Grunde dort schon bessere Anlage gebaut werden müßten, wo das ökologische U N D ökonomische Verhältnis besser zu einander passt...aber wie gesagt...wir diskutieren hier wieder und drehen uns im Kreis: Sie haben ihren Standpunkt (der ist auch O.K.) und ich habe meinen Standpunkt( der ist, glaube ich, auch O.K.)...schaun wir mal, was der ARD-RATGEBER berichten wird...das wird mit Sicherheit wieder heftig für Diskussionsstoff sorgen...da bin ich sicher...

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Gast

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Liebe Solarfreunde,
es ist immer wieder verwunderlich mit welcher Ernergie darüber gestritten wird, was ist sinnvoll und was nicht. Gibt es nicht genügend funktionierende Solaranlagen, zufriedene Solarnutzer und wirtschaftlich betriebene Anlagen.
Anhand der hier geführten Diskussionen läßt sich doch nur der Schluß ziehen: verkaufen, verkaufen und nochmal´s verkaufen. Ob der Kunde es will oder nicht.
Beratung und Bedarfsanalyse steht weit hinten an und ist dann verwundert, wenn es Kritiken gibt. Dazu kommt auch noch ein unerschütterlicher Glaube mit ein paar Kollektoren am Dach die Energieprobleme lösen zu können und dabei andere auch sinnvolle Techniken zu vergessen, bzw. zu ignorieren. Den Nutzern werden die tollsten Prospektweisheiten auf den Tisch geknallt, bis er glaubt die Heizung mit Solaranlage funktioniert auch noch bei tiefster Dunkelheit.
Um keine Missverständnisse zu erzeugen, Solartechnik ist eine wunderbare Erfindung, aber nur bei richtiger und seriöser Anwendung.
Krebsleiden werden auch nicht mit handauflegen geheilt.

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Gast

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Sehr geehrter Herr Boegelein,

derzeit wird bei der Verfügbarkeit fossiler
Energieträger von folgenden Verfügbarkeits-
räumen ausgegangen:

Erdöl ca. 43 Jahre

Erdgas ca. 66 Jahre

Kohle ca. 150 Jahre

Uran ca. 130 Jahre

Zwischen 1900 und 2000 verzeichnen wir
weltweit einen Temperaturanstieg von ca.0,7°C. Europaweit von ca. 0,9°C.
Verursacht zu 60% durch den Menschen.

Sodaß es einfach zwingend ist, schnellst
möglicht zu einer regenerativen Energie-
versorgung zu kommen.

Wenn wir uns dann noch überlegen, dass
unser Planet rund 50 Millionen kWh Sonnenenergie pro Sekunde erhält (150
Millionen grosse Kraftwerke), haben wir
dann ein Energieproblem ? 0,005 Prozent der
jährlich zufliessenden Sonnenenergie reicht
aus, um den gesamten Energiebedarf der
Erde zu decken.

Sicherlich können wir mit ein paar Kollektoren
nicht unsere Energieprobleme lösen, aber
wir können uns mit der Sonnenenergie in Form von Biomasse,Wind, Wasserkraft, Aktive
Solarenergienutzung, Passive Sonnenenergie-
nutzung, Geothermie, Photovoltaik usw. eine
nachhaltige, zukunftsfähige Energie-
versorgung auf diesem Planeten aufbauen.
Und dies muss aus meiner Sicht sofort und
sehr schnell geschehen.


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Gast

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"Die Folgen der Klimaveränderung sind am stärksten in Entwicklungsländern zu spüren, sowohl was den Verlust von Leben betrifft als auch hinsichtlich der Folgen für Investitionen und wirtschaftliche Entwicklung."
UN-Klimaforschungsverbund IPCC, in einer Studie, die am Montag in Genf vorgestellt wurde.

Das wird nicht unsere letzte Sorge sein, wie Herr Sagawe hier eindringlich geschildert hat.
René

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Gast

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Sehr geehrter Herr Sagawe,
es ist doch lange bekannt, daß fossile Energien zu Ende gehen. In der Heizungstechnik sind wir doch schon seit längerer Zeit technisch und auch in finanzieller Hinsicht zu den Öl-und Gasheizungen echte alternativen zu bieten.
Ich habe kein Problem damit ein Gebäude mit einem solaren Deckungsanteil von 75-80% zu beheizen.
Darum verstehe ich die Diskussion nicht.

mit freundlichen Grüßen

W. Boegelein

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