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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Wie lange muß ich warten, bzw. welche Trocknungszeiten muß ich beachten, bis ich auf meinen neuen Estrichboden Fliesen kleben kann? Markus Wandra

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo
Ich bin zwar kein Eßtrichleger, soviel ich weiß ist aber eigentlich keine Lange Wartezeit vorgesehen. Bei Dünnbettabdichtungssystemen wird oft ein bis zwei Wochen gewartet, damit der Boden etwas austrocknen kann. Ansonsten, bitte nach den Angaben des Kleber Herstellers.
MFg
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Die Restfeuchte im Estrich sollte unter 5% liegen und kann durch einen Fachmann mit einem Meßgerät ermittelt werden oder es wird eine Probe aus dem Fußboden entnommen und mit einem CO-Meßgerät die Restfeuchte festgestellt. Auf keinen Fall sollten Sie pauschal nach zwei Wochen mit den Fliesenarbeiten beginnen.
Kuhnert
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Die Restfeuchte hängt von der Estrichsorte und dem vorgesehenen Belag ab.
Grenzwerte für die zulässige Restfeuchte für Zementestriche sind nach dem Stand der Technik (Feuchtewerte in CM-%):

Belag dampfdicht < 2,0 < 1,5 **)
Belag dampfdurchlässig < 2,5 < 1,0 **)

**) = bei Vorliegen einer Fußbodenheizung

Fliesenbelag zählt zu den dampfdichten Belägen. Als sind maximal 2,5% Feuchte zulässig. Bei Anhydritestrichen liegen die Werte niedriger, ich habe sie jedoch nicht im Kopf. Es sind so weit ich weiss um die 0,5% Restfeuchte zulässig.

Die Feuchtebestimmung macht man mit einem CM-Gerät, wobei "CM" für Carbid-Methode steht.

Grüße an die Fachleute - tolle, falsche Infos. :-(
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Im Absatz "Fliesenbelag zählt zu den dampfdichten Belägen. Als sind maximal 2,5% Feuchte zulässig." muss es natürlich "2,0%" statt der "2,5%" heissen. Die Zahlen in meiner (missglückten) Tabelle stimmen. Ich hatte mehrere Leerzeichen zwischen die Zahlen (ohne/mit Fußbodenheizung) eingebaut, die sind aber leider entfernt worden. Sorry!
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo
So die Werte waren mir bekannt für Teppich und PVC Beläge, laminant usw. bei verlegung von Fliesen kannt ich das so nicht. Fage wenn die Fliesen im DICKBETT verlegt werden , wie wieso funktieniert das. Die Restfeucht ist ja viel höher? Das gleich ist bei fast allen mir bekannten Fliesenlegern, dort wartet kaum einer bis zu dieser Restfeuchtigkeit.(Ist natürlich auch eine Zeitfrage) Die einzigen die wirklich darauf achten sind die Parkettleger, aus verständlichen Gründen.

MFg Bitte um persönliche Aufklärung

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Was die Fliesenleger angeht, die auch heute noch behaupten, sie wüssten nichts von ihrer Pflicht zur Feuchtemessung ... "das haben wir schon immer so gemacht" ... die haben die letzten Jahre etwas geschlafen. Ich bin hier nicht Fortbildungsbeauftragte für Fliesenleger ;-)) und kann jenen nur raten, sich mal schlau zu machen. Im Schadensfall ist der Fliesenleger nämlich dran. Fachgerechte Arbeit ist es jedenfalls nicht. Die Parkett- und Fußbodenleger haben schon ewig bei einem Verlegeuntergrund auch den Feuchtegehalt bestimmt. Mittlerweile wird auch von Fliesenlegerseite die Feuchtebestimmung als unabdingbar anerkannt. Erstaunlich ist, dass sich in den "Betonköpfen" die althergebrachte Arbeitsweise immer noch hält.
Das Dickbettverfahren ist wieder ein Spezialfall, und wann dies noch als Stand der Technik anerkannt wird, weiss ich nicht. Das Verlegen von Platten direkt in der sog. Kontaktschicht im frischen Estrich ist jedenfalls auch eine Methode, mit der der Fliesenleger keine fachgerechte Arbeit abliefert und die den Kunden zur Minderung berechtigt, selbst wenn noch gar keine Schäden vorhanden sind (schon die Erhöhte Wahrscheinlichkeit solcher Schäden reicht zum Mindern aus).
Muss es den Fliesenleger erst einmal Geld kosten? Die Auftraggeber sollten viel besser beraten werden, dann würde diese Arbeitsmethode schnell von der Fläche verschwinden. :-))
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Man unterscheidet 4 Hauptypen von Estricharten. 1) Zementestrich, Restfeuchte vor Verlegung 2 CM %, 2.) Calciumsulfatestrich (Anhydrit) Restfeuchte 0,3 CM % (neu nach ZDB für beheizt und unbeheizt), vor Verlegung ist die Sinterschicht abzuschleifen (Gewerk Estrichleger) und zu grundieren (Fliesenleger). 3.) Gußasphalt hat kein Wasser. Absandelung durch Asphaltleger, Meistens darauf Epoxygrundierung.
4) Magnesitestrich, je nach Zuschlag 4 - 10 CM % Restfeuchte zulässig (seltenes Zeug, in Altbauten als Steinholz bekannt) Achtung ist gegenüber Stahl mit Wasser sehr korrosiv.

Für alle Heizungsspezies. Der Zentralverbahnd Heizung Sanitär klima in St, Augustin hat eine Schnittstellenkoordination für Fußbodenheizung herausgegeben, die eigentlich bei jedem Fachbetrieb vorliegen sollte.
Ich hoffe etwas Licht eingebracht zu haben.
Übrigens Frau Glattohr, im Callwey - Verlag erschein im April ein Buch über Natursteinverlegung. Wäre doch was für Sie, oder ?
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Hallo Frau Glatthor
Bei uns im Münsterland ist die Verlegung im
Dickbett noch Standard, Ausführungsqoute geschätzt über 60 % . Die Frage ist wo entstehen die Mängel bzw die Probleme, Wir kennen nur die Problem vom Bohren, das dann Fliesen Stücke, abplatzen. (Fehlende Hinterfüllung). Und Teilweise bei Naturstein Verfärbung in Verbindung mit Fußbodenheizung. Verschwinden aber im Laufe der Trocknung wieder.
MFG

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