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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Deutschland deine Bürokratie! In den öffentlichen Verwaltungsapparat nimmt die Bürokratisierung zu und verschlingt Unmengen von Steuergeldern. Die Thematik ist bekannt, und sollte an dieser Stelle nicht unnötig vertieft werden. Ich will nun einmal den Handwerker betrachten. Der Handwerker ansich, mit seiner Arbeit und Arbeitsmoral kann eigentlich nicht diesen Wasserkopfstrukturen erliegen. Durch ständige Improvisation und Flexibilität muß er sich permanent an die gegebenen „Umweltbedingungen“ anpassen. Dieses ist vielleicht nicht auf Dauer körperlich gesund, aber ein vorbildlich für so manchen Verwaltungsangestellten(besonders im Umgang mit der Begrifflichkeit “Kundschaft“) Dennoch muß ein Betrieb der überleben möchte, einige Aspekte moderner Betriebsführungsstile betrachten, sogar übernehmen und umsetzen. Er muß dabei aufpassen, das er dabei nicht in eine Wasserkopfstruktur verfällt, und somit sein Betrieb überwiegend mit verwalten beschäftigt ist. Welche betriebswirtschaftliche Komponenten sollte er einsetzten? EDV-EDV-EDV und nocheinmal EDV! EDV ist kein Hexenwerk mehr, und Hardware und Programme jeglicher Art gibt es heute schon für Dumpingpreise(siehe ALDI). EDV erleichtert jegliches verwalten von Daten und automatisiert so manchen Geschäftsablauf. Es formt sogar Abläufe in der Verwaltung, wo vorher keine waren, wo eher Chaos und Unregelmäßigkeit geherrscht haben. Zum anderen sollte der Handwerker sich moderner Aspekte wie TQM, DIN ISO Zertifizierung und Qualitätsmanagment u.ä. ansehen und sich die Rosinen herauspicken und zu sich sagen, das könnte ich auf eine Art in einem Betrieb umsetzen. Es liegt nicht der Zweck darin, diese eins-zu-eins zu übernehmen sondern den Sinn zu verstehen. Die Bereitschaft neue Wege zugehen und diese im Ansatz im Betrieb so umzusetzen, das diese optimal angepaßt sind und im Betrieb vorallem(!) gelebt werden können, dann hat das Handwerk Zukunft! Andreas Burget, I

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Herr Burget, der Handwerksbetrieb kann es sich heute nicht mehr leisten ohne EDV auszukommen. Auch finde ich das "Qualitätsmanagement" - bei aller Kritik meinerseits - für eines wichtig: Zum Erkennen der Schwachstellen in seinem Betrieb. Wo es oft noch im Handwerksbetrieb fehlt ist an der Logistik im Betrieb von Auftragannahme bis Auftragsenede.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Guten Tag Herr Burget,
prinzipiell haben Sie recht. Allerdings muß deutlich davor gewarnt werden, daß EDV "die" Lösung für den Handwerksbetrieb ist. Es
geht im Markt eher um "Soft Skills", "Organisation" (ungleich EDV), "Kundenorientierung".
Ich habe vielmehr die Erfahrung gemacht, daß gerade der eher techniklastige Handwerker lieber seine EDV-Anlage betätigt als sich mit "soften" Themen wie Kundenbindung, Marketing,
emotionaler Intelligenz, Beziehungsintelligenz etc. zu beschäftigen.
EDV kann immer nur ein verwaltungstechnisches, wenn auch zwingend notwendiges, Werkzeug sein.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Ich stimme Ihnen in Ihren Argumentationen zu!
Die in unserem Staat herrschende Bürokratie nimmt enorm zu - und auf Kosten der Mittel- und Klein"handwerker"! Aber was noch viel schlimmer ist, die Koruption in diesem Wirtschaftszweig ist für die Handwerker, die noch ehrlich arbeiten möchten, eine Riesen-
barriere!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Wir sind ein Kleinbeterieb in der Kälte-Klima-Branche (sehr verwandt mit der Ihren) und werden verausnahmt von der Industrie-u. Handelskammer und der zuständigen Überwachungsgesellschaft für da Kälte-Klima-Handwerk!!!!!!!!!!! Derzeit versuchen wir aus einer finanziellen Misere durch Ratenzahlungsvereinbarungen, Stundungen usw. herauszukommen - eine Lage, in der Großunternehmen einfach Konkurs bzw. Insolvenzantrag stellen! Ein familiärer Handwerksbetrieb versucht aber - besser gesagt, er muss - alles wieder in den grünen Bereich birngen!

Mittlerweile habe ich soviel miterlebt (seit meinem 16. Lebensjahr arbeite ich in dem Handwerks-Betrieb meines Vaters - sehr selten habe ich erlebt,das derartige Unternehmen (bis 20 AN) unterstützt wurden!


Ich verlange gleiches Recht für alle - nämlich
ebenfalls die staatliche Unterstützung für Kleinbetriebe!!!
So, wie die Rechtslage jetzt ist, sehe ich darin Ausbeutung - und das zu Gunsten der Gr0ßunternehmen, welche es sowieso schon um etliches leichter haben!

Das alles stinkt zum Himmel - und wenn Sie, Frau Däschle, ein reines Gewissen haben können, unterstützen Sie bitte auch sanierungsbedürftige Handwerksbetriebe in ganz Bayern - davon gibt es hier genug!!!!
Es reicht nämlich nicht, sich für die Kanditatur zu Kreishandwerkschaft beliebt zu machen - hier ist Handeln erforderlich!!!

Mit freundlichen Grüßen

jwm 105@freenet.de


P.S.; Im Internet sind wir bereits seit drei Jahren eingetragen!
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:32 Uhr

Ich möchte nur klarstellen, dass ich nicht ehrenamtlich bei der Kreishandwerkerschaft tätig bin, sondern hauptamtlich. Mein Engagement liegt nicht darin eine Wahl zu gewinnen, sondern unseren Betrieben Hinweise, Anregungen. Hilfen usw. für die Zukunft zu geben. Lörrach liegt in Baden-Württemberg (Schwarzwald bzw.an der Grenze zur Schweiz Basel) und nicht in Bayern.

Bitte sind Sie mir nicht böse, etwas muss nicht richtig gelaufen sein und zwar in Ihrem Betrieb. Glauben Sie mir, ich kenne die Branchen, da ich 25 Jahre bei der Kreishandwerkerschaft tätig bin. Es gibt in den einzelnen Gewerken sehr gut gehende Betriebe und Betriebe die es sehr schwierig haben. Wenn man das sieht, muss man sich doch fragen, was muss ich ändern bzw. was mache ich falsch und dann die Dinge anpacken und versuchen zu ändern.

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