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Deutschland deine Bürokratie! In denöffentlichen Verwaltungsapparat nimmt die Bürokratisierung zu und verschlingt Unmengen von Steuergeldern.
Die Thematik ist bekannt,und sollte an dieserStelle nicht unnötig vertieft werden. Ich will nun einmal den Handwerker betrachten. Der Handwerker an sich, mit seiner Arbeit und Arbeitsmoral kann eigentlich nicht diesen Wasserkopfstrukturen erliegen. Durch ständige Improvisation und Flexibilität muß er sich permanent an die gegebenen „Umweltbedingungen“ anpassen. Dieses ist vielleicht nicht auf Dauer körperlich gesund, aber ein vorbildlich für so manchen Verwaltungsangestellten (besonders im Umgang mit der Begrifflichkeit “Kundschaft“)
Dennoch muß ein Betrieb der überleben möchte, einige Aspekte moderner Betriebsführungsstile betrachten, sogar übernehmen und umsetzen. Er muß dabei aufpassen, das er dabei nicht in eine Wasserkopfstruktur verfällt, und somit sein Betrieb überwiegend mitverwalten beschäftigtist.
Welche betriebswirtschaftliche Komponenten sollte er einsetzten? EDV-EDV-EDV und nocheinmal EDV! EDV ist kein Hexenwerk mehr, und Hardware und Programme jeglicher Art gibt es heute schon für Dumpingpreise (sieheALDI). EDV erleichtert jegliches verwalten von Daten und automatisiert so manchen Geschäftsablauf. Es formt sogar Abläufe in der Verwaltung, wo vorher keine waren, wo eher Chaos und Unregelmäßigkeit geherrscht haben. Zum anderen sollte der Handwerker sich moderner Aspekte wie TQM, DIN ISO Zertifizierung und Qualitätsmanagment u.ä. ansehen und sich die Rosinen herauspicken undzu sich sagen, das könnte ich auf eine Art in meinem Betrieb umsetzen. Es liegt nicht der Zweck darin, diese eins-zu-eins zu übernehmen sondern den Sinn zu verstehen.
Die Bereitschaft neueWege zugehen und diese imAnsatz im Betrieb soumzusetzen, das dieseoptimal angepaßt sind undim Betrieb vorallem(!)gelebt werden können,dann hat das Handwerk Zukunft!
Andreas Burget, I
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Guten Tag Herr Burget,
prinzipiell haben Sie recht. Allerdings muß deutlich davor gewarnt werden, daß EDV "die" Lösung für den Handwerksbetrieb ist. Es geht im Markt eher um "Soft Skill", "Organisation" (ungleich EDV), "Kundenorientierung".
Ich habe vielmehr die Erfahrung gemacht, daß gerade der eher techniklastige Handwerker lieber seine EDV-Anlage betätigt als sich mit "soften" Themen wie Kundenbindung, Marketing, emotionaler Intelligenz, Beziehungsintelligenz etc. zu beschäftigen.
EDV kann immer nur ein verwaltungstechnisches, wenn auch zwingend notwendiges, Werkzeug sein.
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Hallo, es haben beide recht. Und gerade das ist das Problem. Um den Wandel zum Dienstleistungszeitalter gut zu überstehen, braucht man die EDV. Es wird auf den Handwerksbetrieb einiges zukommen, was vielen noch nicht klar ist betreffend Kreditrating. Ich kann hier nicht genug darauf hinweisen und hierzu gehört auch Umgang mit Kunden, kundenorientiertes Handeln, Umgang mit Kundenreklamationen usw. usw.
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Im Prinzip der richtige Ansatz zur Lösung des Problems, aber nur im Prinzip!
Zunächst sollte man erst mal alle Kosten als "notwendiges Übel" bezeichnen, welches es gilt zu minimieren. Dazu muß man aber erst mal seine Kosten bis ins detail kennen und kontrolieren können. Hier ist aber schon der erste Knackpunkt. Viele Handwerker arbeiten mit einem Steuerberater zusammen, der eine ungenügende Aufteilung bei der Kontierung vornimmt. Beispiel: Die KFZ-Kosten sind um 10% gestiegen. Bis Sie herausfinden, wo der eigentliche Anstieg war, haben Sie alle Belege von allen Fahrzeugen untersucht. Bei einer Aufteilung in Versicherung, Wartung, Steuer, Reparatur und Kraftstoff, sowie einer Zuteilung zu einer Kostenstelle ( für jedes Fahrzeug eine) sehen Sie in 1 Minute, was teurer ist und können reagieren. Der Buchungsaufwand ist der selbe! Somit gilt erst mal den Kontenrahmen zu untersuchen und Kostenstellen einzurichten.
Dann wird es notwendig in strategische und nicht strategische Kosten zu unterteilen.
Senken Sie die nicht strategischen Kosten dadurch, dass Sie diese in Frage stellen - jede für sich. Der Beweiss muß auf der Ausgabenseite liegen, also brauche ich diese Kosten wirklich?
PC und EDV sind natürlich gute und unerlässliche Hilfsmittel, aber muß es immer jedes Jahr das Neueste sein? Muß jeder im Betrieb einen Rechner haben? Sicher nicht!
Manche EDV / Software rechnet sich in 20 Jahren noch nicht, haben Sie daran schon mal gedacht? Eine Anschaffung wäre somit Unsinn. In vielen Unternehmen werden Bestellungen von "geringfügigen Kosten" ( Papier, Bürobedarf,Material) immer beim selben Lieferanten geordert. Es gibt aber nur Kosten! Da ist auf längere Sicht nichts geringfügiges! Also Preise vergleichen und fragen brauche ich dies oder das überhaupt?
Hier wurde auch TQM und QM angesprochen:
Nur einen Satz dazu: Man kann Teile davon sicher nutzen, aber die Lizenzierung allein bringt nur unnötige Kosten, aber kein Stück Qualität oder mehr Gewinn, sondern nur einen höheren Verwaltungsaufwand ( Kosten/Personal)!
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Hallo an alle, wo es meiner Meinung nach ebenfalls noch Einsparungsmöglichkeite gäbe, ist die Logistik im Betrieb. Dies vom Angebot bis zur Endabrechnung. Hier liegen doch noch viele Leerstunden, die bezahlt werden müssen.
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Also wenn wir von der Logistik sprechen, dann ist dies die Beschaffung von Gütern und deren Absatz zu bestimmten Terminen. Das was Sie hier meinen ist Organisation! Nur es kommt gar nicht so sehr darauf an wo wir nun anfangen, sondern vielmehr, dass wir anfangen etwas zu ändern. Hierzu ist es erst mal wichtig zu wissen, wo wir ansetzen müssen und dafür braucht man erst mal Zahlen und Daten. Hat man seine Buchhaltung erst mal so umgestellt, fällt es den meisten wie Schuppen von den Augen, wie verschwenderisch manche Bereiche sind. Das ist das ganze Geheimnis.
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Hallo und guten Tag,
wer meint, Logistik sei *nur* Beschaffung und Transport von Gütern oder Dienstleistungen, der irrt.
Vielleicht sollte man sich einmal ansehen von welchem Begriff sich Logistik ableitet und welche Bedeutung diesem Begriff innewohnt.
Mit bestem Gruß
T.Kafurke
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man einfache Prozesse auch durch viele Verknüpfungen und viele gescheite Worte zu einem kompliziertem Gebilde verändern. Ich beschränke mich der allgemeinen Verständlichkeit wegen ( wir schreiben hier ja für Praktiker und nicht für Professoren) auf den einfachsten und leicht verständlichen kleinsten Nenner. Und da ist die Logistik wirklich nicht mehr, als dass zum richtigen Zeitpunkt die Vorraussetzungen erfüllt sind, das ein Prozess in Gang kommen kann, also dass das Material am Arbeitsplatz ist, die richtigen Maschinen vorhanden und betriebsbereit sind etc.). Natürlich kann man darüber ganze Enzyclopädien schreiben, nur helfen werden sie keinem, da der Handwerker seine Zeit für das Geldverdienen braucht und nicht um im Lexikon und dem Langenscheid die Fachbegriffe zu verstehen oder ins Deutsche zu übersetzen.
Und Optimierung der Logistik ist dann nichts anderes, als zu überprüfen, ob man da nicht etwas besser machen kann,um Zeit, Material und somit Geld zu sparen! Also warum Einfach , wenn auch umständlich geht?
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Hallo Herr Helmrich,
[...] Und da ist die Logistik wirklich nicht mehr, als dass zum richtigen Zeitpunkt die Vorraussetzungen erfüllt sind, das ein Prozess in Gang kommen kann, also dass das Material am Arbeitsplatz ist, die richtigen Maschinen vorhanden und betriebsbereit sind etc.). [...]
Und wenn wir jetzt die Prozesse darstellen, die nötig sind, um den einen Prozess zu initiieren, dann ...  SCNR
Klar sollte man sich bei der Darstellung und Umsetzung auf Praktikabilität und Einfachheit konzentrieren - doch stört es mich halt, wenn man bestimmte Sachverhalte allzu einfach darstellt, dann sollte man vielleicht ganz drauf verzichten, denn Halbwahrheiten oder eine Ausschnittbetrachtung helfen dann auch nicht weiter.
Und um Veränderungen zu initiieren ist manchmal auch das Wissen um grundlegende Sachverhalte wichtig.
Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass auch der Praktiker sprich Handwerker hier schon versteht um was geht.
Mit freundlichem Gruß
T.Kafurke
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"doch stört es mich halt, wenn man bestimmte Sachverhalte allzu einfach darstellt,"
Warum?- Weil man dann "nur " noch seine Leistung und nicht ein Wunder verkaufen kann?
" dann sollte man vielleicht ganz drauf verzichten, denn Halbwahrheiten oder eine
Ausschnittbetrachtung helfen dann auch nicht weiter. "
Nun, mir scheint, dass Sie den Sinn dieser Worte nicht zu deuten mögen, oder sie nicht richtig interpretieren. Denn dann müsten Sie schon zugeben, dass damit alles gesagt ist!
Diese Worte finden Anwendung auf die gesamte Unternehmung - und dies ist verständlich, weil jeder weiß, was er zu tun hat, damit eben alles funktioniert. Einfach, ohne Halbwahrheiten und vor allem ohne Verschleierungen oder Ausschnittsbetrachtungen, denn jeder weiß dann, was in seinem eigenen Unternehmen dazugehört - und nicht, was bei Siemens, IBM oder wer auch immer, dazugehört.
Und um Veränderungen zu initiieren ist manchmal auch das Wissen um grundlegende
Sachverhalte wichtig.
Sicher braucht man Basiswissen, doch wer wendet es an? Die meiten Verfahren unserer Zeit stammen von Theoretikern, die nie ein Unternehmen von innen gesehen haben und sich deren Prozesse nur von Beschreibungen ihrer Studenten kennen. Wie war das noch gleich garibitch in = garbitch out ( Müll rein= Müll raus!).
Es wird zeit, dass wir wieder mit Augen und Ohren und wachen Verstand handeln, statt jedem Mathematiker und US -/ Japansystemexport blind zu trauen!
"Ein kluger Gedanke hat´s schwer, sich durchzusetzen, aber Narrheiten breiten sich aus wie Steppenbrände. "
Drews, Richard (17.3.1902)
"Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben,und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nachdem weiten endlosen Meer."
(Antoine de Saint-Exupéry, französischer Humanist und Schriftsteller, 1900 - 1944)
Die Menge, schwer zu überzeugen, kann Beispiel oder Macht nur beugen,
drum soll, wer lehrt, die Worte sparen und sich durch Handeln
offenbaren. Bodenstedt, Friedrich von (22.4.1819 bis 18.4.1892)
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Hallo Helmrich,
ich denke nicht - denn es scheint, dass es sich Ihnen nicht erschlossen hat, was ich damit zum Ausdruck bringen wollte.
"Warum?- Weil man dann "nur " noch seine Leistung und nicht ein Wunder verkaufen kann?"
Ich denke, auch Sie verkaufen eine Leistung -so wie ich und keine Wunder.
Das "Wunder verkaufen" überlasse ich anderen.
Was Halbwahrheiten, etc. anbelangt:
Da ich dies geschrieben habe, denke ich schon, dass sich mir der Sinn erschlossen hat und es auch nicht notwendig ist, wenn der Verfasser im gleichen augenblick seine Worte interpretiert. Die Interpretation obliegt dem Leser - also z.B. Ihnen. Ich reiche daher zurück  .
Schöne Zitate übrigens, die mir auch bekannt sind - jedoch verzichte ich mal auf die Nennung weiterer.
Es ist ubestritten, dass es theoretischen Wissens bedarf, welches dann in die Praxis umgesetzt und angepasst werden muss.
Manches aus Forschung und Lehre entstammt aber schon Personen, die auch Unternehmen von Innen gesehen haben - doch wie immer im Leben gibt es zwei Seiten, somit sollte man m.E. schon differenzieren und nicht alles pauschalisieren.
Mit bestem Gruß
T.Kafurke
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Hallo Herr Helmrich,
ich vergass in Beitrag 10 den "Herr" - Entschuldigung dafür - es war keine Unhöflichkeit beabsichtigt.
Mit freundlichem Gruß
T.Kafurke
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Ich kann es fast nicht mehr mit ansehen, was aus diesem wichtigen Forum, das für Unternehmer von kleinen und mittleren Betriebe gedacht ist, geworden ist. Wäre es nicht möglich, sich wieder auf das Eigentliche zu besinnen. Glauben Sie, hier liest noch ein Handwerksmeister mit? Die ganze Diskussion bringt ihm nichts. Dies gilt auch für das Thema Kreditrating.
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Dieses Forum wird immer mehr eine Plattform zur Selbstdarstellung von "Unternehmensberatern". Ich gehe davon aus, daß die Diskussion in dieser Form nicht ernsthaft die Interessen der Handwerksmeister und Firmeninhaber interessiert. Dies ist einer der Gründe, warum der Unterzeichner sich an dieser Diskussion in bestimmten Bereichen nicht mehr beteiligt. Auch sind mir bestimmte Beiträge für ein Forum schlicht und einfach viel zu lang!
Danke, Frau Däschle für Ihre deutlichen Worte!
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wer es liest,wird schnell begreifen, dass es nicht darum gehen kann irgend ein ixbeliebiges Verfahren zu kopieren und einzuführen, sonder vielmehr darum, dass man mit offenen Augen und wachem Verstand sein Unternehmen ständig überprüfen muß, um Schwachstellen zu finden und zu beseitigen. Dazu benötigt man aber nicht jedes neue Verfahren und jedes Schlagwort aus dem angelsächsischen oder japanischen, sonder etwas Phantasie und die vier Grundrechenarten, sowie die Prozentrechnung - mehr nicht! Und damit ist dem Handwerker mehr gedient, als mit Fachbegriffen!
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