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Forum Haustechnik: SHK sanitaerbund.de Archiv

Thema: Warum soll ich zum Handwerker gehen

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Warum soll ich eigentlich mein Bad beim Handwerker und nicht im Baumarkt kaufen ?

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Gast

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Wenn Sie das Handwerk gelernt haben, ist da nichts gegen einzuwenden. Ich als Dachdecker würde es nicht versuchen. Wer kauft denn übrigens im Baumarkt??
Das Problem liegt übrigens spätestens in der Gewährleistung.

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Ich würde mich mit einem Handwerker arrangieren, mich über die Produkte beraten lassen und sie über den Handwerker einkaufen. Da ich handwerklich sehr geschickt bin, würde ich so viel wie möglich selber machen, die technisch notwendigen Dinge allerdings vom Handwerker ausführen lassen. Ich gehe davon aus, daß man mittlerweile gute Absprachen mit den Handwerkern treffen kann. Niemand kann alles, für manche Sachen wird immer ein Experte benötigt und den sollte man in jedem Fall zu Rate ziehen.
Mit freundlichen Grüßen aus Offenbach

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Hallo Herr Peters, ich habe mich hier erst spät gemeldet, da ich erwartet habe, dass zu diesem Thema Handwerksmeister Stellung nehmen.

Natürlich hat Herr Beisse recht, jedoch muss man eines sehen mit den Baumärkten muss das Handwerk leben. Wenn ich mich mit der Zukunft beschäftige, so kommen mir doch Gedanken (Brain storming), dass es die Möglichkeit für das Handwerk gäbe, sein Know-how hier zu verkaufen. Natürlich wird der Kunde, der Qualität und Sicherheit möchte und dafür auch bereit ist zu bezahlen, zum Handwerksbetrieb gehen. Aber, es wird immer das Klientel geben, das sich so billig wie möglich ein Bad einbauen will. Soll dieser Markt an den SHK-Betrieben vorbeigehen. Ich meine nein. Was keiner dieser Kunden hat - ausser der Kunde ist vom Fach - ist das Wissen = Know-how des Handwerksmeisters. Dieser soll sich sein Wissen, das er sich angeeignet hat, bezahlen lassen. Hier müsste man mal darüber nachdenken.

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Eine Frage, die bereits seit Jahren garade das gesamte SHK-Handwerk beschäftigt!
Doch wie bei allem im Leben heißt es auch hier:
"Keine Wirkung ohne Ursache", soll heißen, daß wir uns die Entwicklung einmal genauer ansehen müssen.
Was haben wir denn alles in unserer Branche verloren:
1: Verlegung von Grundkanälen bei Neubauten. Dieses Geschäft wurde gänzlich durch die Rohbaufirmen
übernommen, obwohl diesen hierfür die fachliche Qualifikation
fehlt. Hat schon jemals einer der Kollegen Einspruch dagegen bei der zuständigen Handwerkskammer erhoben und Beschwerde eingereicht?
2: Verkauf von Einbauküchen! Dieser Markt wurde uns und unseren Großhändlern weggenommen. Hat damals jemand etwas dagegen unternommen?
3: Verkauf im Baumarkt!
Liebe Kollegen, nehmen Sie sich bei der nächsten Verkaufsaktion
eines Baumarktes in Ihrer Nähe einmal Zeit und schauen Sie, wieviel schwarze Schafe dort Ihren Lagerbestand mit Billig-Artikeln aufüllen.
Oder erkundigen Sie sich doch einmal darüber welche Ihrer Kollegen in einem Franchise-Vertrag für Baumärkte die dort erworbenen Produkte einbauen!
Die Liste ist immer weiter zu führen, jedoch hilft schon lange kein reagieren mehr sondern nur noch agieren.
Der Markt ist für uns alle hart und eine Verständigung mit "Kollegen" fast aussichtslos um die Probleme in den Griff zu bekommen. Wir können alle nur hoffen, daß endlich das Rating-Verfahren eingesetzt wird, um die schwrzen Schafe aus dem Wettbewerb zu drängen.
Stecken Sie bitte den Kopf nicht in den Sand, sondern haben Sie noch etwas Geduld. Die Zeit wir kommen, da es den Unternehmern unter uns wieder besser geht.
In diesem Sinne grüßt Sie ...

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Guten Tag Herr Bungard, wir konnten Ihre Internet-Seite nicht aufrufen!
Mit freundlichen Grüssen
Das Team von Sanitaerbund.de

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Nee, die Adresse konnte ich auch nicht aufrufen. Was ist da los?
Ach so: Entschuldigung, info@gutachter-dach.de war auch kaputt

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Diese Fragen stellen sich Kunden sicherlich immer wieder, und die meisten Kunden gehen immer noch zum Handwerk.
Warum tun das die Kunden?
Einer der größten Handwerksvorteile ist die gute fachliche Beratung. Diese müßen wir uns durch Schulung von Betriebsleitung und Mitarbeitern sichern; dies geht natürlich nicht ohne eine gesunde Kalkulation, mit Tiefpreisen kann sich dies kein Betrieb leisten.
Ein weitere Punkt ist die größere Vertrauensbasis durch persönlichen Kontakt; der Handwerker kommt ins Haus, berät vor Ort und plant. Kunden die selbst Hand anlegen wollen, werden begleitend unterstüzt.
Die Garantie und die Sicherheit bei auftretenden Mängeln, schnell und sicher Hilfe zu erhalten, kann von keinem noch so billigem Preis ausgeglichen werden.
Unser Handwerk muß diese Vorteile weiter intensiv bearbeiten und herausstellen. Die Kooperation mit dem Baumarkt, sei es in Form von Materialeinkauf oder noch schlimmer von Montagedienstverträgen ist keine Lösung, führt langfristig zum Ruin.
- Durch Materialeinkauf wird der Baumarkt usätzlich gestützt und der traditionelle Vertriebsweg geschwächt.
- Bei Montagedienstverträgen ist der finanzielle Ruin vorprogammiert. Ein Unternehemen kann nur vom Geldverdienen existieren, und dies erfolgt hauptsächlich im Materialverkauf, die am Markt durchsetzbaren Lohnzuschläge sind hierfür viel zu gering.

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Sicher sind die am Markt durchsetzbaren Lohnzuschläge nicht auskömmlich. Deshalb der Gedanke, wo führt der Weg hin. Muss sich nicht endlich der Handwerksmeister sein Know-how wie der Steuerberater, Unternehmensberater richtig bezahlen lassen.

Sicher das ist noch Zukunftsmusik.
Was ist, wenn die Gewinnspannen beim Materialeinkauf schrumpfen?
(neue Kommunikationstechniken, Zwischenhandel, Direktkauf usw.)

Ähnliche Tendenzen gibt es ja bereits in der KFZ-Branche. Dort sieht man die Entwicklung ja auch so, dass am Neuwagenverkauf nichts mehr verdient werden wird und dieser lediglich dazu dient, die Werkstätten zu füllen.

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Ich finde den Vorschlag von Frau Däschle gut, und würde eine angemessene Beratung auch dem Handwerker entlohnen. Somit fällt für beide Parteien auch der Druck und das Drumherrumgerede ob es letztendlich zu einem Auftrag kommt oder nicht. Nach meinen Erfahrungen schickt der Meister nach Begutachtung seinen Gesellen zur Durchführung der reparatur vorbei. Der kriegt die Zähne nicht auseinander und ist auch nicht in der Lage Bedenken auszuräumen, wenn ich welche äussere. den Meister sehe ich erst wieder auf dem Briefbogen der Rechnung. Was Herr Maier sagt geht in die Richtung. Wir brauchen mehr Vertrauen in die Kompetenz des Handwerkers. Viele Grüsse Ihre Carola Martin Smile))

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Ich würde zum Handwerker gehen, weil er einen Beruf gelernt hat, den ich nicht gelernt habe. Meine bisherigen Heimwerkereskapaden habe ich von einem befreundeten Handwerker begutachten lassen. Der stand der Sache zwar wohlwollend aber auch durchaus kritisch gegenüber. Erstaunlich war, dass das gute optische Ergebnis nicht über die Mängel hinwegtäuschen konnte, die ich aus Unwissenheit über das Fach hinterlassen habe. Viele Grüße Ulf

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nachgedacht seine "potentiellen Kunden" über den Kostenvoranschlag an sich zu binden?
Wie das geht? - ganz einfach:
Wenn ein Kunde einen Kostenvoranschlag möchte, so muß es diesen zunächst bezahlen, also die volle Zeit für die Erstellung des Kostenvoranschlagen/ - Angebotes. Wird der Auftrag vom Kunden dann erteilt, erhält er den vollen Betrag dieses Kostenvor- anschlages bei der Rechnung ertattet. Somit zahlt der Kunde, der einen Auftrag erteilt, keinen Pfennig mehr und der Interessent, der den Auftrag nicht erteilt, zahlt für die Dienstleistung. Dadurch erhält der Auftraggeber einen virtuellen Rabatt auf den Auftrag und wird sich überlegen, wo er den Auftrag erteilt.

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Hallo Herr Helmrich,

Ihr vorgenannter Beitrag ist reine Theorie. Der Unterzeichner ist seit Jahren sehr erfolgreich gerade im Bereich der Aquise tätig. Die über Jahre kummulierten Erfolgsquoten z.B. bei Badangeboten liegt bei 70 - 80% Erfolg (d.h. auf 10 Angebote kommen 7 bis 8 Aufträge). Diese Quote liegt weit über dem Branchendurchschnitt.
Der Versuch Kostenangebote bezahlen zu lassen, ist am Markt aber nicht durchzusetzen.
Dies ist wieder einmal ein Beispiel für von theorielastigen Ratschlägen, die aber die unmittelbare Praxis am Markt nicht kennen.
Dem Handwerk helfen aber keine theoretischen Ansätze, sondern in und an der Praxis orientierte Strategien.

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versucht, wird man es auch nicht schaffen!
Ich kann ihnen ( ich komme aus der Praxis und habe dann den Umweg über die Uni gemacht!) mindestens 400 Städte ( kleine wie große) nennen wo dies schon üblich ist!
Es wird Ihnen dort nur keiner auf die Nase binden, da Sie ja auf den Gedanken kommen könnten daraus einen Wettbewerbsvorteil zu ziehen.Sie merken es nur wenn Sie einen Kostenvoranschlag brauchen.
Nicht in allen Branchen und dort auch nicht bei allen Unternehmen, aber mit steigender Tendenz und Erfolg. Es ist nur eine Sache, wie Sie Ihrem Kunden das vermitteln, nicht mehr und nicht weniger und das ganze nennt sich dann Marketing! Es gibt übrigens nichts was nicht geht, es kommt immer nur auf das wie an. Wir sind da viel zu oft voreingenommen und versuchen Dinge abzublocken, die man ohne Probleme umsetzen könnte, wenn man es nur richtig anpackt! Der Kostenvoranschlag ist eine Leistung, die Arbeit macht,somit Zeit und Geld kostet und die läßt man sich bezahlen
( pauschal oder nach Std.). Wer seine Leistung verschenkt macht sich selbst beim Kunden unglaubwürdig. Der schenkt Ihnen nämlich auch nichts. Nur wir Armen denken immer wir würden keine Aufträge mehr bekommen, wenn dem nicht so wäre. Das Gegenteil ist aber oft der Fall! Eines wird aber das Handwerk, ebenso wie viele Unternehmer in anderen Branchen, wohl nie lernen: "Sie bekommen immer nur soviel, wie Sie fordern!"
Was nicht gefordert wird, bekommen Sie auch nicht! Nur wer mehr fordert hat, nicht einen Kunden weniger, allenfalls hat er eine etwas andere Kundschaft, die mehr zahlt ( und dies auch tut! ( ohne Mahnung/Vollstreckung) und vor allem treu ist! Untersuchen Sie mal die Geschichte der 30 reichsten Unternehmen in diesem Jahrhundert, sie ist bei allen gleich und läuft auf nicht mehr als 10 Regeln hinaus, davon betreffen 4 das Unternehmen und der Rest auf dem Unternehmer zu.Die übrigens ausnahmslos alle als Phantasten und Spinner bezeichnet wurden, weil Sie etwas "unmögliches" realisieren wollten! Nun die 4 zum Unternehmen stehen schon hier in einem Forum, den Rest zu finden dürfte nicht schwer sein ( sofern man Querdenkt und ein paar Biographien kennt ). Aber ich gebe Ihnen dennoch einen Tipp: Es hat mit Visionen, Mentalität und Eigenschaften zu tun. Nun werden Sie vielleicht noch fragen, warum ich nicht dazu gehöre? Ganz einfach: Mich hat ein schwerer Autounfall ( Halswirbelsäule) um 10 Jahre ( REHA, Umschulung/Studium, Neuanfang) , zurückgeworfen, seitdem habe ich meine Prioritäten auch etwas anders gesetzt: " Ich arbeite um zu leben" ( die meisten leben um zu arbeiten, verdienen aber dennoch weniger und sind unglücklicher).

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Wäre doch blöd einen Handwerker ins Haus zu holen, wenn ma alles selber kann oder?
Dieser Fall ist tatsächlich passiert:
In München -Neuperlach kaufte sich ein geschickter Do it yourself Bastler einen Einhebelmischer für 48.-DM im Baumarkt. Er sah eigentlich ganz nett aus.
Der Bastler war stolz auf seinen Eigenbau.
Die Kunsstoffanschlußröhrchen waren schnell in den Eckventilen montiert.
Die Armatur war sogar dicht.
Drei Tage später platze eines dieser lieblichen Wasserröhrchen...
Die Wohnung war im 3. Stock... Es war Nachmittag und keiner war Zuhause. Der Schaden belief sich auf über 80.000 DM. Von der Versicherung kam natürlich ein Profi und fragte nach dem Prüfzeichen der Armatur.
Kunde:??????????
Versicherung: Wir zahlen nix!
Die Moral von der Geschicht, kaufe ruhig im Baumarkt, aber jammere dann nicht.
Bisher wurden von keiner Versicherung/Baumarkt irgendwelche Kosten übernommen.
Zur Zeit liegt die Armatur bei einem Gutachter, dort soll überprüft werden, ob beim Anschluß der Röhrchen etwas verdreht wurde.
Mal sehen was dabei herauskommt.
Bei einem Handwerken kann natürlich auch mal was passieren, jedoch hat dieser für solche Fälle eine Versicherung.
Handwerklichen Gruß von der Fa. Richard Häusler
Heizung - Sanitär - München

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