Lieber Herr K&S Sanitärbau - es scheint bei Ihnen an einem verantwortlichen Ansprechpartner zu mangeln, der auch seinen Namen nennen kann. Was Sie unter welchen Bedingungen und Umständen bei Kunden, die Ihren Versprechnungen glauben, einsetzen, bleibt letztendlich Ihrer Überzeugskraft und der Leichtgläubigkeit des betreffenden Kunden überlassen. Tatsache ist - das Ergebnis - diese Geräte sind auch weiterhin sehr stark umstritten und deren Wirksamkeit liegt nach wie vor, mehr im Bereich des Glaubens als des Wissens. Auch ein Kontrollstück ist da kein schlüssiger Beweis, ist es doch meist direkt hinter dem sog. Aufbereitungsgerät eingesetzt und wird bereits nach kurzer Zeit dem Kunden als Beweis für die Wirksamkeit präsentiert, ohne auf eventuelle Strömungsveränderung die u.a. durch das Gerät selbst hervorgerufen werden und die Ablagerung, die ein Resultat des jahrzehntelangen vorherigen Betriebs der Installation darstellen, einzugehen. Desweiteren ist ein Abbau alter Kalkinkrustationen ebenfalls als nicht wahrscheinlich einzustufen, da nämlich dann in diesem aufbereiteten Wasser ein Anstieg von Ca und Mg Anteilen im Wasser festzustellen sein müßten. Die korrosionshemmende Wirkung der von Ihnen genannten "prähistorischen" Dosieranlagen, können nach fundierten Erkenntnissen der sehr renommierten GfKorr, welche die Korrosionsvorgänge durch aufwendige Blindversuche, im Leitungsnetz auf wissenschaftlicher Basis untersucht, voll bestätigt werden. Diese Geräte werden übrigens auch industriell mit großem Erfolg eingesetzt. Wobei Sie die klassische Wasserenthärtung, wie auch die Nachdosierung - beide voneinander völlig unabhängig arbeitende Geräte, hübscherweise in einen Topf werfen. Übrigens ist das von Ihnen erwähnte Magnetgerät bereits vor einigen Jahren von der Firma B.A.S.F. über einen langen Zeitraum getestet worden und vom leitenden Ingenieur als "Bluff" enttarnt worden. Es wäre für Sie nützlich, sich vorher über grundsätzliche Zusammenhänge wassertechnischer Art zu informieren, denn es ist unheimlich leicht, mit ein paar hingeworfenen negativen Schlagworten, eine ganze Branche zu diskreditieren. Der Trend zur physikalischen Wasseraufbereitung scheint ohnehin gebrochen, da weite Kreise der Bevölkerung -auch dank Internet - mehr Informationen über diese Geräte beziehen können. Es gibt bereits einige große Firmen, die früher ausschließlich den Vetrieb von Geräten auf Magnetbasis betrieben, die aber mittlerweile den offensichtlich negativen Trend erkannt haben und jetzt wieder voll auf die neue Generation der klassischen Wasserenthärtung über Ionentausch setzen. Wen wundert es?