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Forum Haustechnik: SHK sanitaerbund.de Archiv

Thema: Kreditrating

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Sehr geehrter Herr Dege,
sehr geehrte Handwerksmeister ,

Ein wichtiges Thema für die Handwerksbetriebe wird "Kreditrating" sein. Eine Kreditentscheidung, die ausnahmslos auf die Absicherung und die vergangenheitsbezogene Betrachtung der finanziellen Verhältnisse - Jahresabschlussanalyse - basiert, entspricht nicht bzw. nicht mehr lt. den Banken den heutigen Anforderungen. Ein Rating-System stellt eine Bonitätsbeurteilung dar, basierend auf der Benotung einzelner Kriterien. Das Ergebnis dieser Betrachtung ergibt eine Durchschnittsnote. Die Kreditentscheidung wird auf das Ergebnis einer zukunftsorientierten, gesamtheitlichen Unternehmensanalyse gestützt. Im Kreditgeschäft der Banken hat dieses Beurteilungsverfahren schon seit einiger Zeit Einzug gehalten. Das Rating-System beinhaltet fünf Bonitätsklassen mit insgesamt 17 Bonitätskriterien (ich kann hier nur von zwei Banken sprechen). Die Bonitätsklassen sind: - das Management/Unternehmensführung - der Markt/die Branche - die Kundenbeziehung - die wirtschaftlichen Verhältnisse - die weitere Unternehmensentwicklung. Die Wertskala umfasst die Wertungen 1 - 6 , wobei 6 die schlechteste Wertung ist = höhere Zinsen. Ich möchte nur als kleines Beiespiel der vielen Beurteilungskriterien auf zwei Themen eingehen: Die Qualität der Geschäftsführung/des Managements eingehen. - Führungsfähigkeit - Entscheidungsfähigkeit - Kreativität - Flexiblität - Zuverlässigkeit - Wie ist das Betriebsklima - Ist die Organisationsstruktur dem Unternehmen angemessen? - Gibt es ein Unternehmensleitbild, eine Unternehmensphilosophie? Erfolgspotentialanalyse - Besteht ein ordnungsgemässes Rechnungswesen, d.h. sachlich richtig und zeitnah? - Werden der Unternehmensgrösse entsprechende Steuerungs- und Überwachungsinstrumente eingesetzt? - Wie gut ist die Forderungsverwaltung? - Wie zeitnah ist die Rechnungsstellung (Debitorenmanagement/Mahnwesen) - Besteht eine aussagefähige Kostenrechnung? - Wird eine Vor- und Nachkalkulation für Produkte, Kunden oder Angebote vorgenommen? - wird die Einhaltung von Markt- und Absatzzielen überprüft. Dies ist nur ein kleiner Auszug des Ratingsverfahrens. Der Handwerksmeister sollte sich mit dem Thema des Bankenratings auseinandersetzen. Der ZDH und die mittelständischen Banken haben gekämpft, dass nach wie vor die Banken für die kleineren Betriebe das Rating weiterhin selber durchführen können, obwohl auf europäischer Ebene stark dafür plädiert wurde, dieses Rating extern durchführen zu lassen - wie bei den grösseren Betrieben. Dies hätte auch wieder enorme Kosten für den Handwerksbetrieb bedeutet. Ich bitte alle Handwerksmeister, sich dieses Themas anzunehmen.

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Da Mails bei mir eingegangen sind mit der Frage, was versteht man unter Kreditrating, hier eine grober Umriss:Der Strukturwandel in der Wirtschaft hat sich in den letzten Jahren zweifellos verstärkt.Dies hat natürlich Auswirkungen auf das Firmenkundengeschäft der Banken gehabt. Durch immer höheren Kreditbedarf der Firmenkunden und aufgrund der Tatsache, dass das Kreditgeschäft mit gewerblichenKunden die grössten Ausfallrisiken beinhaltet, werden Steuerungsinstrumente für das Firmenkundengeschäft der Bankennotwendig, die eine einheitliche Vorgehensweise bei der Kreditbeurteilung ermöglichen.Eine Kreditentscheidung, die ausnahmslos auf die Absicherung und die vergangenheitsbezogene Betrachtung der finanziellen Verhältnisse -Jahresabschlussanalyse - basiert, entspricht nicht bzw. nicht mehr den heutigen Anforderungen - so die Banken.Auf die Kurzlebigkeit der Produkte, veränderte Marktbedingugen, der schneller wechselnde Kundengeschmack und die Ver- bzw.Gebrauchgewohnheiten müssen berücksichtigt werden.Zudem häufen sich die Fälle, bei denen Managementfehler, Markt- und Branchenentwicklungen und andere Einflussgrössen den Unternehmenserfolg massgeblich tangieren.Es ist daher notwendig geworden, weitere qualitative Beurteilungskriterien in die Bonitätsbeurteilung von Unternehmen lt.Bank zu integrieren.Die Umsetzung dieses Ansatzes ist durch den Einsatz von Kreditrating-Verfahren gewährleistet.Eine Rating-System stellt eine Bonitätsbeurteilung dar, basierend aufder Benotung von einzelner Kriterien. Das Ergebnis dieser Betrachtung ergibt eine Durchschnittsnote. Die Kreditentscheidung wird auf das Ergebnis einer zukunftsorientierten, gesamtheitlichenUnternehmensanalyse gestützt.Im Kreditgeschäft der Banken hielt dieses Beurteilungsverfahren Anfang bis Mitte der 90er-Jahre Einzug für grössere Unternehmen. Bei den mittelständischen Banken sind seit Anfang diesen Jahres alle Firmenkundenengagements geratet.Zur Zeit ist bei der Basler Bank (BIZZ) eine Kommission tätig, um dieses Rating auf EU - Ebene einzuführen. Dies soll noch inverschärfter Form kommen - ca. 2002/2003. Diese Kommission setzt sich dafür ein, dass das Rating extern ausgeführt werden soll, also nicht den Banken überlassen bleibt. Dies würde erhebliche Mehrkosten für die Kreditnehmer bedeuten. Die mittelständischen Banken kämpfen, dass das Rating für den Mittelstand weiterhin die Banken selber machen können.

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Hallo Frau Däschle,
Kreditrating ist einBegriff, vor dem sich ein guter Handwerksbetrieb nicht fürchten muß. Ist es nicht so, daß daurch die Spreu vom Weizen getrennt wird, Betrieben die jetzt schon am Existenzminimum wirtschaften wird dadurch eventuell ein Weg aufgezeigt aus der Misere zu kommen. Ein Kollege aus einem Nachbarort hat mir vor kurzem angerufen und seine Geschäftsausstattung zum Verkauf angeboten, auf die Frage wieso, hat er geantwortet, als angestellter Meister oder Geselle verdiene ich mehr als wenn ich selbstständig bleibe. So sieht es in weiten Teilen unseres Handwerks aus, aus Scham vor der öffentlichen Meinung scheuen sich aber vile Betriebe, den Schritt aus der Selbstständigkeit zu tun.

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Hallo Herr Faass, ich kann mich nicht ganz Ihrer Meinung anschliessen. Das Problem liegt darin, dass der Handwerksmeister mehr zum Unternehmer (speziell Betriebswirtschaft) werden muss. Wir haben unsere Obermeister und Vorstände bereits auf dieses Thema sensibilisiert, da eines klar ist, die Kredite werden teurer werden ca. 15 - 20 % je nach Ratingergebnis.

Ich frage mich auch, wie es dazu kommen kann, dass ein Betriebsinhaber nicht mehr verdient als ein angestellter Meister bzw. Geselle, bei dem gesamten Risiko, das er trägt. Hier hätte ich gerne mal einen Einblick in die Kalkulation und damit sind wir wieder beim leidigen Thema: auskömmliche Preise.

In einem gebe ich Ihnen recht, dass in Zukunft sich die Spreu vom Weizen trennen wird.

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Ich bin gerne erfolgreicher Unternehmer und habe für das Gejammere kein Verständnis.
Was heißt hier eigentlich Kredite? Es gibt viele Ausnahmen.

Drei Schlüsse zum Erfolg in den Märktem des 3. Jahrtausend wären:
1. gelebte Firmenvision
2. glasklare Positionierung
3. glasklare Kommunikation der Vision und Positionierung.

Was soll das heißen?
Sehen Sie, wieviele Unternehmer haben denn tatsächlich mal ein Buch gelesen,geschweige denn ein Seminar über Management, Verkauf, Kundennutzen gelesen???
Sie werden überrascht sein, wenige!
Und da liegt das Problem.
>Durchschnittliche Leistungen, kommuniziert mit mittelmäßiger Werbung.
= Jammerer (Mittelmaß)
"Wir armen Handwerker",..
"früher war alles besser"..
Es wird Zeit zum Umdenken oder aufzuhören.
Ein erfolgreicher Unternehmer.

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Mit den drei Schlüsseln zum Erfolg haben Sie recht. Es gibt ja auch erfolgreiche Handwerksunternehmen. Nur, wenn ein Handwerksmeister investiert in die Zukunft, wird er normalerweise nicht ohne Kredite auskommen.

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Es spricht sicherlich nichts gegen Kredite für weitere Investitionen zu tätigen.
Die Kredite die ich meine sind diese,um Lieferantenverbindlichkeiten zu tilgen, da man es nicht verstanden hat zu wirtschaften. Das ist leider oft der Fall.

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Hallo Frau Däschle
Sie sprechen den Verdienst eines Betriebsinhabers an und möchten Einblick in die Kalkulation. Ich kann Ihnen soviel sagen, wenn ich schulmäßig kalkuliere, also mit sämtlichen kalkulatorischen Kosten, ehrlichen Abschreibungssätzen, dem erforderlichen Gewinn usw. bin ich immer gegenüber meinen Mitbewerbern um ca. 30% zu teuer.
Woher kommt das ?
Wir haben heute eine Inflation von Betriebsneugründungen, bei uns kommt heute auf 1000 Einwohner ein Installationsbetrieb. Im Kammerbezirk Konstanz gibt es für diese Meisterschwemme z.B. 2 Meisterschulklassen.
Diese Betriebe, meist mit 1-3 Mitarbeitern wollen alle leben und "kaufen" mit niedrigen Preisen diese Arbeit ein. Der Chef arbeitet voll mit und hat keine Zeit für eine gescheite Vorkalkulation geschweige denn für eine Nachkalkulation. Eine Finanzplanung ist absolut unbekannt. Diese Dinge werden auf unseren techniklastigen Meisterschulen ja auch nicht gelehrt.
Dann nach einem Jahr kommt vom Steuerberater der Jahresabschluß, das Gesicht wird lang und länger, der Geschäftskundenberater der Bank kommt und vereinbart einen neuen Zusatzkredit.
So sieht es im deutschen Sanitärhandwerk momentan aus.

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Ungeteilte Zustimmung, Herr Faaß!

Das ist exakt eines der Hauptprobleme im Handwerk. Gut aus- und weitergebildete Betriebsinhaber, die das Kalkulieren gelernt haben und die Definitionen, wie "Deckungsbeitragsrechnung", "Kostenstellenrechnung" etc. verstehen, konkurrieren im Markt mit den von Ihnen zitierten Betrieben.
Hieran wird deutlich, daß allein das Beherrschen von Technik und Kalkulation i.d.R. nicht mehr ausreicht. Vielmehr ist ein sich exponentiell verstärkender Trend auszumachen, daß insbesondere Marketing verstanden und gelebt werden muß. Das Verkaufen über den Preis wird auf Dauer nicht durchzuhalten sein.
Hier sind Instrumente, wie z.B. das Kreditrating sehr hilfreich, da sie für eine höhere Transparenz bzgl. der "finanztechnischen Realitäten" auch in Kleinbetrieben sorgen und damit wesentlich schneller helfen, die "Spreu vom Weizen zu trennen".

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Hallo Herr Gege,
bin ganz Ihrer Meinung.
Bitte haben Sie Verständnis, daß ich nicht meinem Namen nenne.
Das hat seinen Grund.
Der Unternehmer

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Hallo, ich versuche ja gerade diese Handwerksunternehmen zum Aufhorchen zu bringen, die die Kenntnisse der Vorredner sich noch nicht angeeignet haben. Es wird sich jeder in Zukunft überlegen bei den nachstehenden Bonitätsklassen und -kriterien, ob er es sich noch leisten kann über den Daumen gepeilt einen Preis abzugeben:

1. Management
1.1 Qualität der Geschäftsführung/Managements
1.2 Qualität des Rechnungswesens/Controllings

(es werden immer 6 Noten vergeben, wobei 6 die schlechteste ist)

Summe = Anzahl der bewerteten Kreterien = Durchschnitt

2. Markt/Branche
2.1 Markt-/Branchenentwicklung
2.2 Konjunkturabhängigkeit
2.3 Abnehmer-/Lieferantenstreuung
2.4 Export-/Importrisiken
2.5 Konkurrenzintensität
2.6 Produkt/Sortiment
2.7 Leistungsstandard

Summe = Anzahl der bewerteten Kriterien = Durchschnitt

3. Kundenbeziehung
3.1 Kontoführung
3.2 Kundentransparenz/Informationsverhalten

= Summe: Anzahl der bewerteten Kriterien = Durchschnitt

4. Wirtschaftliche Verhältnisse
4.1 Beurteilung des Jahresabschlusses
4.2 Gesamte Vermögensverhältnisse

Summe = Anzahl der bewerteten Kriterien = Durchschnitt

5. Weitere Unternehmensentwicklung
5.1 Unternehmensentwicklung seit letztem Jahresabschluss.
5.2 Unternehmensplanung !!!!!
5.3 Ertragsplanung und kündtige Kapitaldienstfähigkeit
5.4 Besondere Unternehmensrisiken

Summe: Anzahl der bewerteten Kriterien = Durchschnitt

Summe Klasse 1 - 5 = Anzahl der bewerteten Klassen = Durchschnitt

ergibt eine Note, nach dieser Note werden Sie die Zinsen bezahlen bzw. entscheidet sich, ob Sie überhaupt einen Kredit bekommen.

Dieser Bewertungsbogen wird zur Zeit durch den Arbeitskreis der internationelen Banken beim BIZZ in Basel überarbeitet und stark verschärft werden. (sh. meine Beiträge). Den meisten Handwerksunternehmern ist das nicht bekannt.

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Zunächst einmal verwundert mich Anonymität des Herrn "Erfolgreicher Unternehmer" (Beitrag 4, 6 und 9). Wer Erfolg hat muß sich nicht hinter Pseudonymen verbergen. Die Offenbarung seiner Person und! seiner Internetadresse hätte vielleicht Aufschluss über seinen Erfolg und die damit verbundene Webdarstellung geben können. Des weiteren teile ich seine Ansicht nicht, ohne Kredite auszukommen. Innovationen sind mit Investitionen verbunden, die nicht immer aus den bröckelnden Gewinnen einer momentanen Betriebssituation geschöpft werden können. Neue Wege beschreitet man nicht nur aus purer Lust, sondern um sich den ständig wachsenden und verändernden Marktanforderungen stellen zu können. Auch stimme ich nicht mit dem zu diesem Thema öfters zitierten Ausspruch "Die Spreu vom Weizen trennen" überein. Wird dieser Spruch im kausalen Zusammenhang zum Kreditrating verwendet, könnte man die Banken, deren Macht durch stete Fusionen ständig wächst, als marktregulierendes Instrument missverstehen. Hier wäre kommunalpolitisch Handlungsbedarf, bedeutet, örtliche Firmen bei öffentlichen Aufträgen vorrangig zu behandeln, statt Preiszersetzung zu initialisieren, indem Firmen aus Gebieten mit niedrigerem Lohnniveau rekrutiert werden. Genauso gilt der Beitrag des Herrn Faass (7) bezüglich der Handwerkerschwemme zu bedenken. Anstatt sich mit einem desolaten Bildungssystem herumzuschlagen, könnten die Schulen Berufswünsche sinnvoll kanalisieren um den Markt dahingegen zu befriedigen, wo eine Sättigung nötig wäre.
Gruß, T.Bender

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Bei meinen Erfahrungen mit Banken, hatten die Sachbearbeiter, teilweise rauf bis ins höhere Management wenig Verständnis für Zusammenhänge in der freien Wirtschaft. Fraglich bleibt, ob dies mit einer "Checkliste" besser wird. Meiner Ansicht nach sind Banker nicht genügend auf die "Welt draußen" vorbereitet und sehen Geschäftsentwicklungen teilweise nur durch Ihre Banker-Brille.
MFG Svenn Hennrich

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Das Kredtirating wird nur dann für einen Unternehmer gefährlich, wenn er sich schon über Gebühr verschuldet hat, oder es vor hat. Außerdem noch, wenn sein Unternehmen führungslos ohne Ziel und Lenkung dahin dümpelt.
Zum Thema Kredit:
Vorausgesetzt die Handelspanne stimmt ( im Einzelhandel stimmt diese schon lange nicht mehr), dann ist es für ein Unternehmen in der Regel über kurz oder lang tötlich, wenn das Fremdkapital bei über 50% liegt und auf Dauer mehr Kredite aufgenommen wurden, als der Bestand an Umlaufvermögen. Das Anlagevermögen sollte immer Eigenkapital bzw. Eigenkapitalersatz sein. Betrachtet man aber die gängige Praxis, so werden Kredite aufgenommen, die bis zu 90% des gesamten Kapitals betragen - Folge: der Kreis hat ein Unternehmen mehr mit dem er ( kurzfristig) seine Existenzgründungsinitiative prahlen kann, die Bank macht Gewinn ( ohne Risiko für Verlust, da hierfür ja die KFW / Dta aufkommt ( Staat) und die Kredite die sie selber gab, über Gebäude, Versicherungen, Inventar locker wieder reinholt und - ein Unternehmer der in 97% nach spätenstens 5 Jahren pleite ist ( - er weiss es nur noch nicht, denn eigentlich ist er bei der Gründung schon Konkurs!). Der Jungunternehmer ist für Jahre ruiniert und die Bank in der Regel saniert.
mich wundert an dieser Entwicklung nur, dass die Handwerkskammern und Innungen dieses böse Spiel der Politik mitmachen!
In diesem Zusammenhang sollte man auch darauf hinweisen, dass jedes Unternehmen zumindest die Vorkontierung selbst vornehmen sollte, so hat man täglich den Überblick über die Finanzen und nicht erst zwei /drei Monate später, wenn der Steuerberater die Auswertung bringt und schon nichts mehr geht. In sofern müsten zumindest Grundlagen der Buchhaltung von jedem Unternehmer erwartet werden.

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Der Fragenkatalog ist ja schön und gut, aber was bringt er? - Eine Reihe von subjektiven Beurteilungen, die der Realität entsprechen können, ihr nahe kommen können, aber ebenso vollkommen daneben liegen. Ein gut geschulter Manager muß noch lange kein erfolgreicher Unternehmer sein, meist ist eher das Gegenteil der Fall. Mit einer professionellen Buchhaltung kann ich auch den " Misstand " verwalten, wenn ich die Zusammenhänge nicht finde nutzt mir auch die beste Buchhaltung oder EDV nichts!
Der Markt und die Branche kann "brummen" wenn das Unternehmen dies aber ( Qualität, Leistung, Preis, Service etc) nicht umzusetzen weiss, nutzt auch das nichts. Andererseits kann das Kleverle sich eine Niesche in einem maroden Markt erschliesen und in einer Branche tätig sein, für die auch niemand nur einen Pfifferling geben würde, und dabei sehr erfolgreich sein.
Das Export und Importrisiko zu bewerten halte ich schon für ein halbes Lotteriespiel und absolut unseriös, man braucht sich nur die Schwankungen EURO/ $ und die Energie- kosten anzusehen ( 6 Monate reichen). Hier ist es wichtiger, dass nicht zu knapp kalkuliert wurde und das Unternehmen und der Unternehmer Reserven haben, zumindest aber Einsparpotenziale, von denen man dann zehren kann. Was die Planung angeht, so gilt es auch hier "stille Reserven" einzuplanen - Ein Plan ist nur so gut, wie die Person, die ihn erstellt bzw.prüft. Ich schätze das 70% aller Businesspläne genau diese Kriterien nicht annähernd erfüllen und dies in 80% der Fälle dann von den banken auch nicht bemerkt wird! Dies stimmt mich besonders traurig, da es reichlich Informationsmaterialen hierzu gibt, - leider ist mir bislang noch keine Anleitung in die Hände gekommen, die gleich auf Reserven aufmerksam macht. Dann kommt da noch die Gewinnerwartung, mit ins Rating - toll, dann stimmt nämlich fast nichts mehr! - Die Gewinnerwartungen liegen fast zu 100% um 30 bis 50% zu hoch. Es sind alles Schätzungen, nicht mehr, aber auch nicht weniger, das sollten uns bewußt weden. Ein schon bestehendes Unternehmen kann man am besten mit einer Bewegungsbilanz beurteilen und nach dem RL -Controlling- System beurteilen. Mit einer Excel -Tabelle ist die in wenigen ( 5)Minuten gemacht und ergibt klare Ausagen über die Bilanzregeln.
Problem wäre dann allerdings, dass die Bank an 60% ihrer Kunden,die nach dem Rating noch Gelder bekommen, keine weiteren Kredite mehr vergeben dürfte!

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