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Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:33 Uhr

Wie sagte Herr Häusler so schön in einem Forumsbeitrag: " Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich hart erarbeiten!"
Aber genau das was Sie ansprachen und was aus der Reaktion von Herrn Häusler zu erkennen ist, liegt das Problem genau in den Kleinigkeiten die ich hier immer wieder anführe und häufig und heftig kritisiert wird!
Es sind die sehr vielen Kleinigkeiten, die im Umgang mit dem Kunden zu Kundenzufriedeheit und immer wiederkehrende Folgeaufträge führen! Da sind die weißen Handschuhe ein parade Beispiel, denn die zeigen dem Kunden, dass man sich für ihn zerreißt, um beste Qualität zu liefern und dafür ist er dann auch immer bereit mehr zu zahlen, was ja erst die Möglichkeit gibt, seinen Mitarbeitern höhere Löhne zu bezahlen! Sie haben es selbst in der Hand, Sie können durchschnittliche Leistung bringen, Qualität, gute Qualität, oder spitzen Qualität - aber darüber entscheidet der Kunde und nicht Sie! Was wir als Qualität verstehen kann in den Augen des Kunden Pfusch sein, hier spielt die Wahrnehmung des Kunden eine entscheidente Rolle. Und da kommt es sehr auf Äußerlichkeiten an, wie z.B. : Kleidung ( Handschuhe, Überzieher für die Schuhe), Abdeckung von Teppichen, Fließen, Schränke etc., Staubabsaugung beim Bohren, Flexen etc., Geräuschbelästigung, Freundlichkeit zum Kunden, Gesichtsausdruck, und bei der Verarbeitung kleine Detail, die aber ständige Ärgernisse darstellen, oder aber in Auge fallen. häufig bedarf es hierzu nur wenige Minuten um diese zu beseitigen, aber sie machen den Kunden jahrelang zufrieden, sorgen für kostenlose und "die beste Werbung!" , sowie für Folgeaufträge! Als Grundregel sollte dabei gelten: " Verlassen Sie Ihren Arbeitsplatz sauberer, als Sie ihn vorgefunden haben und erfüllen Sie jeden noch so ausgefallenen Kundenwunsch mit Freude " Geht nicht gibt es nicht!"!"

Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:33 Uhr

OK, ich gebe es zu, daß der Neid aus mir gesprochen hat.
Auf den zweiten Blick ist das mit den weißen Handschuhen gar nicht so blöd.
Gerne möchte ich mich nach der Meisterschule nächstes Jahr selbsständig machen.
Gute Beiträge habe ich mir ausgedruckt.
Den Gruß an meinen Boss habe ich nicht ausgerichtet, wenn er erfährt was ich für einen Blödsinn geschreiben habe, dann reißt er mir den Kopf ab.
Danke für den Tipp mit der Jogginghose, inzwischen bin ich älter und hoffentlich schlauer.
Sorry nochmal und bitte nicht weitersagen.
Ich hätte ja auch Anonym schreiben können, aber irgenswo habe ich gelesen, ein Mann soll zu seinem Wort stehen.
Gruß vom Stefan
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:33 Uhr

sehr geehrte damen und herren ,
mit interesse habe ich ihre diskussion über die pflicht zum meistertitel verfolgt.

den meisten beiträgen kann ich leider nicht zustimmen.
zur eröffnung eines handwerksbetriebes sollte der meistertitel zukünftig keine pflicht mehr sein, schließlich leben wir ja weder im dritten reich, noch in einer sozialistischen planwirtschaft sondern in einer sich durch die globalisierung verändernden welt.

bei der von ihnen so hoch angesetzen qualifikation der meisterbetriebe dürften sie eigentlich keine angst vor einer liberalisierung des marktes haben.

da dem aber offenbar nicht so ist, fürchten sie eine liberalisierung des handwerksrechtes wie der liebe gott den belzebub.

warum sperren sie sich eigentlich so dagegen , jungen gesellen hier im lande die chance zur selbstständigkeit zu geben, während mitbürger aus der eu hier ohne weiteres ein handwerk auch ohne meistertitel ausüben dürfen.

sie verbauen unseren jungen leuten den weg anstatt ihnen chancen zu bieten.

chance heisst auch, das der eine oder andere sich sofern er erstmal das nötige kleingeld für die meisterschule erwirtschaftet hat , diese zur fortbildung nutzen wird.

anders wäre es wenn die meisterschulen staatlich wären und kein schulgeld (ähnlich wie bei den staatlichen technikerschulen) erhoben wird.

wer kann sich als junger mensch eine meisterschule leisten?

die wenigsten!

es sei denn ihr papa hat auch schon einen betrieb und der junge spund wird grßzügig unterstützt.

so bleibt alles schön in der bei der familie/klientel, während anderen aus der jungen generation die zukunft unnötig erschwert wird.
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:33 Uhr

ganz einfach, warum sich das Handwerk dagegen mit Händen und Füßen wehrt!

Zur Zeit haben wir soviele Meisterbetriebe, dass es schon für viele schwer ist überhaupt existieren zu können. Dies liegt vor allem daran, dass diese in vielen Fällen nach Methoden arbeiten, die man schon vor dreißig Jahren verwendet hat, ich meine damit nicht die Technik ( die hat sich grundlegend verändert) sondern die betriebswirtschaftlichen Methoden, also Marketing, Buchhaltung, Kostenrechnung, Organisation,EDV, der Umgang mit dem Kunden und vieles mehr! Kurzum man gibt die Qualität, die man selbst als Qualität versteht.

Könnten sich junge Gesellen selbständig machen, dann kämen diese sicher schnell auf die Idee es mal anders zu versuchen, da ja der Kundenstamm begrenzt ist. Und da diese auch nicht voreingenommen sind gegenüber Neuerungen, hätten viele Meisterbetriebe schnell das Nachsehen. Die Qualität, wie hier oft geunkt wird, würde sicher nicht leiden, sondern eher steigen und die Kundenfreundlichkeit alle mal. Dann wäre der Meisterbetrieb ( nicht alle,aber viele !) Meisterbetriebe nicht mehr überlebensfähig!
Warum ? Ganz einfach: der Kunde geht dahin,wo er die Qualität bekommt, die er haben möchte und zuvorkommend bedient wird. Er möchte sich umfassend informieren können, ohne Zeitdruck, auch über das Internet und gerade da sind die jungen Gesellen im Vorteil! Sie kennen die Möglichkeiten, die bestehende Unternehmen nicht mal erahnen! Und sie werden durch Innovationen und Kreativität auffallen nicht nur durch Zertifizierungen an der Wand! Sondern auf Kundenanfragen reagieren und die Wünsche des Kunden berücksichtigen, das ist bei den heutigen Meisterbetrieben eher die Ausnahme ( zum Glück gibt es in fast jedem Ort wenigsten einen von dieser Sorte, aber dafür fällt man oft erst drei bis viermal auf die Nase, bevor man den gefunden hat - ich hab ihn gefunden, viele andere Kunden aber noch nicht, denn Marketing ist eine Sache - die Qualität dann auch Kundenfreundlich umzusetzen eine Andere).
Was Management und Moderne Unternehmesführung, Gewinn- und Kundenorientierung angeht haben die jungen den großen Vorteil, dass sie die Kunden kennen und ihre Wünsche, denn oft genug haben sie sich selbst über dieses Verhalten geärgert!
Also müßten sich alle Betriebe umstellen, und sie merken es schon heute, dass es nicht mehr so läuft wie früher, aber genau dazu ist man zu unflexibel und eigensinnig - leider nur mit wenigen Ausnahmen!
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:33 Uhr

... kann doch nur im Sinne von zufriedenen Kunden sein!

Wenn ich daran denke, dass für PC-Installationen künftig auch ein Eintrag in der Handwerkerrolle Pflicht sein soll und diesen Eintrag genau die Firmen haben, die bislang Schreibmaschinen repariert haben, aber von Netzwerken keine Ahnung haben, die aber die Ahnung haben keinen Büromaschinenelektrikermeister (oder so ähnlich :-)) vorweisen können und damit keine Legimitation für das Einrichten von PC-Netzwerken vorweisen können, also nicht berechtigt sind, diese Arbeiten auszuführen ... wird mir einfach schlecht.

Egal ob Meister oder nicht, Fortbildung + Kundenorientierung sind für mich die wichtigsten Kriterien zur Vergabe eines Auftrags!
Gast

Beitragvon Gast » 31.08.2005 16:33 Uhr

....ich hatte schon mal über meinen "genialen" Fliesenleger berichtet!?

Aufgrund schlichter Unfähigkeit dieses Betriebes konnte ich zumindest die Böden aus dem Bauträgervertrag herausnehmen lassen. (Mit dem jetzt beauftragtem Fliesenlegerbetrieb bin ich sehr zufrieden!)

Die 1. Firma hat es jetzt fertiggebracht, daß mein Bad im DG eine große Fliesenlücke an der Seitenwand aufweist - da den Handwerkern DAS MATERIAL AUSGEGANGEN IST! Dabei hatte ich sogar noch 2 Pakete Extrafliesen bestellt - für evtl. späteren Bedarf. Ach ja, die Größe des Bades hat sich zwischenzeitlich auch nicht geändert!
Da es sich um italienische Fliesen handelt, die von dort angeliefert werden (dauert ca. 2-3 Wochen) werde ich wohl Ende des Monats in ein unfertiges Haus einziehen (müssen) - denn der Umzugstermin steht. (Alp-)traumhaft....


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