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Hallo zusammen,
mich interessiert folgendes:
Ist eine Wärmepumpe (welches System auch immer) mit Unterstützung einer Solarthermie-Anlage zur Brauchwassererwärmung (finanziell) sinnvoll, zweckmäßig,...
Oder sollte man aus finanziellen Gründen lieber auf die Solarthermie verzichten (z.B. bei Einsatz von Sole/Wasser Wärmepumpe)?
Viele Grüße,
riedel2
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| riedel2 hat Folgendes geschrieben: | | Ist eine Wärmepumpe (welches System auch immer) mit Unterstützung einer Solarthermie-Anlage zur Brauchwassererwärmung (finanziell) sinnvoll, zweckmäßig,... |
Um Stromkosten zu sparen: Bei aktuellen Strompreisen: Nein. Um evtl. ein Kfw60/40 Passivhausdarlehen zu bekommen: U.u. Ja
| riedel2 hat Folgendes geschrieben: | | Oder sollte man aus finanziellen Gründen lieber auf die Solarthermie verzichten (z.B. bei Einsatz von Sole/Wasser Wärmepumpe)? |
Rechne es dir durch: Zu erwartende Stromkostenersparnis den Mehrinvestitionskosten + Zinskosten gegenüberstellen.
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Hallo riedel2!
Meiner Meinung nach, ist es aus ökonomischer Sicht nicht sinnvoll die Brauchwassererwärmung über Solarthermie zu reallisieren, wenn eine WP zum Einsatz kommt.
Bei uns (2Erwachsene + 2 "badewütige" Kinder) beliefen sich im Sommer die Kosten für die Brauchwassererwärmung (incl. Zirkulation) auf ca. 2,50€ pro Woche ( 21 - 22kWh/Woche).
Wenn schon Solarthermie, dann sollte sie zusätzlich in eine Heizungsunterstützung münden, um in der Übergangszeit die WP zu ersetzen. Das würde aber einen großen Heizwasserspeicher und Mischerventile erfordern.
Gruß Stefan
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hallo
es ist vollkommen richtig was die beiden anderen sagen:
Solarthermie sollte auch zur Heizungsunterstützung herangezogen werden; mach im Neubau nicht viel mehr aufwand und kann bei guter Auslegung der Anlage (soll heissen großer Schichtenspeicher) bis zu 20% der Heizungsenergie decken; trinkwasser bis zu 70%. Sind aber idealwerte und werden nicht von jedem erreicht.
ich hätte nur noch folgendes hinzuzufügen: man sollte auch die verlängerte Lebensdauer der Wärmepumpe heranführen; da speziell im Sommer die Arbeitszahl von Sole und Wasser Wärmepumpen für die Trinkwassererwärmung niedrig sind und der Kompressor viel Arbeit leisten mus kann eine trinkwassererwärmung über die Sommermonate mittels Solar die Lebenszeit um mehrere jahre erhöhen.
Bei Luft-Wärmepumpen ist die Wirtschaftlichkeit allerdings nicht oder nur kaum gegeben. Sie hat ja gerade im Sommer die höchsten Arbeitszahlen.
Muss man sich halt durchrechnen.
Wir realisierten in unseren Bauprojekten (drei reihenhäuser je 175m² WF ; WW Wärmepumpe von Bartl 10,1KW,Heißgasentwärmung, 600l+190l kombi-System-Speicher ) alle unsere Häuser mit jeweils 10m² Sonnenkollektoren.
hat den Vorteil: KFW-40 Standard wurde erreicht => günstige Kredite für die Hauskäufer
Wandaufbau 24cmZiegel + 12cm WDV System
Dach 18cm Zelluloseaufdachdämmung
Sobald die Anlagen laufen werde ich mal mit Zahlen dienen.
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| Zitat: | | ich hätte nur noch folgendes hinzuzufügen: man sollte auch die verlängerte Lebensdauer der Wärmepumpe heranführen; da speziell im Sommer die Arbeitszahl von Sole und Wasser Wärmepumpen für die Trinkwassererwärmung niedrig sind und der Kompressor viel Arbeit leisten mus kann eine trinkwassererwärmung über die Sommermonate mittels Solar die Lebenszeit um mehrere jahre erhöhen. |
Wieso ist die Arbeitszahl von Sole und Wasser Wärmepumpen im Sommer niedrig?
Die Wärmequelle liefert doch v.a. bei einer Sondenbohrung konstante Wärmeleistung?
Und ein Erdabsorber stellt doch gerade im Sommer eine höhere Wärmeleistung zur Verfügung?
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Hallo!
Für eine Luft/Wasserwärmepumpe ist diese Frage schon eher berechtigt.
Wenn die Sonne scheint, ist das Medium Luft energiereicher, und genau dann springt die Solaranlage als Energiequelle ein.
Aus rein ökonomischer Sicht kann man die Frage vielfach verneinen.
Der Mehraufwand (Solarmodule, angepaßter Speicher, Steuerung, Montage & Installation, Wartung) mit entsprechender Verzinsung über ca. 25 Jahre liegt in vielen Fällen höher als die Einsparungen über die Sonne.
Steigende Energiepreise können zukünftig diesen ökonomischen Ansatz auf den Kopf stellen.
Aber kennen wir nicht den stolzen Hausbesitzer, der seine moderne Heizungsanlage mit solarer Unterstützung ausgestattet hat.
Tue Gutes und rede drüber!
Gruß
Thomas Heufers
_________________ KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...
Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 27.11.2006 07:03, insgesamt einmal bearbeitet
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Hallo Riedel2,
ich habe diese Konstellation Wärmepumpe mit Solaranlage in meinem Haus einbauen lassen und bin nach Anfangsschwierigkeiten nun zufrieden damit.
Folgende Daten unserer Anlage: Wärmepumpe (Buso) 8,3 kW, 2 Erdbohrungen á 60 m, 23 m² Kollekterfläche (Buso), Ausrichtung S-SW mit leider hoher Verschattung in den Wintermonaten, 1000 l Pufferspeicher, eine Steuerung UVR1611 für alles, Warmwasserbereitung direkt über Durchlauferhitzer aus Puffer (eingestellt auf 43 °C), 6 kW Heizpatrone für den Notfall und zur Sicherheit (die wurde aber selbst –20 °C letzten Winter nicht gebraucht).
Unser Haus hat eine beheizbare Wohnfläche ca. 170 m², alles Fußbodenheizug. Die Raumtemperatur in Küche, Bad, WZ, Kinderzimmer beträgt ca. 22-23 °C, sonst ca. 19 °C. Über die Isolierung kann ich nichts sagen, weil keine Ahnung, aber 36er Poroton Ziegel wurden verbaut.
Wir wohnen jetzt 17 Monate im Haus. Ich habe also erste Erfahrungen sammeln können. Seit einem halben Jahr zeichne ich die Verbräche auf, d.h. ich kann das erste Halbjahr daher nur schätzen. Der Energiebedarf liegt aber bei uns bei ca. 20.000 kWh pro Jahr. Der Mehrverbrauch zum Nachbarn, der in etwa denselben kWh Verbrauch mit Gas hat wie wir, beträgt bis Mitte November ca. 1.000 €. Der Gesamtmehrpreis gegenüber einer Gastherme 12 kW betrug damals ca. 12 t€. D.h. mit Finanzierung rechnet sich die komlette Anlage nach ca. 15 – 18 Jahren, wenn die Energiepreise so bleiben.
Eine Solaranlage nur für die Brauchwassererwärmung loht sich nicht, wenn dann zur Heizungsunterstützung. Ich bin der Meinung, wenn die Voraussetzungen für Solar stimmen, sollte man sein Dach zupflastern bzw. die Leitungen vorsehen, um evtl. nachzurüsten. Die Aussage der Solarhersteller ist, daß man 20 % der beheizbaren Fläche braucht. Im Winter und in der Übergangszeit kriegt man, sobald die Sonne scheint, dann vernünftige Leistung vom Dach kann somit heizen. Es gibt Seiten im Netz, auf der Privatleute ihre Erträge auflisten. So kann sich jeder eine eigene Meinung bilden.
Matthias Riehn aus Eisenberg
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Hallo Matthias aus Eisenberg
Da wurde Dir aber ein Märchen aufgetischt. Nicht Deine Solaranlage rechnet sich sondern Deine Wärmepumpe.
Wie hoch sind denn Deine Verbrauchskosten? Deine Solaranlage bringt vielleicht eine Ersparnis von 100-150€ im Jahr und bringt nicht ihre Zinsen ein.
Also wenn Du vergleichst dann bitte nicht mit Gas oder Öl.
Gruß
Wero
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| riedel2 hat Folgendes geschrieben: | Hallo zusammen,
mich interessiert folgendes:
Ist eine Wärmepumpe (welches System auch immer) mit Unterstützung einer Solarthermie-Anlage zur Brauchwassererwärmung (finanziell) sinnvoll, zweckmäßig,...
Oder sollte man aus finanziellen Gründen lieber auf die Solarthermie verzichten (z.B. bei Einsatz von Sole/Wasser Wärmepumpe)?
Viele Grüße,
riedel2 |
Hallo Riedel2,
Ich habe letztes Jahr um diese Zeit auch vor diesem Problem gestanden.
Meine Entscheidung eine Wärmepumpe einzubauen habe ich bis heute nicht bereut. Ausgelöst wurde Sie durch die steigenden Gaspreisen. Ich habe im Jahr 2005 ca. 360€ an den Gasversorger bezahlt mit "stark" steigender Tendenz. (2 Personen Haushalt) Allerdings muss ich dazusagen, dass eine 280l Terme nicht gerade sparsam mit dem Gas umgeht.
Am 17.01.2006 habe ich die Wärmepumpe in Betrieb genommen. Der Zählerstand, auf dem extra für die Wärmepumpe angebrachten Zähler, war zu dem Zeitpunkt 62154,8 Heute am 07.12.2006 zeigt er 62681,8. Nun kannst Du Dir ausrechnen, ob sich zusätzlich Solarthermie noch rechnen kann. Ich meine nicht.
Die Keller Temperatur sinkt übrigens bei uns im Winter um ca. 3 Grad.
Viel Spaß bei der Entscheidung
Gueni
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Hallo,
die Warmwasserzirkulation würde ich der speziellen Steuerung überlassen, die extra dafür konzipiert ist und sehr effektiv arbeitet. Und zwar nur dann wenn warmes Wasser benötigt wird.
Die besten Erfahrungen hab ich mit dem Circon,
einer lernfähigen Zirklationssteuerung gemacht.
Kein Eingriff in die Wasserleitung, funktioniert mit jedem Rohrmaterial und spart die Anschaffungskosten nach kurzer Zeit selbst ein.
Jeder Wasserhahn ist die Fernbedienung und du brauchst keinen extra Schalter. Egal von wo aus du den Warmwasserhahn aufdrehst, springt sofort die Zirkulationspumpe an.
Und der Circon ist lernfähig, d.h. er merkt sich deine Einschaltzeiten und du hast dann auf jeden Fall warmes Wasser.
Legionellenschaltung hat er auch.
Und wenn du im Urlaub bist merkt er es auch und beim Wiederheimkommen erkennt er die alten Zeiten weider.
Ich finde, es ist die beste Lösung die ich kenn.
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Gruß
Jim
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| Jim Knopf hat Folgendes geschrieben: |
...die Warmwasserzirkulation würde ich der speziellen Steuerung überlassen, die extra dafür konzipiert ist und sehr effektiv arbeitet. Und zwar nur dann wenn warmes Wasser benötigt wird. ...
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Komfortgewinn versus Energieverlust
Die Warmwasserzirkulation verschlechtert die energetischen Kenndaten (zusätzliche Warmwasserbereitstellung, Steuer- und Pumpenstrom).
Wer ein Passivhaus, Energiesparhaus KfW 40 & 60 plant, sollte keine Zirkulation einplanen, sondern die Leitungswege vom Warmwasserspeicher zu den Zapfstellen kurz halten um den Warmwasserkomfort zu verbessern.
Die lückenlose und fachgerechte Ausführung der Rohrdämmung an den Warmwasserleitungen sollte im Sinne der Energiebilanz immer mit besonderer Sorgfalt ausgeführt werden.
Gruß
Thomas Heufers
_________________ KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
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05231-569596 + 0177-1648721
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