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Peter G
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Beitragvon Peter G » 12.11.2006 12:01 Uhr

Wir haben die Zuleitungslängen von unseren 2 Bohrungen bis ins Haus ursprünglich so gelegt, dass sie möglichst kurz und in etwa gleich lang sind, um einen Abstand der Sonden von ca 7 m anzustreben. Die Bohrungen waren auf der Längsseite unseres Hauses in einem Abstand von 1,20 m vom Haus geplant. Unsere Borhfirma hatte uns zugesagt, dass die Bohrungen auch nach Errichtung des Rohbaus noch wie geplant durchgeführt werden können. Leider ist das nicht so.
Jetzt will sie die Bohrungen unterhalb des Hauses errichten. Somit hätte die erste Bohrung mindestens einen Abstand zum Hauseintritt von 12 m, und die zweite noch den Abstand der Bohrungen hinzuaddiert, also bei 7 m Abstand der Bohrungen bereits 19 m. Laut deren Aussage würden wir davon profitieren, was ich nicht glauben kann, da in der kälteren Jahreszeit die Leitungen einen längeren Weg im kälteren oberflächennahen Boden liegen würden.
Wir würden uns freuen, wenn uns da jemand weiterhelfen kann!

Gruß
Peter

denkedran
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Beitragvon denkedran » 12.11.2006 12:18 Uhr

Es ist bei diesen Zuleitungslängen unerheblich. Wichtig ist die Möglichkeit am Verteiler die Erdsonden mit gleichem Durchfluss einzustellen. (im WP Betrieb verleichen Sie die Vorlauf und Rücklauftemperatur der einzellnen Sondenschleifen und stellen die auf gleiche Werte ein) Die Sondenrohre sind ordentlich zu spühlen, damit die Luftanteile raus sind.

Auch 20m Zuleitung von den Bohrpunkten aus verursachen keinerlei Beinträchtigung der Funktion der Erdsonden.

Gruß Denkedran
bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 13.11.2006 07:41 Uhr

Peter G hat geschrieben:Laut deren Aussage würden wir davon profitieren, was ich nicht glauben kann, da in der kälteren Jahreszeit die Leitungen einen längeren Weg im kälteren oberflächennahen Boden liegen würden.

Solange die Leitungen direkt unterm Mutterboden liegen profidiert ihr schon davon. I.d.R. liegen diese Zuleitungen auch ca. 1 m unter Boden und damit in einem Bereich wo auch im Winter kein Frost auftritt und die Temperatur höher ist als deine Soletemperatur. Diese liegt normalerweise im Bereich von 0 Grad (jedenfalls bei "normalen" Erdsonden die nicht > 1000 m ins Erdreiche vorstoßen und damit wirklich Erd"hitze" nutzen.

Aber wie denkedran angemerkt hat: Abgleich der Sonden ist nötig, aber wird i.d.R. von einem fähigen Heizungsbauer durchgeführt bzw. erklärt was gemacht werden muss.
Peter G
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Beitragvon Peter G » 13.11.2006 22:25 Uhr

Hallo ihr Beiden,

danke für die Info, somit weiss ich zumindest, dass etwas längere Zuleitungen nicht allzu sehr ins Gewicht fallen. Ich ging bisher davon aus, dass der Rückfluss der Sohle deutlich über Null Grad liegt, da ja bereits wenige Meter unter der Oberfläche Temperaturen um die 5° bis 10° vorliegen.

Jetzt noch eine weitere Frage:
Bedeutet getrennte Schieber für jeden Kreislauf automatisch, dass auch der Durchfluss für jeden Sondenkreislauf getrennt geregelt werden kann, bzw. dass ein Verteiler vorhanden ist?

Gruß
Peter
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Beitragvon bernhard geyer » 13.11.2006 23:19 Uhr

Peter G hat geschrieben:Ich ging bisher davon aus, dass der Rückfluss der Sohle deutlich über Null Grad liegt, da ja bereits wenige Meter unter der Oberfläche Temperaturen um die 5° bis 10° vorliegen.

Da Problem ist aber das du um Energie aufnehmen zu können eine gewisse Temperaturdifferenz vorherschen mussen. In ca. 1-2 Meter sind das ca. 10Grad. Alle 100 Meter (oder waren es 10) wird die Erde 1 Grad wärmer.

Um nun genügend Energie "abzapfen" zu können sollte schon ein Temperaturdifferenz von 10 Grad vorliegen. Und dies ist bei Soleeintrittstemperaturen von um die 0 Grad gegeben (Was nun die Optimale Einstellung ist sollte dein HB wissen).

Peter G hat geschrieben:Bedeutet getrennte Schieber für jeden Kreislauf automatisch, dass auch der Durchfluss für jeden Sondenkreislauf getrennt geregelt werden kann, bzw. dass ein Verteiler vorhanden ist?

Ich denke mal nicht das sich die paar Meter relevant auswirken werden. Aber das wird dein HB schon korrekt einstellen. Schlechter wäre es wenn die Bohrtiefen unterschiedlich wären.
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Beitragvon goetzschaefer » 21.01.2009 19:41 Uhr

Hallo

habe ich dies richtig verstanden, dass bei 2 Sonden diese durchaus auch ohne Probleme unterschiedliche lange Zuleitungen haben können ohne den WP-Betrieb zu beeinträchtigen.

Gruß
Götz

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Beitragvon machtnix » 21.01.2009 22:05 Uhr

Ja,
Tacosetter rein so das jede Sonde ihren Durchfluß erhält und gut is.

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