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idref2001
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Beitragvon idref2001 » 11.10.2006 20:53 Uhr

Hallo zusammen,
man liest oft das man mit einer Wärmepumpe im Sommer auch kühlen kann. Meine Frage bringt das was und lohnt es sich und wie sieht es dann mit dem Stromverbrauch aus???
Gruß idref2001

denkedran
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Beitragvon denkedran » 12.10.2006 05:44 Uhr

Ja rentiert sich das ? Eine gute Frage, wenn es eben zu warm ist werden alle möglichen Kühlquellen angezapft.
Die Frage ist eben nur warum eine weitere Geräte -Anschaffung wenn das die Wärmepumpe auch gleich erledigen kann.
Wir kühlen aber auch mit der Erdsonde, ohne die WP lange einzuschalten. Beim Brauchwasserbetrieb der WP wird die Erdsonde sowieso wieder heruntergekühlt.
Oder man tauscht die Kellerfußbodenheizung mit den Fußbodenheizungen der oberen Stockwerken aus. damit benötigt man nur die Energie der Fußbodenheizungspumpe. Bei Wandheizungen in der Dachschräge funktioniert diese Kühlung bestens.
Wer keinen Keller hat kann diese Kühlleitungen, als Kühlquelle in das Betonfundament einlegen.
Den energetischen sinnvollen Kühl -Möglichkeiten sind damit keinerlei Grenzen gesetzt.

Gruß Denkedran
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Beitragvon Rookie » 12.10.2006 11:56 Uhr

Guten Tag!

Uns ist auch das sog. "Natural Cooling" als Mehrpreis (1,5TEUR) zur Erdwämepumpe angeboten worden und ich bin noch recht skeptisch, ob das was bringt.

Immerhin ist die FBH ja immer "unten", so dass ich mir vorstellen kann, dass das im Obergeschoss (Einfamilienhaus), wo man es im Sommer ja am ehesten bräuchte (!), der Kühl-Effekt geringer ausfällen dürfte als im Erdgeschoss, wo man ja dann einen kühleren Fußboden und auch eine kühlere Decke hätte. Ich hab mal was von 2-4° K Absenkung gehört; finde ich wenig.

Bauliche Änderungen (zusätzl. Kühlschlangen, Wandheizung etc.) werde ich aus Kostengründen nicht vornehmen lassen.

Danke für Eure Meinungen/Erfahrungen!

BG, Rookie
denkedran
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Beitragvon denkedran » 12.10.2006 20:31 Uhr

Fragen Sie doch mal unter info@feuerteufel.de nach und fragen Sie dort nach dessen Erfahrungen im letzten Sommer.

Gruß Denkedran
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Beitragvon Quehl » 13.10.2006 11:50 Uhr

was soll denn solch eine Emailadresse? Die Mail kommt da nicht an.

mfg
Quehl
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Beitragvon Fred » 16.10.2006 21:00 Uhr

grundsätzlich kann man mit Wärmepumpen kühlen. Besser man spricht von "Klimatisieren". Das gesamte Hauskonzept ist jedoch Grundlage für eine effiziente Gebäudeklimatisierung. Kühlung bedeutet "Energiereduzierung" und kostet Energie. Die entzogene Energie muss irgendwo "abgeladen" werden und kann sogar zwischengespeichert werden und zu Bedarfszeiten "aktiviert" werden. Technisch ist alles möglich. Alle diese Maßnahmen sind objektbezogen anzuwenden und es ist zu prüfen wo ist eine Wirtschaftlichkeit noch gegeben ist. Der Anfang besteht immer in einer modernen hochdämmenden Bauweise wobei Energieverluste vermieden werden. Bei Interesse gerne mehr. Grüße Fred Becker

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Beitragvon progress » 17.10.2006 08:23 Uhr

Hallo,
ganz klar ist dass Du auf jeden Fall nicht günstiger zu einer Klimatisierung kommst als mit dieser Mehrinvestition und dass das Klimatisieren bei Alternativen nicht mit weniger Energieeinsatz geht.

Grundsätzlich zahlt sich aber die Mehrinvestition für 'Natural Cooling' vor allem durch niedrigere Energiekosten aus! In der komplett Rechnung sinkt die Amortisationszeit deiner WP um 6-8 Jahre. Am besten ist da die Kombination noch mit einer Solaranlage die ihre überschüssige Energie auch noch an die Bohrung/Kollektor abgibt. Wie von Fred geschrieben, wird die Wärmeenergie gespeichert und dann wieder aus Deiner Bohrung/Kollektor abgerufen.

Problematisch ist nur das Kühlen mit der Fussbodenheizung, da es nicht dem ‚normalen’ Empfinden entspricht wenn die Kälte vom Boden kommt und es nicht jeder mag wenn er barfuss aus der Dusche kommt. Wandheizungssysteme sind da besser, man sollte da nur drauf achten dass keine Kondensat ensteht.

Mit freundlichen Grüßen
André
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Beitragvon Fred » 17.10.2006 13:09 Uhr

wir haben Objekte realisiert mit "Oberflächenheizungen" in fast allen Bereichen des Hauses. (keine Unterputzsysteme ! echte Aktivierung ) die Objekte funktionieren im Heizsegment sowieso da die Oberfläche sowie das Speichervermögen sich vervielfacht haben. Die "Kühlung" erfolgt über den Flächenkollektor . Aber Ende August ist die Reserve im Boden nicht mehr gegeben. Das kommt natürlich auch auf das Kühlverhalten der Kunden an. Grundsätzlich ist die optimale Bauweise des Hauses Grundlage für ein stabiles Innenklima. Die Kosten für eine Niedrigstenegiebauweise sind oft nicht so hoch. Der technische Aufwand sowie der Energieverbrauch um alles optimal zu "Klimatisieren" sinkt mit den steigenden Aufwendungen in die Bauweise.
Dieses Thema ist jedoch zu umfangreich um hier abschließende Formulierungen zu finden . Bei Interesse Mail an : info@optinorm.de
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Beitragvon mstreib » 11.11.2006 23:47 Uhr

Hallo,

beim Kühlen mit der Wärmepumpe sog. naturale cooling über die Fläche der Fußbodenheizung muss man halt auch bedenken das man nicht unter den sog. Taupunkt fahren kann. Somit ist der Einsatzbereich einer so gebauten Anlage recht begrenzt. Es muss daher immer eine Steuerung eingebaut werden die die Fußbodentemperatur über dem Taupunkt hält. Sinnvoller ist es dagegen für die Kühlung Lüftungstruhen eines Kaltwassersatzes einzubauen. Hierdurch kann man unterhalb des Taupunktes fahren und somit die Luft entfeuchten. Die Teile kosten zwar mehr Geld und man benötigt ein zweites Rohrsystem ist aber auf jeden Fall die bessere Lösung.

M.Streib

www.waermepumpen-service-im-rhein-neckar-kreis.de
Lass die Sonne in dein Herz und in deinen Heizungskeller :-)

streib.de
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Beitragvon denkedran » 12.11.2006 10:25 Uhr

Es ist wohl schwer zu verstehen, mit dem kühlen Keller das Dachgeschoss über den Austausch des Heizungswassers im Sommer zu kühlen.
Und das nur mit dem Energieaufwand einer Heizungsumwälzpumpe.
Oder gar die Erdsonde zugleich als Kühl und Wärmequelle zu benutzen.

Wir leben eben hier in Deutschland. Was nicht sein darf kann nicht funktionieren.

Gruß Denkedran

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