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Forum Bioenergie: Biomasse

Thema: Pelletsheizung rechnet sich nicht mehr

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bast111

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Keine Lust mehr auf die Ölpreis-Achterbahn?

KWB - KRAFT UND WÄRME AUS BIOMASSE GMBH
da hat man einmal einen rohstoff, der bei uns wächst und das im überfluß, und schon sitzt eine industrie darauf, deren philosophie lautet: "wer eine pelletsheizung kauft, ist gefangen, daher kann er abgezockt werden".
der imageschaden ist enorm: auf jahre hinaus wird jeder pelletswillige/ölflüchtling in jeder statistik und grafik sehen, daß der pelletspreis dem ölpreis folgt und daher ein umsteigen absolut nichts bringt.
was wirklich was bringt: HACKSCHNITZEL. Das braucht zwar den 3-fachen Lagerraum, ist aber unabhängig von spekulativen Industrien. Hackschnitzel kann man von jedem Waldbauern zu einem reellen Preis beziehen - wie ja auch die Preisentwicklung Herbst '05 bis Sommer '06 beweist: Pellets --> + 50%, Hackschnitzel --> +/- 0%.
In Zukunft wird sich die Pelletsindustrie sehr genau überlegen müssen, welchen "Bequemlichkeitsaufschlag" sie verlangen kann.

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Heinz

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Beiträge: 334
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Hallo bast111,

Holz ist zwar ein Rohstoff, der bei uns wächst, ist aber keinesfalls im Überfluß vorhanden. Habe ich hier schon mal gepostet. Die eigenen Resourcen reichen bestenfalls (alle Hühneraugen zugedrückt) für bestenfalls ~5% des Heizbedarfes unseres Landes.
Ihre Aussage: "philosophie lautet: "wer eine pelletsheizung kauft, ist gefangen, daher kann er abgezockt werden"."
ist leider Tatsache und nennt sich Marktwirtschaft. Hätte unsere Regierung da nicht eingegriffen, wäre es eine schöne Sache und schöne Technik für Einzelne gewesen. Unsere Regierung hat durch ideologische Eingriffe einen Markt geschaffen, der zwangsläufig zusammenbrechen muss, weil es eben am realen Markt vorbeigeht. An solcher Planwirtschaft ist bisher jedes kommunistische und sozialistische System gescheitert. Schicken Sie einen Sozi in die Wüste und der Sand wird teurer! Hackschnitzel sind genau so ein Irrweg. Selbst Bauern bei mir im Dorf hatten so was, der Aufwand der Trocknung und Diesel überstieg bei weitem den wirtschaftlichen Nutzen, so dass sie das wieder gelassen haben.
Holzheizung, egal ob Pellets, Scheite, Hackschnitzel ist Nischenprodukt mit einem kleinen Markt. Als Ersatz zur Lösung der propagierten Energieprobleme untauglich.

Mfg
Heinz

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Heinz

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 13.01.2006, Wohnort: Odenwald
Beiträge: 334
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Hallo aup:
Zitat: N u r d a s E n e r g i e s p a r e n !

Stimme ich fast zu. Nennen Sie es einfach "Nichts verschwenden", dann stimme ich voll zu. Und das wusten schon unsere Altvorderen.

Mfg
Heinz

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Andreas

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Anmeldedatum: 17.04.2006, Wohnort: Dormagen
Beiträge: 105
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Hallo zusammen,

Keine Frage Pelletheizungen sind Nischenprodukte ! Die Förderungen fallen aus Geldmangel weg. Der Pelletmarkt ist gerade dabei sich einzuschwingen. Der Markt wird auch den weiteren Einzug der Pelletheizungen bestimmen.

Die Pellets werden sicherlich tendeziell im Preis steigen.
Kalkuliert man die Energiesparmaßnahmen an Altbauten mit ein, könnten ca. 5-10% aller Heizungen mit Pellets betrieben werden.

Bleiben lächerliche ( Twisted Evil ) 90% für den Rest.
Öl, Gas, Kohle, KKW und dann ????

Bei den Stromheizungen (auch WP) vergißt man gerne, daß auch sie letztendlich Primärenergie benötigen.

Ein Lictblick scheint die Geothermie ! Und es funktioniert schon...!
http://www.geowaerme-erding.de/start_fr.html...

VieleGrüße
Andreas

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Pellet-Profi

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Hallo, erst einmal ist es mir völlig unverständlich warum viele
sich die teuren Pelletkessel andrehen lassen.
Es gibt förderfähige Pelletkessel mit Schnecke und Regelung
mit gutem Wirkungsgrad schon ab 3.600,00 Euro.
Die Tonnen Pellets bekommt man (Stand 30.09.2006) für 170 Euro !!!
Also Leute bitte vor der Anschaffung besser Informieren und sich
umschauen !!!

Gruss Pellet-Profi

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bast111

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 27.09.2006,
Beiträge: 9
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@pellet-profi
soso.
da haben wir also noch so einen goldgräber, der angesichts der hohen pelletspreise um seine profite fürchtet.
soso.

fakt ist: eine ordentliche pelletsheizung kostet EUR 14.000,- (inkl. pelletsraum, raumaustragung und installation durch einen konzessionierten betrieb).

das rechnet sich bei diesen pelletspreisen nicht.

noch teurer ist es aber, einen billigkessel zu kaufen, bei dem man 50% der zeit auf den reparaturdienst wartet und inzwischen den elektro-radiator auf hochtouren laufen lassen muß.

bei so einem kessel fährt man besser, wenn man ihn gleich der altmetallverwertung zuführt, da bekommt man sogar noch geld dafür.

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Stephan Ostermann

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Beiträge: 466
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bast111 hat Folgendes geschrieben:
Hallo Stephan,

auch in Österreich gilt für Pellets der reduzierte MWSt-Satz (bei uns sind das 10%).

LG


Stimmt aber nicht für Pellets!!!

_________________
Grüße vom

AS Solar Kundendienst

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bast111

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 27.09.2006,
Beiträge: 9
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hallo Stephan,

es ist ja wirklich nicht so wichtig, aber:

- ProPellet ist der verband der österreichischen pellethersteller (der geschäftsführer dieses verbandes ist österreicher und er sagt mir: 10% MWSt)
- mein pelletslieferant ist österreicher (der verrechnet mir 10% MWSt)
- ich bin österreicher (ich habe hier eine pelletsrechnung vor mir: 10 % MWSt)

LG

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Andreas

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 17.04.2006, Wohnort: Dormagen
Beiträge: 105
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Heinz hat Folgendes geschrieben:

Ihre Aussage: "philosophie lautet: "wer eine pelletsheizung kauft, ist gefangen, daher kann er abgezockt werden"."
ist leider Tatsache und nennt sich Marktwirtschaft.


Bei welchem Heizsystem kann man NICHT abgezockt werden ????

Viele Grüße
Andreas

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Stephan Ostermann

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 05.01.2006, Wohnort: Sehnde / Niedersachsen
Beiträge: 466
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Nur mal nebenbei:

Lt. DEPV werden wir im nächsten Jahr eine Überkapazität haben, die sich in Bereichen von 400.000 Tonnen bewegen.

Somit wird auch hier die Marktwirtschaft den Preis nach unten korrigieren.

_________________
Grüße vom

AS Solar Kundendienst

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aup

Erfahrung: ***
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Beiträge: 26
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Hallo Herr Ostermann,

nach den Verlautbarungen verschiedener Pellet-Lobbyisten werden für das kommenden Jahr weitere, unter heutigen Gesichtspunkten vielleicht auch ausreichende, Produktionskapazitäten zur Pelletherstellung aufgebaut. Dass ist nur die eine Schwachstelle.

Die andere Schachstelle ist die Rohstoffverfügbarkeit. Schon heute ist der Resteholzmarkt wie leergefegt. Resteholz wurde nun mal auch schon vor Erfindung der Pellets entweder in der Industrie verheizt oder in der Spanplatten-, Papier- und Zellstoffindustrie weiter verwertet.

Zwar werden hierzulande nur etwa 80 % des nachwachsenden Holzes genutzt, doch laut Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft hatten wir 2003 gerade einen Selbstversorgungsgrad bei Holz- und Holzprodukten von etwa 86 %. Tendenz wieder sinkend! Auch Global wird sich die Biomassekonkurrenz durch den wachsenden Bedarf und durch neue Technologien (z.B. Sunfuel / BTL) weiter verschärfen.

Biomasse ist zwar eine nachhaltige, aber auch sehr begrenzte Ressource. Und mit Sicherheit zu wertvoll um es einfach in unseren schlecht gedämmten Häusern in großen Mengen zu verheizen.

Gruß
aup

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Fachplaner Passivhaus

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 18.12.2005, Wohnort: 87480 Weitnau / Oberallgäu
Beiträge: 110
Benutzer-Profile anzeigen http://www.passivhaus-ingenieur.de Antworten mit Zitat
Die preiswerteste Energie ist die dauerhaft eingesparte Energie.
Energie, egal in welcher Form wird künftig knapper und sehr teuer werden
Entscheidend sind letztlich in Zukunft nicht mehr die Investitionskosten, sondern die Energiekosten für den Betrieb des Gebäudes.
Hier liegt auch die Grundlage für die Wirtschaftlichkeit des Passivhauses, Amortisationen ab 15 Jahren sind bei moderater Preisentwicklung der Energie sicher, da die Heizkosten, je 100 qm Wohnfläche, bei ca. 100.-Euro/Jahrliegen. Das Rechenprogramm unter www.baukosten-info.de... zeigt dies deutlich.
Die Probleme am Pelletsmarkt sind;

a. Anpassung des Angebots an die Nachfrage
Es wurden jedes Jahr 100 % mehr Kessel verkauft als in den jeweiligen
Vorjahren, ohne dass der Markt die Kapazitäten im Brennstoff
ausreichend erhöht wurden.

b.Der günstige Pelletspreis der letzten Jahre hat viele Häuslbauer und
Altbaubesitzer dazu gebracht, ihr Vorhaben mit Gas/Öl zu heizen,
aufgegeben haben, ohne am Energieverbrauch des Hauses,
entscheidendes zu verbessern. Dabei wird allgemein vergessen, dass
die regenerativen Energien (Pellets + viele andere), die Fossilen nur
ersetzen können, wenn der Energieverbrauch der Gebäude, um den
Faktor 8-10 herunter gefahren wird. Wer nur den Energieträger tauscht,
heizt automatisch den Preis in diesem Sektor an, wie es bei Pellets zur
Zeit der Fall ist.

Gebäudeinvestitionen laufen langfristig, darum sollten die Energiekonzepte auch langfristig angelegt sein, darum.....
Die preiswerteste Energie ist die dauerhaft eingesparte Energie

PASSIVHAUS oder SANIERUNG FAKTOR 10

_________________
Bauen ist nicht eine Chance der Gegenwart, sondern im Besonderen eine für die Zukunft !
*Denen gehört die Zukunft, die sich bereits heute darauf vorbereiten* Zitat Martin Luther King

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Heinz

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Beiträge: 334
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Zitat aup:
"Im Inland werden 500.000 Tonnen Pellets erzeugt, jedoch 200.000 exportiert, sodass der Eigenbedarf (400.000) nicht gedeckt ist. Die Differenz wird zu hohen Preisen aus Deutschland und Tschechien importiert."

Wie war das mit ökologisch? Ach ja die Laster fahren ja sicher CO2-neutral mit Rapsöl.

"Gegenüber der Brennstoffeinlagerung 2005 kosten Pellets beinahe das Doppelte"

was einer Preissteigerung von 100% entspricht. Wann kommt übrigens Peak-Holz?

Mfg
Heinz

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Heinz

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 13.01.2006, Wohnort: Odenwald
Beiträge: 334
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Zitat Fachplaner Passivhaus:
Die preiswerteste Energie ist die dauerhaft eingesparte Energie

Man lese sich mal diesen Artikel durch:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,445103,00.html...

Fällt jemandem was auf?

Mfg
Heinz

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killermike2000

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Beiträge: 1
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Weg von Öl und Gas?
KWB Biomasseheizungen


KWB - KRAFT UND WÄRME AUS BIOMASSE GMBH
hi, grüße aus wien!

wir sind heuer von öl auf pellets umgestiegen, was gesamtkosten von ca. 28000€ mit sich brachte.

darin enthalten sind allerdings:
-öltank entsorgung
-aushub von erdreich im vorgarten mit einbau eines pelletserdtanks (fassungsvermögen 6,2t) das alleine hat ca. 8000€ verschlungen (alleine das erdreichgutachten fürn abtransport der erde hat uns 800€ gekostet, war vorgeschrieben Evil or Very Mad )
-komplett neue kupferverrohrung inkl. wasserleitung
-7fach heizkreisverteiler mit strangregulierung
-500l boiler
-einbindung des alten kessels (ohne ölbrenner) & umschaltmöglichkeit eben auf holz, koks,... betrieb.
-komplettsanierung des raumes, inkl. fliesen, verputzen,... (da allerdings nur materialkosten, da selbst gemacht)
-armaflex rohrverkleidung
-karminsanierung! es wurde ein 160er keramik eingezogen
-.... jede menge absperrhähne, ablassventile, so das fast alles bei problemen abgesperrt & bearbeitet werden kann ohne das restliche zu beinträchtigen zbw. immer die heizung auszulassen.
-jede menge kleinarbeiten
& natürlich dem sahnestück windhager biowin exclusiv 21kw


& das beste es wird in wien gefördert. pro haushalt max. 14400€ & davon maximal 45%
wir haben 2 haushalte & bekommen ca. 43% gefördert, also ca. 12000€ retour.

hätten wir allerdings die heizung nicht sowieso neu machen müssen, wären wir wahrscheinlich nicht auf pellets umgestiegen.


wenn jemand allerdings nur auf pellets umgestiegen ist, weil der preis kurzfristig so niedrig war, ist er selbst schuld, vorallem wenn er vielleicht sogar eine noch nicht so alte ölbrenneranlage hatte.

& wer sich den pelletspreis der letzten jahre ansieht, merkt das er öfter über 200€ war!
siehe:
http://www.uwe-energie.de/Preisentwicklung-Oel_Pellets.pdf...


imo meine bescheide kurze meinung Laughing


see you

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