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Andreas
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Beitragvon Andreas » 28.09.2006 20:03 Uhr

Hallo

meine Pelletheizung (14,9kW) wurde vor einiger Zeit abgenommen.
Überrascht hat mich die Aussage, daß nun 1x pro Jahr (vorher 2 x + 1 Messung Ölheizung) gekehrt wird.
Kostenpunkt : knapp 30,- €

Nach obiger Lehre würde ich mit einer nicht konventionellen Heizung Jahresenergiekosten in Höhe von rd. 90 € (oder weniger) haben.
(Bei 160qm Wohnfläche. Altbau mit Isolierfenster und isolierten Dach)

Was ist das für eine Heizung ?
Würde mich sehr interessieren !

Viele Grüße
Andreas

bast111
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Beitragvon bast111 » 29.09.2006 09:34 Uhr

Hallo Stephan,

auch in Österreich gilt für Pellets der reduzierte MWSt-Satz (bei uns sind das 10%).

LG
aup
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Beitragvon aup » 29.09.2006 09:53 Uhr

Hallo Andreas,

die Kehr- und Gebührenordnungen sind Sache der einzelnen Bundesländer. Sie sind bezüglich der Kehr- und Emissionsintervalle wohl nicht übereinstimmend.

Für Pelletheizungen gibt beispielsweise www.carmen-ev.de pro Jahr 68,- EUR für Kehrgebühren und 30,- EUR für Emissionsmessung an und www.depv.de dafür insgesamt 100,- EUR.
Ferner kommen hier noch einmal jährlich 36,- EUR (CARMEN) bzw. 69,- EUR (DEPV) für Hilfsenergie dazu. Das ist im Wesentlichen der Strom für Förderschnecke bzw. Saugeinrichtung, Brennerstarts und Umwälzpumpe.
Das sind zusammengerechnet also etwa 98,- bis 169,- EUR im Jahr Betriebsgebundene Kosten für den Kaminfeger und die Hilfsenergie.

Der genannte Vergleich bezieht sich auf die Jahresenergiekosten eines Passivhauses. Bei einem Jahresheizenergiebedarf von schätzungsweise 2000 kWh und einer Zuluftnacherwärmung mittels einer Abluftluftwärmepumpe (Jahresarbeitszahl etwa 3,0) plus etwa 400 kWh im Jahr an Hilfsenergie für Ventilatoren und Heizungspumpe liegt der jährliche Strombedarf bei etwa 1000 kWh bzw. bei etwa 160,- bis 200,- EUR pro Jahr.

Gruß
aup
Heinz
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Beitragvon Heinz » 29.09.2006 10:24 Uhr

Zitat Machtnix:
„Nun du cleveres Kerlchen,sag uns Abzockern doch einfach mal wie eine kostengünstige und energiesparende Heizungsanlage aussehen soll.“

Haben Sie sicher schon etliche eingebaut. bevor die Sinne von lauter Umweltangst, Klimakatastrophe, Subvention, EEG, Einspeisevergütung und wie der sonstige real existierende sozialistische Neusprech die Dinge nennt, vernebelt waren.

Mfg
Heinz
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Beitragvon aup » 29.09.2006 10:31 Uhr

Aktuell aus den OÖNachrichten vom 29.09.2006 (www.nachrichten.at):

HOLZ: Rekorde bei Preis und Lieferzeit

Pellets gibt's erst, wenn es kalt wird
LINZ. Der Biomasse-Verband beteuert, dass mit Holzpellets noch immer um 20 Prozent billiger geheizt werden könne als mit Öl. Das treibt Konsumenten auf die Palme, weil sie nicht einmal zu den aktuellen Spitzenpreisen ihr Brennmaterial kriegen.

"Wir liefern gerade die Bestellungen von Mai und Juni aus. Momentan sind wir nicht lieferfähig", meint ein Brennstoffhändler aus Ried i. I. Marktführer Genol (Lagerhaus) hat derzeit drei Wochen Lieferzeit. Wer rasch bestellt, könnte die Ware noch bekommen, bevor es richtig kalt wird.

Die Haushalte haben im Kampf um den Brennstoff mächtige Konkurrenten. Um die Sägeabfälle, die zu Pellets gepresst werden, balgen sich auch die Zellstoff- und die Plattenindustrie. Außerdem kaufen die Italiener, die wegen ihrer hohen Heizölpreise ins Holz geflüchtet sind, in Österreich "um jeden Preis".

Seit 2005 verdoppelt

Im Inland werden 500.000 Tonnen Pellets erzeugt, jedoch 200.000 exportiert, sodass der Eigenbedarf (400.000) nicht gedeckt ist. Die Differenz wird zu hohen Preisen aus Deutschland und Tschechien importiert.

Gegenüber der Brennstoffeinlagerung 2005 kosten Pellets beinahe das Doppelte, 277 Euro je Tonne. Da Kessel in der Anschaffung deutlich teurer sind, ist der Wettbewerbsvorteil zu Öl verschwunden. Allerdings werden 2007 neue Pelletswerke in Betrieb gehen. Die Preise werden vermutlich sinken.

Gruß
aup
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Beitragvon bast111 » 29.09.2006 10:47 Uhr

da hat man einmal einen rohstoff, der bei uns wächst und das im überfluß, und schon sitzt eine industrie darauf, deren philosophie lautet: "wer eine pelletsheizung kauft, ist gefangen, daher kann er abgezockt werden".
der imageschaden ist enorm: auf jahre hinaus wird jeder pelletswillige/ölflüchtling in jeder statistik und grafik sehen, daß der pelletspreis dem ölpreis folgt und daher ein umsteigen absolut nichts bringt.
was wirklich was bringt: HACKSCHNITZEL. Das braucht zwar den 3-fachen Lagerraum, ist aber unabhängig von spekulativen Industrien. Hackschnitzel kann man von jedem Waldbauern zu einem reellen Preis beziehen - wie ja auch die Preisentwicklung Herbst '05 bis Sommer '06 beweist: Pellets --> + 50%, Hackschnitzel --> +/- 0%.
In Zukunft wird sich die Pelletsindustrie sehr genau überlegen müssen, welchen "Bequemlichkeitsaufschlag" sie verlangen kann.

Heinz
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Beitragvon Heinz » 29.09.2006 18:01 Uhr

Hallo bast111,

Holz ist zwar ein Rohstoff, der bei uns wächst, ist aber keinesfalls im Überfluß vorhanden. Habe ich hier schon mal gepostet. Die eigenen Resourcen reichen bestenfalls (alle Hühneraugen zugedrückt) für bestenfalls ~5% des Heizbedarfes unseres Landes.
Ihre Aussage: "philosophie lautet: "wer eine pelletsheizung kauft, ist gefangen, daher kann er abgezockt werden"."
ist leider Tatsache und nennt sich Marktwirtschaft. Hätte unsere Regierung da nicht eingegriffen, wäre es eine schöne Sache und schöne Technik für Einzelne gewesen. Unsere Regierung hat durch ideologische Eingriffe einen Markt geschaffen, der zwangsläufig zusammenbrechen muss, weil es eben am realen Markt vorbeigeht. An solcher Planwirtschaft ist bisher jedes kommunistische und sozialistische System gescheitert. Schicken Sie einen Sozi in die Wüste und der Sand wird teurer! Hackschnitzel sind genau so ein Irrweg. Selbst Bauern bei mir im Dorf hatten so was, der Aufwand der Trocknung und Diesel überstieg bei weitem den wirtschaftlichen Nutzen, so dass sie das wieder gelassen haben.
Holzheizung, egal ob Pellets, Scheite, Hackschnitzel ist Nischenprodukt mit einem kleinen Markt. Als Ersatz zur Lösung der propagierten Energieprobleme untauglich.

Mfg
Heinz
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Beitragvon Heinz » 29.09.2006 18:07 Uhr

Hallo aup:
Zitat: N u r d a s E n e r g i e s p a r e n !

Stimme ich fast zu. Nennen Sie es einfach "Nichts verschwenden", dann stimme ich voll zu. Und das wusten schon unsere Altvorderen.

Mfg
Heinz
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Beitragvon Andreas » 29.09.2006 20:12 Uhr

Hallo zusammen,

Keine Frage Pelletheizungen sind Nischenprodukte ! Die Förderungen fallen aus Geldmangel weg. Der Pelletmarkt ist gerade dabei sich einzuschwingen. Der Markt wird auch den weiteren Einzug der Pelletheizungen bestimmen.

Die Pellets werden sicherlich tendeziell im Preis steigen.
Kalkuliert man die Energiesparmaßnahmen an Altbauten mit ein, könnten ca. 5-10% aller Heizungen mit Pellets betrieben werden.

Bleiben lächerliche ( :twisted: ) 90% für den Rest.
Öl, Gas, Kohle, KKW und dann ????

Bei den Stromheizungen (auch WP) vergißt man gerne, daß auch sie letztendlich Primärenergie benötigen.

Ein Lictblick scheint die Geothermie ! Und es funktioniert schon...!
http://www.geowaerme-erding.de/start_fr.html

VieleGrüße
Andreas
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Beitragvon Pellet-Profi » 30.09.2006 10:17 Uhr

Hallo, erst einmal ist es mir völlig unverständlich warum viele
sich die teuren Pelletkessel andrehen lassen.
Es gibt förderfähige Pelletkessel mit Schnecke und Regelung
mit gutem Wirkungsgrad schon ab 3.600,00 Euro.
Die Tonnen Pellets bekommt man (Stand 30.09.2006) für 170 Euro !!!
Also Leute bitte vor der Anschaffung besser Informieren und sich
umschauen !!!

Gruss Pellet-Profi

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