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bast111
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Beitragvon bast111 » 27.09.2006 03:22 Uhr

Konnte man im Herbst 2005 bei der Entscheidung für eine Pelletsheizung dank Förderung noch mit einer Amortisationszeit von etwa 7 Jahren rechnen, so liegt die Amortisationszeit derzeit bei 22 Jahren.

Die Pelletsindustrie in ihrer Gier führt uns derzeit vor, welche Profite sie gedenkt einzufahren, wenn Öl noch knapper wird.

Leider wird dadurch eine Reihe von Pelletskesselhersteller, die gerade im vergangenen Jahr und heuer ihre Produktionskapazitäten massiv ausgeweitet haben, in den Konkurs getrieben.

Weil: wer, außer den härtesten Öko-Freaks, kauft heutzutage noch eine Pelletsheizung?

(Aktuelle Preisinformation:
Pelletsheizung kostet ca. EUR 14.000;
Heizöl kostet ca. 6,3 Cent/kWh;
Pellets kosten ca. 5,3 Cent/kWh;
Bei einem Jahresbedarf von 25.000 kWh spart man mit Pellets derzeit ca. EUR 250,-/Jahr)[/b]

Stephan Ostermann
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Beitragvon Stephan Ostermann » 27.09.2006 12:13 Uhr

Hallo...

bei der Amortisationsrechnung sollte aber nicht der Jahreshöchstpreis, sondern ein Jahresmittelpreis zu Grunde gelegt werden.

Zu dem ist selbst jetzt der Preis pro Tonne 260 € je Tonne mit mind. 10% zu hoch angesetzt.
Grüße vom

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bast111
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Beitragvon bast111 » 27.09.2006 12:46 Uhr

Hallo,

die aktuelle Pellets-Preiserhebung der AK Oberösterreich vom 11.9.2006 weist bei Abnahme von 5 Tonnen als günstigsten Preis EUR 250,-/to zuzüglich EUR 33,- Abfüllpauschale und als höchsten Preis EUR 277,-/to zuzüglich EUR 28,- Abfüllpauschale aus.

Das nützt mir aber nichts, da diese Firmen nicht zu mir nach Wien liefern. Der günstigste Preis, den ich derzeit in Wien und Umgebung bekommen kann, beträgt EUR 262,-/to zuzüglich EUR 29,- Abfüllpauschale.

Die von mir angestellte Amortisationsrechnung stimmt schon so: wer sich heute überlegt, eine Pelletsheizung zu installieren, rechnet selbstverständlich mit aktuellen Pelletspreisen, die er erzielen kann und wird. Vergangene Durchschnittspreise nützen ihm da nichts.

Eigentlich ist die Amortisationszeit ja noch länger, weil ja auch die Verzinsung der Investitionskosten angesetzt werden müßte. Die Investition fällt nämlich sofort an, während die Kostenersparnisse erst nach und nach eintröpfeln. Die ersparten EUR 250,- im 20. Nutzungsjahr der Heizung beispielsweise sind aus heutiger Sicht gerade mal EUR 114,- wert, was die Amortisationszeit auf satte 30 Jahre verlängert.

MfG
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Beitragvon aup » 27.09.2006 14:27 Uhr

Vordergründig geht es den meisten Pelletsheizern um die Kosten, auch wenn nebenbei oft noch der Ökoaspekt genannt wird.

Mit den heutigen Pelletspreisen ist der Kostenvorteil der Pellets wohl dahin. Womöglich auch mittelfristig die Versorgungssicherheit, denn viele scheinen z.Z. nicht mit den erforderlichen Mengen beliefert zu werden.

Und auch bezüglich der Ökoaspekte muss endlich mit offenen Karten gespielt werden:

Erstens muss sich eine Pelletsheizung bezüglich der Feinstaubemissionen mit einer modernen Gas- bzw. Ölheizung messen können (und nicht mit einem alten Holzofen) und

zweitens können mit den nachhaltig zur Verfügung stehenden inländischen Holzmengen nur rund 5 % des häuslichen Wärmebedarfs gedeckt werden. Pellets- und Holzheizungen sind demnach auch keine "ökologische" Alternative, sondern schlicht ein etwas umweltfreundlicheres Nischenprodukt.

Leider werden wohl noch einige weitere Verteuerungen bzw. gar Verknappungen ins Land ziehen müssen, bis es die Heizerfraktion endlich verstanden hat, was wirklich ökonomisch und auch ökologisch ist:

N u r d a s E n e r g i e s p a r e n !

aup
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Beitragvon Stephan Ostermann » 27.09.2006 17:19 Uhr

Achso ... die Daten sind aus Österreich...

Nun wird einiges klar:

Dort zahlt man 20% MwSt und bei uns nur 7% ansonsten heißt es einfach vergleichen und natürlich auch sparsam heizen...
Grüße vom

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Beitragvon machtnix » 27.09.2006 20:33 Uhr

Nun ja,es gibt so einige Zeitgenossen die glauben das man mit einer Heizung wohl Geld verdienen könnte.
Geht wohl nicht so richtig.Dann muß ich euch leider sagen,verkauft euer Auto,das kostet den Anschaffungspreis,Au Backe,Benzin,Steuern Reparaturen,Wartung,Verschleiß.
Für das eingesparte Geld könnte man doch wunderbar mit einer Seniorenkarte ein Leben lang rumfahren.

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Beitragvon Energiesparer » 27.09.2006 21:24 Uhr

was wirklich hilft ist, den Energiebedarf senken.. !!!
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Beitragvon Heinz » 27.09.2006 21:31 Uhr

Zitat machtnix:
„Nun ja,es gibt so einige Zeitgenossen die glauben das man mit einer Heizung wohl Geld verdienen könnte“

Welche Branche macht denn dauernd vor, dass man damit Geld sparen könnte?

Zitat Stefan Ostermann:
„Dort zahlt man 20% MwSt und bei uns nur 7% ansonsten heißt es einfach vergleichen und natürlich auch sparsam heizen..“

Es wäre der Branche auserordentlich nützlich, wenn man wieder mal auf den Boden der Tatsachen ankommen würde! Und nicht dem Kunden unter Vorhalt von allerlei gesetzlichem Schmonsens einfach mal die Technik und die Wirtschaftlichkeit erklären würde. Sind hier Handwerker zugange oder Steuerberater?

Mfg
Heinz
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Beitragvon machtnix » 27.09.2006 21:45 Uhr

Ja Heinz,auf deinen Kommentar haben wir wieder gewartet.
Hauptsache schmarrn verzapfen.Dir muß man in deiner Jugend arg übel mitgespielt haben.
Zu keinem einzigen Thema bei der Problembehandlung etwas beitragen aber zum dummbabbeln mal wieder einen Kommentar ablassen.

Okay,wir Heizungsbauer sind alles Abzocker,die Produzenten von Wärmetechnischen Anlagen sind alles Abzocker,Solar und Pellets lohnen sich nicht.ÖL und Gas wird teurer.
Bei Wärmepumpen wird der Wärmepumpenstarif wohl auch steigen.

Nun du cleveres Kerlchen,sag uns Abzockern doch einfach mal wie eine kostengünstige und energiesparende Heizungsanlage aussehen soll.
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Beitragvon aup » 28.09.2006 08:11 Uhr

Hallo zusammen,

was die Wirtschaftlichkeit anbelangt ist unter www.baukosten-info.de und beim BINE Informationsdienst mit dem Vergleich eines EnEV- und Passivhauses sehr deutlich geworden, dass das Passivhaus schon heute der wirtschaftlichste Hausstandard ist. Und jedenfalls nicht ein bestimmter Heizungstyp!

Konsequenterweise sollten sich alle zukunftsorientierten Diskussionen dann an den Erfordernissen eines Passivhauses orientieren.

Konventionelle Heizungen sind hier wirtschaftlich betrachtet ohnehin völlig uninteressant, da alleine die Kehrgebühren rd. 30 - 70 % der Jahresenergiekosten ausmachen würden.

Gruß
aup

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