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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
idref2001
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Beitragvon idref2001 » 07.09.2006 17:43 Uhr

Hallo zusammen,
da die Preise für Bohrungen immoment in den Himmel steigen und mein Garten mit 200qm für 11,4 KW laut Heizungsfritzen zuklein ist, hat er mir eine Luftwärmepumpe empfohlen. Jetzt wollte ich eure Meinung dazu einmal hören ist das wirklich eine Alternative?? Wer hat eine Luftwärmepumpe und kann mir darüber etwas sagen.

Euer idref2001 8)

hannes-fce
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Beitragvon hannes-fce » 07.09.2006 19:23 Uhr

Hallo, leider kann ich dir nicht auf deine Frage antworten. Aber wo wohnst du denn, wenn sich die Preise für Bohrungen so sehr gesteigert haben ? Eigentlich sind diese gleich geblieben, das einzige was ständig teurer wird ist das Pe-Rohr. Bin auch einwenig erstaunt , was hier für Preise genannt werden.
mfG Hannes
idref2001
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Beitragvon idref2001 » 07.09.2006 19:30 Uhr

In 50374 Erftstadt (bei Köln) . Siehe "Preis für eine Bohrung ???
Tired71
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Beitragvon Tired71 » 15.01.2007 17:01 Uhr

Hallo,

also wir beheizen seit 1,5 Jahren unser neu gebautes Haus (Holzständerbauweise, die Heizung läuft seit Juni 2005, Einzug war im Dezember 2005) mit einer Tecalor Luft/Wasser-WP (...die genaue Typenbezeichnung der WP weiß ich grade nicht...).
Die WP versorgt über 2 Heizkreise, die mit unterschiedlichen Vorlauftemperaturen laufen,
1. unsere Wandheizung (Wohn-Schlafräume und Büro) und
2. die Fußbodenheizung (Flur, Kellerräume, Bad und Gäste-WC)

Das Haus hat insgesamt eine Wohnfläche von 170 qm plus Vollunterkellerung (nochmal ca. 90 qm). Im Keller ist von der Fläche her ca. die Hälfte ebenfalls mit Fußbodenheizung, die von der WP beheizt wird.

Darüber hinaus gibt es dann noch eine Solaranlage für's Warmwasser und einen Pufferspeicher mit 700 Liter, der bei viel Sonnenschein die überschüssige Wärme aus dem Solarspeicher (350 Liter) aufnimmt.

Zusätzlich haben wir eine zentrale Be-und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (leider noch ohne "Feuchterückgewinnung", die ich unbedingt empfehlen würde, da die Luft bei uns doch sehr trocken wird, wenn wir nichts unternehmen).

Stromkosten für Heizung/Warmwasser sind im Schnitt bei 65-70 EUR/Monat im WP-Tarif der ENBW. Im tiefsten Winter schmeißen wir dann noch unseren Schwedenofen im Wohnzimmer an, um die Heizung ein wenig zu entlasten (und außerdem knistert und flackert das Feuer so schön).

Wir sind mit unserer Heizung sehr zufrieden und erläutern immer wieder gerne unseren Gästen, die wir das erste Mal durch's Haus führen: "....nein, Öltanks gibt es hier keine...", "...Nein, wir heizen auch nicht mit Gas, sondern mit Luft !".
Darauf gibt es dann folgende Reaktion:

Ein total fassungsloser Ausdruck im Gesicht und die Frage: "Wie geht DAS denn ?"

...erkläre das dann, blablabla...

"Ja aber die Luft hat doch höchstens XX Grad, wie kriegt Ihr damit die Heizung warm ?" ....worauf ich dann wie jedes Mal die Erklärung mit dem Kühlschrank bringe, "...funktioniert genauso, nur eben umgekehrt !"

Nächste Frage ist dann:
"Aber da habt Ihr doch sicher riesige Stromkosten, wenn Ihr MIT STROM HEIZT, oder ?" ..... "OK, das Prinzip wurde noch immer nicht ganz verstanden" denke ich mir dann und laß es je nach Eindruck des Fragenden gut sein, oder erkläre das nochmal.

Wenn ich dann die durchschnittlich 65,- EUR erwähne, fängt jeder mit rechnen an und irgendwann kommt dann ein erstaunter Gesichtsausdruck nach dem Motto: "Scheiße, ich bezahle viel mehr Heizkosten....".

Fairerweise muß ich allerdings dazu sagen, daß uns die ganze Anlage natürlich etliche tausend Euro mehr gekostet hat, als eine ganz normale Ölheizung. Für den Preisunterschied kann man lange Öl kaufen, zumal die 65,- EUR Strom/Monat ja auch bei uns fällig sind.

Wir wohnen ganz in der Nähe der Burg Hohenzollern im südlichen Baden-Württemberg. Besichtigungen sind gerne möglich, wenn Ihr vorher einen Termin mit uns absprecht.
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Beitragvon roro » 15.01.2007 17:11 Uhr

Ich bin auch Besitzer eine LW-Wärmepumpe (Siemens L8M) obwohl ursprünglich ein Flächenkollektor geplant war. Auf Grund von extremen Bodenproblemen, war es aber dann nicht möglich genügend Grundfläche für die Kollektoren zu bekommen, daher musste schnell zwischen einer Tiefenbohrung und einer LW-WP entschieden werden.

Wir haben uns dann für eine LW-WP entschieden und sind sehr zufrieden.
Stromverbrauch für 2006 insg. 3500 kWh für 180 qm FBH und WW für 4 Personen.

Was bei einer LW-WP noch wichtiger ist, als bei anderen WP ist, dass die VL-Temperatur möglichst niedrig gehalten wird. Wir kommen im Winter mit 30-32 VL-Temperatur aus, hier arbeitet die LWP auch noch bei -10 Grad Ausentemperatur in einem verbünftigen Bereich.

WW-Erzeugung (welche eine höhere VL-Temperatur benötigt), haben wir auf die frühren Nachmittagsstunden verlegt, da hier meistens höhere Außentemperatur vorhanden ist, und die Ersparnis des geringeren Nachttarifes bei weiten ausgleicht.

Als Faustregel 1 Grad tiefer Temperatur bedeutet 4 % mehr Energieaufwand.
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Beitragvon bgentsch » 07.02.2007 13:09 Uhr

servus miteinander,

bin dabei meine ölhz durch eine wp-anlage zu ersetzen. wegen der bestehenden örtl. gegebenheiten kommt eine lwp in frage.
da die lwp bei temp unter 5°C sicher nicht die besten leistungen an den tag legt, stelle ich mir die frage, ob man die ganze sache in der erde (1-2 m) versenken kann. frostfrei ist der boden in unseren breiten ja ab 0,80 m. die aufstellung unter geländeOK hat meiner meinung nach auch noch den vorteil, daß keine wärme über den wind entzogen wird.

nachteil könnte sein: an wärmeren tagen ist es "im loch" kühler als draussen

gibt es da erfahrungen / meinungen?

mahlzeit

brian

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Beitragvon Thomas Heufers » 07.02.2007 14:16 Uhr

Hallo idref2001!

Handelt es ich um ein bereits bestehendes Gebäude oder bist in der Planung für einen Neubau?

Wie ist der Jahres-Primärenegriebedarf pro m² und Jahr für das Gebäude?

Das Geld für Bohrung kann man beispielsweise bei einem Neubau besser zur Verbesserung der Gebäudehülle einsetzen, dann kann man eventuell eine Luft-/Wasserwärmepumpe wirtschaftlich einsetzen.

__

Hallo Tired71!

Die Verbrauchswerte einer tecalor THZ 303 SOL (Holzrahmenbau - Luft/Wasserwärmepumpe mit kontrollierter Lüftung) sind hier nachzulesen.>> http://www.energie-effizientes-haus.de/ ... rauch.html
Diese Bauweise sollte eigentlich heutzutage Standard sein. Aber leider bauen immernoch 90 % der Bauherren Dinosaurier aus dem letzten Jahrtausend, mit Verbräuchen die 3-mal so hoch sind.


Gruß

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Beitragvon OLIVER 1 » 08.02.2007 19:15 Uhr

Hallo,

wir planen im Moment eine Neubau eines Einfamilienhaus (4 Personen) Vollkeller, EG, DG (EG+DG ca. 140m2).

Ich wollte eine Luftwärmepumpe für die Fußbodenheizung und Durchlauferhitzer (Bad/Küche) für das Brauchwasser einbauen.

Ist es billiger bzw. sinnvoll das Brauchwasser mit Durchlauferhitzer zu erwärmen?
oder sollte man die Wärmepumpe evtl. mit Solar unterstützen und Heizung und Brauchwasser über diese System erwärmen.

Würde mich über antworten freuen
Gruß
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 08.02.2007 20:02 Uhr

Hallo Oliver 1!

Es fehlen noch konkrete Angaben zum Energiebedarf Deines Hauses.
Ein Durchlauferhitzer neben der Wärmepumpe macht nicht unbedingt Sinn. Die Wärmepumpe liefert Dir auch warmes Brauchwasser, 45° C. sind vollkommen ausreichend.

Schau doch 'mal auf dieser Seite nach, hier ist eine Komplettsystem mit einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe etc. dargestellt. >>
http://www.energie-effizientes-haus.de/ ... chnik.html
Mit einem solchen Konzept ist Dein Energiebedarf so niedrig, dass Du mit unter 30 € pro Monat für Heizung und Warmwasser auskommst. >>
http://www.energie-effizientes-haus.de/ ... rauch.html

Eine Solaranlage ist nicht unbedingt erforderlich, aber aus ökologischer Sicht zu empfehlen. C02-Problematik für Autos (CO2-Steuer?) gibt es schon, für Häuser wird man in Zukunft auch das Problem thematisieren.

Wärmepumpen können in der Gesamtbetrachtung jedoch Brennstoff bzw. Primärenergie einsparen, da sie den Großteil Wärmeenergie vor Ort der Umgebung (siehe Absatz Wärmequellen) entnehmen. Brennstoffe für Heizzwecke machen den Großteil des deutschen Primärenergiebedarfs aus. Wärmepumpen bieten an dieser Stelle Potential zur CO2-Einsparung.


Gruß

Thomas Heufers
Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 10.02.2007 08:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon OLIVER 1 » 08.02.2007 20:14 Uhr

Der Energiebedarf wurde noch nicht berechnet.
(noch in der Planungsphase wollen aber dieses Jahr mit dem Bau beginnen)

Muß das Brauchwasser nicht auf mindestens 55°C erwärmt werden? wegen den Bakterien / Legionären?

C02 Steuer ?
ensteht bei der Wärmepumpe Co2 ?
oder sind das dann evtl. Zusatzkosten für Strom?

Welchen Hersteller (Wärmepumpe Luft) sollte man nehmen?

Gruß

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