> ich denke, dass diese Art der Energieerzeugung nicht ungefährlich ist.
Ja. Und das gilt sogar für Techniken, die man beherrscht.
Geothermie zur Wärmegewinnung ist nicht nur in Deutschland zum Glück längst ein "alter Hut". Damit will ich sagen, daß die Gewinnung von Erdwärme, die in aller Regel aus sehr oberflächennahen Bereichen geschieht, eine eingeführte und zuverlässige Technik ist.
Zur Gewinnung von elektrischem Strom sind mittlerweile weltweit mehr als 30 GW/h installiert. Das funktioniert sehr gut, allerdings mit relativ geringen Ausbeuten.
Im Elsaß wird gerade eine Anlage im Technikumsmaßstab erprobt (Hochschulprojekt, EU Mittel), das konventionell wasserführende Kluftsysteme angebohrt hat und ebenfalls relativ niedrige Temperaturen nutzen wird.
Die Schweiz projektiert gerade zwei große Projekte. Dabei wird davon ausgegangen, daß die Anlagen unter optimalen Bedingungen etwa 2,5 MW/h dauerhaft leisten können. Herrn Ottes Anlage soll da um den Faktor 1.000 besser sein
Allen Projekten die über die Wärmegewinnung zu Heizungszwecken hinausgehen, müssen im Erdinneren Wärme in einem großen Umfang tauschen. Das geht entweder mit "geschlossenen Sonden", die sich aber mit heute verfügbarer Technik nicht in größeren Tiefen einbringen lassen, oder aber unter Einbeziehung von Kluftsystemen, die eine große innere Fläche zum Wärmetausch haben und gleichzeitig über stabile, großvolumige Wasserwege verfügen.
Allerdings läßt sich nur dann etwas über das Verhalten der Klüfte sagen, wenn man sie exakt kennt. Das Durchleiten von Wässern, oder gar zusätzliches Einpressen zum Weiten der Klüfte (wie in Basel geschehen), oder eine unkontrollierte Entnahme von Wasser kann nicht abschätzbare Folgen haben, bis hin zu künstlichen Erbeben.
Und wer kennt sich schon in zwei- bis dreitausend Metern wirklich aus?
Herr Ottes Firma will 18 bis 24 km tief bohren.
Die beiden kontinentalen Tiefbohrungen in den 90ern haben bei etwa 9.000 m und 12.000 m aufgehört. Die letzgenannte Bohrung MUSSTE aufhören, weil die konvergierenden (zudrückenden) Bohrlöcher nach meinen Informationen keinen einzigen weiteren Bohrmeter mehr zugelassen hätten

Aber das kann Herrn Ottes Firma heute sicher lösen

Glauben kann ich das nicht. Aber mehr sage ich dazu nicht mehr

(Tut die Internetseite nämlich auch mehrfach nicht

)
> Sogar in Island scheint man nicht nur auf geothermische Lösungen zu
> setzen. Warum eingentlich?
Weil Erdwärme und Strom aus Erdwärme eben technisch noch nicht ausreichend erprobt und sicher in der Versorgung sind. Wissenschaftlich und technisch wissen wir sehr genau, wie es funktionieren kan. Aber, wie die Bergleute sagen: Vor der Hacke ist es duster.
> "Wunderwerk der Technik Strom aus Wasserkraft soll Islands neue Industrie versorgen"
Warum auch nicht. Solange der Mond nicht zur Erhöhung der Erdwärme beiträgt, werden wir ausreichend Gezeitenkräfte haben
> "Biogas kann russische Erdgasimporte ersetzen
> Studie: Klimaschutzziele allein mit Biogas erreichbar"
Das ist sehr interessant. Verbrennt Biogas ohne CO2-Emissionen?
und tschüß