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Olif.
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Beitragvon Olif. » 26.08.2006 19:51 Uhr

Hallo,

ich bin gerade auf der Suche nach einer Wohnung. In der Baubschreibung vom 12.12.95 steht:

Der Wärmeschutz wird ausgeführt nach der heute gültigen Wärmeschutzverordung DIN 4108 von 1992.

Ich dachte immer es gibt nur eine WSVO von 1977, 1982 und 1995. Gab es da auch eine von 1992? Wenn ja, ist die dann wesentlich schlechter als die von 1995? Oder ist die etwa gemeint?

denkedran
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Beitragvon denkedran » 26.08.2006 19:59 Uhr

Da will Sie offensichtlich jemand in die Irre führen.

Zum jetzigen Zeitpunkt gelten die derzeitigen Vorschriften.
Also muss für das Objekt ein aktueller EN EV Nachweis vorgelegt werden.

Ein Ergebnis sind die tatsächlichen Verbrauchs Werte und Energiekosten.

Es ist ein EN EV Nachweis Pflicht bei Besitzwechsel.


Gruß Denkedran
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Beitragvon Olif. » 26.08.2006 20:06 Uhr

Danke für die rasche Antwort.

Bei der Wohnung handelt es sich um eine "gebrauchte" Wohnung. Also kein Neubau. Die Wohnung wurde 96 fertiggestellt.

Muss mir der Verkäufer auch dann ein EN EV Nachweis vorlegen?

Vor allem wundert mich die WSVO 92. Habe bisher nur von 82 und 95 gehört.
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Beitragvon Heinz » 26.08.2006 21:29 Uhr

Hallo Olif,

suchen Sie die Wohnung in Hamburg oder Berlin-Brandenburg? Dort gab es bereits eine überarbeite Verordnung. Die WSVO 95 galt dann ab 1995 für alle Bundesländer.

Wenn Sie sich über den auszustellenden Energiepass informieren wollen, können Sie das auch hier: http://www.energieportal24.de/foru m/top ... aeude.html

Die neue Enev soll noch in diesem Jahr verabschiedet werden. Die Politiker streiten noch, wieviel Geld von der Bevölkerung geholt werden soll.......Erwarten Sie nicht zuviel vom Energiepass.

Mfg
Heinz
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Beitragvon bernhard geyer » 27.08.2006 12:27 Uhr

Wie wäre es sich einfach vom Vermieter die Abrechnung der letzten Jahre geben zu lassen mit der Angabe wieviele Mieter das Objekt benutzt haben. Damit sollte sich (auch ohne Energiepass) die zu erwartenten Kosten abschätzen lassen.
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Beitragvon denkedran » 27.08.2006 14:23 Uhr

Sollte ich es auch noch vorsingen ?

Bei jedem Besitzwechsel einer Immobilie ist eine EN EV vorzulegen und das Objekt ist nach dem jetzigen gültigen Stand der Verordnungen technisch nachzurüsten.


Gruß Denkedran


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Beitragvon Fachplaner Passivhaus » 27.08.2006 14:36 Uhr

Der Energiepass ist noch nicht rechtskräftig !
es ist nach wie vor strittig, ob der verbrauchsorientierte (Verbrauch des Vornutzers, sehr subjektiv) oder der bedarfsorientierte(gerechnet nach EnEV 2007) Energiepass kommt.
Dazu übrigends mehr auf unserer homepage unter "Àktuelles-Energiepass".
Ein Anspruch auf den Gebäude-Energiepass besteht noch nicht !
Es muss jedoch ein Wärmeschutznachweis vorliegen.
Wurde das Haus nach dem 31.12.1994 geplant und gebaut, gilt die WSVO von 1995 !
Den würde ich mir bei Kauf vorlegen lassen. Bitte nicht zu viel erwarten !
Der Nachweis in Verbindung mit den Werkplänen und einer Baubegehung ist was für Fachleute.
Im Zweifel beim Kauf oder Mieten einen Energieberater(Architekten, Bauingenieur) hinzu ziehen.
Kostet nicht viel, bringt aber viel !!

Bauen ist nicht eine Chance der Gegenwart, sondern im Besonderen eine für die Zukunft !
*Denen gehört die Zukunft, die sich bereits heute darauf vorbereiten* Zitat Martin Luther King
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Beitragvon denkedran » 27.08.2006 14:42 Uhr

Zum jetzigen Zeitpunkt des Besitzwechsels hat das Objekt der derzeitigen Wärmeschutzverordnung zu entsprechen.

Das ist wohl Sprengstoff für den Immobilienhändler wird aber sehr gerne verschwiegen.

Gruß Denkedran
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Beitragvon Fachplaner Passivhaus » 27.08.2006 15:10 Uhr

bis spätestens 31.12.2006 bestehen folgende Verpflichtungen der EnEV für Altbauten, Abschnitt3/§9 an:
-Kessel 1978 und älter müssen ausgetauscht werden
-Heizungs- und Warmwasserleitungen, soweit zugänglich, müssen in
kalten Räumen, nach EnEV gedämmt werden
-die oberste Geschoßdecke muss nach EnEV, U<0,30 W/qm.K gedämmt sein.
Eine Verpflichtung, dass das zu verkaufende Gebäude darüber hinaus dem Standard der zur Zeit geltenden Wärmeschutzverordnung = EnEV 2002 entsprechen muss gibt es nicht. Es gibt sogar Ausnahmen für Besitzer von bis zu Zweifamilienhäusern, für die oben genannte Mindestnachrüstungspflicht. Der Bauboom der letzten Jahre wäre gigantisch gewesen, wenn das so wäre !!
Er wird gigantisch werden, weil die alten, schlechten Häuser sonst in Zukunft weder zu unterhalten, noch vernünftig zu verkaufen sein werden.

EnEV 2002
§ 9 Nachrüstung bei Anlagen und Gebäuden (=> Begründung zur EnEV - Hinweise zu diesem §)

(1) Eigentümer von Gebäuden müssen Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 1. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind, bis zum 31. Dezember 2006 außer Betrieb nehmen. Heizkessel nach Satz 1, die nach § 11 Abs. 1 in Verbindung mit § 23 der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen so ertüchtigt wurden, dass die zulässigen Abgasverlustgrenzwerte eingehalten sind, oder deren Brenner nach dem 1. November 1996 erneuert worden sind, müssen bis zum 31. Dezember 2008 außer Betrieb genommen werden. Die Sätze 1 und 2 sind nicht anzuwenden, wenn die vorhandenen Heizkessel Niedertemperatur-Heizkessel oder Brennwertkessel sind, sowie auf heizungstechnische Anlagen, deren Nennwärmeleistung weniger als 4 Kilowatt oder mehr als 400 Kilowatt beträgt, und auf Heizkessel nach § 11 Abs. 3 Nr. 2 bis 4.

(2) Eigentümer von Gebäuden müssen bei heizungstechnischen Anlagen ungedämmte, zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen sowie Armaturen, die sich nicht in beheizten Räumen befinden, bis zum 31. Dezember 2006 nach Anhang 5 zur Begrenzung der Wärmeabgabe dämmen.

(3) Eigentümer von Gebäuden mit normalen Innentemperaturen müssen nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume bis zum 31. Dezember 2006 so dämmen, dass der Wärmedurchgangskoeffizient der Geschossdecke 0,30 Watt/(m²K) nicht überschreitet.

(4) Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung eine der Eigentümer selbst bewohnt, sind die Anforderungen nach den Absätzen 1 bis 3 nur im Falle eines Eigentümerwechsels zu erfüllen. Die Frist beträgt zwei Jahre ab dem Eigentumsübergang; sie läuft jedoch nicht vor dem 31. Dezember 2006, in den Fällen des Absatzes 1 Satz 2 nicht vor dem 31. Dezember 2008, ab.
Zuletzt geändert von Fachplaner Passivhaus am 27.08.2006 17:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon denkedran » 27.08.2006 15:25 Uhr

Nun da habe ich wohl ein wenig im Wespennest gestochert.

Also lasst euch nicht verar.............., jede Immobilie welche jetzt den Besitz wechselt muss auf die jetzige gültige Wärmeschutzverordnung nachgerüstet werden.

Wir Handwerker bergrüßen diese gesetzliche Verordnung , der Immobilienhandel hat damit noch seine Probleme.

Gruß Denkedran

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