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schussel
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Beitragvon schussel » 20.08.2006 14:47 Uhr

Hallo !

Nun noch ein anders Thema.

Wir haben ein Angebot über eine Anlage von der Firma Ochsner. War ein netter und kompetenter Verkäufer.

Nun mal einige Frage dazu:

1. Es wird eine Ochsner Golf GMDW 11Plus und eine Ochsner Luft/Wasser BW-Wärmepumpe Europa 303 angeboten. Preis zusammen ohne Montage inkl. MwSt. 8003,54 Euro. Ist der Preis so okay, hat jemand Erfahrungswerte ?

2. Der Verkäufer sagte uns, mit der DV Anlage könne man nicht kühlen, deshalb hat er uns dieses Angebot gemacht, da man mit der Europa 303 eine günstige Lüftungsanlage hat und über billige Klappventile auch kühle Luft in die Räume bringen kann. Ausserdem arbeitet die Heizungs WP im Sommer nicht und wird geschont. Für Warmwasser ist dann ja nur die Europa 303 zuständig, so das die Heizungs WP geschon wird.
Ist das so korrekt und sinnvoll ? Auch wirtschaftlich ?

3.Jetzt wurde uns von anderer Seite gesagt, das Kühlen kostet ja auch viel Energie und wir überlegen, vielleicht doch darauf zu verzichten, da es ja 30 Jahre auch ohne ging. Und etwas billger wird es dann bestimmt auch.
Wie muss der Aufbau denn dann aussehen, damit man Warmwasser bekommt, die Heizungs WP aber trotzdem geschont wird. Ist ja logisch, für so bischen Wasser braucht man nicht so eine große WP.

Über hilfreiche Antworten wäre ich sehr dankbar.

Gruss
schussel

P.S.: Gerade habe ich in einem anderen Forum gelesen, das eine Kühlung mit einer DV Anlage grundsätzlich möglisch ist (Aussage WP Einbauer).
Ja was denn nun ? Der eine sagt, der andere das. Irgendiwe versteh ich die Welt nicht mehr.

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Beitragvon machtnix » 20.08.2006 15:56 Uhr

In dem anderen Thread habe ich etwas von 170m² gelesen,dann wäre die Heizungswärmepumpe wohl zu groß ausgelegt.

An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall eine Heizlastberechnung nach EN 12831 machen lassen.Dann kann man auch über die Größe der Wärmepumpe mehr sagen.
Die Berechnung kannst du für wenig Geld hier www.waermebedarfservice.de machen lassen.

Das mit den zwei Wärmepumpen stimmt,ich würde auch sagen das ist das bessere System.Im Sommer kann sich das Erdreich erholen,und wenn tatsächlich mal eine Störung auftreten sollte,hat man immer noch entweder WW oder die Heizung zur Verfügung.
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Beitragvon denkedran » 20.08.2006 21:36 Uhr

Nun wenn auch im Keller eine FBH eingebaut ist ,kühlt man die oberen Räume mit dem Mischwasser aus dem kühleren Keller zum Strompreis der Umwälzpumpe. Der Keller wird somit fast kostenlos im Sommer erwärmt.

Wenn kein Keller vorhanden ist, legt doch einige Rohrkreise unter die Fundamentplatte.

Billiger und einfacher kann man nicht kühlen.

Gruß Denkedran
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Beitragvon schussel » 24.08.2006 19:06 Uhr

Hallo !

Und mal wieder eine Frage hier, da der Anlagenbauer gerade in Urlaub ist und ich aber unbedingt schlauer werden möchte:

Nach wievor ist bei mir eine DV WP der Favorit. Da ich mir vorstelle, dass ich mir einen Minibagger mieten und damit die Gräben für die Kollektoren selber ausheben könnte, möchte ich doch gerne einmal wissen, ob ich bei einer DV WP die Kollektorkreise auch in Gräben verlegen kann und diese dann auch eine vernünftige Entzugsleistung bringen ? Unser Neubau wird jetzt wohl endgültig 175m² Wohnfläche haben, eine Heizlastberechnung werde ich noch machen und 8 Kreise sollte ich lt. dem Anlagenbauer legen-ich will aber 9 zur Sicherheit. Kann ja nichts schaden, wenn man etwas mehr Entzugsfläche hat, nehme ich an.

Wie gesagt, bei Gräben könnte ich dann einen Graben ausheben, Kollektor rein, zu machen, nächsten Graben etc. Wenn es möglich ist, wie breit sollte so ein Graben sein und wieviel Kollektoren sollten darein in welchem Abstand ? Schätze, ich habe 350-390m² an Grundstücksfläche für die Verlegung zur Verfügung.

Danke und Gruss
schussel
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Beitragvon machtnix » 24.08.2006 21:15 Uhr

So wie du das vorhast wird das nix.Die Gefahr ist viel zu groß das man mit der Baggerschaufel den Erdkollektor beschädigt.

Hatte ein ähnliches Problem vor ca. 2 Jahren.Man konnte nur das Erdreich umschichten,dabei hat der Baggerfahrer die schon verlegten Erdkollektoren dreimal beschädigt.Aber es war auch schon verdammt eng und ein Sanierungsfall da hat es leider keine andere Möglichkeit gegeben.

Da du aber neu baust,sollte es doch möglich sein die gesamte Fläche frei zu legen und das Erdreich nachher wieder schön auftragen.
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Beitragvon schussel » 24.08.2006 21:36 Uhr

Hallo machtnix !

Natürlich gibt es die Möglichkeit, die ganze Fläche auszubuddeln. Nur hast Du schonmal eine Baugrube ausgehoben ? Wenn ja, weisst Du ja, was solche massigen Erdbewegungen kosten.

Wie sieht das eigentlich mit Hanglage aus ? Wir haben eine leichte. Den Teil vorne, wo das Haus steht, schütten wir auf Strassenniveau auf. Dann kommt hinten eine Terrasse angeschüttet und es geht über Stufen eine ebene tiefer.
Dort werden dann die Kollektoren verlegt und auch alles eben gemacht.

Nun wollte ich mir einen Sammelschacht sparen und die Leitungen zu dem Verteiler in der Garage legen. Aber dann würden alle Leitungen (also nicht die Kollektorfläche) etwas bergauf laufen ab der oberen Ebene. Oder ist es besser, doch auf der untersten Ebene einen Sammelschacht (ist ja auch nicht gerade billig) zu machen und von dort nur Vor-und Rücklauf etwas bergauf laufen zu lassen ?

Gruss
schussel


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