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Giorgos

Beitragvon Giorgos » 31.08.2005 17:05 Uhr

Hallo Leute,

ich schreibe vom Norden Griechenlands. Hier gibt es zwar (noch) keine Foerderung fuer den Bau einer PV-Anlage aber es gibt ausreichen viel Sonne.
Aus diesem Grund bedenke ich eine PV-Anlage zu installieren mit der ich mittels Electrolyse in den sonnigen Monaten Wasserstoff erzeugen werde, den in einem ausreichend grossen Wasserstofftank speichern werde und in den kalten Monaten Nov.-Maerz mit dem Wasserstoff mein Einfamilien- Dopellgeschoss- ca. 150 qm-Haus beheizen werde.

Das ist bis jetzt nur eine Ueberlegung wie findet Ihr sie?

Ausserdem will ich noch fragen ob jemand Erfahrungen mit solchen Installationen hat?
Wenn mir jemand Fragen wie:

Wie finde ich die richtige PV-Anlage?
Gibt es H2-Brenner?
Wenn ich mit 1500 liter Heizoel ueber dem Winter komme wieviel Wasserstoff wuerde ich benoetigen? etc.

beantworten koennte waehre ich sehr dankbar.

Klaus Kohrs

Beitragvon Klaus Kohrs » 31.08.2005 17:05 Uhr

Hallo Giorgos,
Deine Idee ist zwar nicht schlecht, aber auf dem heutigen Stand der Technik nicht sinnvoll machbar. 1500 l Öl entsprechen einem Brennwert von etwa 15000 kWh. Die durchschnittliche Sonneneinstrahlung pro Jahr in Griechenland ist mir zwar nicht bekannt, dürfte aber höher als in Deutschland sein. Ich rechne deshalb einfach mal mit 1500 kWh/Quadratmeter und Jahr. bei einem angenommenen Overallwirkungsgrad von 10% (vermutlich zu optimistisch), würden 100 Quadratmeter hochwertigste Solarzellenanlage benötigt, samt Aufständerung und Steuerung. Dazu kommt ein Elektrolyseur zur Wasserspaltung (mir nicht bekannt, das solche Geräte kommerziell angeboten werden, evtl nachfragen im Forschungszentrum Jühlich). Das nächste Problem ist die Speicherung des Wasserstoffs. Prinzipiell geht das natürlich in Druckgasflaschen, allerdings dürfte eine Flaschenbatterie der benötigten Größe ein ziemliches Sicherheitsrisiko darstellen. Dazu kommt eine entsprechende Kompressoranlage zum befüllen der Anlage. Ebenso der Brenner. Natürlich gibt es Brenner für Wasserstoff (z.B. zum Schweissen). Die Frage ist nur, ob diese für einen automatischen Heizungsbetrieb geeignet sind? Auch sollte man sich darüber im klaren sein, das Wasserstoff ein extrem gefährliches Gas ist, das auf Grund seines großen Diffusionsvermögens immer wieder Ursache schwerer Explosionsunglücke in der Industrie ist.
Die Zukunft der Energieversorgung liegt zwar im Wasserstoff, aber dazu müssen erst noch einige Hausaufgaben gemacht werden.
Erstens muß die direkte photolytische Wasserspaltung erreicht werden.
Zweitens wird man den Wasserstoff dann in Brennstoffzellen verwenden, um ihn möglichst effektiv zu verwenden.
Drittens muß das Speicherungsproblem sauber gelöst werden. Ich denke, das Druckgaasspeicherung aus Sicherheitsgründen ausscheidet, ebenso Kryospeicherung. Bleibt die Speicherung als Metallhydrid (wie in den neuen U-Booten der Bundeswehr) oder als Boran? Diese Technologieen sind abetr, wenn überhaupt, nur in Ansätzen vorhanden und keineswegs praxistauglich für einen Einsatzzweck, wie Du ihn planst.
Wenn Du interesse hast, können wir mal andere Möglichkeiten des Energiesparens beim heizen diskutieren.
viele Grüsse
Klaus Kohrs
Walter

Beitragvon Walter » 31.08.2005 17:05 Uhr

Generell ist es machbar. Leider ist nicht alles was machbar ist aber auch sinnvoll.

Der Aufwand ist größer als der Nutzen. Auch wenn die Speicherung kein Problem darstellt würde sich der Aufwand nie lohnen.

Eine sinnvolle ökologisch ökonomische Nutzung unserer Sonne liegt eigentlich nur darin mit einer PV - Anlage Strom und mit einer Solar - Anlage Heißwasser zu machen. Ich denke daß durch diese Möglichkeiten der größte Teil der benötigten Energie bereitgestellt werden kann.




» Hallo Leute,
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» ich schreibe vom Norden Griechenlands. Hier gibt es zwar (noch) keine
» Foerderung fuer den Bau einer PV-Anlage aber es gibt ausreichen viel
» Sonne.
» Aus diesem Grund bedenke ich eine PV-Anlage zu installieren mit der ich
» mittels Electrolyse in den sonnigen Monaten Wasserstoff erzeugen werde,
» den in einem ausreichend grossen Wasserstofftank speichern werde und in
» den kalten Monaten Nov.-Maerz mit dem Wasserstoff mein Einfamilien-
» Dopellgeschoss- ca. 150 qm-Haus beheizen werde.
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» Das ist bis jetzt nur eine Ueberlegung wie findet Ihr sie?
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» Ausserdem will ich noch fragen ob jemand Erfahrungen mit solchen
» Installationen hat?
» Wenn mir jemand Fragen wie:
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» Wie finde ich die richtige PV-Anlage?
» Gibt es H2-Brenner?
» Wenn ich mit 1500 liter Heizoel ueber dem Winter komme wieviel Wasserstoff
» wuerde ich benoetigen? etc.
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» beantworten koennte waehre ich sehr dankbar.

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