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Forum Bauen: Energiesparendes Bauen

Thema: Liapor-Thermobodenplatte-Wärmepumpen-Sicherheitsergänzungen

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RobertH

Erfahrung:
Anmeldedatum: 14.08.2006,
Beiträge: 2
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ANZEIGEHeizung - Solar - Sanitär - Elektro
Heizen und Kühlen
mit Wärmepumpen


ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Hallo,

ich habe verschiedene Fragen bzw. bitte um Meinungen zu meinem Haus, das ich im Hochsauerland bauen möchte und mindestens KfW40-Standard entsprechen soll:

1. Soll das Haus auf einer Thermo-Bodenplatte gebaut werden, von einem Styrodur-Rahmen umrandet werden soll und in der eine Fußbodenheizung verlegt werden soll.

2. Soll das Haus eine Kombination aus Fertig- und Massivbauweise darstellen: Es sollen rohe Wände aus Liapor, einem gebrannten Ton, aufgestellt werden, also so ähnlich wie beim Holzrahmenhaus, nur daß die Wände aus Liapor sind. Auch die weiteren Instalationen werden erst vor Ort und nicht in der Fabrikhalle getätigt. Das bezieht sich insbesondere auf Fenster und Türen.

3. meine wichtigste Frage: am meisten überzeugen mich die verschiedenen Wärmepumpen-Techniken. Im Gegensatz zu Öl oder Gas sowieso, die sind meiner Meinung nach sowieso keiner Rede wert. Sollte hierzu jemand anderer Meinung sein, möchte ich die gerne wissen. Ebenso zu Holz-Pellets, die ich auch für unvorteilhaft halte, da man hierbei immernoch den Gesetzen des Marktes unterliegt. Ich schwanke zwischen den vereschiedenen Modellen der Wärmepumpe: Einmal die Erdwärmepumpe, bei der eine Tiefenbohrung vorgenommen wird, die allerdings bis zu ca. 100 m in die Erde gehen kann und damit leicht mal über 10.000 € verschlingt. dann die Wärmepumpe, bei der die Kollektoren direkt unter der Grasnarbe verlegt werden. Dies erspart die teure Tiefenbohrung, ich habe aber auch gehört, daß das Wasser damit nicht genug erhitzt wird, sodaß die Legionellengefahr nicht vollständig gebannt werden kann, wenn diese Technik nicht durch Solarzellen unterstützt wird. Bestünde als dritte Möglichkeit noch die Luftwärmepumpe, die aber je wirtschaftlicher arbeitet, je wärmer es ist und je weniger man sie (außer für warmes Wasser) benötigt. Welche dieser Heiztechniken ist für meine Region am empfehlenswertesten? Oder wäre trotz Mehrkosten für die Installation eine Kombination mehrerer dieser Techniken Sinnvoll? Oder kann mir jemand noch etwas völlig anderes empfehlen?
4. wüßte ich noch gerne, ob es Sinn macht, zusätzlich einen Schornstein für einen Ofen oder Kamin oder was auch immer einzubauen, einerseits zur Sicherheit, falls im Winter über mehrere Stunden mal der Strom ausfallen sollte, andererseits für die Optik und Gemütlichkeit. Oder ist so etwas für das ganze Heizsystem abträglich?
Ich bin für jede Antwort, die mir weiterhilft, dankbar!

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machtnix

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.06.2006,
Beiträge: 1587
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Legionellengefahr:ist in meinen Augen nur Angstmacherei dem Kunden gegenüber.
Seit wann gibt es diese denn?Also irgendwie sind meine Oma und Opa doch ziemlich alt geworden.
Wenn das Wasser immer täglich benutzt wird und somit täglich umgewälzt wird gibt es keinerlei Probleme.
Biste dann mal 4 Wochen in Urlaub heizt du dann eben den Speicher mal hoch,also null Problem.
Also nicht bange machen lassen.

Um die Größe der Wärmepumpe zu bestimmen solltest du unbedingt eine Heizlastberechnung nach EN 12831 machen lassen.Das kann dein Heizi oder aber du kanns es hier www.waermebedarfservice.de... machen lassen.


Mir persönlich gefallen die Wärmepumpen von diesen Firmen ganz gut:

http://www.avenir-energie.com/francais/acceuil/frame.htm...

http://www.tecalor.de/nav_tecalor.htm...

http://www.idm-energie.at/...

http://www.hautec-ag.de/...

Bei Avenir komme ich mit wenig Platz auch mit einem Flächenkollektor hin da Direktverdampfer,ebenso IDM jedoch hier erwähnenswert die Heißgasladetechnik.

Tecalor hat eine sehr gute Luftwärmepumpe,mit WW-Bereitung,Solar und kontrollierter Wohnraumlüftung alles in einem Gerät.

Hautec,die Monoeinheit ist vielleicht interessant,auch die Warmwasserbereitung über den Fußbodenheizungsrücklauf finde ich ganz gut gelöst.

Also hier ist erstmal alles drin.

Viel Spaß beim informieren.

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bernhard geyer

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 22.06.2006,
Beiträge: 1153
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> Soll das Haus auf einer Thermo-Bodenplatte gebaut werden, von einem Styrodur-Rahmen umrandet werden soll und in der eine Fußbodenheizung verlegt werden soll.

Ist mir drückenden Grundwasser zu rechnen? Falls ja wäre ich skeptisch was die Dämmeigenschaften des styrodur-Rahmens betrieft wenn dieser permantent im Wasser liegt.

> Es sollen rohe Wände aus Liapor, einem gebrannten Ton, aufgestellt werden, also so ähnlich wie beim Holzrahmenhaus, nur daß die Wände aus Liapor sind. Auch die weiteren Instalationen werden erst vor Ort und nicht in der Fabrikhalle getätigt. Das bezieht sich insbesondere auf Fenster und Türen.

Und was/wieviel soll damit gespart werden? AFAIK ist Liapor auch was die wärmedämmung betrifft für Außenwände ohne Volllwärmeschutz nicht sehr gut. Ich glaube nicht das man damit (ohne Vollwärmeschutz) und mit Wärmepumpe KfW40 erreichen kann. Und wenn VWS nötig ist würde ich eher KS nehmen.

> Einmal die Erdwärmepumpe, bei der eine Tiefenbohrung vorgenommen wird, die allerdings bis zu ca. 100 m in die Erde gehen kann und damit leicht mal über 10.000 € verschlingt.

Bis wann soll das Haus fertig sein. Viele Bohrunternehmen sind bis Ende 2006 ausgebucht.

> dann die Wärmepumpe, bei der die Kollektoren direkt unter der Grasnarbe verlegt werden. Dies erspart die teure Tiefenbohrung, ich habe aber auch gehört, daß das Wasser damit nicht genug erhitzt wird, sodaß die Legionellengefahr nicht vollständig gebannt werden kann,

Die Erhitzung des Brauchwassers (egal welcher Kollektortyp) ist für jede WP schwierig (bezüglich der Effizienz und Stromverbrauchs9. Normalerweise wird hin und wieder einfach die Temperatur auf über 60 Grad gefahren und damit das Legionellenproblem gelößt.

> wüßte ich noch gerne, ob es Sinn macht, zusätzlich einen Schornstein für einen Ofen oder Kamin oder was auch immer einzubauen, einerseits zur Sicherheit, falls im Winter über mehrere Stunden mal der Strom ausfallen sollte, andererseits für die Optik und Gemütlichkeit. Oder ist so etwas für das ganze Heizsystem abträglich?

Ich habe trotz WP auch einen Kamin eingebaut (um mal im Wohnzimmer einen Kachelofen zu betreiben). Wenn Du Lustig bist und die Mehrkosten nicht scheust und dein Heizungsbauer fähig ist kannst Du diesen ja auch in den Heizkreislauf einbinden. Ob sich das aber lohnt? Denn wenn Du genügend Holz hast wäre es besser gleich eine Holzheizung zu nehmen.

Falls der Strom ausfallen sollte so bringt ein Ofen/Kamin auch nur was für die direkt beheizten Räume. Wie soll denn die Fußbodenheizung ohne Strom betrieben werden?

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oakgast

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 17.07.2009,
Beiträge: 759
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Kommentar von "HERZ" erstellt am 09.11.2010,11:50
Thema: Energiesparendes Bauen(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Hat jemand schon Erfahrungen mit Thermobodenplatten? und wie sieht es mit einer thermodecke aus? es gibt da leider doch teilweise Widersprüche in der nur spärlich vorhandenen Fachliteratur! Deshalb die Frage nach der Praxis!
Danke im Vorraus!
Mail an HERZ


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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Die so genannten Thermobodenplatten, bei denen Dämmung als verlorene Schalung genutzt wird, werden in Skandinavien schon Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. In Norddeutschland wird dieses System auch relativ häufig zum Einsatz gebracht. Vorteil ist hierbei die umlaufende und allseitige Dämmung, das System ist praktisch wärmebrückenfrei.
Zur Veranschaulichung habe ich eine Diaschau hinterlegt, hier sind die einzelnen Montageschritte eines Energiesparfundaments Schritt für Schritt bebildert.
http://energiesparprojekte.info/html/energiesparbodenplatte-diascha.ht...


Es gibt spezielle technische Lösungen die besonders witterungsresistent sind und auch gehen drückendes Wasser ausgelegt sind. In der Diaschau ist auch der Schritt zu sehen, an dem die Teerbahn als wassersperrender und dauerelatischer Abschluss eingebracht wird.

Drückendes Wasser ist aber eher ein Problem beim Kellerbau. Die Folgen drückenden Wassers können fatal sein. Bei einer Baustelle in Bielefeld habe ich beispielsweise die Schwimmfähigkeit eines Kellers in Augenschein nehmen können. Der Keller hatte sich verselbständigt und ist mit dem ansteigenden Grundwasser 5 - 10 cm nach oben gestiegen. Scheinbar wollte man sich die Kosten für die Pumpe bis zur Fertigstellung des Rohbaus sparen.

Beim Bau von Passivhäusern ist eine Wannendämmung der Bodenplatte sehr populär, die geforderte Wärmebrückenfreiheit speziell bei der Beton- bzw. Steinbauweise gegen Erdreich ist damit möglich. Extreme Beispiele sind hier Dämmpakete mit bis zu 40 cm Dämmung unterhalb der Bodenplatte. Wobei aus wirtschaftlicher Sicht eine ausschließliche Dämmung mit PU-Platten (WLG 022) und Trittschallschutz oberhalb der Bodenplatte immer in Erwägung gezogen werden sollte, im Holzrahmenbau ist dies im Zwischenschwellenbereich gut umsetzbar.

@ RobertH - Für und Wider Liapor? Mir fehlt da die Objektivität. Ich stehe voll und ganz hinter dem Holzbau. Aber wie Berhard Geyer schon angemerkt hat, wenn man Liapor oder andere Massivbauweisen einsetzt, vergibt man die Möglichkeit der besseren Dämmung bei geringem Wandquerschnitt. Beim Holzrahmenbau kann man die Kammern in der konstruktiven Wand als Dämmraum nutzen. Im schönen, bewaldeten Hochsauerland wird seit Jahrhunderten mit guten Erfahrungen mit Holz gebaut.
Bei der Haustechnik möchtest Du alle Wahrscheinlichkeiten abdecken. Zu Anfang ist der Wärmebedarf festzustellen und dann kann man sich Gedanken über die Heiztechnik machen. Ein Kamin ohne Wasserführung als wohnliche Feuerstelle und Notheizstelle bietet sich an, dann erlebst Du kein zweites Ochtrup. Der Brennstoff Holz ist in der sauerländischen Umgebung bekanntlich auch reichlich vorhanden.
Phobie zur Deckung des Wärmebedarfs mit einer Wärmepumpe! Bei fachgerechter Planung deckt eine Wärmepumpe im monovalenten Betrieb nebem dem Heizungsbedarf auch den Wärmebedarf für das Braauchwasser. Wir nutzen seit 2004 eine Luft-/Wasser-Wärmepumpe in einem Energiesparhaus KfW 40, der Betrieb ist ausschließlich monovalent. Die Verbrauchsdaten sind unter folgendem Link veröffentlich.
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/index.php?id=89&jahr=2010&...
Die Energiekosten für Heizung, Warmwasser und Lüftung liegen im Schnitt bei 30 - 33 € im Monat.
Persönlich stehe ich für Rückfragen jederzeit gerne zur Verfügung.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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