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Schorsch
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Beitragvon Schorsch » 30.07.2006 23:24 Uhr

Hallo

bei mir wird in den nächsten Wochen ein EFH(Holzhaus) ca. 105 m² aufgestellt.Grundstfl.: ca 940 m².Wir haben uns vom Heizugsbauer ein Angebot für eine Wärmepumpe machen lassen.Es würde eine TTF 8 bis 10 mit Erdkollektoren zum Einsatz kommen,er sagte lieber die 10 ,dann sind wir auf der sicheren Seite.Wie weit soll man letztendlich in die die Tiefe für die Kollektoren min. 1,20 m oder gibts da eine ideale Tiefe für die beste Leistung.Ich hatte mich letztens einmal mit einem Arbeitskollegen (Ex-Heizungsbauer) zwecks der Wärmepumpe unterhalten.Er meinte das der Rasen bei Kollektorenauslage richtig unansehlich wird so richtig gelb,als wenn er im Sommer kein Wasser bekommen würde.Ich hoffe das es nicht so extrem ist,sonst droht eine Umplanung.

Wer kann mir darüber etwas berichten.?

Danke

Wero
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Beitragvon Wero » 31.07.2006 00:02 Uhr

Hallo Schorsch
Ich beobachte die schlechte Vegetation auch bei einem Bekannten von mir allerdings haben wir schweren Lehmboden und von der Wohnhöhe bei 385 üNN sowieso etwas zurück.Richtig gelb ist der Rasen zwar nicht aber man sieht genau wo die Kollektoren vergraben sind.In jedem Fall würde ich die Kollektoren eher überdimensionieren um den Wärmeentzug auf eine größere Flache zu verteilen.
Die TTF 8 oder 10 arbeiten mit Sole warum nehmen Sie keine DV Wärmepumpe?
Gruß
Wero
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Beitragvon wosta » 31.07.2006 15:17 Uhr

Hallo, Schorsch, vielleicht kann ich dir etwas weiter helfen:

Am 22.4.1998 wurde unsere neue Stiebel-Eltron-Wärmepumpe zum ersten Mal in Betrieb genommen. Es handelt sich hierbei um eine TFF 11. Die zu beheizende Fläche beträgt ca. 185 m²; alles Fußbodenheizung. Unser Haus ist massiv gebaut mit 30 cm Bimssteinen. Es wurden 3 Erdsonden mit zu je 75 m Tiefe gebohrt. Die Bohrung hat damals 8.500,00 DM gekostet. Dies ist wesentlich praktischer, als Kollektoren unter dem Garten zu verlegen.

Die WP von Stiebel-Eltron ist in zwei Systeme aufgeteilt. Die „normale“ WP heizt das Haus. Zugleich steht im Keller eine Luft-Wärmepumpe für die Erwärmung des Wassers. Beide Systeme laufen seitdem einwandfrei. Der durchschnittliche KWh-Verbrauch liegt bei uns für einen 5-Personen-Haushalt (Hauptwohnung mit 3 Personen, Einliegerwohnung mit 2 Personen) bei ca. 8.300 KWh im Jahr.

Ich würde mir aber trotzdem nochmals ausrechnen lassen, ob man bei deinen 105 m² nicht doch mit TFF 8-9 auskommt.
denkedran
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Beitragvon denkedran » 06.08.2006 22:16 Uhr

Die vorgenannte WP mit 8500kW/h pro Jahr ist schon etwas hoch im Verbrauch. Da kann man ja gleich mit der Elektrodirektheizung arbeiten.
Ein Haus mit 180qm Neubau darf im Höchsfall 4200kW/h verbrauchen.

Die Anlage hat wohl auch einen Pufferboiler den Sie bei der Warm Wasserbereitung immer mitheizen müssen. Und dann wird wieder auf Fußbodenheizungstemperatur heruntergemischt oder?

Schauen Sie mal auf unseren Betriebskostenvergleich
auf den Seiten www.klima-konstruktiv.de

Gruß Denkedran
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Beitragvon wosta » 07.08.2006 18:43 Uhr

@ denkedran

Vielen Dank für die o.g. Mitteilung.

Das wäre ja ein „Traumergebnis“ wenn ich bei meinen 185 qm auf 4.200 kWh/Jahr käme. Wie soll man das denn erreichen, wenn selbst die RWE für eine solche Fläche mit einem ‚4-Personen-Haushalt auf durchschnittlich 8.500 kWh kommen soll? Dann bin ich mit meinen 8.300 kWh eigentlich noch gut weggekommen.

Die genannten 8.300 kWh beziehen sich auf beide Systeme: Raumheizung und Warmwasserzubereitung. Mit einem kWh-Preis von 9,06 Cent liegen die reinen Heizungs- und Warmwasserkosten für´s Jahr bei 751,98 Euro.
Und auf diesen Betrag bin ich auch noch stolz, zumal die Nachbarn (Öl und Gas) über Kosten reden, die bei fast gleicher Fläche so gegen 1.500 bis 2.000 Euro tendieren.

Wenn ich nur 4.200 kWh verbrauchen würde, bei gleicher Fläche und ebenfalls mit vier Personen, dann würde ich ja nur 380,52 Euro ans RWE zahlen. Das soll mir mal einer vormachen? Wie soll dass den funktionieren. Ich müsste ja dann den halben Winter keine Heizung angeschaltet haben und kein Warmwasser verbrauchen.

Geben Sie mir doch bitte mal einen Tipp, wie ich dies bewerkstellen soll.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Schöne Grüße
wosta
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Beitragvon Wero » 07.08.2006 21:29 Uhr

Hallo wosta
Ich beheize zwar nur 146m² aber durch Deckenhöhen von bis zu 3,80m und ungünstige Bauform vergleichbar, verbrauche aber auch nur 4300kWh inclusiv 4Pers WW. mit meiner Luftpumpe.
Allerdings ist die Warmwasseraufbereitung schwierig zu kalkulieren. Der Eine duscht 2x am Tag der Andere 1x in der Woche!! Bei mir sind es ca. 1500-1800 kWh (relativ viel)
Gruß
Wero

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Beitragvon wosta » 07.08.2006 22:02 Uhr

Hallo wero,

wieso verbrauchst du denn nur so wenig? Mache ich denn da irgend etwas falsch, oder hat sich die Technik in den vergangenen acht Jahren so verbessert, das die WP der neuesten Generation viel weniger verbrauchen?

Läuft deine WP das ganze Jahr durch? Meine jedenfalls läuft das ganze Jahr durch, da ich auch noch eine Einliegerwohnung im Hause habe, die über die gleiche WP mitläuft. Das Warmwasser wird über eine Luft-Wärmepumpe erwärmt. Das Warmwasser in der Einliegerwohnung wird über elektronische Durchlauferhitzer erwärmt und wird vom Mieter gezahlt.

Sollte ich nochmals meine WP überprüfen lassen? Aber warum rechnete das RWE 1998 mit 8.500 kWh für einen 4-Personen-Haushalt?

Wie komme ich denn runter mit den kWh´s auf "erträgliche", sagen wir mal 6.000 kWh?

Kann mir jemand einen Tipp geben? Die WP ist von Stiebel-Eltron.

Vielen Dank.
wosta
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Beitragvon Wero » 07.08.2006 23:21 Uhr

Hallo wosta
Ich schätze mal es gibt mehrere Faktoren.Mit Sicherheit ist der Dämmstandart von Heute bzw. 2004 wesentlich besser wie noch 1998. Darüberhinaus gibt es Systeme die Wirtschaftlicher arbeiten wie Ihre SoleWp. Alles zusammen dürfte schon einige kWh einsparen. Trotzdem liegen Sie mit ihrem Verbrauch doch nicht schlecht.
Wieviel Isolierung haben Sie auf ihrem 30 cm Bims? Ich habe zB. 17,5 KS und 14cm 040er Styropor.
Gruß
Wero
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Beitragvon wosta » 07.08.2006 23:47 Uhr

Hallo wero,

also auf dem 30-cm-Bims liegt keine weitere Dämmung, nur lediglich der Mineralputz. 1998 wurde mir durch die Baufirma gesagt, dass dies ausreichen würde nach der Wärmeschutzverordnung von 1995.

Ansonsten ist das Dachgeschoss voll gedämmt, also der Dachboden und die Dachschrägen bis unter den First. Die Dämmung ist mit 16 cm Isover-Dämmfilz erfolgt.

Wenn Sie jetzt schreiben, dass ich trotzdem mit meinem Verbrauch nicht so schlecht liege, dann kann ich dass nicht so ganz nachvollziehen. 8.300 kWh zu (sagen wir mal) ca. 6.000 kWh (angestrebtes Ziel im Vergleich zu Ihren 4.300 kWh) ist doch schon ein gravierender Unterschied.

Sollte ich denn mal von meiner WP-Firma die ganze Anlage nochmals durchchecken lassen? Die Firma war aber auch mit meinem Verbrauch zufrieden. Nur hat mich dies hier im Forum, und auch besonders deine Aussage von den 4.300 kWh etwas schockiert, da es bei mir doch noch sehr viel darüber liegt.

Im Vergleich zu meiner Nachbarschaft liege ich mit meinem Verbrauch natürlich am "untersten Level". Doch würde ich meine kWh-Zahl auch gerne ein gutes Stück "nach unten drücken" wollen.

Als Ergänzung möchte ich noch dazu sagen, dass ich plane, eine Photovoltaikanlage von ca. 4 kWp anzuschaffen, sodass meine WP-Kosten zum Teil für die nächsten Jahre amortisiert werden. Was halten Sie (oder die Forumsgemeinde) denn von dieser Überlegung - Wärmepumpe und Photovoltaik?

Die beiden Anlagen (WP und PV) sollen getrennt voneinander arbeiten, also keine beidseitige Kombination untereinander, also auch keine beidseitige Unterstützung.

Ist dies überlegeswert oder nicht?

Vielen Dank.

Schöne Grüße
wosta
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Beitragvon machtnix » 08.08.2006 00:47 Uhr

Wie wurden denn damals die Abstände der FBH verlegt?10cm?
Welche Vorlauftemperaturen werden gefahren?
35°-30° oder 32°-28° dies könnte eventuell noch ein Faktor sein der den erhöhten Verbrauch erklärt.

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