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Wero
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Beitragvon Wero » 24.07.2006 23:35 Uhr

Hallo Andreas
Bei Deinem Kühlschrank bedarf es auch keinerlei Wartung.
Raumregelung gibt es nicht. 6 Heizkreise a 136m im Bad 2 habe ich z.B.154m liegen Kind 1 liegen 51m Kind 2 liegen 67m obwohl Kind 1 größer ist.(2 hat zwei Außenwände)
Jeder Raum wurde einzeln berechnet . Hydraulicherabgleich gibt es nicht .
Mein Druck ist mir nicht bekannt verbaut wird zwischen 8,5 und 13 bar ich weiß nur noch das meine Anlage mit einem eher geringen Druck arbeiten soll.Kupferrohre sind dicht.Ich komme aus der Lebensmittelbranche dort arbeiten Kühlmaschinen über 15/20 Jahre ohne Beachtung. Natürlich gibt es auch eine Menge Probleme mit einigen Anlagen. Bei den momentanen Temperaturen werden die Kühlmaschinen aber auch deutlich mehr in Anspruch genommen wie meine Wp bei -20C°.
Natürlich habe ich unterschiedliche Temperaturen . Bäder 24 C° Wohnzimmer& Küche 21/22 C° u.s.w. wenn ich Temperaturen anhebe dann überall im Haus .Innerhalb der Räume gibt es keinerlei Temperaturunterschiede (Physik) auch nicht auf 3,25m Höhe.
Gruß
Wero

Andreas
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Beitragvon Andreas » 27.07.2006 00:09 Uhr

Hallo Wero,

Daß die WP weniger Wartung benötigt als eine Öl/Gas/Pelletheizung ist unstrittig. Aber Wartung wird trotzdem empfohlen. 3-4 Jahre Zyklen werden hier empfohlen.

Gewerblich bertieben Geräte, also auch die Kühlgeräte in deiner Firma, unterliegen einer Prüfungspflicht. (wiederkehrende Prüfung)
-> Wartung.

Der Kühlschrank zu Hause wird betrieben, bis er nicht mehr funktioniert. Schlechter werdene Wirkungsgrade z.B. durch Kühlmittelverluste werden in gewissen Grenzen durch steigende Leistungsaufnahmen kompensiert - sie werden von dem Nutzer jedoch in der Regel nicht bemerkt.

Wir reden hier ja auch über eine Kompressorleistung von 100-200 Watt gegenüber 3-4 (und mehr) kW einer WP. Eine Verbrauchserhöhung von 10 % ist beim Kühlschrank (vielleicht) penuts. Bei einer WP sieht das schon anders aus...

Wie gesagt jedes System hat seine Vor- und Nachteile.

WP
Vorteile:
- kein Kamin
- geringere Wartungskosten
- guter Wirkungsgrad bei kleinen VL-Temperaturen
Nachteile:
- Wirkungsgrad fällt mit der steigender Temperaturdifferenz (Primär/Sekundärkreislauf).
- Verwendung der edelsten Energie auf dem Energiemarkt -> Strom
- Wen es interessiert: die Herstellung des Stromes wird zu 90% aus der Primärenergie Kohle/Öl/Gas/KKW betrieben die alle als endlich bzw. ökologisch als bedenklich gelten.

Pelletheizung
Vorteile
- Betrieb mit nachwachsenden Brennstoff (Holz)
- Der Brennstoff produziert so nebenbei für Produktion und Transport auch Arbeitsplätze im eigenen Land.
- Die weltpolitischen Kapriolen schlagen sich weniger auf die (Pellet)Energiekosten nieder als bei der Energie Öl oder Gas.
Nachteile
- Es wird mehr Platz (Pelletlager !)benötigt
- Wartungskosten sind höher
- Kamin und Schornsteigfeger wird benötigt
- Feinstaubdiskussion die Dank den in den Startlöchern stehenden Feinstaubfilter kein Thema mehr sein dürften.
- Nachbarn die blöd gucken wenn der Pelletlaster vorfährt... ;-)
- Mit den lokal produzierten Pellets können etwa nur 10-15% aller Heizungen betrieben werden. Pellets können also nicht komplett die Gas- und Ölheizungen ersetzen. Pelletheizungen sind für die interessant, die ihre altersschwachen Ölheizungen austauschen wollen / müssen.

Die WP ist sicherlich überlegenswert bei Niedrigenergiehäusern die nur geringe VL-Temperaturen benötigen. Hier möchte ich einfach mal die Gas-Wärmepumpe ins Gespräch bringen, die noch effektiver ist.

Viele Grüße
Andreas
Heinz
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Beitragvon Heinz » 27.07.2006 11:45 Uhr

Zitat Andreas:
„Mit den lokal produzierten Pellets können etwa nur 10-15% aller Heizungen betrieben werden“

Und das noch nicht einmal:

Der Holzertrag des deutschen Waldes beträgt in Heizwert gerechnet etwa 70 Milliarden KWh/a. Rechnerische könnten damit knapp 10% des Heizwärmebedarfes ersetzt werden, da aber Holz für Bau und Produkte gebraucht wird und auch nicht der gesamzte Wald genutzt wetrden kann, liegt der tatsächlich nutzbare Anteil wohl bei << 5%.

Mfg
Heinz
Andreas
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Beitragvon Andreas » 27.07.2006 23:42 Uhr

Hallo Heinz,

danke für den Hinweis.

Wenn ich mit 5% der 70 Millarden kWh Holz rechne = 3,5 Millarden kWh und bei 30.000 kWh Jahresheizbedarf für ein 1 Familienhaus (was sehr viel ist) käme man auf rd 120.000 Ein-Familenhäuser. Der Mensch freut sich ja auch über Kleinigkeiten...

In Öl ausgedrückt würde man 350 Mio Liter Heizöl = 230 Mio € einsparen.
Nicht viel aber die 230 Mio € würden zumindest KOMPLETT im Binnenmarkt umgesetzt werden...

230 Mio Umsatz bedeuten Arbeitsplätze - fast im 3 stelligen Bereich !
................................

Viele Grüße
Andreas

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