Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Tools, Onlinerechner und Newsletter Diskussionsforum forum
Biogas, Biogasanlagen, Fermenter
Wero
Aktivität: hoch
Beiträge: 204
Registriert: 18.05.2006 07:42
Wohnort: 53925
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Wero » 04.07.2006 21:40 Uhr

@Andreas
Was Du schreibst ist Quatsch
Die Wp hat bei -15 C° eine Leistungszahl von über 3
Eine Heizgastemperatur von 27C° reicht um im Winter das Haus zu beheizen.
Für einen Wärmebedarf von 5600 kWh brauche ich doch keine 14 kWh Wp oder?
Der Wärmebedarf beträgt 15560 kWh
Die Wärmepumpenheizung funktioniert ohne Verbrennung, dadurch entfallen die Kosten für die gesetzlich vorgeschriebene jährlichen Wartungen für Verbrennungsheizungen. Und Kosten für den Schornsteinfeger fallen auch keine an.
Gruß
Wero

aup
Aktivität: gering
Beiträge: 26
Registriert: 31.01.2006 14:07
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon aup » 05.07.2006 17:42 Uhr

Hallo Tine,

die bisherigen Beiträge waren ja nun nicht gerade sehr hilfreich für Ihre Entscheidungsfindung.

Das Problem sind einfach die teilweise ideologisch festgefahren Standpunkte bezüglich der verschiedenen Heizsysteme.

Entscheidend dürften jedoch baulichen Gegebenheiten Ihres Hauses sein, wie beispielsweise Heizwärmebedarf, Heizlast, Dachausrichtung, Nutzverhalten etc..

In meinem ersten Beitrag habe ich nur Ihre Euphorie für Pelletheizungen etwas relativieren wollen, da diese Anlagen ja auch nicht gerade billig sind und der Brennstoff in nur sehr begrenzten Mengen zur Verfügung steht.

Die meines Erachtens einträglichste und sicherste Möglichkeit zukünftig hohen Energiepreisen zu entgehen ist eben schlicht die Investition in Energieeinsparmaßnahmen.

Sie haben mit einer solchen energetischen Sanierung eben langfristig nicht nur das beste Kosten- Nutzenverhältnis, sondern auch das meiste für die Umwelt getan.

Gruß
Andreas
Aktivität: hoch
Beiträge: 105
Registriert: 17.04.2006 09:31
Wohnort: Dormagen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 1 Mal

Beitragvon Andreas » 06.07.2006 00:06 Uhr

Hallo Wero

Du hast offensichtlich ein gut isoliertes Haus, daß du bei -15°C nur 27°C VL-Temperatur für die Heizung brauchst. Glückwunsch !
Aber leider hat die Luft-WP gegenüber die Wasser/Wasser-WP eindeutige Nachteile. Eine Leistungszahl von 1:2 (oder noch weniger) ist bei den Außentemperaturen (-15°C) leider oft die traurige Wahrheit.

Wie gesagt die Temperaturdiffernz bestimmt den Wirkungsgrad bzw. die Leistungszahl der WP !

Ohne einen WMZ wirst du nie wissen wieviel Wärme deine WP letztendlich produziert hat. Dann hätteste du einen echten Jahreswert der dann ganz einfach ins Verhältnis zu deiner Leistungsaufnahme gesetzt werden kann.

Achja ich habe auch eine (kleine) WP - in meiner Heizungsanlage integriert. Meine Solaranlage ! Mit noch nicht mal 100 W (Solarpumpe) produziere ich tagsüber 1 kW Wärme. Jetzt die Tage sogar 10 kW !! 8)
Habe mir extra einen WMZ einbauen lassen !

Viele Grüße
Andreas
Wero
Aktivität: hoch
Beiträge: 204
Registriert: 18.05.2006 07:42
Wohnort: 53925
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Wero » 06.07.2006 01:32 Uhr

@Andreas
Was willst Du denn im Sommer mit 10 kW?
Du hast das Ganze nicht richtig verstanden.
Wenn ich 27 C° warmes Wasser in den Fußboden pumpe dann hat das Wasser dort wo es gebraucht wird vielleicht nur noch 23/24C°.Damit bekomme ich mein Haus nicht Warm.Bei mir kondensiert das Heizgas wo? An den kältesten Stellen im Raum also optimal wo es gebraucht wird und ohne vorher Wärmeenergie zu verlieren.Die Verluste im Wärmetauscher kenne ich also nicht.Ich kann Dir mal ein paar Daten vom Haus geben. Standort Freistehend 385m üNN A/V 0,84 Gebäudehülle 551,13 m² Volumen 659,0m3 gemauert mit 17,5er Kalksandstein Isolierung 8cm&6cm Styropor 0,040 Fenster Standart mittlerer Transmissionswärmeverlußt 0,33. Bungalow Dach=Decke Raumhöhe 2,50-3,80 cm.Der Ks ist innen nicht verputzt nur gestrichen.Vorgesehen und mit berechnet ist die Verklinkerung. Wenn das Haus geklinkert ist rechne ich noch mit einem leichten Rückgang der Heizkosten.
Du vertauschst etwas die Wasser/Wasser Wärmepumpe hat Nachteile.sie ist wesentlich unwirtschaftlicher und wesentlich teurer in der Anschaffung.
Eine Leistungszahl von 5 sinkt sofort unter 4 wenn die Pumpen miteingerechnet werden.
Des Rätsels Lösung ist der Temperaturhub. Bei uns schwankt das Grundwasser zwischen 8-10 C°. Im Winter gehe ich von 8 C° aus.Wenn ich damit Wasser auf 35 C° erhitzen möchte brauche ich ca 45C°also beträgt der Temperaturhub 37C°.Hierbei laufen zusätzlich Brunnenpumpe usw.
Bei einer Außentemperatur von -10C° und einem Temperaturhub von 37C° liege ich mit meiner Luftwärmepumpe bei der benötigten Heizgastemperatur von 27C°.
Bei einer normalen Fußbodenheizung werden die Schlangen in der Regel im Abstand von 10 cm verlegt.Bei mir sind es zum Teil nur 3cm oder auch über 50 cm .Jeder Raum ist genau berechnet worden damit nicht zuviel/zuwenig Heizschlangen verlegt wurden.

Gruß
Wero
Andreas
Aktivität: hoch
Beiträge: 105
Registriert: 17.04.2006 09:31
Wohnort: Dormagen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 1 Mal

Beitragvon Andreas » 07.07.2006 00:04 Uhr

Hallo Wero,

nur zum Verständnis,
Dein Primärkreislauf ist Wasser (Erdreich)
Dein Sekundärkreislauf ist was denn nun, Wasser ?
(wegen der Fußbodenheizung) oder Luft ?
dann wären div Lüfter erforderlich.
Oder WIE ???

Nun, wenn mein Puffer voll ist wird der Kollektor abgeschaltet.
Ich erwärme mit meinen Kollektoren WW und die Heizungsanlage.
Heizbedarf hab ich zur Zeit nicht wirklich 8) aber WW brauche ich jeden Tag. Die Kollektoren werden natürlich in der Übergangszeit, wenn die Heizung benötigt werden, effektiver.

Zwischen errechneter Wärmebedarf und tatsächlicher Wärmebedarf können Unterschiede bis zu 50% auftreteten. Da man bei Wärmepumpen aus dem elektrischen Verbrauch nicht die gewonnene Heizenergie ableiten kann (Leistungszahlen ändern sich nun mal in Abhängigkeit des Temperaturhubs - das ist Physik)
bleibt die Effektivität etwas nebulös und wird unsere Diskussion, zumindest in dieser Hinsicht, nicht zum Abschluß bringen.

Viele Grüße
Andreas
Wero
Aktivität: hoch
Beiträge: 204
Registriert: 18.05.2006 07:42
Wohnort: 53925
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Wero » 07.07.2006 00:13 Uhr

@Andreas
Das ist eine Luftwärmepumpe welche direkt im Estrich kondensiert .Ich habe keinen Wärmetauscher. Stelle Dir mal vor die Gitter hinter deinem Kühlschrank wären im Estrich und dann stelle dir vor Du machst mit dem Gitter erst Wasser warm und pumpst dieses dann ebenfalls in den Estrich welches System wäre wohl wirtschaftlicher?

Gruß
Wero

Tron
Aktivität: neu
Beiträge: 8
Registriert: 11.07.2006 12:34
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Tron » 12.07.2006 14:39 Uhr

Also auf die Förderung zu verzichten nur weil die Heizung nicht so ist wie Du willst.??? Das würde ich mir nochmal überlegen, wenn es mit der Pelletheizung wirklich Probleme geben sollte muss es doch Alternativen dazu gebn!
Andreas
Aktivität: hoch
Beiträge: 105
Registriert: 17.04.2006 09:31
Wohnort: Dormagen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 1 Mal

Beitragvon Andreas » 23.07.2006 01:23 Uhr

Hallo Wero,

Hört sich interessant an. Habe doch noch einige Fragen:
- Wie werden die Räume geregelt ? Pro Raum ein Kreislauf ?
- Wie ist der hydraulische Abgleich durchgefüht worden ? (dürfte in diesem Fall noch wichtiger zu sein.)
- Welcher Druck wird in den Heizschlangen aufgebaut ? (Hier wird das Medium ja kompremiert)
- Bei einer klassischen Fußbodenheizung muß ab und zu mal Wasser nachgefüllt werden. Wie wird das (nachfüllen) bei Deiner WP gewährleistet ?

Deine WP ist sicherlich eine pfiffige technische Lösung.
Jedoch, wie sooft, steckt der Teufel im Detail. Latente Schwachstellen im System behinderen die Funktion der Anlage mehr oder weniger spürbar...

Eine kleiner Druckverlust in der klassischen Fußbodenheizung wird das System Heizung kaum spürbar schwächen. Bei Deiner WP wage ich dies zu bezweifeln. Deswegen halte ich die Wartung bei der WP für sehr wichtig - damit das Sytem wirkungsvoll bleibt !!!

Viele Grüße
Andreas
Andreas
Aktivität: hoch
Beiträge: 105
Registriert: 17.04.2006 09:31
Wohnort: Dormagen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 1 Mal

Beitragvon Andreas » 23.07.2006 01:34 Uhr

Hallo Tine,

hier nochmal die Antworten in Kurzform:

- Wartungskosten für die Pelletheizung ca. 150 € / Jahr
- die Mehrkosten für den Schornsteigfeger würde ich direkt beim Schornsteinfeger erfragen. Düfte auch nach dem Verbrauch gehen.
- Der Keller wird durch die Pelletheizung NICHT eingesaut. Wichtig: staubdichter Aufbau des Pelletlager. Die Schnecke sollte auch fachmännisch eingebaut werden - dann gibt es auch keine Körperschallübertragung.
- solare Heizungsunterstützung mit Warmwasser vorsehen.

Viele Grüße
Andreas

VorherigeNächste

Zurück zu Bioenergie, Biomasse



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Geruchs-, Staub- und Lärmbelästigung durch Pelletheizung?, ab Beitrag 10