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aup
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Beitragvon aup » 01.07.2006 03:24 Uhr

Hallo Tine,

Pelletheizungen sind schon etwas lauter durch das Gebläse bzw. die Förderschnecke, so dass diese Sinnvollerweise in einen eigenen Raum mit einigermaßen schalldichter Tür eingebaut werden sollten.

Unangenehme Gerüche aus dem Lagerraum sind mit hochwertigem Brenngut nicht zu erwarten - allenfalls ein leichter Holzgeruch. In letzterer Zeit wurde wegen des Rohstoffmangels jedoch immer öfters minderwertige Ware zu Pellets verpresst, die schon mal unangenehm riechen kann. Die Normen legen ja auch keine Gerüche fest.

Probleme mit der Staubentwicklung im Lagerraum haben sich in letzterer Zeit ebenfalls gehäuft. Eben auch durch die zunehmende Verwendung von minderwertigem Rohstoff.

Ferner sind Pelletheizung wegen der Feinstaubemission längst nicht so ökologisch wie die Fürsprecher behaupten. Bei 5 To Jahresverbrauch werden etwa so viel Feinstaub emittiert wie dies auch vier schmutzige Diesel-Pkw tun.

Und angemerkt sei noch die Preisentwicklung in jüngster Zeit. Pellets waren zwar lange Zeit wegen der geringen Nachfragerecht recht preisstabil, doch seit dem jüngsten Boom sind von Mai'05 bis Mai'06 die Preise auch etwa 10% angestiegen.

Der ökonomische und ökologische Nutzen von Pellets hält sich also sehr in Grenzen.

Gruß
aup

Andreas
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Beitragvon Andreas » 03.07.2006 23:53 Uhr

Hallo zusammen,

ich habe seit kurzem eine Pelletheizung mit solare Heizungsunterstützung. Hatte vorher eine 17 Jahre alten Öl-Kessel. Die Geräuschkulisse ist etwa identisch. Beide Systeme haben ein Gebläse. Die Schnecke höre ich nur wenn ich im Heizungskeller bin.

Das Lager ist von einem Schreiner aufgebaut worden und gut versiegelt.
Beim Befüllen des Lagers gab es auch keine Staubwolke.
Sicherlich ist bei Pelletheizungen ein leichter Geruch von verbranntem Holz zu bemerken. Vorher hatte ich immer einen Heizölgeruch gehabt. Aber Gerüche sollten nicht das Entscheidungskriterium sein.

Schon eher könnte man die Situation einer Leckage mal durchspielen. Wenn ein Öltank (speziell die älteren, vielleicht sogar nur einwandigen) leckt ist die Behörde (untere Wasserbehörde) einzuschalten. Die prüft ob wirklich kein Öl ins Erdreich gelangt ist. Wenn nein - Glück gehabt. Ansonsten kann der Schaden schnell in 5-6 stellige Summen gehen !!!

Wenn schon Emissionen verglichen werden, dann bitteschön alle ! (Bremsbeläge; Ölverlust; Reifenverschleiß.)
Auch für Pelletheizungen wird bzw. gibt es Feinstaubfilter.

Kachel- und Kaminöfen sind hier die viel größeren Dreckschleudern.
Auch unser heißgeliebte Holzkohlegrill würde bei den Emissionswerten (leider) unterste Plätze einnehmen. Von unseren Rauchern will ich erst garnicht anfangen - muß mich ja nicht überall in die Nesseln setzen...;-)

Also ich habe im Mai 165€/to für Pellets nach DIN PLUS bezahlt. Das entspricht etwa 33 ct/ltr Heizöl. Man muß halt was suchen. Manche Pelletlieferanten wollten halt eine schnelle Mark ääh Euro machen !

Die Differenz zwischen 1kWh Öl/Gas zu 1kWh Pellets wird tendenziell weiter steigen. Öl/Gas ist endlich. Aber ich wiederhole mich hier. Gas und Öl-Lobbyisten muß es weiter geben. Bekanntlich können die Pellets den Brennstoff Öl und Gas nicht 100%ig ersetzen.

Viele Grüße
Andreas
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Beitragvon Wero » 04.07.2006 00:22 Uhr

Hallo Tine

Vielleicht denkt Ihr mal über eine Luftwärmepumpe nach .
Ein Heizkostenvergleich mit meiner Luft-Wp konnte keine Pellettheizung bestehen.
Weder im Verbrauch noch in den Erstellungskosten.

Gruß
Wero
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Beitragvon Wero » 04.07.2006 15:53 Uhr

Hallo Tine
Meine Heizkosten mit der Luftwärme -Pumpe liegen kaum höher wie die Wartungskosten die Hilfsenergiekosten und die Schornsteinfegerkosten einer Pelletheizung.(Das sind die Kosten die oft vergessen werden.) Also kostenmäßig muß ich ganz klar widersprechen. Ökologisch kann man auch etwas tun (Öko-Strom) aber dann wird die Wärmepumpe wieder fast so teuer wie die Pelletheizung.
Mit den zusätzlichen Kosten die beim Einbau einer Pelletheizung entstanden wären kann ich jetzt ca 40 Jahre Heizen .

Gruß
Wero
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Beitragvon Andreas » 04.07.2006 20:01 Uhr

Hallo zusammen,

Bei einerLuf/Luft WP sind auch Wartungen erforderlich (Filterwechsel; Überprüfung Kältemittel). Weiterhin kommen die Energiekosten der Lüfter hinzu.

Bei einer Luft/Wasser WP entfallen zwar die Energiekosten der Lüfter aber dafür kommen, ebenso wie bei einer klassischen Heizung, Energiekosten für die Heizungspumpe hinzu. Die Regelung braucht bei beiden Systemen Strom.

Die WP sind sinnvoll bei Niedrigenergiehäuser bzw Fußbodenheizung. Geringe VL-Temperaturen !!
Je größer die Differenz zwischen Primärkreislauf und Sekundärkreislauf
desto schlechter der Wirkungsgrad.

Achja bei einem Stromausfall (siehe Münster) kann man sich bei einer klassischen Heizung, im Gegegnsatz zur WP, mit einem Stromgenerator vom Baumarkt behelfen.

@Wero
-Wieviel Wärmeenergie hat denn Deine WP produziert ?
- Wie teuer war denn Deine Anlage ? Leistungsdaten ?

Viele Grüße
Andreas
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Beitragvon Wero » 04.07.2006 20:32 Uhr

@Andreas
Bei Stromausfall gibt es in wenigen Minuten kein Stromgenerator mehr zu kaufen.
Meine Wp leistet bei L2 E36 14,721 kW Aufnahme 3,66 kW
Ich habe kein Wärmemengenmesser aber laut Architekt habe ich 15560 kWh Jahres-Heizwärmebedarf.Verbraucht habe ich 4300kWh juni-juni davon sind ca 4-5 kWh am Tag für Warmwasser.Also ca.1500-1800 kWh bzw.2500-2800kWh für die Fußbodenheizung. Die kWh kostet 10,27 Cent.Die Heizung hat incl.146 m² Fußbodenheizung 14500 € gekostet . November 2004.Stromkosten der Lüfter inclusiv.
Wartung gibt es keine.Es gibt nichts zum Warten.Einen Heizraum/Tankraum besitze ich nicht.

Gruß
Wero

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Beitragvon Andreas » 04.07.2006 21:16 Uhr

Hallo Wero

Die WP ist sicherlich besser als eine elektrische Heizung z.B. Infrarotheizungen. Die Fußbodenheizung benötigt eine geringe VL-Temperatur. Dies bedeutet eine geringe Temperarturspreizung und gute Leistungszahlen. Diese fallen mit den Außentemperaturen und den steigenden (benötigten !) VL-Temperaturen.

Aussen-Temp: fallen
VL-Temp: steigen
Wirkungsgrad: schlechter

Die Wärmepumpe wäre der erste Motor der keine Wartung benötigen würde. Ich hoffe für dich, daß er auch keine benötigt.

Wenn ich mal aufs Jahr eine Leistungszahl von 2 hochrechne (Luft-WP !), komme ich bei 2800 kWh auf 5600 kWh Heizenergie. 5600 kWh entsprechen 1,244 to Pellets = 205 €. (Wirkungsgrad Pelletheizung mit 90% angenommen.)

Erfahrungsgemäß haben die Luft-WP gerade im Winter schlechtere Leistungszahlen. (Außen-temp=-5°C VL-Temp= 40°C delta T= 45 K !)
In der Übergangszeit: AT=10°C VL-Temp: 25°C delta T= 15 K)

Viele Grüße
Andreas
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