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Forum Bioenergie: Biomasse

Thema: Erfahrungen mit de Kalkulation einer Hackschnitzelanlage?

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Geri

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 29.06.2006,
Beiträge: 10
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KWB - KRAFT UND WÄRME AUS BIOMASSE GMBH
Hallo Horst

Ja, genau. Das Profil hat aber in etwa diese Form. Der Kessel ist dann zu jeder Zeit nicht den ganzen Tag in Betrieb. Genauere Werte habe ich leider nicht. Gesamt werden 90.000l verbraten:)
Ich weiss, das ist recht ungenau.
Ich denke aber, wenn man den lokalen Temperaturverlauf seit Dezember betrachtet, dann käme man auch genauer hin. Die Ölbedarfe innerhalb bestimmter Zeiträume habe ich als Messwerte, ebenso die Aussentemperatur. Auf dieser Basis liesse sich s.w. eine grobe Schätzung der Jahresdauerlinie erstellen.

Beste Grüsse

Geri

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Horst Bernauer

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 05.07.2006, Wohnort: Sindelfingen
Beiträge: 67
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Falls Ölzähler vorhanden sind einfach mal einen typischen Tag jede Stunde notieren...bringt richtig gute Erkenntnisse. Messen, messen, messen!

Welche Verbraucher hängen denn dran? Oft werden -gerade in der Industrie- die vollen Kesselleistungen nie oder nur selten gebraucht, meistens können die Spitzen recht einfach gekappt werden, so dass zusammen mit Pufferspeichern deutlich kleinere Grundlasterzeuger auf sehr gute Auslastungen kommen.

90.000 l HEL/a bedeuten ca. 1200 Srm/a.
56.000 l an 4 Monaten heisst ja dann 34.000 l im Rest vom Jahr, das geht ja noch.

90.000 l HEL = 750.000 kWh/a Qn (eta 0,Cool
750.000 kWh/a Qn / 850 VBh = 880 kW Qmax.
davon ca. 30-50 % = 250 - 440 kWth für HS-Kessel (BHKW kleiner), so könnts etwa passen.
Pufferspeicher nicht vergessen, aber sauber nach den Tagesgängen auslegen. Mit dieser Auslegung könnten ca. 80 % der Jahresarbeit abgedeckt werden = 1.000 Srm/a. Rest Ölkessel.

Gruss

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Geri

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 29.06.2006,
Beiträge: 10
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Hallo Horst

Vielen Dank für Deine Rückmeldung.

Zitat:
"Falls Ölzähler vorhanden sind einfach mal einen typischen Tag jede Stunde notieren...bringt richtig gute Erkenntnisse. Messen, messen, messen! "

ein paar Messwerte habe ich, es sind jedoch nur die Bedarfe zu bestimmten Zeitpunkten und die gemessene Aussentemparatur.

Zitat:
Welche Verbraucher hängen denn dran? Oft werden -gerade in der Industrie- die vollen Kesselleistungen nie oder nur selten gebraucht, meistens können die Spitzen recht einfach gekappt werden, so dass zusammen mit Pufferspeichern deutlich kleinere Grundlasterzeuger auf sehr gute Auslastungen kommen.


In unserem Fall sind es mehrere Hallen, die so gut wie nicht isoliert sind. Es wird im Dreischichtbetrieb gearbeitet, die gesamte Energie wird zur Beheizung verwendet. Ein Puffer hat hier leider keinen Zweck.

Zitat:
90.000 l HEL/a bedeuten ca. 1200 Srm/a.
56.000 l an 4 Monaten heisst ja dann 34.000 l im Rest vom Jahr, das geht ja noch.

Ja, für das Geld bekäme man aber auch einiges an Biomasse:)

Zitat:
90.000 l HEL = 750.000 kWh/a Qn (eta 0,
750.000 kWh/a Qn / 850 VBh = 880 kW Qmax.
davon ca. 30-50 % = 250 - 440 kWth für HS-Kessel (BHKW kleiner), so könnts etwa passen.
Pufferspeicher nicht vergessen, aber sauber nach den Tagesgängen auslegen. Mit dieser Auslegung könnten ca. 80 % der Jahresarbeit abgedeckt werden = 1.000 Srm/a. Rest Ölkessel.


Ja, das könnte eine Variante sein. Ich hänge aber eben noch am Kostengerüst. Nächste Woche werde ich vielleicht gescheiter. Da erhalte ich evtl. Einsicht in die Projektunterlagen eines 600KW Biomasse-Projektes. Hier liegen auch schon Erfahrungswerte mit den Kosten für die Wärmeverteilung vor. Dann kann ich mal meine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung halbwegs seriös abschliessen.

In der vergangenen Zeit habe ich mich auch mit dem Thema Holzvergaser eingehender befasst und überlegt eine Anlage zu bauen (u.a. aus Kapazitätsgründen Gleichstromvergaser). Deshalb betrachte ich auch eigentlich die Wirtschaftlichkeit der Variante Biomasse für unsere bestehende Heizung.

Die technischen Möglichkeiten und die Funktionsweise sind mir klar. Abschrecken tut mich, dass schon viele daran gearbeitet haben und sich die Technologie bis heute noch nicht durchgesetzt hat. Als grösste Hürde sehe für mich noch die Verunreinigung des Holzgases. Den Durchbruch hat aber noch niemand und jene Firmen in DE und AT, die solche Anlagen bauen haben meist auch nur eine Pilotanlage oder erst ein Referenzprojekt. Ich habe inzwischen sehr viel Literatur gelesen. Viele der Firmen, die sich hier in den 90er oder Anfang 2000 versucht haben sind schon wieder von der Bildfläche verschwunden...

Beste Grüsse

Geri

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Horst Bernauer

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 05.07.2006, Wohnort: Sindelfingen
Beiträge: 67
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1. Wieso soll eine Puffer keinen Zweck haben?

2. Die 34.000 l im Rest des Jahres natürlich auch mit Biomasse odre wie hast Du das gemeint?

3. Ein Wirtschaftlichkeitsvergleich kann ohne Energiebilanzen und die dazu notwendigen Grundlagen (zB Verbrauchsprofile und Jahresdauerlinie) nicht erstellt werden. Da kommst Du nicht drumrum, wenn Du willst das da was draus wird.

Gruss

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Hans Dampf

Erfahrung:
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Beiträge: 1
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Hallo Geri,

ich bin gerade ganz am Anfang eines Projektes. Wir möchten ebanfalls ein BHKW in betrieb nehmen. Ich habe momentan leichte Ansatzprobleme. Was waren deine ersten Schritte zur Berechnung der Alnlagengröße?

Gruß

Michael

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Geri

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 29.06.2006,
Beiträge: 10
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Hallo Michael

In meinem Fall stand die Grösse in etwa fest weil es um eine Ersatzinvestition ging und ich bis jetzt nur die Grössenordnung für die Kosten des Kessels ermitteln musste.

Wie Horst schon gesagt hat, eine Jahresdauerlinie wäre natürlich toll.

Sonst würde ich mal schauen wie viel Energie die Objekte, die künftig beheizt werden sollen heute benötigen und in welcher Grösse die Kessel ausgelegt sind.

Interessant wäre dann z.B. auch noch wenn man mehr über das geplante Verteilnetz wissen würde.

Wenn du mal eine erste Aufstellung hast, dann kannst du sie ja hier rein stellen und bestimmt ist hier der Eine oder der Andere mit dem man die Plausibilität prüfen kann.

Beste Grüsse
Geri

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