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Solarwärme, Solarkollektoren, Schwimmbaderwärmung, Montagesystemen
Reiko

Beitragvon Reiko » 31.08.2005 17:03 Uhr

Moin @all,
ich möchte nächstes Jahr bauen und dort Pufferspeicher mit ca. 3000-4000 l Speichervolumen einsetzen. (3-4 mal a´1000 l ) Die Kollektorfläche wird ca. 60-70 qm betragen. Es soll mein Haus mit WW und Hzg, sowie die 2 nebenstehenden Häuser mit WW und Hzg eingespeist werden. Weiterhin wäre noch ein Whirlpool einzuspeisen. Insgesamt wären es 17 WE´s, wovon 3 ganzjährig bewohnt wären und die anderen nur im Sommer, bzw. im Winter nur 2 Wochen. Meine Frage ist nun womit ich die Speicher in der kalten Jahreszeit bzw bei Bedarf heizen soll? Es stehen zur Auswahl:
- Ölheizung (vorhanden mit 15´000 l Tank)
- Strom
- Gas (liegt schon am Grundstück an)

Die vorhandenen 2 getrennten Ölheizungen möchte ich entfernen und die ganze Anlage einschließlich meines Hauses als Zentralheizung zusammenfassen um die Betriebskosten so gering wie möglich zu halten.

Wäre euch dankbar wenn ihr mir weiterhelfen könntet.

H.A. Bauer

Beitragvon H.A. Bauer » 31.08.2005 17:03 Uhr

» Moin @all,
» ich möchte nächstes Jahr bauen und dort Pufferspeicher mit ca. 3000-4000 l
» Speichervolumen einsetzen. (3-4 mal a´1000 l ) Die Kollektorfläche wird
» ca. 60-70 qm betragen. Es soll mein Haus mit WW und Hzg, sowie die 2
» nebenstehenden Häuser mit WW und Hzg eingespeist werden. Weiterhin wäre
» noch ein Whirlpool einzuspeisen. Insgesamt wären es 17 WE´s, wovon 3
» ganzjährig bewohnt wären und die anderen nur im Sommer, bzw. im Winter nur
» 2 Wochen. Meine Frage ist nun womit ich die Speicher in der kalten
» Jahreszeit bzw bei Bedarf heizen soll? Es stehen zur Auswahl:
» - Ölheizung (vorhanden mit 15´000 l Tank)
» - Strom
» - Gas (liegt schon am Grundstück an)
»
» Die vorhandenen 2 getrennten Ölheizungen möchte ich entfernen und die
» ganze Anlage einschließlich meines Hauses als Zentralheizung
» zusammenfassen um die Betriebskosten so gering wie möglich zu halten.
»
» Wäre euch dankbar wenn ihr mir weiterhelfen könntet.


Hallo Reiko,

haben Sie sich und Ihre Nachbarn schon einmal Gedanken über eine "Sole-Wasser-Wärmepumpe" (SWWP) in Verbindung mit "Latentspeichern" (PCM) gemacht?

Über die SWWP "vertikale Bohrung(en) <100 m" kann der Wärmebedarf und die Warmwasserversorgung "ganzjährig" sichergestellt werden und die "Betriebskosten" sind günstiger als bei jedem anderen Heizungssystem.

Der Platzbedarf für SWWP und PCM-Speicher ist äußerst gering, so dass die freiwerdenden Heiz- und Tankräume einer anderen (besseren) Nutzungen zugeführt werden kann.

Für die vorgenannte Anlage können auch noch öffentliche Fördermittel (KfW) beantragt werden, so dass sich die ganze Investition auch noch finanziell rechnet.

MfG
H.A. Bauer
www.EnEV-Check.de

PS: PCM: Phase-Change-Material = Paraffin
Reiko

Beitragvon Reiko » 31.08.2005 17:03 Uhr

Hallo Hr. Bauer,

also meine "Nachbarn" sind meine Schwiegereltern.
Die Ölheizungen haben einmal 15kW und einmal 20kW Heizleistung. Für unser Haus würde nochmal ne Heizung mit ca. 25kW Heizleistung dazukommen.
Der Öltank ist ein Erdtank.

Ich wohne ziemlich dicht an der Ostsee, so ca. 100m entfernt.

Was würde denn so eine SWWP als Ersatz für die o.g. Heizungen kosten und wie hoch wären ca. die Betriebskosten da wir momentan ca. 11´000-13´000 l/Jahr Öl verbrauchen. Wenn unser Haus mit angeschlossen werden würde, läge der Verbrauch bei ca. 15´000-17´000 l/Jahr.
H.A. Bauer

Beitragvon H.A. Bauer » 31.08.2005 17:03 Uhr

» Hallo Hr. Bauer,
»
» also meine "Nachbarn" sind meine Schwiegereltern.
» Die Ölheizungen haben einmal 15kW und einmal 20kW Heizleistung. Für unser
» Haus würde nochmal ne Heizung mit ca. 25kW Heizleistung dazukommen.
» Der Öltank ist ein Erdtank.
»
» Ich wohne ziemlich dicht an der Ostsee, so ca. 100m entfernt.
»
» Was würde denn so eine SWWP als Ersatz für die o.g. Heizungen kosten und
» wie hoch wären ca. die Betriebskosten da wir momentan ca. 11´000-13´000
» l/Jahr Öl verbrauchen. Wenn unser Haus mit angeschlossen werden würde,
» läge der Verbrauch bei ca. 15´000-17´000 l/Jahr.

Hallo Reiko,

wenn ich Ihre Angaben richtig verstanden habe, dann würde dies bedeuten, dass Sie für Ihren Neubau zwischen 2 u. 6.000 l Heizöl einplanen (17.000 l – 11.000 l bzw. 15.000 l – 13.000 l).

Unter der Annahme dass dieser Bedarf anzusetzen wäre, würde es sich um ein relativ großes Gebäude handeln. Da u.a. für Neubauten die Energieeinsparverordnung (EnEV) anzusetzen ist, würde dies bei einem „energetisch schlechten“ Neubau bedeuten, dass bei 7 l/m² Wohnfläche, zwischen 286 m² und 857 m² zu beheizten wären!?

Dann macht es mich sehr stutzig, wenn ich lese, dass ein Neubau 25 kW Normheizlast haben soll?!

So, nun zu Ihrer Kostenfrage „was kostet eine SWWP“:

Da ich lediglich neutraler und unabhängiger Gebäudeenergieberater bin, kann ich diese Frage nur durch einen Schätzpreis beantworten.

Hier in Baden-Württemberg habe ich schon unzählige energetische Gebäude-Analysen mit anschließender AVA-Leistung (Ausschreibung-Vergabe-Abrechnung) durchgeführt und komme daher zu einem Schätzpreis von rund 40.000 € (Anlage für 3 Häuser). Für die üblichen Einzelhausanlagen liegt der Durchschnittspreis bei rd. 20.000 €.

Bei dieser Kostensituation ist jedoch zu beachten, dass auf die Solarthermie-Anlage vollständig verzichtet werden kann. Vielmehr könnte durch eine Photovoltaikanlage eine autarke Stromversorgung (Strombedarf der SWWP) erzielt werden.

Es versteht sich von selbst, dass meine Vorschläge nur als theoretisch anzusehen sind, denn für eine treffende Aussage bedarf es einer exakten energetischen Analyse der Altbauten und des Neubaus. Eine derartige Analyse ist auch bei Inanspruchnahme von öffentlichen Fördergeldern zwingend vorgegeben.

Mit freundlichen Grüßen
H.A. Bauer
www.EnEV-Check.de
Reiko

Beitragvon Reiko » 31.08.2005 17:03 Uhr

Hallo Hr. Bauer.

Also der Neubau ist ein dreigeschossiges Gebäude mit insgesamt ca. 900 qm Wohnfläche.

Ein Heizungsbauer sagte zu mir das ich, wenn ich ne Ölheizung nehmen würde, mit einem ca. 25kW starken Brenner rechnen muss.
Daher auch die ungefähre Angabe der kW-Leistung im Neubau.

Nun noch ein paar Fragen zur SWWP:

Wie hoch wäre ungefähr die elektr. Aufnahmeleistung des Wärmetauschers?
Wie groß wäre der Geräuschpegel der Anlage?
Wie schaut es mit Wartung usw. aus?
Wenn ich es richtig verstanden habe werden bei der SWWP Erdsonden bis max. 100 Tiefe gesetzt? Wieviele benötige ich dann bei meinem Vorhaben und wann habe ich die Mehrkosten von der Installation ungefähr wieder raus?
Kann ich während des Sommers nicht mit Solarthermie mein WW erwärmen und so Stromkosten sparen?
H.A. Bauer

Beitragvon H.A. Bauer » 31.08.2005 17:03 Uhr

» Hallo Hr. Bauer.
»
» Also der Neubau ist ein dreigeschossiges Gebäude mit insgesamt ca. 900 qm
» Wohnfläche.
»
» Ein Heizungsbauer sagte zu mir das ich, wenn ich ne Ölheizung nehmen
» würde, mit einem ca. 25kW starken Brenner rechnen muss.
» Daher auch die ungefähre Angabe der kW-Leistung im Neubau.
»
» Nun noch ein paar Fragen zur SWWP:
»
» Wie hoch wäre ungefähr die elektr. Aufnahmeleistung des Wärmetauschers?
» Wie groß wäre der Geräuschpegel der Anlage?
» Wie schaut es mit Wartung usw. aus?
» Wenn ich es richtig verstanden habe werden bei der SWWP Erdsonden bis max.
» 100 Tiefe gesetzt? Wieviele benötige ich dann bei meinem Vorhaben und wann
» habe ich die Mehrkosten von der Installation ungefähr wieder raus?
» Kann ich während des Sommers nicht mit Solarthermie mein WW erwärmen und
» so Stromkosten sparen?


Hallo Reiko,

also liegen wir doch bei der Wohnflächenschätzung schon sehr nahe beieinander. Nun jedoch zu Ihren weiteren Fragen:

* Die Wärmeaufnahme/Abgabe wird durch den vorgesehenen Wärmebedarf bestimmt. Hierzu wäre es erforderlich das Gebäude gem. EnEV und evtl. gem. den Vorgaben der KfW (bei Fördergeldbeantragung) zu ermitteln.

* Die SWWP wird im Keller auf einem Sockel (Schallpegelabkopplung) aufgestellt. Der Schallpegel von SWWP’s liegt herstellerbedingt um die 50dB.

* Wartung: Im Prinzip keine erforderlich (vergleichbar mit der Wartung eines Kühlschrankes)

* Bohrtiefe: Bis 100 m entscheidet das Landratsamt, ab 100 m muss das Bergbauamt gefragt werden.

* Die Anzahl der Bohrungen wird durch die geologische Beschaffenheit des Untergrunds bestimmt. Wie viel W/m sollten Sie beim Geologen Ihres Landratsamts nachfragen.

* Ob es sich tatsächlich um Mehrkosten handelt, kann nur nach den Kostenvorgaben der Alternativanlage bestimmt werden. Unter dem Aspekt, dass mit öffentlichen Fördermitteln investiert (Neubau) bzw. bei den Altbauten saniert werden kann und dass die Solarthermie gänzlich entfällt, dürfte die SWWP-Anlage deutlich interessantere Perspektiven aufzeigen.

* Da es sich beim Neubau nun tatsächlich um ein größeres Gebäude handelt wäre lediglich der anzusetzende Warmwasserverbrauch als Maßstab „Solarthermie oder Nutzung der SWWP“ für eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung ausschlaggebend. Andererseits dürfen Sie nicht vergessen, dass Sie auch WW im Winter benötigen, dann sieht es jedoch sehr schlecht aus bei der Entscheidung „Solarthermie“.

Ein weiterer Aspekt, der für die SWWP spricht, wäre die sommerliche Umstellung auf Kühlung (bei Fußbodenheizung), und ggf. neben dem Whirlpool evtl. auch noch die Beheizung eines Pools (im Haus oder im Garten)…

Mit freundlichen Grüßen
H.A. Bauer
www.EnEV-Check.de

Reiko

Beitragvon Reiko » 31.08.2005 17:04 Uhr

Also ich meinte zwecks der Wassererwärmung im Sommer das ich dies über Solar mache und im Winter meine Speicher rein elektrisch beheize und damit mein WW und Hzg betreibe.

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