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Windkraftanlagen, Kleinwindkraftanlagen, Windenergie, Planung, Windparks
MrAnderson

Beitragvon MrAnderson » 31.08.2005 16:55 Uhr

Hallo,
Ich soll ein Referat über die Nachteile der Energiegewinnung durch Windräder etc. halten. Was fällt euch da so ein? Also ich meine damit solche Dinge wie z.B. das Windkraftwerke starken Infraschall verursuchen, der im Meer mit teilweise 150 dB ans Wasser Abgegeben wird, oder auch alle anderen Nachteile.
Mich würde außerdem noch Interresieren wie lange ein Windrad so in etwa in Betrieb sein muss, bis der Energieaufwand, den die Produktion und die Aufstellung gekostet hat gedeckt ist. Weiß das jemand?
Ihr würdet mir wirklich helfen. Vielen Dank.

th.-lemke

Beitragvon th.-lemke » 31.08.2005 16:55 Uhr

Kannst Dich gut orientieren an einer Resolution der FDP-Kreisgruppe Aurich zur Windenergie !

MfG
Walch

Beitragvon Walch » 31.08.2005 16:55 Uhr

» Hallo MrAnderson!
Nachteil der Windenergie gegenüber was?
Es gibt nur einen Nachteil. Kein Wind – keine Energie. Alles andere sind lösbare technische Probleme. Die Energiegewinnung aus Wind steht erst am Anfang. Wenn man ein Automobil von 1910 mit einem Formel 1 Boliden von Heute vergleicht, hat sich nichts geändert. Es wird immer noch Öl verbrannt um eine Strecke von A nach B zurückzulegen.
Gast

Beitragvon Gast » 17.01.2006 09:35 Uhr

Walch hat geschrieben:» Hallo MrAnderson!
Nachteil der Windenergie gegenüber was?
Es gibt nur einen Nachteil. Kein Wind – keine Energie. Alles andere sind lösbare technische Probleme. Die Energiegewinnung aus Wind steht erst am Anfang. Wenn man ein Automobil von 1910 mit einem Formel 1 Boliden von Heute vergleicht, hat sich nichts geändert. Es wird immer noch Öl verbrannt um eine Strecke von A nach B zurückzulegen.

ich liebe die formel 1 und ich wurde am liebsten mal in einen formel 1 wagen mit patze und schneider ficken oh man ist das geil.dabei entsteht sehr viel wind und es ist laut...
xtw
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Beitragvon xtw » 17.01.2006 11:19 Uhr

Mir ist völlig klar, dass wir von der Verbrennung fossiler Brennstoffe wegkommen müssen, Windräder sind jedoch in meinen Augen ein Irrweg.

Fangen wir mit kleinen Unannehmlichkeiten an : Ich lebe an der Küste, und die ist mittlerweile völlig verspargelt ! Tagsüber stören Reflexionen oder Schattenschlag (den ich selber zum Glück nicht abbekomme), wobei die Schallemissionen eher unauffällig sind.
Nachst stört ein Feuerwerk an roten und weißen Blitzern (Flugsicherungsbefeuerung), die rundum leuchten. Früher war ich aktiver Astrofotograf, das geht jetzt leider nicht mehr, auch wenn die Nächte ansonsten relativ dunkel sind.
Da wir in Ostfriesland nicht nur sprichwörtlich "plattes Land" haben, sieht man die Anlagen übrigens nicht nur bis zum nächsten Hügel/Berg, sondern wirklich bis zum Horizont, also in einem sehr großen Umkreis, was die Anzahl der wahrnehmbaren Spargel erhöht...

Kommen wir zum Thema Umweltschutz/Energie... grausam ! Trotz des Verbundnetzes muss die Energieversorgung im Nahbereich durch Kraftwerke im Teillastbetrieb und Schnellanläufer im Stand-by gesichert werden, wenn mal wieder der Wind abflaut. Das geschieht hier binnen Sekunden. Dieser Teillastbetrieb bzw. Stand-by sorgt bei den "Puffer"-Kraftwerken für einen extrem schlechten Wirkungsgrad ! Es wird Energie unnötig verpulvert, damit die Windräder ungestört einspeisen dürfen...

Nutznieser : Die meisten (großen) Windräder/Windparks werden von Fonds und Kapitalgesellschaften betrieben, die damit ordentlich Reibach machen ! Und zwar doppelt : durch Gewinn und durch Abschreibung. In meinen Augen Schmarotzertum, aber legal.

Kosten : tragen wir alle ! Über Gebühren und Aufschläge, die mit der Stromrechnung fast unsichtbar eingezogen werden, durch einen überhöhtem Strompreis für alle, da die Netzbetreiber die mit Windenergie verbundenen Kosten natürlich auf ihre Kunden (uns) umlegen, genauso wie zusätzliche Personalkosten, Umspannwerke, Leitungen usw, die nur für die Windräder installiert werden müssen.
Nicht zu vergessen : wenn auf der einen Seite mit Windrädern parasitär Steuern gespart werden, müssen wir alle mehr Steuern abdrücken, da das Gesamtaufkommen ja wieder auf 100% kommen muss. Oder es wird halt wo anders (Bildung/Forschung/Gesundheit...) gespart, um Lobbyisten und Abzockern zu geben, was ihnen aufgrund idiologischer rotz-grüner Gesetze zusteht. :evil:

Ausweg : Warum kann man von Windradbetreibern nicht verlangen, wenigstens ein Mindestmaß an "Liefertreue" zu erbringen ?? Meine Idee : Die Windräder sollen nur Wasser in einen Hochtank fördern, aus diesem läuft das Wasser kontinuirlich durch Turbinen ab und bringt damit wenigstens über einen längeren Zeitraum konstante Energie. (Speicherbecken).
Warum darf beinahe jeder einen Spargel dort errichten, wo es ihm passt ?? Meine Idee : Räder nur noch in "Parks" aufstellen, d.h. in abgegrenzten Bereichen, um eine Verschandelung der Gesamtregion zu verhindern. Menschenleere Brachflächen haben wir genug !!

PS : Windräder töten mehr seltene und vom Aussterben bedrohte Vögel wie der gesamte Autoverkehr ! (Q:Spiegel)
Mit freundlichem Gruß,
Thorsten
Gast

Beitragvon Gast » 17.01.2006 12:00 Uhr

zu den Ausführungen von xtw ein paar Ergänzungen:

EON rechnet mit Mehrkosten von 2,4 ct/KWh für Strom aus erneuerbaren Energien (das ist eigentlich schon verbaler Nonsens, da man Energie nicht erneuern kann, sondern nur umwandeln, na gut, den 2. Hauptsatz der Thermodynamik kennen die Politiker halt nicht). Die Mehrkosten sind für zusätzlichen Netzausbau, Regelenergie und den Betrieb des Netzes erforderlich.

Ein Städtchen mit 3.000 Haushalten verbraucht rd. 12 Millionen KWh im Jahr. Diese Strommenge produzieren etwa 3-4 Rotoren heutiger Bauart.

Der Stadtrat und der Bürgermeister sind happy, weil Sie hohe Pachtzahlungen vom Windstromler erhalten. Üblich sind 10.000 € je Rotor und mehr.

Der Windstromler ist happy, weil er 9 ct/KWh garantiert erhält, ob der Strom gebraucht wird oder nicht. Das macht für Ihn mehr als 1 Million Euro im Jahr.

Die Bürger sind nicht ganz so happy, weil aus Ihrem Städtchen über 330.000 € (mit MwSt) an Kaufkraft über die Stromrechnung abgezogen wird.
Bei einem Brutto-Durchschnittgehalt von 25.000 € entspricht das auch 13 Arbeitsplätzen.

Aber dafür guckt ja ab und zu mal 1 Monteur, ob sich die Rädchen noch drehen. Ja und falls es kalt ist aufpassen, dass man keine Kiloschweren Eisbrocken an den Kopf kriegt.

Gast

Beitragvon Gast » 18.01.2006 21:29 Uhr

Kann Windstrom Atom- oder fossile Kraftwerke ersetzen?

Ein zur Zeit modernes Atomkraftwerk hat eine Nenneistung von 1.400 Megawatt und liefert 11 Milliarden KWh Strom. Ein Windrad heutiger Leistung liefert etwa 3 Millionen KWh. Um die Strommenge eines AKW zu ersetzen, wären also rd. 3.500 Windräder erforderlich. Geht man davon aus, dass auf dem Gelände eines AKW 10 Windräder unterzubringen wären, dann bräuchte man folglich 350-mal so viel Platz was ein Kraftwerk benötigt, und bei allen noch 17 laufenden AKW dann vielleicht 6.000 mal soviel Platz oder 60.000 Windräder!
Aber bei Windstille oder Sturm laufen die Windräder nicht und da man Strom nicht speichern kann wären noch weitaus mehr Windräder und Flächen erforderlich.
:shock:
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Beitragvon xtw » 18.01.2006 22:06 Uhr

Ganz meiner Meinug (s.o.)

Und noch etwas fällt auf - ohne das das jetzt zynisch klingen soll :

Es kommen keine versuchten Gegenargumente zu meinen Aussagen und denen der Gäste, obwohl hier eigentlich viele Windkraftbefürworter sein müssten.

Eventuell liegt das auch daran, dass sich Befürworter oftmals selber ins argumentative Abseits befördern :

Unsinnige Pro-Aussagen sind z.B. : "Hochspannungsleitungen verschandeln auch das Landschaftsbild, nicht nur Windenergieanlagen"
Dabei wird vergessen, dass WEA's bis zu viermal höher sind wie Hochspannungsmasten und außerdem einen drehenden Rotor haben... was die Anzahl angeht (schau aus dem Fenster) ... hier 10 WEA pro Mast ! und alleine in dieser Region mussten (auf Kosten der EVU und damit auf Kosten der Stromkunden (WIR)) zwei neue Hochspannungstrassen errichtet werden (Riepe und Knock), die es NUR wegen der dortigen Windanlagen gibt !

Weiter : "Windräder können konventionelle Kraftwerke ersetzen" Dazu braucht man wohl nichts mehr sagen, die Gesamtenergiebilanz wird schlechter, die Energie ist nicht verlässlich, weiteres s.o. !

"Windenergieanlagen und deren Bau schaffen Arbeitsplätze in der Region" Stimmte ! Inzwischen haben die Firmen (den Namen einer nahen Firma darf ich hier nicht nennen) jedoch "globalisiert", der Großteil der Arbeitsplätze ist mittlerweile im Ausland ! Existierende Anlagen benötigen zwar Wartung und Pflege, aber nur im geringen Umfang.

Ein weiteres Problem ergibt sich schon jetzt und noch viel mehr bei Offshore-Parks : die enormen Leitungsverluste ! Insbesondere an der Küste wird Strom erzeugt, der hier garnicht verbraucht wird...
Hat hier jemand Zahlen ?

Es gilt aber nach wie vor mein erster Satz : Wir müssen von der fossilen Verbrennung wegkommen ... nur bitte nicht mit teuren und unnützen Windrädern !
Mit freundlichem Gruß,
Thorsten
joerg_sommer

Beitragvon joerg_sommer » 20.01.2006 12:56 Uhr

Ich bin bekennender Windrad-Fan.
Ich selbst und meine Gesinnungsgenossen haben sich wohl deshalb noch nicht zu der heftigen Windradschelte zu Wort gemeldet, weil diese Schelte wirklich überzeugend vorgetragen wurde (alle Achtung!!!) und weil sicher auch was dran ist. Es kommt halt immer drauf an, von welchen Prämissen man ausgeht - ob man als z.B. Atomkraftwerke grundsätzlich ablehnt oder akzeptiert, und wie man die Ästhetik von großen Windrädern einschätzt. Ich z.B. finde sie einfach schön, und ich finde nicht, dass sie die Gegend verschandeln, obwohl ich ein sehr naturliebender Mensch bin. Aber kann man sich darüber streiten???
Jetzt aber zur Technik: Für ein Windrad auf einem Schiff, welches Druckluft als Energiespeicher verwendet (www.öko-trimaran.de) brauche ich einen Langsamläufer mit geringem Winddruck. Schon vor vielen Jahren habe ich mal eine Konstruktion (real ausgeführt) gesehen, die ich für meine Zwecke ideal finde und die ich als "Faltflügel-Windrad" bezeichnen würde: Mindestens drei Flügel rotieren in der waagrechten Ebene (also senkrechte Welle). Die Flügel-Flächen klappen auf der Rotations-Seite mit dem Wind auseinander und auf der Seite gegen den Wind zusammen; dort bieten sie also nur einen minimalen Luftwiderstand.

In der Fachliteratur habe bisher nie eine derartige Konstruktion gefunden. Meine Frage an die Fachleute: Haben Sie schon einmal so etwas in der Literatur gefunden, und wie wurde es dort bezeichnet? Wie ist der Wirkungsgrad einzuschätzen?
Mit freundlichem Gruß, Jörg Sommer
xtw
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Beitragvon xtw » 20.01.2006 16:34 Uhr

Moin Jörg ! Freut mich, einen kompetenten Gesprächspartner auf der "pro-Windenergie"-Seite zu treffen ! :wink:

Du hast sicher recht, dass alle Belange auch Ansichtssache sind. Gäbe es hier einige Windräder, eventuell noch unsichtbar hinter Hochhäusern/Bergen/Wäldern, oder wenigstens auf wenige Grad des Horizonts mittels Windparkbildung minimiert, wäre meine Akzeptanz wahrscheinlich etwas höher - auch bei den nach wie vor schlechten Energiedaten der Windräder, was sich auch zukünftig nicht ändern wird.
Da es in Emden aber keine Sichtbarrieren gibt und hier anscheinend jeder seinen Spargel pflanzen darf, wo es ihm passt (vereinfachte Genehmigungsverfahren, kein Umweltgutachten, auch nahe Naturschutzgebieten...) sieht das schon ganz anders aus... :(

Das Thema Atomkraft ist ein Thema für sich. Ob dafür oder dagegen - Strom will und braucht jeder ! Wie Gast schon vorgerechnet hat, benötigt man für die Alternative "Wind" eine tausendfach größere Fläche, und das auch nur bei gutem Wind...

Es gibt beim Thema Energie auch immer wieder Punkte, die mich ärgern : Man könnte über 2 GWh (1 1/2 AKW oder x-tausende Windräder) "einsparen", wenn die Deutschen anstelle dieser unsäglichen Steckernetzteile mit Trafo ausnahmslos Steckerschaltnetzteile verwenden würden. Jeder mag sich selber ausrechnen, wieviel 2 GWh in Stromkosten, CO2 oder Uran sind... Von menschlichem Leid durch feuerentfachende Netzteile mal ganz abgesehen...
Das perverse : Kauft man diese nachträglich (was sich ökonomisch nach ca. 6 Jahren rentiert !), sind sie sehr teuer. Hersteller, die ihren Geräten Steckerschaltnetzteilen beilegen (Wirkungsgrad > 90% entgegen < 30 % bei Trafos, noch garnicht eingerechnet 0-5 % Standbyverlust entgegen 30 % und mehr...), würden bei Serienstückzahlen nur wenige Cent mehr bezahlen :
Es wird für den weltweiten Vertrieb nur noch ein Steckerschaltnetzteil benötigt, da es mit 100-240 V AC/DC bei 50-60 Hz läuft (Komponenteneinsparung, erweiterte Stückzahlen).
Regelelemente (die derzeit für zusätzliche Verluste in den Geräten sorgen) wie zB Längstregler können entfallen, inklusive Kühlkörper usw.
Alle Komponenten können kleiner werden.
Nebenbei kann man damit auch ausgezeichnet werben ! 8)

Hier ist in meinen Augen auch der Gesetzgeber gefragt : Warum war selbst in 7 rot(z)grünen Jahren nicht mal eine Vorlage anzustrengen, Rauchmelder vorzuschreiben, Steckernetzteile mit n<80 % zu verbieten und den Standbyverbrauch zu reglementieren ?? :evil:

Anstatt hier Aufzuklären, zu Informieren und zu bestimmen, wird relativ sinnlose alternative Energie mit der Gieskanne gefördert. Aus Steuern und Gebühren.

Die reale Welt ist nicht fair ! :lol:

TEIL 2 folgt !

Zuletzt geändert von xtw am 20.01.2006 17:39, insgesamt 1-mal geändert.
Mit freundlichem Gruß,
Thorsten
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