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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Umbau Öl- auf WP-Heizung Fertighaus Bj80

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chrmichel

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Anmeldedatum: 24.05.2006,
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Keine Lust mehr auf die Ölpreis-Achterbahn?

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Hallo
Nach aktuellem Besuch des Kaminkehrers steht ein Heizungswechsl an...

Das Haus ist ein Fertighaus (Frankenhaus) Bj 1980. Im Jahr 2005 wurde das Dach komplett neu ausgebaut und neu gedämmt. Weiterhin wurde das Haus teilweise von außen zusätzlich gedämmt (Styropor) und ein weiterer Putz aufgezogen. Es ist keine Fußbodenheizung vorhanden und soll auch nicht umgebaut werden!!!

Im Moment benötigen wir bei ca. 250qm Wohnfläche (Keller nicht mitgerechnet) ca. 3500 Liter Öl im Jahr . Die Ölheizung von 1980 wurde damals auf 33kw ausgelegt.

Jetzt spielen wir mit dem Gedanken auf eine Erdwärmeheizung umzusteigen, d.h Heizung + Brauchwasser.

Kein Wasserschutzgebiet, Kalksteinboden (Unterfranken)

Im unteren Stockwerk würden evtl. die alten Radiatoren gegen neu getauscht werden. Im oberen Stockwerk sind schon neue vorhanden.

Würde sich ein Umbau auf Erdwärme rentieren? Selbst bei hoher Stromzufuhr wegen hoher Vorlauftemp. sind die kosten doch immernoch wesentlich niedriger als jede Ölheizung, oder?

Ist hier zufällig jemand aus dem Kreis Würzburg mit bestehender Anlage?

Gruß

Christian

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Gast

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Kann niemand etwas sagen ob sich das rentiert oder ob wir doch lieber in richting Pellets gehen sollten?

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marsipulami

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@chrmichel

Deine Dämmung ist bei einem Wärmebedarf von 14 kW vollkommen ok.
Der Punkt sind die nötigen Vorlauftemperaturen, die für einen möglichst wirtschaftlichen Betrieb mit einer WP so niedrig wie möglich sein sollten, am besten unter 50 °C. Bei großen Heizflächen, ohne Nachtabsenkung (nachts ist der Strom billiger!) und mit geringer Spreizung (5 °C mit evtl. größeren Umwälzpumpen) sähe die Geschichte gut aus...

[ gelöscht von ADMIN: Würden Sie Sich bitte an die Regeln halten? Keine Eigenwerbung über URLs in den Beiträgen, dafür können Sie sich registrieren und Ihre URL ins Profil setzen!!! Danke]

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Engel

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Hallo,

wir stehen zur Zeit vor einem ähnlichen Problem.

Also: wenn ein Umbau notwendig ist => auf keinen Fall eine neue Ölheizung, soviel dürfte klar sein.

Pellets: in unserem Raum (Hunsrück) sind im Winter die Pelletspreise um 25% (!) angestiegen, zudem gab es bereits Lieferengpässe und einige Nutzer sind die Pellets Sackweise (und damit teuer) kaufen gegangen. Wer weiß, wohin der Preis noch führt, v.a. da es sich um einen Rohstoff (Holz) handelt. Nebenbei spart man dem Tankraum (Öl bzw. Pellets) und hat somit noch Platz "gewonnen".

Erdwärme: Problem - die Bohrungen werden nach Festpreis abgerechnet, so ca. 800,- € / kwh. Bei eurem Energiebedarf sehr teuer. Daher wird bei "alten" Häusern häufig von Erdwärme abgeraten.

Wie wäre es mit einer Luftwärmepumpe ? Diese kann innen oder außen aufgestellt werden. Umbau dauert ca. 4 Tage (daher Umbau im Sommer ratsam, da 4 Tage kaltes Wasser).
Vorlauftemp. von etwa 50° schmälert natürlich die Gewinnspanne. Hier ist v.a. eine vernünftige Einstellung der Wärmepumpe ratsam. Aber die alten Radiatoren würde ich an eurer Stelle auf keinen Fall umbauen !! Diese eignen sich wesentlich besser als die neuen bei Einsatz einer Wärmepumpe. Und so spart man nebenbei auch noch Geld.

Bezahlung über kfw - Darlehen. Auch wenn die Zinsen im März erhöht wurden, ist es immer noch sehr billig und umgerechnet auf die Laufzeit kaum "der Rede wert". Und daran denken, das ab 2007 die MwSt 3% ansteigt, auch nicht zu vernachlässigen. Auch einmal bei den örtlichen Stromanbietern nachfragen. Einige bieten "Gutschriften" (bei uns 500,- €) an - als Lockmittel für den Umstieg. Der Strompreis bei Wärmepumpen liegt (z.Zt.) bei 12 cent/kwh. Daher gibts bei Einbau auch einen eigenen Stromzähler.

Grob geschätzt dürfte ein Einbau einer Wärmepumpe bei euch ca. 20.000,- € kosten. Diese rechnet sich bei eurer Konstellation vermutlich nach etwa 15 - 20 Jahren. Das hängt natürlich auch sehr von der Entwicklung des Ölpreises und Strompreises ab.

Also dann: einen warmen Winter !

Beste Grüße aus dem Hunsrück,
Jörg

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machtnix

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Unbedingt auf Pellets umsteigen.
Der Preis wird immer unter dem Ölpreis bleiben.
Auf gar keinen Fall ein LuftWP.Ist ja Irrsinn.
Ab 7°C Außentemperatur heizt du dann mit dem Elektroheizstab zu.
Nimm eine gute Pelletsheizung und mach dir ein vernünftige Solaranlage auf das Dach.

Wenn denn ein Wärmepumpe sein soll dann würde ich mal die von Bartl mit Heißgasnutzung vorschlagen.
http://www.bartlwp.de/technik/hge.php...

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marsipulami

Erfahrung: Gast
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@machtnix
Ein Forum dient der Information, nicht der gezielten Verdummung. Deine Aussage von der Heizstabunterstützung ab +7 °C ist purer Unsinn. Jede Gefriertruhe hat innen - 18 °C und das Gitter hinten wird immer noch warm... Bleib besser bei Deinen Pellets.

Exclamation Die Einsatzgrenzen von Luft-WP liegen oft bei -15 °C, etliche sind auf -20 °C ausgelegt, diesen Winter lief eine bei -24 °C auch noch mit sehr guten Werten - ohne Heizstab. Da dies aber keine Reklame für einen Hersteller sein soll, bleiben Name und Ort mein Geheimnis.

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machtnix

Erfahrung: Gast
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Ja lieber marsipulami,
dann erklär mir doch mal warum die meisten Hersteller nur bis zu 7°C Garantien für Ihre WP abgeben.
Natürlich laufen einige besser und schlechter,Fakt ist die garantierte Heizleistung des Herstellers bei bestimmten Temperaturen.
Und das mit deinen -24°C glaubst du doch wohl selber nicht.

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Engel

Erfahrung: Gast
,
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Hallo,

+7° C ? -> ab etwa -10 bis -15°C wird ein Heizstab hinzugeschaltet (je nach Hersteller). Und dann nicht voll, sondern Stufenweise (2,2 kw/h, ...), je nach Außentemperatur. Wenn du dir eine Anlage anschauen gehst, kannst du das ganz leicht nachprüfen !

Solaranlage: ist zumindest wirtschaftlich nur rentabel, wenn damit ins Stromnetz eingespeisst werden kann( zumindest solange die Strompreise noch fix und garantiert sind). Alleine um das Wasser aufzuwärmen zu teuer (viel zu teuer).

Gruß,
Engel

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Gast

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chrmichel hat Folgendes geschrieben:
Würde sich ein Umbau auf Erdwärme rentieren? Selbst bei hoher Stromzufuhr wegen hoher Vorlauftemp. sind die kosten doch immernoch wesentlich niedriger als jede Ölheizung, oder?

Nur wenn der Strompreis nicht im gleichen Maße steigt.

WP ist nur im Betrieb sehr günstig wenn die benötigte Vorlauftemperatur möglichst niedrig ist. Wenn Du keine FB-Heizung willst und auch die Heizkörber nicht zu groß sein sollen (Große Heizkörper können auch die Vorlauftemperatur senken) bist du zwar immer noch billiger im Betrieb als Öl + Gas, aber ob das die beste Lösung ist? Evtl. ist in diesem Fall eine Pelletsanlage geeigneter.

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chrmichel

Erfahrung: *
Anmeldedatum: 24.05.2006,
Beiträge: 10
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[/quote]
Nur wenn der Strompreis nicht im gleichen Maße steigt.

WP ist nur im Betrieb sehr günstig wenn die benötigte Vorlauftemperatur möglichst niedrig ist. Wenn Du keine FB-Heizung willst und auch die Heizkörber nicht zu groß sein sollen (Große Heizkörper können auch die Vorlauftemperatur senken) bist du zwar immer noch billiger im Betrieb als Öl + Gas, aber ob das die beste Lösung ist? Evtl. ist in diesem Fall eine Pelletsanlage geeigneter.[/quote]

Also mit der Vorlauftemp könnten wir ohne Probleme auf 50 Grad gehen, und ein paar Heizkörper gegen größere Tauschen wäre auch kein Problem.

Jetzt hat mir heute ein Arbeitskollege erzählt, dass man die WP auch an einen Brunnen anschließen könnte und das somit erstmal die Bohrkosten erspart und auch so recht effitzient sein soll. Hat jemand von euch sowas schonmal gehört?
Eine Zysterne wäre vorhanden. Ca. 5m Tief und bis oben gefüllt mit Regenwasser. Bringt das was???

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Gast

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chrmichel hat Folgendes geschrieben:
Jetzt hat mir heute ein Arbeitskollege erzählt, dass man die WP auch an einen Brunnen anschließen könnte und das somit erstmal die Bohrkosten erspart und auch so recht effitzient sein soll. Hat jemand von euch sowas schonmal gehört?
Eine Zysterne wäre vorhanden. Ca. 5m Tief und bis oben gefüllt mit Regenwasser. Bringt das was???


Du benötigst noch einen Sickerbrunnen welcher das durch die WP laufende Wasser wieder ins Erdreich bringt.

Folgende Probleme/Nachteile gibt es:
- Sickerbrunnen muß genügend sickerleistung haben (u. U. mehrere m3 pro Stunde). Bei schlechter Wasserqualität kann es Probleme mit der Dauerleistung geben
- Normale Brunnen muß dauerhaft die benötigte Menge Wasser liefern (Dauer-Pumpversuch)
- Wasserqualtität muss passen
- Sickerbrunnen muß in der Fließrichtung des Grundwassers nach dem Förderbrunnen liegen
- Du bekommst u.U. keine Genehmigung für Grundwassernutzung.


Wenn alle Problem gelößt sind hast Du folgende Vorteile
- Geringere Investitionskosten
- Etwas niedrigere Stromkosten das mehr Energie aus dauerhaft ca.10 Grad Warmen Wasser gezogen werden kann als aus "normalen" Erdreich

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