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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
wukaiying

Beitragvon wukaiying » 31.08.2005 16:50 Uhr

Wir beabsichtigen eine Solewärmepumpe mit Warmwasserbereitung in unserem Haus zu installieren.
Angebote der Firmen thermomaxx (WP: Waterkotte) und Geosolar (WP Heliotherm) liegen bereits vor.
Preislich sind beide ähnlich, aber in Betriebsweise und Funktionalitäten weisen beide doch erhebliche Unterschiede auf.
Besonders folgende Unterschiede sind mir aufgefallen :
Thermomaxx lässt die Waterkotte WP rund um die Uhr laufen und begründet dies mit der Trägheit der Fußbodenheizung und dem geringen Volumen der Pufferspeicher anderer Hersteller. Außerdem sagte uns der Berater, dass eine Anlage im Dauerbetrieb weniger Verschleiß habe, als eine Anlage, die im Start/Stop betrieben wird. Außerdem bietet Thermomaxx eine Kühloption an.
Geosolar mit seiner Heliotherm WP argumentiert mit Energiesparen und nutzt dabei den Energiespartarif des EVU's mit Unterbrechung (allerdings sind dies nur 2x 1,5 Std) sowie empfiehlt die Anlage z.B. zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr abzuschalten.
Eine Kühloption empfiehlt Geosolar wegen möglicher Kondensationsgefahr nicht.
Nun die Bitte an das Forum :
Wer hat Erfahrungen mit den genannten Anbietern bzw. deren Wärmepumpen gesammelt und kann mir diese mitteilen.
Wie sind die Argumente der beiden Anbieter hinsichtlich Dauer versus Start/Stop Betrieb sowie das Kondensat-Argument gegen die Kühloption zu bewerten.
Vielen Dank !

Thomas

Beitragvon Thomas » 31.08.2005 16:50 Uhr

Hallo,

ich hoffe, dass einiges der Info durch die beiden Anbieter missverständlich war. Ansonsten bliebe nur, beiden krasse Ahnungslosigkeit vorzuwerfen. Zu den "Details":

» Preislich sind beide ähnlich, aber in Betriebsweise und Funktionalitäten
» weisen beide doch erhebliche Unterschiede auf.

Nanu? Sollten beide Anlagen - da auf demselben Prinzip beruhend - mehr oder weniger gleichartig sein?

» Thermomaxx lässt die Waterkotte WP rund um die Uhr laufen und begründet
» dies mit der Trägheit der Fußbodenheizung und dem geringen Volumen der
» Pufferspeicher anderer Hersteller.

Aua!!! Natürlich läuft eine WP immer dann, wenn sie gebraucht wird. "Rund um die Uhr" macht eigentlich nur Sinn, wenn die Sonden relativ zum Bedarf zu wenig Energie liefern (sprich: sie sind zu kurz). In dem Fall springt der Heizstab ein und man/frau heizt mit Strom und nur sehr eingeschränkt mit Erdwärme.

» Außerdem sagte uns der Berater, dass
» eine Anlage im Dauerbetrieb weniger Verschleiß habe, als eine Anlage, die
» im Start/Stop betrieben wird.

Dieses Start/Stop-Verhalten ("Takten") passiert immer dann, wenn die WP relativ zum Heizbedarf zu groß gewählt wurde. Tatsächlich ist dies für ein WP-Anlage aus technischen und wirtschaftlichen Gründen inakzeptabel. Hier gilt die Faustregel: besser die WP einen Hauch zu klein als zu groß.

» Außerdem bietet Thermomaxx eine Kühloption
» an.

Das bietet praktisch jeder an, technisch ist das unkompliziert und ausgereift.

» Geosolar mit seiner Heliotherm WP argumentiert mit Energiesparen und nutzt
» dabei den Energiespartarif des EVU's mit Unterbrechung (allerdings sind
» dies nur 2x 1,5 Std) sowie empfiehlt die Anlage z.B. zwischen 22:00 Uhr
» und 6:00 Uhr abzuschalten.

Zweckmäßigerweise wird jeder WP-Besitzer den Wärmepumpentarif seines Energieversorgers nutzen. Warum sollte man hier Geld verschenken?
Übrigens läuft eine WP im EFH-Bereich in Deutschland zwischen 1500 und 2100 Stunden pro Jahr (bei 8760 Stunden eines Jahres ist die WP also etwa ein Viertel der Zeit im Betrieb). Da fallen die Sperrzeiten nicht weiter ins Gewicht (außer bei der Berechnung der notwendigen Sondenlänge).

» Eine Kühloption empfiehlt Geosolar wegen möglicher Kondensationsgefahr
» nicht.

Aua, dieses Problem wird ein ordentlicher Heizungsbauer selbstverständlich mit ein wenig Mess-/Regeltechnik lösen. Hier geht es um den Taupunkt und das ist für einen ordentlichen Planer nicht wirklich ein Problem.

Ich würde dir folgendes raten: such dir einen vernünftigen Heizungsbauer oder einen der klassischen WP-Hersteller. Bitte diese um ein Angebot für dein Haus. Die Bohrungen (falls du noch ein paar Euro sparen willst) kannst du bei verschiedenen Unternehmen selber anfragen (Achtung: auf das DVGW-Zertifikat W120 achten, nach Referenzen und Auslastung der Bohrgeräte fragen) und dir dann anhand der Angebote das Unternehmen deiner Wahl aussuchen.

Lieber Gruß
Thomas
wukaiying

Beitragvon wukaiying » 31.08.2005 16:50 Uhr

Vielen Dank für die bisherigen Postings.
Bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, was die Entscheidung zum WP-Anbieter angeht. Interessant hört sich das Thema Kühlen im Sommer durch die WP schon an ; leider bietet hier Heliotherm (zumindestens lt. Aussage des Anbieters) aber keine Kühloption an.
Interessant wäre es , wenn jemand 'mal seine Erfahrungen mit einer FB- Kühlung schildern könnte.
Danke & Gruß
Kay
Quehl

Beitragvon Quehl » 31.08.2005 16:50 Uhr

» Vielen Dank für die bisherigen Postings.
» Bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, was die Entscheidung zum
» WP-Anbieter angeht. Interessant hört sich das Thema Kühlen im Sommer durch
» die WP schon an ; leider bietet hier Heliotherm (zumindestens lt. Aussage
» des Anbieters) aber keine Kühloption an.
» Interessant wäre es , wenn jemand 'mal seine Erfahrungen mit einer FB-
» Kühlung schildern könnte.
» Danke & Gruß
» Kay

Erfahrungen würde ich mir zur Kühlung auch mal wünschen. Die passive Kühlung ist nicht Wärmepumpenabhängig. Nur die aktive. Nach theoretischen Überlegungen bin ich jetzt zur Ansicht gekommen, daß die Kühlung über die FBH nicht zweckmäßig ist. Die Kälte bleibt am Boden und die Luft darüber wird nur durch Schichtung gekühlt. Das ganze dauert auch wegen des Estrichs recht lange, so daß man auch nachts mal die Fenster zum Kühlen aufmachen kann. Tagsüber muß sich der Estrich erst mal abkühlen. Und heiße Tage gibt es doch recht wenig. Gerade bei einem gut gedämmten Haus kommt die Wärme nicht so schnell rein.

mfg
Quehl

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