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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Gast

Beitragvon Gast » 15.05.2006 12:08 Uhr

Hallo Forum,

aufgrund der steigenden Ölpreise muss ich mir langsam Gedanken über meine alte „Ölschleuder“ machen. Ich möchte mein Heizungssystem komplett sanieren.
Würde mich freuen, wenn der eine oder andere Tipp von euch kommen würde.

Zum Gebäude:- 2-Familienhaus, Bj: 80
- Dachgeschoß nicht ausgebaut aber wird Mitte des Jahres von innen isoliert.
- 340 m² Gebäudenutzfläche, (aktuell werden ca. 180m² beheizt; der Rest soll ca. in 10 Jahren ausgebaut und beheizt werden.)
- Fenster original aber gut erhalten
- Keine Außendämmung (evtl. Zusammen mit dem Ausbau in ca. 10 Jahren)
- Heizwärmebedarf: 230 [kWh/m²a]
- Trinkwasserwärmebedarf: 14 [kWh/m²a]

Zur Heizung:- Heizölverbrauch ca. 4200 Liter/a
- Radiator-Heizkörper (soll bleiben)
- Eine 25 Jahre alte Viessmann Vitola mit 36 kW


Meine bisherigen Überlegungen:

Pallets:
ich denke hier wird der Preisvorteil gegenüber den fossilen Brennstoffen bald eingeholt sein.

Wärmepumpe:
bedenklich, da hohe Vorlauftemperaturen wegen Radiatorheizung notwendig sein wird. Sicherlich gibt es Wärmepumpen, die 65°C Vorlauftemperatur schaffen. Aber hier ist es mit der Wirtschaftlichkeit vorbei, wenn Arbeitszahlen unter 2,7 erreicht werden.

Öl oder Gas?
Was ist hier langfristig das wirtschaftlichste?
Gibt es hier eine wirtschaftliche Kombination mit Solar, Speicher oder ähnliches?

Wäre für jede Entscheidungshilfe dankbar.

Gruß

Gast

Stephan Ostermann
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Beitragvon Stephan Ostermann » 26.05.2006 00:01 Uhr

Hallo...

Zum Thema Pellets und Preise...

Die Nachfrage nach fossilen Rohstoffen wird dank China und Co. immer weiter explodieren. Wenn wir Ende 2007 noch unter 2 € je Liter Heizöl sind können wir uns glücklich schätzen.

Der Vorteil der Pellets ist, dass steigende Nachfrage auch steigende Produktion nach sich ziehen.

Unsere Firma als Beispiel wird ab September sogar in der Nähe von Hannover selbst Pellets produzieren.

Natürlich gekoppelt an eine Biogasanlage und 180m² Warmluftkollektoren.
Grüße vom

AS Solar Kundendienst
machtnix

Beitragvon machtnix » 03.06.2006 19:46 Uhr

Wie Herr Ostermann schon sagte,nimm Pellets.
Das die Energiepreise steigen sollte wohl klar sein,vermutlich auch Pellets,aber niemals so hoch wie Öl oder Gas.

Vielleicht wäre ja ein Allesfresser für dich ganz interessant.
Die Twin Heat Anlage M20i/A2,mit 29kW.Mit der kannst du Pellets,Hackschnitzel,Getreide und sogar Holzscheite bis zu einem Meter Länge verheizen.
Mehr dazu unter www.helbig-gmbh.de

Wenn es denn vom Platz vielleicht nicht ganz passen sollte,wäre vielleicht noch eine Hackschnitzelanlage von Herz ganz interessant.
Die kann allerdings nur Pellets und Hackschnitzel.
Bei Herz Anlage würde ich mal die 25kW empfehlen.Leistung von 9kW-30kW.
Mehr dazu:www.herz-feuerung.com

Bei beiden Anlagen würde ich mal einen 1000er Puffer hintendranhängen,damit man später oder auch sofort Solar dazupacken kann.
Wero
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Beitragvon Wero » 03.06.2006 20:38 Uhr

Hallo
Du machst einen Denkfehler.
Kaufst Du jetzt eine neue Heizung wird diese nach der Renovierung in 10 J.
unwirtschaftlich sein. (weil überdimensioniert)
Du mußt jetzt isolieren und Dir( eventuell später) eine passende Heizung
einbauen.
Wärmepumpe würde ich nur in Verbindung mit neuen Estrich oder Wandheizung in Erwägung ziehen.

Der Eifeler
ralf_knight
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Beitragvon ralf_knight » 17.10.2006 15:40 Uhr

moin, moin,

>Heizwärmebedarf: 230 [kWh/m²a]
>Trinkwasserwärmebedarf: 14 [kWh/m²a]
>b]Zur Heizung:[/b]- Heizölverbrauch ca. 4200 Liter/a

bei diesen grundwerten wuerd ich erst eine waermedaemmung anbringen. die finanziert sich groestenteils durch die einsparung. 30-80 [kWh/m²a] sollten angestrebt werden. bei der kfw gibts da finanzierungsangebote.

im anschluss daran macht es dann sinn eine entsprechend dimensionierte neue heizungsanlage anzuschaffen.

mit freundlichen gruessen

ralf knight
Fred
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Beitragvon Fred » 17.10.2006 22:33 Uhr

Zuerst Energieverluste vermeiden. Erst Isolieren dann die Technik umstellen.Der Energiebedarf kann danach ermittelt werden und ein bedarfsgerechtes Heizsystem geplant werden. Die Einsparung ist dann meist nach der Wärmedämmung schon zu bemerken.


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