Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Tools, Onlinerechner und Newsletter Diskussionsforum forum
Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
pinir

Beitragvon pinir » 10.05.2006 21:42 Uhr

Hallo an alle, :D
wollen demnächst mit dem Bau unsres Hauses beginnen. Nun steht die Frage nach einer passenden Heizung an.
Diesbezüglich haben wir uns jetzt für eine Wärmepumpe entschieden.

Unser Haus wird eine Wohnfläche von ca. 200qm haben. Es wird mit 24er Ziegel + 12 cm VWS gebaut.
Wir möchten eine Fußbodenheizung und im Bad einen Wandheizkörper. Außerdem planen wir im Wohnzimmer einen Holzofen.
Die Heizung soll nicht nur unser Häusle erwärmen, sondern auch das Brauchwasser miterhitzen.
Da das Haus gut gedämmt wird, wurde uns zur Heizung eine Be- und Entlüftungsanlage empfohlen.
Wahrscheinlich wäre ein Kombigerät eine gute Lösung.

Nun zu meinen Fragen:
Welche Art der Wärmepumpe ist für unser Vorhaben besser geeignet- Sole- Bohrung oder Luft- WP?

Welche Vor- bzw. Nachteile sind jeweils bekannt?

Wie hoch ist der Preisunterschied?
Luft- WP ist ja angeblich günstiger bei der Anschaffung, aber teurer im Verbrauch, lohnt sich das?

Welche Hersteller sind zu empfehlen?


Freue mich über eure Antworten.

Liebe Grüsse,
pinir :wink:

Gast

Beitragvon Gast » 11.05.2006 20:17 Uhr

Wenn ihr noch nicht gebaut habt, gibt es nur 1 Antwort.
Baugrube 80-100cm tiefer ausheben.
2-3 getrennte Kältemittelschlangen verlegen.
Erde wieder auf normale Kellersohlenhöhe auffüllen, (Lagenweise verdichten) und Häusle bauen
Gruß
Axel
machtnix

Beitragvon machtnix » 11.05.2006 21:16 Uhr

Dann schau dich mal bei Bartl um:
http://www.bartlwp.de/technik/hge.php

Das wäre doch was für dich.
marsipulami

Beitragvon marsipulami » 11.05.2006 21:33 Uhr

Ist doch ganz einfach:

Wenn immer es geht, einen Kollektor als Direktsystem verwenden. Bringt zu günstigen Kosten die höchsten Wirkungsgrade.

Falls Grundstück zu klein, Grundwasser. Falls keines da, kommt es darauf an:
Wo soll das Haus wohnen? In klimatisch milden Lagen (Bodensee, Rheingraben) rechnet sich eine Solesonde gegenüber einer Luft-WP nicht.
Es sei denn, es soll eine CO2-Erdsonde werden. Die läuft beinahe so gut wie das Direktsystem-Erdreich, kostet aber mehr...

KWL mit WRG über Wärmepumpe ist nichts für Niedrigenergiehäuser. Die Transmissionsverluste sind hier weitaus höher als die Lüftungsverluste. Zudem sind WRG-Werte von 90 und mehr % pure Utopie: Die Wärmeenergie in Form von Wasserdampf lässt man für eine bessere optische Zahl unter den Tisch fallen, realistisch sind Werte von 25%...

:idea: wie immer... www.klima-innovativ.de... unabhängig, kompetent, geduldig...
pinir

Beitragvon pinir » 16.05.2006 09:47 Uhr

Hallo,
also, habe inzwischen von einer Luftwärmepumpe abgeraten bekommen, da sie im Winter zuviel Strom verbrauchen würde, dank Einsatz von Heizstäben.

Ich habe mir jetzt mal ein Angebot machen lassen zum Vergleich:

Sole Wärmepumpe von Tecalor mit Bohrung + Lüftungsanlage+ Fußbodenheizung: 44.714,13€, wobei die Bohrung schon allein 13.000€ kostet + Mwst.

Abluftwärmepumpe von tecalor inkl. Solarset+ Lüftungsanlage+Fußbodenheizung: 33.899,19€


Eine Erdwärmepumpe mit Kollektoren kommt aufgrund unserer Grundstücksfläche nicht in Frage.


Der Unterschied der beiden Pumpen beträgt also knapp 11000€.
Rechnet sich eine Erdwärmepumpe dennoch, da sie später weniger Strom verbraucht?

Wer kann mir Vergleichzahlen für den Stromverbrauch beider Systeme liefern?

Wer weiß noch andere "gute" Hersteller?

Ist eine Erdbohrung wirklich so teuer bzw. gibt es auch Firmen, die nur die Bohrung anbieten?

Danke für eure Antworten.

pinir
:wink:
mstreib
Aktivität: durchschnittlich
Beiträge: 63
Registriert: 17.02.2006 12:17
Wohnort: Zuzenhausen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon mstreib » 16.05.2006 22:01 Uhr

Hallo,

man kann es nicht pauschal sagen was das bessere System ist. Wenn das Gebäude einen sehr geringen Wärmebedarf hat (sehr gut isoliert) hat auch eine Luft Wärmepumpe Ihren Sinn.

Es ist einfach so - wenn ich viel Energie in einem Gebäude verbrauche _ schlechte Isolierung oder große Wohnfläche so ist die bessere Wärmequelle die günstiger Lösung. Habe ich jedoch eine geringen Energiebedarf so rechnet sich die mehrinvestition der Erdsondenbohrung nicht.

Weiterhin ist der Merverbrauch bei einer Luft Wp die richtig ausgelegt ist nicht sehr hoch - in Klimazone II (-12 Grad) kann mit einem Bivalenzpunkt der WP von -7 Grad eine Deckung von ca 99% der Gesamtjahresenergiemenge erreicht werden. Das heisst ich muss nur 1 % des Jahresverbrauchs an Strom über die direktheizung nachheizen Daher ist es hier wichtig die WP richtig zu dimensionieren. Auch Erdsonden WPs die nicht richtig dimensioniert sind (Wärmebedraf zu hoch - WP zu klein) schalten bei zu hohem Leistungsbedarf die elektrische direktheizung zu - was eigentlich nicht sein sollte !

Also die Auswahl am besten über den zu erwartenten Energiebedarf fällen. Dieser ist in den meisten Energiesparnachweisen aufgeführt

Michael Streib

www.streib.de

Lass die Sonne in dein Herz und in deinen Heizungskeller :-)

streib.de
marsipulami

Beitragvon marsipulami » 17.05.2006 20:08 Uhr

@pinir

Wieder ganz einfach: Eine Abluft-WP macht in einem Haus, in dem der Transmissionsverlust weitaus größer als der Lüftungsverlust ist nur über den berühmt-berüchtigten E-Heizstab Sinn. Das sieht man auch am Preis, oder glaubst Du, gute Wirkungsgrade bekommst Du geschenkt???

Die LZW..sol Geräte haben außer in Passivhäusern nichts verloren. Basta.
Wero
Aktivität: hoch
Beiträge: 204
Registriert: 18.05.2006 07:42
Wohnort: 53925
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Wero » 18.05.2006 08:03 Uhr

Hallo pinir
Meine Wp hat etwas mehr gekostet wie deine Bohrung kosten soll.
Luftwärme direktkondensierend keine Abluft.
145m² beheizt Jahresgesamtkosten knapp 500 € incl. Warmwasser 4pers.

Mfg Wero
sandburgenbauer

Beitragvon sandburgenbauer » 18.05.2006 10:24 Uhr

Hallo pinir,

wenn das Grundstück zu klein ist für einen Flächenkollektor und ohnehin ein Ofen gewünscht wird, dann würde ich ein bivalentes System einsetzen:
1. Luftwärmepumpe als Hauptheizung. Ganz klassisches System mit Heizwasserkreislauf.
2. Der ohnehin geplante Wohnzimmerofen arbeitet wasserführend, d.h. speist ca. 80% seiner Wärme in den Heizkreislauf.
3. WW-Bereitung ganzjährig über WP; evtl separate Brauchwasser-WP, z.B. Dimplex
4. Nochn bisschen besser dämmen

So kann die Heizungs-WP kleiner dimensioniert werden, da sie bei klirrender Kälte nix leisten muss. Bei Einsatz eines zusätzlichen Ofens würde die Investition in eine Erdsonde sich nie rechnen. Denn in der Übergangszeit bringt die Luft-WP ja ordentliche Leistung.

@ Gast: Kollektoren unter das Fundament zu legen ist Unfug. Der Kollektor muss von oben Regen abbekommen.

Gruß,
Peter
Wero
Aktivität: hoch
Beiträge: 204
Registriert: 18.05.2006 07:42
Wohnort: 53925
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon Wero » 18.05.2006 12:57 Uhr

Hallo
Dem Peter muß ich da ein wenig widersprechen.
Wenn ich die Wp zu klein auslege bin ich gezwungen den Wohnzimmerofen zu betreiben.
Bist du krank, alt,oder 0Bock was dann?
Im übrigen gibt es überhaupt keine Probleme mit einer Luftwärmepumpe
ein Niedrigenergiehaus zu beheizen, incl.Warmwasser.
Eine Investition in eine Erdsonde rechnet sich sowieso nicht.
Ich gehe jetzt natürlch von einer normalen geog.Höhe aus.
Nicht von der Zugspitze.
Ich wohne auf ca 380m üNN.Bei mir klappt die Luftpumpe ohne
jede Zusatzheizung oder Heizstab.
Gruß
Wero

Nächste

Zurück zu Geothermie & Wärmepumpen



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Sole- Wärmepumpe oder Luftwärmepumpe, was ist besser?