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Erdwärme, Wärmepumpe, Erdkollektoren, Wasserwärmepumpen, Bohrungen, Sonden
Angelika

Beitragvon Angelika » 31.08.2005 16:49 Uhr

Wir möchten uns gerne von unserer gut funktionierenden Ölheizung (8 Jahre alt) verabschieden, da das Heizöl immer teurer wird und wir gerne etwas für die Umwelt tun möchten und da der französische Staat im Augenblick 40% der Kosten übernimmt (bei Umstieg auf umweltfreundliche Energie, Solar, usw.).
Nun gibt es hier relativ wenig Erfahrung und Angebote. Eine vertraunerweckende Person und Firma aus Nizza hat uns nun folgendes Angebot gemacht:

* Solarenergie von Phoenix ( kit PHOENIX - Réf. S03 / 01-478) für das Warmwasser.
* Wärmepumpe von Spartek für die Heizung.

Kennt jemand die Firma Spartek?

Es handelt sich bei uns um ein altes Haus aus dicken Steinmauern. Wir sind in einem Dorf auf 700 M. ü.M.
Geheizt wird von Mitte Oktober bis Ende April. Temperaturen unter Null ca. 30 Tage (nur nachts unter Null).
Wir verbrauchen derzeit ca. 1.500 Liter Heizöl/Jahr.
Die Idee ist, die Zentralheizung (Heizkörper) zu behalten und einfach die bestehende Ölheizung durch die Wärmepumpe zu ersetzen.
Ist das stimmig?
Angebot : Wärmepmpe 10 KW, 10.000 € inkl. Installierung usw.

Bitte um eure Hilfe, Meinung, Info . . .
Danke,
Angelika

Angelika

Beitragvon Angelika » 31.08.2005 16:49 Uhr

Danke Jürgen.

das mit den Solarpannels war eigentlich der Ausgangspunkt : wir wollten lediglich unser Wasser (Sanitär) von der Sonne wärmen lassen . . - was ja nahe liegt. Dann fingen wir an, über weitere Energieeinsparung nachzudenken und bekamen geich dieses Angebot.
Warum wird es dir schwarz vor Augen?
Angelika
Gast

Beitragvon Gast » 02.10.2005 12:10 Uhr

hallo,
spartec ist ein Hersteller mit gutem Ruf nähe Rostock, schau mal hier herein:
www.spartec-waermepumpen.de
gruß
wolfgang
fanni

Beitragvon fanni » 22.10.2005 10:30 Uhr

hi, ich suche auch gerade informationen zu spartek und habe deine frage gelesen - wenn das das einzige war, was dir die firma/firmenvertreter oder wer auch sonst gesagt hat, dann lass bloss die finger davon!!!

eine wärmepumpe funktioniert nur richtig, also mit hohem wirkungsgrad, wenn auch das haus dazu paßt - einmal also die wärmedämmung und zum anderen und ganz wichtig, die heizkörper und heizflächen

denn im unterschied zu herkömmlicher heizung läuft eine wärmepumpe mit ganz niedirger vorlauftemperatur, das heißt, du brauchst ganz große heizflächen! und selten sind die im altbau so gegeben - also eine wärmepumpe, die ihrem ruf des megaenergiesparens auch gerecht wird, braucht diese großen flächen

nächstes stuzten meinerseits: 10kw pumpe wurde dir angeboten - nun sagst du nicht, ob mit warmwasserbereitung - aber das erscheint mir nun sehr sehr hoch - zum vergleich: ich beheize 550qm mit 14kw - einschließlich warmwasser für 15 personen!
und ebi uns ist es ein klein bischen länger kalt im winter

dann hast du noicht geschrieben: erdwärmepumpe oder luftwärmepumpe - war in den 10 teuro auch die bohrung bei?

also wie gesagt, das angebot ist m.E. sehr suspekt, such dir weitere firmen - was allerdings nichts gegen die spartektechnik sagen soll, sondern nur gegen den, der dir das angebot gemacht hat

viel erfolg
fanni
erdwaermezeitung
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Beitragvon erdwaermezeitung » 22.10.2005 19:26 Uhr

Hallo Angelika, 40% Förderung das ist schon was. Hallo Deutschland!
Ich denke bei Dir (nur Nachts unter Null) ist eine Luftwärmepumpe Sinnvoll und die günstigste Lösung. Es sei denn Du möchtest Dein Haus im Sommer auch gleich Klimatisieren, dann wären eventuell Bohrungen besser. Viele Grüße aus Germany
jörg

Beitragvon jörg » 11.11.2005 14:51 Uhr

Hallo !
Wir haben eine Spartek-Wärmepumpe.
Und stehen gerne Rede und Antwort dazu...
unter 06130 945930 am Wochenende...
lG.
Jörg Pfänder

Gast

Beitragvon Gast » 16.11.2005 21:32 Uhr

Angelika hat geschrieben:Wir möchten uns gerne von unserer gut funktionierenden Ölheizung (8 Jahre alt) verabschieden, da das Heizöl immer teurer wird und wir gerne etwas für die Umwelt tun möchten und da der französische Staat im Augenblick 40% der Kosten übernimmt (bei Umstieg auf umweltfreundliche Energie, Solar, usw.).
Nun gibt es hier relativ wenig Erfahrung und Angebote. Eine vertraunerweckende Person und Firma aus Nizza hat uns nun folgendes Angebot gemacht:

* Solarenergie von Phoenix ( kit PHOENIX - Réf. S03 / 01-478) für das Warmwasser.
* Wärmepumpe von Spartek für die Heizung.

Kennt jemand die Firma Spartek?

Es handelt sich bei uns um ein altes Haus aus dicken Steinmauern. Wir sind in einem Dorf auf 700 M. ü.M.
Geheizt wird von Mitte Oktober bis Ende April. Temperaturen unter Null ca. 30 Tage (nur nachts unter Null).
Wir verbrauchen derzeit ca. 1.500 Liter Heizöl/Jahr.
Die Idee ist, die Zentralheizung (Heizkörper) zu behalten und einfach die bestehende Ölheizung durch die Wärmepumpe zu ersetzen.
Ist das stimmig?
Angebot : Wärmepmpe 10 KW, 10.000 € inkl. Installierung usw.

Bitte um eure Hilfe, Meinung, Info . . .
Danke,
Angelika



Hallo, ich würde ihnen nicht zu einer Wärmepumpe Raten, da der Wirkungsgrad nicht so Toll ist wenn das Teil auf Heizkörper angeschlossen ist. Wenn die gegbenheiten passen würde ich ihnen zu einen modernen Holzkessel mit 50er scheid länge Raten, das Teil dann an 2000 liter schichtleitpufferspeicher und zusätzlich min 20m² Solarfläche wo Heizungsunterstüzend gebaut ist, eine Frischwasserstation ist sehr empfehlenswert da kein stehendes Wasser da ist. Ich würde auf Buderus und Sonnenkraft gehen.
Jörg

Beitragvon Jörg » 30.11.2005 11:31 Uhr

Hallo Angelika,

vielleicht komme ich zu spät - aber trotzdem.

Wir haben 2 Wärmepumpen von Spartec in unserem neuen, gut gedämmten Holzhaus. Ich kann definitiv das folgende dazu sagen:

Die Wärmepumpen sind geeignet, Warmwasser zur Verfügung zu stellen. Zu Heizzwecken sind sie nur bedingt geeignet bzw. NICHT geeignet. Wenn geheizt werden muss, dann erfolgt das im wesentlichen über eingebaute elektrische Heizstäbe mit insgesamt 6 kW, de facto wird also elektrisch und damit sehr sehr teuer geheizt. In der Summe sind diese Wärmepumpen echte Stromfresser.

Aus der eher bescheidenen Leistung der Wärmepumpen und dem sehr hohen Preis (!!) ergibt sich ein sehr sehr schlechtes, bzw. miserables Preis/Leistungsverhältnis, wobei darüber hinaus die Verarbeitungsqualität dieser Wärmepumpen als äusserst dürftig bezeichnet werden muss.

Die Wärmepumpen wurden uns von der Firma wfs Ingenieurgesellschaft in Calden empfohlen und verkauft und ich muss sagen, wir sind hier massiv getäuscht worden. Die Pumpen bringen bei weitem nicht das, was uns vollmundig versprochen wurde. Also, Finger weg, wenn es um das Thema Heizen mit Abluft-Wärmepumpen geht.

Viele Grüsse,

Dr. Jörg Pfänder
Jörg

Beitragvon Jörg » 03.12.2005 22:30 Uhr

Angelika,

kurzer Nachtrag, damit keine Missverständnisse entstehen:

Bei unseren Spartec Pumpen handelt es sich um Abluft-Wärmepumen der Serie Easy 3,7 mit einer Nennwärmeleistung von 3,7 KW. Wenn ich sage, Finger weg von Wärmepumpen zu Heizzwecken, dann beziehe ich das ausschliesslich auf unsere Abluft-Wärmepumpen und nicht auf stärkere WPs, die z.B. die Erdwärme nutzen!

Es ist eigentlich auch nicht das Versagen von Spartec, dass wir im Winter im Prinzip elektrisch heizen müssen, denn Spartec weist auf seiner Website explizit darauf hin, dass es hier Probleme geben kann. Verantwortlich ist vielmehr die Firma wfs, die uns diese Pumpen als gute Lösung empfohlen und (teuer!) verkauft hat!

Viele Grüsse,

Dr. Jörg Pfänder
vdWals
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Registriert: 08.12.2005 12:48
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Beitragvon vdWals » 08.12.2005 13:13 Uhr

Hallo Herr Dr. Pfänder,

ich bin schon sehr enttäuscht wie Sie sehr ungerecht mit dem Thema umgehen. Sie haben zunächst die Haustechnik in Eigenleistung installiert. Die Firma wfs hatte damit nichts zu tun. Dann wurden Sie darauf aufmerksam gemacht, das die Fortluftführung der Wärmepumpen, so wie technisch notwendig, nicht ausgeführt ist. Wir haben Unterstützung angeboten, die bis heute nicht abgerufen wurde. Sie haben eine Heizleistung von 3,7Kw x 2 = 7,4Kw. Gemäß Heizlastberechnung reicht dies aus.Bei Temp. unter minus 5°C schaltet sich der Heizstab zu. Sie haben im Mittel im Jahr max. 30 Tage (schon sehr pessimistisch), mit diesen Verhältnissen. Hier schaltet sich der Heizstab zu. Sicherlich primärenergetisch nicht sinnvoll. Aber überlegen Sie einmal die Kosten insgesamt. Eine Pelletsanlage oder vergleichbar wie hier vorgeschlagen liegt bei 30.000EUR (Schornstein, Lüftungsanlage, Solaranlage, Speicher, Hackschnitzel oder Pellets, Lagerraumkosten, Förderschnecke, Schornsteinfeger, Emissionsmessung, Wartung). Wenn sie davon ausgehen, dass der Mehrpreis für solche Technik etwa bei 15.000EUR gegenüber der Sparteclösung betragen, so zahlen sie dafür im Mittel 750EUR Zinsen jährlich, zuzügl. Nebenkosten für Schornsteinfeger und Wartung von 150EUR jährlich. Also 900 EUR jährlich extra. Gehen wir davon aus, das an den 30 sehr kalten Tagen etwa 6kWh x 24 Stunden x 30 Tage per Heizstab erzeugt werden, dann haben sie 4320 kWh Verbrauch. Bei Wärmepumpentarif (9 cent/kWh) = 388 EUR. Ziehen sie jetzt davon die Kosten einer Hackschnitzelenergieerzeugung ab(4320kWh x 3 cent/kWh)= 130EUR ab, so verbleibt eine Differenz von 258EUR. Demgegenüber stehen 900 EUR Zinsen und Folgekosten. Selbst wenn sie die Alternativen günstiger bekommen sollten, was sehr zweifelhaft ist, erreichen die sog. regenerativen, alternativen Energien niemals eine solche Ökonomie. Ihre Folgerungen sind nicht zu Ende gedacht.

Horst van der Wals

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