Wasserstoff ist keine neue Primärenergie,sondern lediglich ein Sekundärprodukt, das mit sehr hohen Umwandlungsverlusten (Grössenordnung +30 %) mit sehr aufwendigen Verfahren aus Primärenergie erst hergestellt werden muss.
Den Vorteilen bei der Verbrennung von Wasserstoff stehen erhebliche Nachteile durch die Wasserstoffproduktion gegenüber, von erheblichen ungelösten Problemen beim täglichen Gebrauch ganz zu schweigen.
Meistens durfte es wesentlich sinnvoller sein, Biomasse direkt zu verwenden. Und Biogas (das mit Abstand die höchsten Hektarerträge aufweist) kann auch nach einer relativ einfachen Behandlung ins vorhandene Gasnetz eingespeist werden. Holz kann direkt verbrannt werden, Pflanzenöl ebenfalls direkt verwendet werden (weitgehehend mit der vorhandenen Erdöllogistik).
Für die fernere Zukunft wird Wasserstoff schon interessant sein, nachdem die extrem hohen Effizienzpotentiale ausgeschöpft sind und wenn die Photovoltaik vielleicht einmal effizient genug ist für die breite Anwendung.
Bis dahin gibt es Tausende von realen und leistungsfähigen Möglichkeiten, Energie einzusparen, mit höherer Effizienz zu verwenden und erneuerbare Energie direkt zu verwenden. Und die Begeisterung über die -heute und in den nächsten 20 Jahren noch völlig unrealistische- Option Wasserstoff sollte nicht dazu führen, dass die riesigen und heute nutzbaren Potentiale nicht genutzt werden (zB Kraft-Wärme-Kopplung).
Und - nicht zu vergessen - Wasserstoff wird auch von einer Seite propagiert, die sehr eigene Intentionen hat -nämlich den Wasserstoff mit Atomenergie herzustellen. Dem Wasser ist es nämlich egal, wo der Strom für die Elektrolyse herkommt....